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Bericht vom Freitagsfoo

Beim Freitagsfoo passieren wöchentlich interessante Dinge, die hier nicht angekündigt werden, weil sie (fast) unvorhersehbar sind. Hier ein Bericht vom gestrigen Abend, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Am frühen Abend trafen zwei Hacker aus der Schweiz ein, die Raclette machten und von ihren Reisen mit dem Pennsemmel berichteten. In ihrem Podcast veröffentlichen sie täglich eine Folge und so gibt es bereits jetzt dort einen Bericht vom Freitagsfoo.

Zu dem original schweizer Raclette gab es veganen Bacon und Cheeze für die rein pflanzliche Alternative. Den Bacon hat Yrthy im Chaosdorf hergestellt und dazu gibt’s demnächst auch einen Workshop. Der Cheeze kam von Pfau, einem nahe gelegenen Fachgeschäft für vegane Lebensmittel.

Um neun begonnen die Kurzvorträge, die teilweise vorbereitet und ansonsten ganz spontan gehalten wurden. Die Themen sind breit gefächert und werden von uns nicht sonderlich ausgewählt. Wer etwas vorstellen möchte, kann das gerne einfach so tun. Hier eine Liste dazu, den Rest findet ihr im Wiki.

1. Block Noise! Till zeigt uns seine Videoinstallation und die Technik des Data Moshing im sog. rekursiven Pixelregime.
2. Unburden Your Home Directory Axel erläutert sein Skript zur Behandlung temporärer Dateien im Home-Verzeichnis unter Linux.
3. Schließsystem mit iButton Derf gibt eine Erklärung unseres neuen Schließsystems mit Token.
4. Füchse fangen für Anfänger Andnie führt uns in den Sport des ARDF ein, bei dem mittels Funkpeilung Ziele gefunden werden.
5. Markdown-Präsentationen Dictvm demonstriert ein System zur Erstellung von Präsentationen im Browser mit JavaScript und Markdown.

Anschließend tauschten sich die Anwesenden über das gemeinsam erlebte aus und kosteten unser selbst gebrautes Bier. Außerdem stieg das Produktivitäslevel wieder an und in der Werkstatt wuselten mehrere Menschen anhaltend herum. Dabei ist unsere neue Theke fertiggestellt, ein Unterbau für die Steharbeitsfläche gebaut und mehr Beleuchtung über dem Löttisch installiert worden.

Bis die meisten Menschen sich zurückgezogen haben und die Räume aufgeräumt worden sind, dauerte es noch bis morgens. Der Autor hat erst gegen sieben Uhr das Chaosdorf verlassen – mehr aus Vernunft, als aus Erschöpfung.

Türöffner mit iButtons

Seit dem Umzug in die Hüttenstraße besitzen wir eine sehr tolle Eingangstür, der unsere Vermieterin ein Motorschloss spendiert hat. Dies war gewünscht, damit alle Mitglieder jederzeit den Raum betreten können, ohne herkömmliche Schlüssel verteilen zu müssen. Die sind nämlich nicht revokable, was besonders in Hackspaces sehr schnell zu Problemen führt. Continue reading

Magnetisches Gewürzregal

Samstagabend: Kücheputzen. Das wäre langweilig, wenn die Gelegenheit nicht zum Reorganisieren der Gerätschaften genutzt würde.

Unser Gewürzregal war vollgestopft mit Gläsern und Tütchen, so dass beim Kochen hin und wieder das gesuchte Aroma nicht gefunden werden konnte. Nachdem endlich alle Gewürze in beschrifteten Gläser verfrachtet waren, sah die Lage noch nicht besser aus. Gläser in mehreren Reihen? Unübersichtlich.

So kam uns die Idee, eine weitere Ebene hinzuzufügen. Beim Überlegen fiel unser Blick auf einen Klumpen alter Feststoffmagneten aus zerlegten Festplatten. Die Dinger haben eine dolle Anziehungskraft und Bohrungen an den Seiten. Ein kurzer Versuch zeigte Erfolg. Nun hat das Regal auf der Unterseite des oberen Bretts eine Reihe von Magneten, die Gläser an ihren Metalldeckeln mit einem Schnapp anzieht und festhält.

Wir sind gespannt, wie sich das beim Kochen bewähren wird.

Hinterzimmer wohnlich renoviert

Unser Renovierungs-Rage ging weiter und so haben wir das Hinterzimmer renoviert, welches von nun an gelegentlich auch “Höhle” genannt wird.

Checkliste

  1. Boden repariert und angestrichen
  2. Neue Stromleitungen verlegt und Steckdosen eingegipst
  3. Wände verputzt und angestrichen
  4. Decke von Nikotin und Wasserflecken befreit
  5. Kunstinstallation gebaut (die Höhle)
  6. Lüfter gesäubert und neu abgedichtet (er saugt mächtig)
  7. Beamer-Aufhängung gebastelt und Whiteboard als Leinwand umfunktioniert
  8. Matestapel-Paletten zusammengeschraubt und Mate aufgestapelt
  9. Türvorhang gefrickelt
  10. Soundsystem installiert PlayStation3 aufgebaut

Seit der Einweihung beim Freitagsfoo ist ein konstantes Geräusch von Karambolagen, Hüpftierchen und leises Gekicher zu vernehmen. Vor allem abends. Also wenn euch das Cozyness-Pattern bisher im Chaosdorf zu kurz gekommen ist, kommt ihr in der Höhle bestimmt auf eure Kosten. Denn so produktiv wir vorne sind, so unproduktiv sind wir hinten. Und wir finden beides notwendig und sinnvoll.

Labels für Dinge

Da in einem großen Clubraum immer viel Zeug rumliegt, und man nie genau weiß, was wem gehört, wie zu benutzen ist oder auch nur wo es gelagert wird, ist es für einen Hackspace sehr empfehlenswert, möglichst alles zu labeln.

Anfangs benutzten wir dazu kariert.org aus dem Metalab. Alles doppelt einzugeben (einmal ins Wiki und nochmal fürs Label) ist aber doof, und da wir eh schon leicht parsebare Properties und Templates im Wiki haben, bietet es sich an, daraus irgendwie Labels zu generieren.

Benutzt wird dazu Ruby mit den gems media_wiki, prawn (PDF-Generator) und mongrel (CGI-Foo). Das Skript ist als normale Website erreichbar, nimmt als Argument den Namen einer Wikiseite und generiert ein PDF der entsprechenden Propertywerte.

Der theoretische Ablauf ist jetzt:

  • Buch oder Ressource im Wiki eintragen
  • Dabei auch die von kariert.org übernommenen Properties (ownership, usage conditions, location) ausfüllen
  • Auf PDF-Link klicken
  • ausdrucken und aufkleben

Der PDF-Link wird direkt nach Anlegen einer passenden Seite im Wiki angezeigt. Einziges Problem: Man kann nicht aus Semantic Forms (die Eingabeformulare für z.B. Auswahl von Club-Eigentum vs. Leihgabe vs. Privatfoo) auf die dort eingegebenen Daten zugreifen, d.h. man muss erst eine Seite anlegen, dann das Label ausdrucken und die Seite nochmal editieren, um anzugeben, dass der Gegenstand gelabelt wurde.
An den Texten im Label wird auch noch gearbeitet.

Alternative Lösungen wären eine Spezialseite für Labelfoo (d.h. nach Wikiedit ein Label zu drucken ist etwas aufwändiger), oder automatische Wiki-Edits beim Generieren des Labels (geht schief, falls jemand generiert aber nicht mehr zum drucken kommt). Mal schauen, was sich am Ende durchsetzt.

Relatierte Links:

20120923-231636-P1050082

Serverraum renoviert

Unser Serverraum bekam neuen Boden (so dass man Computer hinstellen kann, ohne sich um Unebenheiten zu sorgen) und wurde gestrichen.
Außerdem wurde aus Rackwinkeln und Baustellenresten ein 19″-Rack gebaut,
das jetzt eine USV und die 4 Verstärker für den Hauptraum beherbergt.