Pythonfoo – CrashCourse-2

Und wie versprochen setzen wir unsere Reihe fort. An den nachfolgend genannten Terminen wird Oerb die Python Crashkursreihe in drei Terminen von ca. einer Stunde fortsetzen. Beginn ist jeweils 19:00 Uhr. Die drei Vortäge führen grundlegend in die objektorientierte Programmierung (OOP) ein.  Die Vorträge finden im Rahmen des Pythonfoo statt, welches jeden Donnerstag im Chaosdorf stattfindet.

( 02.05. – Do. – Klassen, Vererbung und Import ) done

16.05. – Do. – Typenprüfung, Properties, Decoratoren, Generatoren, Methoden um Moduleigenschaften heraus zu finden

23.05. – Do. – Vorführung der Entwicklung einer Objektsturktur on the Fly mit anschließender Diskussion über den Sinn und Einsatzbereich von OOP

Die Veranstaltungen sind wie immer kostenfrei, auch wenn Spenden gerne gesehen sind. Es gibt ausreichend Getränke und häufig haben wir Glück und werden aus der Küche mit warmen, veganen Speisen versorgt.

Freitagsfoo 10.05.2013

Cool ++ – so könnte man hier eigentlich den Titel setzen, denn Anderes zu sagen, fällt mir kaum ein bei dem, was uns beim letzten Freitagsfoo am 10.05.2013 geboten wurde.

Unüblich früh fürs Chaosdorf war der Beamer an, und ein seltsames, bewegtes und verzerrtes Doppelbild einer Achterbahnfahrt in 3D-Landschaft war zu sehen. Davor saß jemand mit einem schwarzen Kasten vor dem Gesicht und war sichtlich begeistert.

Wir hatten Besuch aus Berlin von einem VR-Profi, der uns die Entwicklerversion der Oculus Rift probieren ließ. In einem kurzen Vortrag konnte er überzeugende Argumente vorbringen, die sie zu einem Nice Piece of Technology kategorisierte. Dem folgte ein Kurzabriss über seine ganz persönliche Geschichte der VR-Brillen, die schon etwa. 1980 begann. Die angespannte Stille im Raum, bei der man nur vom Rauschen der Gerätelüfter gestört wurde, sagt alles, was über die emotionale Stimmung im Raum sonst zu sagen wäre.

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Der Abend war noch jung, und nach so viel geballter Technology Experience war keiner auf das gefasst, was folgte. Da stand so ein schlaksiger Jüngling vor uns, der mit vergleichsweise wenig Investition einen autarken PC vorstellen konnte. Der arme Kerl konnte sich kaum vor dem Bombardement an Fragen schützen, das schon während seiner Ausführungen einschlug.

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Natürlich hat unsere Freifunkrouterfraktion es sich nicht nehmen lassen, darauf aufmerksam zu machen, dass man Freifunkrouter bereits auch in die Autarkie entlassen hat.

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Dem ganzen folgte zum Abschluss ein Ausflug in die Abgründe des Hardware-Supports. Die Länge der Geschichte mit seinen wenigen Höhen und umso zahlreicheren Tiefen war so gewaltig, dass der eine oder andere anfing, Buch zu führen, um überhaupt noch mitzukommen. Wieviel Aufwand es machen kann, einen neuen Laptop mit Produktionsfehler in einen brauchbaren Zustand zu versetzen, war noch von keinem so nachhaltig geschildert worden. In der Summe so richtig deftiges Apfelmus, welches den Redner sichtlich bewegte und regelmäßiges Raunen im Publikum verursachte. Bewundernswert war die Hartnäckigkeit des Gepeinigten, die ungebrochen nach derlei Willkür aufrecht gehalten worden war und mit tosendem Applaus gehuldigt wurde.

Drosselkom-Demo – Netzneutralität statt digitale Diskriminierung

Die Deutsche Telekom schafft die Netzneutralität ab. Deswegen wollen wir bei der großen jährlichen Aktionärshauptversammlung in Köln am 16.05.2013 ab 16:00 Uhr vor der Lanxess Arena am Willi-Brandt-Platz 2 für Netzneutralität demonstrieren! Zudem gibt es den ganzen Tag über ab 8:00 Uhr eine Mahnwache an selbiger Stelle zu der ihr alle ebenso eingeladen seid!
Die Drosselung wirkt sich an drei Stellen aus: Beim Endnutzer, bei den Anbietern von Internetdiensten und bei ihren Konkurrenten.

Die Endnutzer-Drossel:

Seit dem 2. Mai steht fest: Wenn Telekom-Kunden beim Surfen eine bestimmte Datenmenge im Monat verbraucht haben, wird die Surfgeschwindigkeit zukünftig für den Rest des Monats stark gedrosselt; und zwar um mindestens 97,6% der ursprünglichen Bandbreite! Der Aufbau von www.telekom.de dauert dann beispielsweise fast 2 Minuten. Die Drossel macht dann auch das Betrachten von YouTube- oder anderen Videos nahezu unmöglich. Vom vielbeworbenen “High Speed Internet” kann da nicht mehr die Rede sein, und die Angabe ”bis zu” wird endgültig pervertiert! So wird die Bezeichnung “Flatrate” zu einer irreführenden Falschbezeichnung von Volumentarifen, die mit den bisher üblichen Pauschaltarifen nichts gemein hat. Der Endnutzer wird getäuscht.

Die Diensteanbieter-Drossel:

Die Telekom möchte dieses Verfahren auch nur auf Dienste anderer Anbieter anwenden. Die telekomeigenen Dienste wie “Entertain” oder “WLAN 2 GO” sind von der Drosselung nicht betroffen. Sowohl der Endnutzer, als auch der Anbieter werden für größere Bandbreite zur Kasse gebeten. Diese Praxis ist von der Telekom bereits angekündigt worden[1]. Das verletzt den Grundsatz der Netzneutralität, der vorsieht, dass jedes Datenpaket unabhängig von Sender, Empfänger und Inhalt bestmöglichst transportiert wird.
Die Endnutzer-Drossel in Kombination mit der Diensteanbieter-Drossel bedeutet, dass die Telekom für die Durchleitung eines Datenpakets beide Seiten zur Kasse bitten kann (zweiseitiges Geschäftsmodell).

Die Konkurrenten-Drossel:

Auch die Konkurrenten der Telekom, wie Vodafone, O2 und Versatel bieten ihre Angebote nicht flächendeckend an – weil ihnen der dafür erforderliche Netzausbau zu teuer ist!
Somit ist die Telekom vor allem in vielen Gegenden der einzig verfügbare Anbieter und kann damit die Endnutzer- und Diensteanbieter-Drossel einfach durchsetzen!

Das wollen wir nicht hinnehmen – deswegen gehen wir auf die Straße!

Wer sich die Drosselung und die Abschaffung der Netzneutralität nicht bieten lassen will, ist eingeladen, sich unserer Demonstration am 16.05. in Köln anzuschließen.

Wir freuen uns, mit Euch zusammen zu demonstrieren!

Geht auf die Straßen! Lasst euch die Scheiße nicht bieten! Die machen unser Internet kaputt, so wie wir es kennen und lieben!

[1]  “Wir sind offen für  Gespräche mit diesen Anbietern, um ihre Angebote  in Entertain zu  integrieren oder neue Kooperationsmodelle zu finden.  Einen Teil dieser  Erlöse würden wir dann in den Netzausbau investieren  können. Dann ist es  auch denkbar, dass die Sendungen nicht das   Datenvolumen der Nutzer  verbrauchen. Im Mobilfunk machen wir das  bereits mit dem  Musik-Streamingdienst Spotify. So etwas wäre sowohl mit  Marktgrößen wie  Youtube als auch mit Newcomern möglich” – Niek Jan van  Damme (DIE WELT, 2013)

Unsere Forderungen:

Die Telekom muss von ihren Drosselungs-Plänen abrücken!

Netzneutralität muss gesetzlich festgeschrieben und durch die Aufsichtsbehörden durchgesetzt werden.*

Jeder Mensch muss ein Anrecht auf einen Breitband-Internetzugang haben. Dieses Recht muss gesetzlich verankert werden, um der digitalen Spaltung unserer Gesellschaft entgegen zu wirken.

Wo Flatrate draufsteht, muss auch Flatrate drinstecken.  Wir fordern neben Volumentarifen echte Flatrates, bei denen für eine  fixe Summe ein Internetzugang mit gleichbleibender Geschwindigkeit zur  Verfügung gestellt wird.

Bündnis für Netzneutralität und gegen digitale Diskriminierung:

Anonymous Aktivisten
Bundesverband Initiative gegen digitale Spaltung – geteilt.de. e.V.
Chaosdorf e.V.
Digitale Gesellschaft e.V.
AK Vorrat OG Köln/Bonn
Netzpolitik.org
Piratenpartei Deutschland
fNordeingang e.V.
und weitere…

Weitere Informationen findet ihr auch hier:

Protestwiki: http://bda.protestwiki.de/wiki/Drosselkom
Twitter: https://twitter.com/Drosseldemo

Freitagsfoo vom 26.04.2013

Auf dem letzten Freitagsfoo vom 26.04.2013 hatten wir einigen Besuch, über den wir uns sehr gefreut haben und wollen ihnen hiermit noch einmal recht herzlich danken.

Visit from Hackerspace Interlock in Rochester, New York USA

Als erstes tauchte ohne große Vorwarnung ein Mitglied des Hackspace Interlock aus Rochester auf. Er hatte hier in der Nähe beruflich zu tun und entsprechend die Gelegenheit genutzt bei uns für zwei Stunden seiner kostbaren Zeit in Deutschland vorbei zu schauen. Nach einer Führung durch unseren Hackerspace wurde auf eine spontane Bitte aus den Reihen der zahlreichen Anwesenden eine ausführliche Vorstellung des Hackerspaces Interlock in Rochester aus dem Bundesstaat New York in den USA.

Wer sich selbst einen Eindruck machen möchte, kann sich  in dem umfangreichen Bildarchiv auf der Hompage des Hackerspace umschauen. Das offensichtlich große Interesse im Raum, was man an den zahlreich verweisten Laptops erkennen konnte, galt dem Umstand, einmal einem Hacker jenseits des großen Teiches leibhaftig begegnen zu können. Wir bedanken uns dafür noch einmal recht herzlich und bleiben bei unserem Angebot zu einem virtuellen Austausch zwischen den beiden Hackerspaces. Wir hoffen ebenso, den Besuch einmal erwiedern, und der großherzigen Einladung folge leisten zu können.

Als weiteren Gast von außerhalb aber jedoch eher aus der direkten Nachbarschaft hatten wir das

FFT (Forum Freies THEATER) aus Düsseldorf

zu besuch. Das FFT, für die nicht Anwesenden und Interessierten wurde 1999 gegründet und ist ein Produktions- und Veranstaltungsort für professionelles freies Theater in Düsseldorf. Ohne festes Schauspielensemble steht das FFT für ein Programm an der Schnittstelle von Theater, Performance, Tanz, bildender Kunst und Musik. Die Affinität, die zu einem Besuch im Chaosdorf führte, rührte vermutlich von einem Besuch diverser Clubmitglieder auf einigen ihrer Veranstaltungen her. Ganz besonders war uns die Teilnahme an der Produktion von machina ex “Game ON Stage” ein Erinnerungsträchtiges Erlebnis.

Das schöne am FFT, und weshalb hier insbesondere noch einmal darauf aufmerksam gemacht werden soll, sind die technikaffinen Vorstellungen, an denen man nicht nur passiver Zuschauer, sondern aktiver Teilnehmer des Geschehens sein kann. Dabei wird in einer speziellen Themenreihe des FFT der Kontakt mit der Technik aus einer neuen und innovativen Theaterkultur heraus gesucht. Zu dem in Kürze statt findenden Programm, dass aus dieser Perspektive interessant ist, gehört z.B. Game ON Stage – LEVEL TWO, der Berliner Künstlergruppe machina ex. Aber sicherlich ist auch der Invisible Playground – SCENE IT ALL ein interessanter Termin.

Wir danken hier auch noch einmal herzlich für das rege Interesse, das Ihr in uns geweckt habt.

 

Python Crashkurs-2

Und wie versprochen setzen wir unsere Reihe fort. An den nachfolgend genannten Terminen wird Oerb die Python Crashkursreihe in drei Terminen von ca. einer Stunde fortsetzen. Beginn ist jeweils 19:00 Uhr. Die drei Vortäge führen grundlegend in die objektorientierte Programmierung (OOP) ein.  Die Vorträge finden im Rahmen des Pythonfoo statt, welches jeden Donnerstag im Chaosdorf stattfindet.

02.05. – Do. – Klassen, Vererbung und Import

16.05. – Do. – Typenprüfung, Properties, Decoratoren, Generatoren, Methoden um Moduleigenschaften heraus zu finden

23.05. – Do. – Vorführung der Entwicklung einer Objektsturktur on the Fly mit anschließender Diskussion über den Sinn und Einsatzbereich von OOP

Die Veranstaltungen sind wie immer kostenfrei, auch wenn Spenden gerne gesehen sind. Es gibt ausreichend Getränke und häufig haben wir Glück und werden aus der Küche mit warmen, veganen Speisen versorgt.

Lichtsteuerung Teil 3: Bus / Firmware

Ein Thema hätten wir noch: Es gibt Hardware und ein tolles Webinterface, aber wie kommen die Signale dann vom Webinterface zum Schieberegister? Und was macht man, wenn man feststellt, dass man neben Lampen auch noch RGB-Streifen, 7-Segment-Anzeigen und Weiteres ansteuern möchte?

Ohne besondere Vorkehrungen passen nämlich nicht sehr viele Geräte an einen RasPi: Es gibt 10-12 nutzbare GPIO Pins, d.h. bei 2 Pins (Clock + Data) pro Endgerät ist Platz für 5-6 Geräte. Wenn man das Taktsignal gemeinsam benutzt, werden daraus sogar 9-11.
Das mag ausreichen, hat aber immer noch das Problem, dass es nicht skaliert und man für jedes neue AVR-Board ein zusätzliches Kabel vom RasPi bis zum Board ziehen muss.

Also: Warum nicht ein Datenbus?
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Lichtsteuerung Teil 2: Software

Nachdem der letzte Eintrag nur ein paar Hardwaredinge beleuchtet hat, geht es jetzt um die Software, genaugenommen das Webinterface und ein paar Zusatzskripte.
Die Dateien liegen wie alles andere im dorfmap repository und einige Helfer in dorfmap-deb.

Weboberfläche

dorfmap ist Perlcode mit Mojolicious. Zeigt im Browser einen Grundriss des Chaosdorf an und verteilt darauf Symbole für Lampen, Drucker, Türstatus und weitere potentiell interessante Dinge. Die Koordinaten der Geräte sind als Pixel-Offsets (ja, eigentlich möchte man relative Angaben benutzen ;-) ) zusammen mit Steuerungsfoo in einer coordinates-Datei angegeben.

Status anzeigen

Ausgelesen wird entweder direkt aus dem GPIO-Pin (per /sys/class/gpio) oder Caches für die Schieberegister in /tmp. Einige Sonderfälle (z.B. Hosts, die nicht steuerbar sind) werden von einem separaten Skript alle zwei Minuten überprüft und zwischengespeichert.

Status ändern

Per Default wird getoggelt, d.h. ein Klick auf eine eingeschaltete Lampe schaltet sie aus und ein Klick auf eine ausgeschaltete Lampe schaltet sie ein. Einzige Ausnahme ist bei uns die Außenbeleuchtung, die anhand der Tageszeit automatisch gesteuert wird, so dass die dorfmap nur die Automatik ein- bzw. ausschaltet.

API

Ist auch vorhanden, in JSON und plaintext. Dazu bietet sich die
Dokumentation im Wiki an.

Das Webinterface ist inzwischen recht umfangreich, aber einigermaßen portabel. Angepasst werden müssen in erster Linie der Grundriss und die coordinates-Datei, und im Falle von Schieberegistern / anderen Konstruktionen, die nicht direkt auf GPIO-Pins zugreifen, noch die system-Aufrufe in index.pl (avrshift-donationprint etc.)