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20.05.2013

Michael Stehmann - Ein Tag im Landtag

Die Landesregierung und der Landtag des bevölkerungsreichsten Bundeslandes der Bundesrepublik Deutschland suchen den Rat der Bürgerinnen und Bürger; da kann die FSFE nicht abseits stehen.

Ziel des des Zukunftsforums „Digitale Bürgerbeteiligung“ am 17.05.2013 im Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen war es erklärtermaßen, erste Eckpunkte der Open.NRW-Strategie vorzustellen und in den Diskussionen vor Ort Impulse für die Weiterentwicklung der Strategie zu gewinnen.

Um sich zu beteiligen, reichte der Chronist, nachdem er auf der Fahrt im Bus nach Chemnitz von dieser Veranstaltung erfahren und von einem mitreisenden Landtagsabgeordneten animiert worden war, sich einzubringen, als Fellow der FSFE einen Vorschlag für einen Vortrag in “Slot 2″ ein, der in der Bewertungsphase immerhin 81 Stimmen erhielt.

Angekündigt wurde dieser Vortrag wie folgt:

“Offene Verwaltungsdaten (Open Data)
OpenData durch Offene Standards

Ein Offener Standard ist ein öffentlich zugängliches technisches Dokument, das unter Beteiligung aller interessierter Parteien entwickelt wird. Soweit der Standard oder Teile davon gewerblichen Schutzrechten unterliegt, sind diese unwiderruflich gebührenfrei nutzbar. s.a. http://fsfe.org/activities/os/def.de.html Wenn Daten allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden sollen, ist die Verwendung Offener Standards unabdingbar. Proprietäre Formate schließen Bürger und Bürgerinnen aus.

Neben weiteren Freunden Freier Software meldeten sich auch Mechtilde und Rainer zu dieser Veranstaltung an, die dann dort im FSFE-Hoodie mit deutlich sichtbarem Fellowshiplogo erschienen, während der Chronist sein “Plussie” am Revers seines Jacketts befestigt hatte.

Die Veranstaltung begann dann nach dem Check-in und der Möglichkeit, ein Frühstück zu sich zu nehmen, um 09:15 Uhr im gut gefüllten Plenarsaal des Landtages. Insgesamt sollen 500 Teilnehmer zu der Veranstaltung zugelassen worden sein und der Eindruck war, dass wohl nicht viele fehlten.

Was bei dem Auftakt-Plenum die Offiziellen sagten, kann an anderer Stelle nachgelesen werden. Auch Heise hat berichtet. Es war wohl unvermeidlich, dass die Ministerpräsidentin auch Willy Brandts Motto “Mehr Demokratie wagen!” anführte.

An der lebhaften Auftaktsdiskussion nahmen auch Frau Geraldine de Bastion und die Landtagabgeordeten Matthi Bolte und Frank Hermann teil, sodass der Chronist die beiden Erstgenannten identifizieren und alle drei anschließend auftragsgemäß vom Deutschlandkoordinator der FSFE, Matthias Kirschner, grüßen konnte.

Sowohl bei der Auftaktsdiskussion als auch bei der Schlussdiskussion betonten die Vertreter der Netzcommunity, beispielsweise Frau Geraldine de Bastion, dass OpenData und Partizipation über das Internet unvereinbar mit den “Drosselkom”-Plänen sind, was lebhaften Beifall hervorrief. Interessant war ein Statement, wonach der Livestream aus Ausschüssen und Fraktionssitzungen bisher am fehlenden Equipment des Landtages scheitert. Für die Überwachung der Bürger fehlt es an Ressourcen nicht, wohl aber an Ressourcen für die Kontrolle der Arbeit des Landtages durch den Souverän.

Im ersten “Slot” besuchte der Chronist die Vorträge und die Diskussion zum Thema “Open NRW: Prämissen, Ziele, Geschäftsprozesse”. Er regt in der Diskussion u.a. an, auch die im Rahmen der geplanten Evaluation von “Open NRW” erhobenen Daten dem Bürger zugänglich zu machen, damit sich dieser ein eigenes Bild machen und nicht nur den wohlabgestimmten Bericht der Landesregierung zur Kenntnis nehmen kann.

Dann war es nach kurzer Pause soweit: Der Chronist musste seinen Vortrag halten. Der Fraktionssaal der Piraten, in dem diese Session veranstaltet wurde, war gut gefüllt und zwar etwa zur Hälfte mit “den üblichen Verdächtigen” und zur anderen Hälfte mit “Schlipsträgern”. Neben dem Landtagabgeordeten Matthi Bolte konnte der Chronist auch Mitglieder der Piratenfraktion im Teilnehmerkreis identifizieren. Ein Piraten-MdL sorgte sogar – mit eigenem Equipment – für die Aufzeichnung der Vorträge.

Der Chronist weigerte sich natürlich, seine Präsentation auf dem vom Landtag gestellten Rechner, auf dem ein proprietäres Betriebssystem lief, zu halten, was die Landtagstechnik aud den Plan rief, die allerdings vom Chronisten nicht gebraucht wurde, da er inzwischen das VGA-Kabel identifiziert, an seinen Laptop umgesteckt und eine passable Auflösung eingestellt hatte.

Im seinem Vortrag begründet der Chronist die Forderung nach Verwendung Offener Standards für “OpenData”, nachdem er dargelegte hatte, was Offene Standards sind und welche Vorteile sie für den Nutzer haben. Auch plädierte er auf der Grundlage der Erfahrungen, die mit Lizenzen Freier Software gemacht wurden, für die Verwendung auch international wohlbekannter “Standard”-Lizenzen für die Veröffentlichung von Daten und gegen die Schaffung neuer weiterer Lizenzen für diesen Zweck.

Nach dem Chronisten hielt Mateusz Pomietlo vom CCC seinen Vortrag zum Thema “Intelligenter Umgang mit großen Datenmengen”. Beide Vorträge wurden vom Publikum gut aufgenommen. In der anschließenden Diskussion ergab sich Zustimmung für die vorgetragenen Anliegen. Einem Vertreter der Kommunen konnte der Chronist anhand einer Anekdote erklären, dass eine transparente Zusammenarbeit zwischen Kommune und Bürgern durchaus Gegenwerte für die Kosten der Veröffentlichung von Daten schaffen kann.

In der anschließenden Mittagspause gab es “landestypische” Speisen, nämlich Currywurst und Kartoffelsuppe.

Im dritten Slot besuchte der Chronist die Veranstaltung zum Thema “Alles offen? Transparenz vs. Vertraulichkeit”.

Nach den Eingangsstatements wurde der Teilnehmerkreis in mehrere Gruppen aufgeteilt. Der Chronist schloss sich der Gruppe an, die von Frau Maria Schröder geleitet wurde. Hier ergab sich eine interessante Konstellation: in dieser Runde waren nämlich auch ein bediensteter Datenschützer, ein Bediensteter der Umweltbehörde, sowie eine Bedienstete aus dem Landesarchiv. Die Person aus der Umweltbehörde konnte erklären, dass vieles, was hier diskutiert wurde, dort aufgrund gesetzlicher Regelungen längst Praxis ist. Dies gilt auch für die Verwendung von Standards. Er hatte auch keine Bedenken, Geodaten kostenlos zu Verfügung zu stellen, und berichtet von einer guten Kooperation bei der Erhebung der Daten zwischen Behörde und engagierten Bürgern.

Danach gab es Kaffee und Kuchen.

Bei der Schlussveranstaltung war der Plenarsaal dann deutlich leerer als am Morgen.

Anschließend konnten noch einige Teilnehmende der Veranstaltung, u.a. Geraldine, bewegt werden, mit ins Chaosdorf zu kommen. Dort erhielten sie einen Eindruck von der Arbeit in diesem Hackerspace.

Natürlich ist es unmöglich an dieser Stelle alle Eindrücke von dieser Veranstaltung wiederzugeben. Noch unmöglicher ist es, ein umfassendes Bild dieser Veranstaltung, die sechs parallele Vortrags- und Diskussionsstränge hatte, zu geben.

Zwei Eindrücke verdienen es dennoch, kurz geschildert zu werden: In verfassungsrechtlicher Hinsicht war der Dualismus zwischen Bürgern und Verwaltung bzw. Bürgern und Regierung bemerkenswert, von dem vor allem Vertreter von Regierung und Verwaltung ausgingen. Nun ist das Volk aber in der freiheitlich demokratischen Grundordnung unseres Staates der Souverän (s. Artikel 20 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes: “Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.”) Das Volk als Kollegialorgan der Bürgerinnen und Bürger hat daher die Pflicht, diejenigen Bürgerinnen und Bürger, denen notwendigerweise im staatlichen Rahmen Macht (“Staatsgewalt”) übertragen wurde, zu kontrollieren. Hierzu sind ihm grundsätzlich alle Informationen und Daten, die auch den Behörden und der Regierung sowie dem Parlament zur Verfügung stehen, ebenfalls zur Verfügung zu stellen. Ausnahmen bedürfen der Rechtfertigung. Ebensowenig ist ein Interpretations- oder Auswertungsmonopol der Regierung oder Verwaltung in Bezug auf die erhobenen Daten hinnehmbar. Es sollte meiner Ansicht sogar vornehmste Pflicht der Bürgerinnen und Bürger “im Amte” sein, ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger umfassend und möglichst barrierefrei über ihr Handeln in Ausübung der vom Volke ausgehenden Staatsgewalt zu informieren und ihnen grundsätzlich alle Daten zur Verfügung zu stellen, um diesen eine eigenständige Kontrolle zu ermöglichen. Dies gilt erst recht dann, wenn man deren Mitarbeit zum gemeinen Wohle erwartet bzw. fördern möchte. Leider bestimmen diese fundamentalen demokratischen Grundsätze noch nicht überall das Verhalten von Verwaltung, Regierung und Parlament.

Der zweite Eindruck ging von einer Beobachtung eines Zusammenstoßes von Kulturen aus (Stichwort: Katzenposts zu #opennrw bzw. #opennrw2013). Nachzudenken ist darüber, ob und inwieweit man sich, wenn man sich in die digitale Sphäre begibt, über die dortigen kulturellen Eigenheiten zu informieren und diese grundsätzlich auch zu respektieren hat. Andererseits muss man natürlich auch darüber nachdenken, wie freundlich und respektvoll die digitalen Eingeborenen Immigranten entgegentreten haben, deren kulturelle Prägung offensichtlich eine ganz andere ist.

19.05.2013

Michael Stehmann - Seminar an der Fachhochschule Düsseldorf

Die Free Software Foundation Europe war gebeten worden, für einen Seminartermin im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Fachhochschule Düsseldorf Referenten zu stellen. Diesem Gesuch kamen Wolf-Dieter_Zimmermann und der Chronist gerne nach.

Unter der Überschrift “FOSS – Externe Referenten zu Gast – Einladung an alle Interessierten!” wurde unser Erscheinen wie folgt angekündigt:

“Liebe Kolleg_innen, liebe Studierende,
am Dienstag, d. 14. Mai 2013 haben wir in unserem Seminar “FOSS – Free and Open Source Software für die Soziale Arbeit” die beiden Referenten Wolf-Dieter Zimmermann und Dr. Michael Stehmann von der Free Software Foundation Europe (FSFE) zu Gast. Die beiden werden hier zum einen über die Geschichte und Arbeitsfelder der in Düsseldorf angesiedelten FSFE sprechen, zum anderen wird es fokussiert um medienkritische Bildung mit ausschließlich Freier Software und Freien Formaten gehen, da “Freie Software” den Standpunkt vertritt, dass proprietäre Software ein ethisches und soziales Problem darstellt.
Zu diesem spannenden Thema möchten wir alle Interessierten ganz herzlich einladen! Die Veranstaltung findet am Dienstag, d. 14. Mai 2013 im Raum 05.61 statt und dauert die normale Seminarzeit von 9.00 bis 12.30 Uhr.
Richard Janz und Christian Steier”

Vor Ort erwiesen sich die beiden Unterzeichner der Ankündigung dann als begeisterte Freunde und überzeugte Unterstützer Freier Software.

Die Ausstattung des Seminarraums, der sich allmählich mit Studierenden füllte – laut Aussage der Dozenten waren alle Seminarteilnehmer erschienen, was keine Selbstverständlichkeit ist -, war hervorrragend.

Der Vortrag des Chronisten hatte eine allgemeine Einführung in das Thema Freie Software und ihre Unterstützer zum Inhalt. Behandelt wurden Fragen wie: Was ist Freie Software? Welche Lizenzen Freier Software gibt es? Was hat der Anwender von den ihm eingeräumten Freiheiten? Um den Bereich der Ethik des Teilens abzudecken, wurde die Aussage “Omnis enim res, quae dando non deficit, dum habetur et non datur, nondum habetur, quomodo habenda est.” des Aurelius Augustinus (*13.11.354 +28.08.430) in „De doctrina christiana“ (Übersetzung: „Denn jede Sache, die durch Weitergabe an andere nicht verliert, besitzt man nicht, wie man soll, solange sie nur besessen und nicht an andere weitergegeben wird.“) erläutert, nicht nur hinsichtlich der Freiheit des “Verbreitens”, sondern auch der Freiheit des “Verstehens”.

Ferner wurde die Person Richard Matthew Stallman als Gründer der Freien-Software-Bewegung vorgestellt. Schließlich erfolgte eine Darstellung der Free Software Foundation Europe und ihres Fellowship, ihrer internationalen Einbettung, ihrer Mission und Aktionen und ihrer lokalen Fellowshipgruppe.

Wolf-Dieter Zimmermann referierte zum Thema: Medienkritsche Bildung ausschließlich mit Freier Software. Dabei fesselte er die Aufmerksamkeit der Zuhörenden schon durch die Verwendung des Begriffes “Analphabetismus” (im übertragenen Sinne) im Titel seines Referates von Anfang an. Seine große Berufs- und Lebenserfahrung erlaubten ihm, auch in anekdotischer Form den Zuhörenden wertvolles Wissen für ihren Berufsweg mitzugeben. Er konnte überzeugend darlegen, dass medienkritische Bildung, die nicht ausschließlich auf Freie Software setzt, ihre Ziele notwendigerweise verfehlen muss.

In der anschließenden Diskussion mit den Studierenden verfestigte sich unser Eindruck, dass diese unserem Anliegen sehr aufgeschlossen gegenüberstanden.

Die Referate und die Diskussion wurden audiovisuell aufgezeichnet und sollen der Fachbereichsöffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden-

Insgesamt ist dieser Einsatz als erfolgreich zu werten. Auch “Wiederholungen” erscheinen nicht ausgeschlossen.

12.05.2013

Michael Stehmann - PythonCamp 2013 in Köln

Das PythonCamp 2013 ist Barcamp zum Thema Python gewesen. Entsprechend der Ankündigung war für Verpflegung und Getränke gesorgt und der Eintritt frei.

Am 4. bis 5. Mai 2013 fuhren insgesamt fünf Leute des Pythonfoo im Chaosdorf, darunter der Chronist, nach Köln-Deutz, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Dort trafen wir mehr als fünfzig weitere interessante Leute, darunter einen bekannten Kölner Fellow.

Dem Barcamp-Gedanken entsprechend wurden in insgesamt sechs Räumen an zwei Tagen von den Teilnehmern spontan oder mit etwas Vorbereitung zahlreiche Vorträge und Workshops gehalten.

Da der Chronist erstmalig an einem Barcamp teilnahm, musste er nach Ansage der Veranstalter auch eine Session halten. Als Python-Neuling entschloss er sich zu Lizenzen Freier Software vorzutragen, da er doch rein zufällig ;-) auch einige Folien zu diesem Thema dabei hatte. Der Vortrag war für einen Nicht-Python-Vortrag erfreulich gut besucht und zwar von einem sehr interessierten Publikum.

Neben den Session gab es mittags an beiden Tagen Lightning Talks in einer Höchstlänge von fünf Minuten im Plenum. Hier konnte Oerb den Pythonfoo vorstellen und vor allem Dodo und Bison einige Aktivitäten desselben.

Insgesamt waren die Vorträge, die der Chronist besuchte, aber auch die Lightning Talks hochinteressant; der Chronist bedauerte mit anderen Teilnehmern, nicht über die Fähigkeit der Bi- oder Multilokation zu verfügen, weil uns so interessante parallele Sessins entgingen.

Die Teilnahme am PythonCamp erlaubte auch interessante Einblicke in die internationale, deutsche und rheinische Python-Community.

Das Barcamp war von der Python User Group Köln und dem gastgebenden Unternehmen mit Hilfe der Sponsren hervorragend organisiert worden. Die kostenlose Verpflegung war gut und reichlich. Auch für kühle und heiße Getränke war gesorgt.

Am Samstagabend besuchten wir noch ein Kölner Brauhaus und diskutierten noch lange.

Die Kölner Szene hat wohl ausgezeichete Kontakte zu Verlagen; jedenfalls fand am Ende wieder eine Verlosung vor allem von Büchern statt, die der Chronist von den Veranstaltungen in Köln zum Software Freedom Day aus den vergangenen Jahren kennt. Auch die Düsselorfer konnten anschließend interessante Lektüre mit nach Hause nehmen,

Einiges nachlesen kann man im Etherpad.

Michael Stehmann - Fellowshiptreffen in Düsseldorf am 24.04.2013

Auf dem Fellowshiptreffen am 24.04.2013 in Düsseldorf hielt Frank nach der Vorstellungsrunde einen Vortrag zu Tiki, einer Freien Software.

Unter dem Titel “Tiki Wiki CMS Groupware – die eierlegende Wollmilchsau” erläuterte er in engagiertem Vortrag die Möglichkeiten und Vorzüge dieser Software. Er ging auch auf das Projekt ein, welches sie entwickelt und die Philosophie und Technik, mit welcher dies geschieht. Auch das “Tikiverse” stellte er vor. Anhand seines persönlichen Engagments berichtete er von den Möglichkeiten, die Einzelnen in dieser Community offenstehen.

Auf den Releasezyklus ging er ebenso ein, wie auf den gegenwärtigen Stand des Projektes und die absehbare zukünftige Entwicklung. Er nannte auch die kommenden Community Events und regte die Gründung einer lokalen Usergroup an.

Insgesamt hinterließen die deutliche Begeisterung Franks und seine Ausführungen den Eindruck, dass das Tiki-Projekt von einer quicklebendigen Community getragen wird. Auch auf die anschließenden Fragen hin zeigten seine ausführlichen Antworten, wie “voll sein Herz” ist.

Das vegane Essen war wieder von hervorragender Qualität.

Insgesamt war es ein interessantes Treffen an dem erfreulich viele Personen teilnahmen.

Frank hat die Vortragsfolien als PDF veröffentlicht.

Das nächste Fellowshiptreffen findet am 29.05.2013 wieder ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf statt.

Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

Wir haben dann den Düsseldorfer Bundestagsabgeordneten Thomas Jarzombek zu Gast.

Er wird über das Thema “Aktuelle Themen der Netzpolitik und Herausforderungen für die nächste Legislaturperiode” referieren, möchte aber vor allem auch mit uns diskutieren.

Er schätzt die ungestüme, ungefilterte und echte politische Meinung. Ich hoffe, wir werden ihn insoweit nicht enttäuschen ;-) .

11.05.2013

Chaosdorf e.V. - Pythonfoo – CrashCourse-2

Und wie versprochen setzen wir unsere Reihe fort. An den nachfolgend genannten Terminen wird Oerb die Python Crashkursreihe in drei Terminen von ca. einer Stunde fortsetzen. Beginn ist jeweils 19:00 Uhr. Die drei Vortäge führen grundlegend in die objektorientierte Programmierung (OOP) ein.  Die Vorträge finden im Rahmen des Pythonfoo statt, welches jeden Donnerstag im Chaosdorf stattfindet.

( 02.05. – Do. – Klassen, Vererbung und Import ) done

16.05. – Do. – Typenprüfung, Properties, Decoratoren, Generatoren, Methoden um Moduleigenschaften heraus zu finden

23.05. – Do. – Vorführung der Entwicklung einer Objektsturktur on the Fly mit anschließender Diskussion über den Sinn und Einsatzbereich von OOP

Die Veranstaltungen sind wie immer kostenfrei, auch wenn Spenden gerne gesehen sind. Es gibt ausreichend Getränke und häufig haben wir Glück und werden aus der Küche mit warmen, veganen Speisen versorgt.

Chaosdorf e.V. - Freitagsfoo 10.05.2013

Cool ++ – so könnte man hier eigentlich den Titel setzen, denn Anderes zu sagen, fällt mir kaum ein bei dem, was uns beim letzten Freitagsfoo am 10.05.2013 geboten wurde.

Unüblich früh fürs Chaosdorf war der Beamer an, und ein seltsames, bewegtes und verzerrtes Doppelbild einer Achterbahnfahrt in 3D-Landschaft war zu sehen. Davor saß jemand mit einem schwarzen Kasten vor dem Gesicht und war sichtlich begeistert.

Wir hatten Besuch aus Berlin von einem VR-Profi, der uns die Entwicklerversion der Oculus Rift probieren ließ. In einem kurzen Vortrag konnte er überzeugende Argumente vorbringen, die sie zu einem Nice Piece of Technology kategorisierte. Dem folgte ein Kurzabriss über seine ganz persönliche Geschichte der VR-Brillen, die schon etwa. 1980 begann. Die angespannte Stille im Raum, bei der man nur vom Rauschen der Gerätelüfter gestört wurde, sagt alles, was über die emotionale Stimmung im Raum sonst zu sagen wäre.

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Der Abend war noch jung, und nach so viel geballter Technology Experience war keiner auf das gefasst, was folgte. Da stand so ein schlaksiger Jüngling vor uns, der mit vergleichsweise wenig Investition einen autarken PC vorstellen konnte. Der arme Kerl konnte sich kaum vor dem Bombardement an Fragen schützen, das schon während seiner Ausführungen einschlug.

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Natürlich hat unsere Freifunkrouterfraktion es sich nicht nehmen lassen, darauf aufmerksam zu machen, dass man Freifunkrouter bereits auch in die Autarkie entlassen hat.

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Dem ganzen folgte zum Abschluss ein Ausflug in die Abgründe des Hardware-Supports. Die Länge der Geschichte mit seinen wenigen Höhen und umso zahlreicheren Tiefen war so gewaltig, dass der eine oder andere anfing, Buch zu führen, um überhaupt noch mitzukommen. Wieviel Aufwand es machen kann, einen neuen Laptop mit Produktionsfehler in einen brauchbaren Zustand zu versetzen, war noch von keinem so nachhaltig geschildert worden. In der Summe so richtig deftiges Apfelmus, welches den Redner sichtlich bewegte und regelmäßiges Raunen im Publikum verursachte. Bewundernswert war die Hartnäckigkeit des Gepeinigten, die ungebrochen nach derlei Willkür aufrecht gehalten worden war und mit tosendem Applaus gehuldigt wurde.

10.05.2013

Chaosdorf e.V. - Drosselkom-Demo – Netzneutralität statt digitale Diskriminierung

Die Deutsche Telekom schafft die Netzneutralität ab. Deswegen wollen wir bei der großen jährlichen Aktionärshauptversammlung in Köln am 16.05.2013 ab 16:00 Uhr vor der Lanxess Arena am Willi-Brandt-Platz 2 für Netzneutralität demonstrieren! Zudem gibt es den ganzen Tag über ab 8:00 Uhr eine Mahnwache an selbiger Stelle zu der ihr alle ebenso eingeladen seid!
Die Drosselung wirkt sich an drei Stellen aus: Beim Endnutzer, bei den Anbietern von Internetdiensten und bei ihren Konkurrenten.

Die Endnutzer-Drossel:

Seit dem 2. Mai steht fest: Wenn Telekom-Kunden beim Surfen eine bestimmte Datenmenge im Monat verbraucht haben, wird die Surfgeschwindigkeit zukünftig für den Rest des Monats stark gedrosselt; und zwar um mindestens 97,6% der ursprünglichen Bandbreite! Der Aufbau von www.telekom.de dauert dann beispielsweise fast 2 Minuten. Die Drossel macht dann auch das Betrachten von YouTube- oder anderen Videos nahezu unmöglich. Vom vielbeworbenen “High Speed Internet” kann da nicht mehr die Rede sein, und die Angabe ”bis zu” wird endgültig pervertiert! So wird die Bezeichnung “Flatrate” zu einer irreführenden Falschbezeichnung von Volumentarifen, die mit den bisher üblichen Pauschaltarifen nichts gemein hat. Der Endnutzer wird getäuscht.

Die Diensteanbieter-Drossel:

Die Telekom möchte dieses Verfahren auch nur auf Dienste anderer Anbieter anwenden. Die telekomeigenen Dienste wie “Entertain” oder “WLAN 2 GO” sind von der Drosselung nicht betroffen. Sowohl der Endnutzer, als auch der Anbieter werden für größere Bandbreite zur Kasse gebeten. Diese Praxis ist von der Telekom bereits angekündigt worden[1]. Das verletzt den Grundsatz der Netzneutralität, der vorsieht, dass jedes Datenpaket unabhängig von Sender, Empfänger und Inhalt bestmöglichst transportiert wird.
Die Endnutzer-Drossel in Kombination mit der Diensteanbieter-Drossel bedeutet, dass die Telekom für die Durchleitung eines Datenpakets beide Seiten zur Kasse bitten kann (zweiseitiges Geschäftsmodell).

Die Konkurrenten-Drossel:

Auch die Konkurrenten der Telekom, wie Vodafone, O2 und Versatel bieten ihre Angebote nicht flächendeckend an – weil ihnen der dafür erforderliche Netzausbau zu teuer ist!
Somit ist die Telekom vor allem in vielen Gegenden der einzig verfügbare Anbieter und kann damit die Endnutzer- und Diensteanbieter-Drossel einfach durchsetzen!

Das wollen wir nicht hinnehmen – deswegen gehen wir auf die Straße!

Wer sich die Drosselung und die Abschaffung der Netzneutralität nicht bieten lassen will, ist eingeladen, sich unserer Demonstration am 16.05. in Köln anzuschließen.

Wir freuen uns, mit Euch zusammen zu demonstrieren!

Geht auf die Straßen! Lasst euch die Scheiße nicht bieten! Die machen unser Internet kaputt, so wie wir es kennen und lieben!

[1]  “Wir sind offen für  Gespräche mit diesen Anbietern, um ihre Angebote  in Entertain zu  integrieren oder neue Kooperationsmodelle zu finden.  Einen Teil dieser  Erlöse würden wir dann in den Netzausbau investieren  können. Dann ist es  auch denkbar, dass die Sendungen nicht das   Datenvolumen der Nutzer  verbrauchen. Im Mobilfunk machen wir das  bereits mit dem  Musik-Streamingdienst Spotify. So etwas wäre sowohl mit  Marktgrößen wie  Youtube als auch mit Newcomern möglich” – Niek Jan van  Damme (DIE WELT, 2013)

Unsere Forderungen:

Die Telekom muss von ihren Drosselungs-Plänen abrücken!

Netzneutralität muss gesetzlich festgeschrieben und durch die Aufsichtsbehörden durchgesetzt werden.*

Jeder Mensch muss ein Anrecht auf einen Breitband-Internetzugang haben. Dieses Recht muss gesetzlich verankert werden, um der digitalen Spaltung unserer Gesellschaft entgegen zu wirken.

Wo Flatrate draufsteht, muss auch Flatrate drinstecken.  Wir fordern neben Volumentarifen echte Flatrates, bei denen für eine  fixe Summe ein Internetzugang mit gleichbleibender Geschwindigkeit zur  Verfügung gestellt wird.

Bündnis für Netzneutralität und gegen digitale Diskriminierung:

Anonymous Aktivisten
Bundesverband Initiative gegen digitale Spaltung – geteilt.de. e.V.
Chaosdorf e.V.
Digitale Gesellschaft e.V.
AK Vorrat OG Köln/Bonn
Netzpolitik.org
Piratenpartei Deutschland
fNordeingang e.V.
und weitere…

Weitere Informationen findet ihr auch hier:

Protestwiki: http://bda.protestwiki.de/wiki/Drosselkom
Twitter: https://twitter.com/Drosseldemo

09.05.2013

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi, 15. Mai 2013

Am Mi. den 15. Mai trifft sich die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Es wird einen Vortrag über Shared Memory & Allocatoren geben.

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

08.05.2013

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi, 19. Jun 2013

Am Mi. den 19. Jun trifft sich die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Es wird einen Vortrag über Shared Memory & Allocatoren geben.

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

06.05.2013

Chaosdorf e.V. - Blackberry Developer Group Treffen am Mi. 08. Mai 2013

Am 08.05.2013 trifft sich die “BlackBerry Developer Group Düsseldorf” zum BB10 DEV im Chaosdorf.

Interessierte Entwickler sind herzlichst eingladen einfach vorbei zu kommen und sich uns anzuschließen bzw. Erfahrungen auszutauschen.

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.

29.04.2013

Chaosdorf e.V. - Freitagsfoo vom 26.04.2013

Auf dem letzten Freitagsfoo vom 26.04.2013 hatten wir einigen Besuch, über den wir uns sehr gefreut haben und wollen ihnen hiermit noch einmal recht herzlich danken.

Visit from Hackerspace Interlock in Rochester, New York USA

Als erstes tauchte ohne große Vorwarnung ein Mitglied des Hackspace Interlock aus Rochester auf. Er hatte hier in der Nähe beruflich zu tun und entsprechend die Gelegenheit genutzt bei uns für zwei Stunden seiner kostbaren Zeit in Deutschland vorbei zu schauen. Nach einer Führung durch unseren Hackerspace wurde auf eine spontane Bitte aus den Reihen der zahlreichen Anwesenden eine ausführliche Vorstellung des Hackerspaces Interlock in Rochester aus dem Bundesstaat New York in den USA.

Wer sich selbst einen Eindruck machen möchte, kann sich  in dem umfangreichen Bildarchiv auf der Hompage des Hackerspace umschauen. Das offensichtlich große Interesse im Raum, was man an den zahlreich verweisten Laptops erkennen konnte, galt dem Umstand, einmal einem Hacker jenseits des großen Teiches leibhaftig begegnen zu können. Wir bedanken uns dafür noch einmal recht herzlich und bleiben bei unserem Angebot zu einem virtuellen Austausch zwischen den beiden Hackerspaces. Wir hoffen ebenso, den Besuch einmal erwiedern, und der großherzigen Einladung folge leisten zu können.

Als weiteren Gast von außerhalb aber jedoch eher aus der direkten Nachbarschaft hatten wir das

FFT (Forum Freies THEATER) aus Düsseldorf

zu besuch. Das FFT, für die nicht Anwesenden und Interessierten wurde 1999 gegründet und ist ein Produktions- und Veranstaltungsort für professionelles freies Theater in Düsseldorf. Ohne festes Schauspielensemble steht das FFT für ein Programm an der Schnittstelle von Theater, Performance, Tanz, bildender Kunst und Musik. Die Affinität, die zu einem Besuch im Chaosdorf führte, rührte vermutlich von einem Besuch diverser Clubmitglieder auf einigen ihrer Veranstaltungen her. Ganz besonders war uns die Teilnahme an der Produktion von machina ex “Game ON Stage” ein Erinnerungsträchtiges Erlebnis.

Das schöne am FFT, und weshalb hier insbesondere noch einmal darauf aufmerksam gemacht werden soll, sind die technikaffinen Vorstellungen, an denen man nicht nur passiver Zuschauer, sondern aktiver Teilnehmer des Geschehens sein kann. Dabei wird in einer speziellen Themenreihe des FFT der Kontakt mit der Technik aus einer neuen und innovativen Theaterkultur heraus gesucht. Zu dem in Kürze statt findenden Programm, dass aus dieser Perspektive interessant ist, gehört z.B. Game ON Stage – LEVEL TWO, der Berliner Künstlergruppe machina ex. Aber sicherlich ist auch der Invisible Playground – SCENE IT ALL ein interessanter Termin.

Wir danken hier auch noch einmal herzlich für das rege Interesse, das Ihr in uns geweckt habt.

 

26.04.2013

Chaosdorf e.V. - Python Crashkurs-2

Und wie versprochen setzen wir unsere Reihe fort. An den nachfolgend genannten Terminen wird Oerb die Python Crashkursreihe in drei Terminen von ca. einer Stunde fortsetzen. Beginn ist jeweils 19:00 Uhr. Die drei Vortäge führen grundlegend in die objektorientierte Programmierung (OOP) ein.  Die Vorträge finden im Rahmen des Pythonfoo statt, welches jeden Donnerstag im Chaosdorf stattfindet.

02.05. – Do. – Klassen, Vererbung und Import

16.05. – Do. – Typenprüfung, Properties, Decoratoren, Generatoren, Methoden um Moduleigenschaften heraus zu finden

23.05. – Do. – Vorführung der Entwicklung einer Objektsturktur on the Fly mit anschließender Diskussion über den Sinn und Einsatzbereich von OOP

Die Veranstaltungen sind wie immer kostenfrei, auch wenn Spenden gerne gesehen sind. Es gibt ausreichend Getränke und häufig haben wir Glück und werden aus der Küche mit warmen, veganen Speisen versorgt.

24.04.2013

Chaosdorf e.V. - Lichtsteuerung Teil 3: Bus / Firmware

Ein Thema hätten wir noch: Es gibt Hardware und ein tolles Webinterface, aber wie kommen die Signale dann vom Webinterface zum Schieberegister? Und was macht man, wenn man feststellt, dass man neben Lampen auch noch RGB-Streifen, 7-Segment-Anzeigen und Weiteres ansteuern möchte?

Ohne besondere Vorkehrungen passen nämlich nicht sehr viele Geräte an einen RasPi: Es gibt 10-12 nutzbare GPIO Pins, d.h. bei 2 Pins (Clock + Data) pro Endgerät ist Platz für 5-6 Geräte. Wenn man das Taktsignal gemeinsam benutzt, werden daraus sogar 9-11.
Das mag ausreichen, hat aber immer noch das Problem, dass es nicht skaliert und man für jedes neue AVR-Board ein zusätzliches Kabel vom RasPi bis zum Board ziehen muss.

Also: Warum nicht ein Datenbus?

Wir haben sowieso schon SDA und SCL und ein an I2C angelehntes Protokoll, es ist also kein Problem, auch noch Adressierung draufzuwerfen. Anstelle von einzelnen Befehlsbytes und einem “ohai ich bin fertig”-Signal gehen dann einzelne Befehlsbytes, 2 Adressbytes und das Fertigsignal über die Leitung. Üblicherweise fängt man mit der Adresse an und schickt erst dann Daten; da die am Bus angeschlossenen Geräte aber vollkommen ungeplant entwickelt werden und deshalb noch nicht mal im Voraus bekannt ist, wieviele Byte so ein Gerät maximal empfangen möchte, kommt unsere Adresse zum Schluss.

Protokoll

Aktuell haben wir drei Gerätesorten und dementsprechend drei Programme, um Bits und Bytes an AVRs zu schicken.

  • bitwrite / avrshift: Liest einzelne Bits ein und schickt je 8 Bit als Byte an einen AVR. Wird von den Schieberegistern verwendet (ein Bit je Relais)
  • bytewrite / blinkencontrol: Liest einzelne Bytes als Zahl und schickt sie an einen AVR. Wird z.B. für RGB-Steuerung benutzt (1-Byte-Mode, dann 1 Byte pro Farbkanal)
  • charwrite: Liest einzelne Zeichen, wandelt sie in Codes für 7-Segment-Displays um und schickt diese auf die Leitung. Damit kann ein im Raum aufgehängtes 7-Segment-Display extrem leicht per netcat / date ‘+%H.%M’ | si2c-charwrite / … angesteuert werden

Das “Ohai ich bin fertig”-Signal ist übrigens kein Befehlsbyte, sondern eine spezielle Kombination von SDA (“serial data”) und SCL (“serial clock”). Ein einzelnes Bit wird übertragen, indem zuerst SDA auf das Bit gesetzt und anschließend SCL von 0 (low) auf 1 (high) gewechselt wird. Beim AVR triggert das einen Interrupt und er liest ein Bit vom Bus ein, anschließend muss der Busmaster (d.h. der RasPi) zuerst SDA und anschließend SCL auf low setzen. Das Ende der Übertragung wird signalisiert, indem nach dem letzten Bit SCL high bleibt, SDA auf high gesetzt wird, und erst dann wieder SCL auf low. Darauf hat der AVR auch einen Interrupt, so dass er genau weiß, dass der Befehl durch ist und er ohne irgendwelche Timinggeschichten seine Daten auswerten und (falls die Adresse passt) übernehmen kann.

Hardware

Die reine Softwareseite wäre damit erledigt: 65535 Geräte pro Bus auszureizen wird nicht schnell gehen. Bleibt also noch die Hardware.

Zunächst eine gute Nachricht: Da sowieso SDA und SCL schon an jedem Board per Optokoppler getrennt sind, muss man sich keine Sorgen um getrennte Stromkreise machen und zusammen mit dem Datenbus auch nicht zwangsläufig noch Spannung übertragen. D.h. man kommt im einfachsten Fall mit drei Adern (SDA, SCL, GND) aus und kann beliebig dünne Kabel verwenden, denn wo keine Betriebsspannung übertragen wird, gibt es auch keinen nennenswerten Spannungsabfall zu verhindern.

Aktuell kann man die Hardwareseite des Bus grob als Daisy-Chaining bezeichnen: Vom RasPi führt genau ein Kabel weg, daran hängt z.B. eine RGB-Leiste, und diese RGB-Leiste hat ein Eingangskabel und ein Ausgangskabel für den Bus (die intern einfach miteinander verbunden sind). Daran kann dann das Kabel zum nächsten Gerät angeschlossen werden, und so weiter. Das ist simpel, führt aber spätestens zu Problemen, wenn man spontan mitten zwischen zwei Geräten noch ein drittes anschließen will.

Vampirstecker a la 10BASE5 Ethernet kommen auch nicht in Frage, da wir drei und nicht zwei Leitungen haben. Aber (mit Dank an Das Labor in Bochum, die das wohl so tun): Es gibt Vampirklemmen mit beliebig vielen Polen für Flachbandkabel, die sich auch sehr stressfrei nachträglich aufbringen lassen. Eine solche Klemme kostet 8ct, und 30m 8pol-Flachbandkabel für 6 Euro sind auch ein sehr akzeptabler Preis. Zumal man daraus sogar 60m machen kann, denn für unsere Zwecke reichen 4 Leitungen (SDA, SCL, GND und dann noch 12V für Verbraucher mit ganz geringem Stromverbrauch) völlig aus.

Diese Idee werden wir demnächst ausprobieren und dann hoffentlich einen leicht erweiterbaren und extrem simplen Datenbus haben. Er unterstützt zwar nur Kommunikation in eine Richtung und ist nicht schnell, aber für komplexere Sachen lässt sich ja ein CAN-Bus parallel dazu verlegen.

23.04.2013

Chaosdorf e.V. - Lichtsteuerung Teil 2: Software

Nachdem der letzte Eintrag nur ein paar Hardwaredinge beleuchtet hat, geht es jetzt um die Software, genaugenommen das Webinterface und ein paar Zusatzskripte.
Die Dateien liegen wie alles andere im dorfmap repository und einige Helfer in dorfmap-deb.

Weboberfläche

dorfmap ist Perlcode mit Mojolicious. Zeigt im Browser einen Grundriss des Chaosdorf an und verteilt darauf Symbole für Lampen, Drucker, Türstatus und weitere potentiell interessante Dinge. Die Koordinaten der Geräte sind als Pixel-Offsets (ja, eigentlich möchte man relative Angaben benutzen ;-) ) zusammen mit Steuerungsfoo in einer coordinates-Datei angegeben.

Status anzeigen

Ausgelesen wird entweder direkt aus dem GPIO-Pin (per /sys/class/gpio) oder Caches für die Schieberegister in /tmp. Einige Sonderfälle (z.B. Hosts, die nicht steuerbar sind) werden von einem separaten Skript alle zwei Minuten überprüft und zwischengespeichert.

Status ändern

Per Default wird getoggelt, d.h. ein Klick auf eine eingeschaltete Lampe schaltet sie aus und ein Klick auf eine ausgeschaltete Lampe schaltet sie ein. Einzige Ausnahme ist bei uns die Außenbeleuchtung, die anhand der Tageszeit automatisch gesteuert wird, so dass die dorfmap nur die Automatik ein- bzw. ausschaltet.

API

Ist auch vorhanden, in JSON und plaintext. Dazu bietet sich die
Dokumentation im Wiki an.

Das Webinterface ist inzwischen recht umfangreich, aber einigermaßen portabel. Angepasst werden müssen in erster Linie der Grundriss und die coordinates-Datei, und im Falle von Schieberegistern / anderen Konstruktionen, die nicht direkt auf GPIO-Pins zugreifen, noch die system-Aufrufe in index.pl (avrshift-donationprint etc.)

15.04.2013

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi, 17. April 2013

Am Mi. den 17. April trifft sich die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Diesmal gibt es ein Highlight: Eine Videoschaltung und Gespräch mit dem C++ Committee!

Ab 19 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf, die Videoschaltung beginnt dann um ca. 20 Uhr.

12.04.2013

Michael Stehmann - Document Freedom Day 2013 in Düsseldorf

Der Document Freedom Day wird am letzten Mittwoch im März begangen. Am letzten Mittwoch der Monate Januar bis November finden in Düsseldorf die Fellowshiptreffen statt. Daher wird im März im Rahmen des regulären Fellowshiptreffens der Document Freedom Day begangen.

Zunächst gab es am 27.03.2013 im Chaosdorf wieder die üblich gewordene Vorstellungsrunde.

Dieses Jahr hat der Lantagsabgeordnete Marc Olejak den Festvortrag mit dem Titel “Alles verbieten” gehalten. Hierbei handelt es sich um einen Kommentar in einer robots.txt-Datei des Landtages, wie er uns verriet.

In seinem Vortrag schilderte er die Schwierigkeiten der Piratenfraktion des Landtages des bevölkerungsreichsten Bundeslandes, in gewohnter Weise mit Freier Software und unter Verwendung Offener Standards zu arbeiten. Viele seiner Schilderungen waren geeignet, zur Erheiterung der über zwanzig Teilnehmer des Fellowshiptreffens beizutragen. Dies galt vor allem bei den geschilderten Work-arounds zur Ermöglichung sinnvollen Arbeitens.

Der Chronist gibt zu bedenken, welche Macht die für die IT des Landtages Verantwortlichen haben, die Arbeitsweise der frei gewählten Repräsentanten des Souveräns zu bestimmen und den freien Umgang derselben mit ihren gewohnten Arbeitsmitteln einzuschränken oder gar partiell zu verhindern. Man fragt dann sich schon, inwieweit dies mit der freien, dem Volkswohl dienenden Ausübung des Mandats vereinbar ist. Auch macht sich bei weiterem Nachdenken ein gewisses Entsetzen darüber breit, dass die Abgeordneten anderer Parteien ihre Entmündigung und die Entmündigung ihrer Kolleginnen und Kollegen durch die vermeintlichen IT-Experten in Interesse vermeintlicher Sicherheit so klaglos hinnehmen.

Technokratischer Bürokratismus statt Demokratie! Man sollte nicht vergessen: Die Freiheit des Souveräns ist die Freiheit seiner Repräsentanten und zwar jedes einzelnen!

Anschließend ging es nach rheinischer Art zum gemütlichen Teil mit interessanten Diskussionen über.

Das nächste reguläre Fellowshiptreffen in Düsseldorf findet am 24.04.2013 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf statt. Frank wird einen Vortrag zu Tiki, einer Freien Software, und ihren Möglichkeiten halten.

Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

07.04.2013

Chaosdorf e.V. - Demo gegen Bestandsdatenauskunft

Wir laden zur Demonstration mit kreativen Aktionen gegen die Bestandsdatenauskunft auf!

Am Sonntag, den 14. April 2013, u, 14 Uhr, treffen wir uns auf dem Vorplatz vom HBF Düsseldorf / Konrad-Adenauer-Platz .

Wir wollen das Gesetz zur Bestandsdatenauskunft stoppen, das am 21. März 2013 im Bundestag beschlossen wurde. Am 18. April 2013 wird sich der Innenausschuss des Bundesrats mit dem Gesetzesvorschlag beschäftigen. Voraussichtlich am 3. Mai 2013 wird der Bundesrat darüber abstimmen; erst dann kann das Gesetz in Kraft treten.

Unter dem Motto “Unsere Passwörter gehören uns!” und “Privatsphäre ist ein Menschenrecht – auch im Internet!” werden wir auf die weitreichenden Eingriffe in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung und in die privaten Daten der Nutzer durch die Bestandsdatenauskunft hinweisen. Es geht um den Zugriff auf private Zugangs- und Identifikationsdaten bei Telekommunikation im Internet und per Telefon, um Passwörter (wie z.B. von E-Mail-Accounts), PIN/PUK-Nummern bei Handys und die namentliche Identifizierung von IP-Adressen im Netz. Besonders kritikwürdig am Gesetz ist, dass der Zugriff bereits bei Ordnungswidrigkeiten erlaubt ist. Die vorgesehenen Einschränkungen reichen – bei weitem – nicht aus. Außerdem soll eine Vielzahl von Behörden von Polizei, BKA bis Geheimdiensten wie dem Verfassungsschutz Zugang erhalten. Obendrein soll der Zugriff auf die Bestandsdaten laut dem Gesetz über eine Schnittstelle bei den Providern/Telekommunikationsanbietern ermöglicht werden, die fast hürdenlosen Zugriff in hohem Ausmaß ermöglichen kann.

Wir rufen Aktivist*Innen für Bürgerrechte, Menschenrechte, Netzaktivist*Innen, Bürger*Innen, Organisationen der Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und demokratische Parteien auf, sich unserem Bündnis anzuschließen.

Weitere finden sich im Wiki sowie im Blog von protestwiki.de! Es gibt auch ein Mobilisierungsvideo.

Kommt zahlreich! Macht mit! Sagt “Nein” zur Bestandsdatenauskunft!

 

05.04.2013

Chaosdorf e.V. - Pythonfoo Crashkurs die Zweite

Gestern gab es, wie letzten Donnerstag angekündigt, den Pyhton-Crashkurs. Unser Refferent Bison hat offensichtlich die Erwartungen der Teilnehmer erfüllt. Es waren allerhand neue Besucher da, die im Anschluß reges Interesse an unseren Aktivitäten und weiteren Vorträge gezeigt haben. Der ein oder andere wurde so angeregt, dass er noch bis in die Nacht mit dem probieren und studieren von Python beschäftigt war. In unseren Räumlichkeiten ist das aber kein Problem, da sie 24/7 Internet, Mate regen Kontakt unter IT affinen Personen usw. für unsere Clubmitglieder  bieten.

In Summa war es eine gelungene Veranstaltung, die wir sicherlich fortsetzen werden. Kleine Vorträge während des Pythonfoo sind sicherlich unangekündigt und unregelmäßig auch an den nächsten Veranstaltungen zu erwarten. Eine Fortsetzung der Crashkursvorträge werden wir  zusätzlich hier ankündigen.

Wer das Gesehene noch einmal nachvollziehen will, kann sich den Vortragscode in unserem GitHub anschauen oder in den anderen dort liegenden Codebeispielen  stöbern. Natürlich ist jeder auch gern zum Freitagsfoo eingeladen, bei dem es ebenfalls interessante Vorträge rund um unsere Chaosthemenwelt gibt.

Der Vortragscode steht in Github  zum Download zur Verfügung.

04.04.2013

forschungstorte - Mein Vorschlag für Regeln einer Kon mit emfindlichem Thema

Bei Veranstaltungen auf denen umstrittene, empfindliche Themen besprochen werden bei denen Menschen auch teilweise heftig reagieren können, verletzt werden oder ähnlich, wäre es doch intelligenter anstatt perfektionistisch alles reglementieren zu wollen, lieber ein einfaches Regelwerk zu erstellen und für andere Fälle auf ein Councellor Team hinzuweisen:

1. Du bist mit deiner Meinung nicht allein auf der Welt. Jeder Mensch ist anders und denkt nicht wie du. Das ist so und lässt sich nicht ändern.

1. 1. Kinderstube! Respekt! Rücksicht. Ende.

2. Respektiere andere Meinungen und Menschen solange sie nicht faschistoide oder menschenverachtende Grütze von sich geben

3. Zuhören hilft.

4.  Wir sind alle mit Problemchen hier. Deins, meins, unseres und ihres. Dafür sind wir alle hier.

5. Wenn Du nicht weiter weisst, frag einen Councellor.


forschungstorte - Was mir am Herzen liegt: Wenn Leute nicht miteinander "können"

Dieses Problem fällt mir seit Jahren auf:

Wenn sich zwei oder mehrere Personen streiten, dann sollte es nicht abhängig von der Konstellation des Geschlechts oder der Herkunft der Streitenden/sich aus dem Weg gehenden abgewertet, abgetan oder Rat und Trost wegargumentiert werden weil "ich mich da raus halte". Raushalten ist schlau.

Aber:

Jemandem zuhören und Dampf ablassen lassen ist meiner bescheidenen Wahrnehmung nach doch noch kein einmischen. Einmischen ist wenn man aktiv Partei ergreift anstatt einfach ein Ohr zu schenken und dem traurigen oder verärgerten Menschen freundliche oder aufbauende Worte schenken.

Sprüche wie:

"Ach ihr da mit eurem Hahnenkampf, aus Männerproblemen halte ich mich raus."
"Das ist doch so ein Frauending. Diese Stutenbissigkeit ist nicht mein Problem".

machen mich persönlich sehr traurig.

Dabei wäre es so einfach:

Wenn Freunde sich ausheulen wollen, dann lasst die Freunde sich ausheulen oder mal beherzt meckern. Das befreit die Seele wenn es nicht zur Obsession wird. Es ist verdammt nochmal egal ob sich zwei Männer, Frauen, Eichhörnchen oder Aliens streiten oder gemischte Personen/Entitäten sich nicht ausstehen können. Aber wenn jemand den man mag Kummer hat, warum wegen einer bestimmten Konstellation abtun?


Hand auf's Herz:

Wenn jemand sich über einen Streit mit einem Fahrkartenkontrolleur beschwert, sagt doch auch kaum ein Mensch sowas hier: "Ach das ist so ein komisches ÖPNV-Problem, als Autofahrer halt ich mich da lieber raus."

Oder?





02.04.2013

forschungstorte - Jugendschelte an die Erwachsenen

CC-BY-NC-SA Liliana Demir 
Heute beim Ingress spielen lief ich durch den Park.
Der Rosengarten in Neuss ist eine zentral gelegene, sehr ansehnliche Oase der klassischen Parkkultur. Es gibt nebst des Grases und sanften Hügeln schöne Gemäuer, tolle Rosenbeete (wie der Name ja schon sagt, es gibt Rosen.) und schon fast bilderbuchhafte Ruhe in diesem tollen Park. Jogger, Hundehalter und Spaziergänger.

Nur ist mir schon letztes Jahr aufgefallen, dass um ein rundes Mäuerlein viel Müll rumliegt. Dabei ist dieses Mäuerlein sehr schön und beschaulich in seiner Form und Erscheinung. Es hat etwas von einer zu klein geratenen Burgmauer. Doch oft verschandelt Partymüll diese Mauer und das Grün drumherum. Ich weiß, dieser Müll kommt wohl von den Jugendlichen, die dort auf dieser Mauer abendlich ihre Drinks - vom Büdchen erworben - zu sich nehmen und nicht wirklich ihre eigene Sauerei aufräumen möchten. Nehme ich mal an.

Nun kommt der Twist:
Ich beschwere mich nicht über die Jugendlichen. Sie brauchen Orte an denen sie sich in geselligen Runden versammeln können. Genauso wie ihre Eltern sich in der warmen Kneipe versammeln. Während ihre Kinder frierend auf der Mauer rumkauern und Billigbier trinken. (Die Eltern könnten vielmehr erfolgreicher darin sein ihren Kindern beizubringen das Rummüllen doof ist.)

Jedoch gehört diese Form der Geselligkeit zu jeder Jugend ihrgendwie dazu - im Park hängen und genüsslich den Alkohol mit Freunden zusammen genießen. Aber in dieser Kälte? Es gäbe besseres. Eine warme Stube oder ein Café.

Doch wo können Jugendliche hin, ohne ein Vermögen auszugeben? Jugendhäuser gibt es in Neuss (noch?) zwei Stück. Könnten sie doch dort hin. Aber ich weiß ehrlich nicht genau, warum sie dort nicht hingehen und stattdessen das hübsche Mäuerchen im Rosengarten mit Müll benetzen. Dafür kenne ich die Gepflogenheiten und Riten der Stadt noch nicht gut genug.

Ich frage mich, ob es nichts besseres gibt, welches die Menschen ihren Heranwachsenden geben könnten als eine Mauer im Stadtpark die im Sommer sicherlich angenehmer zu besetzen wäre als in diesem Eisfrühling.  Ich würde vielleicht auch achtlos herummüllen wenn ich mich eventuell allein gelassen fühle als Heranwachsende mit meinen Freunden, weil ich wenig Kaufkraft habe und mit meinen Freunden beim geselligen Zusammensein die Erwachsenen nur Nerve. Ich würde herumlungern.

Aber ich könnte mich auch irren. Es könnte ja ganz anders sein.




01.04.2013

Chaosdorf e.V. - OpenChaos April

Alle Interessierten laden wir ein zu unserem Workshop Verständlich Schreiben mit Corinna (pallas) am Samstag, den 13. April 2013 ab 15 Uhr.

Wir alle freuen uns über gute Doku, wenn wir etwas Neues lernen. Doch wie sieht es mit der Doku für unsere eigenen Projekte aus? Ist sie a) vorhanden und b) verständlich geschrieben?

Gut zu schreiben kann man lernen. Im Workshop verbessern wir “fertige” Texte in mehreren Schritten. Bring also gerne Deine vorhandenen Texte mit! Es muss auch nicht unbedingt eine Dokumentation sein, da die meisten Regeln für alle Arten von Text gelten. Für alle die noch keine Texte haben bringt Corinna Übungstexte mit.

Das Überarbeiten geht am besten mit einem Laptop. Alternativ kannst Du auf totem Baum mitmachen.

Die Teilnahme ist kostenlos, aber wir freuen uns über eine Spende. Wenn Du jetzt schon entschlossen bist, mitzumachen, kannst du dich gerne im Wiki anmelden.

29.03.2013

forschungstorte - Warum es schief läuft

 by-nc-sa Sprengben
http://www.flickr.com/photos/sprengben/4462026879/

Wir sehen die klügsten, verständigsten Menschen im gemeinen Leben Schritte tun, wozu wir den Kopf schütteln müssen. Wir sehen die feinsten theoretischen Menschenkenner das Opfer des gröbsten Betrugs werden.
Wir sehen die erfahrensten, geschicktesten Leute bei alltäglichen Vorfällen unzweckmäßige Mittel wählen, sehen, daß es ihnen mißlingt, auf andre zu wirken, daß sie, mit allem Übergewichte der Vernunft, dennoch oft von fremden Torheiten, Grillen und von dem Eigensinne der Schwächeren abhängen, daß sie von schiefen Köpfen, die ihren eigenen Leumund nicht wert sind, sich müssen regieren und mißhandeln lassen, daß hingegen Opportunisten und Speichellecker Dinge durchsetzen, die der Weise kaum zu wünschen wagen darf.
Wir sehen manch Redliche fast allgemein verkannt.
Wir sehen die witzigsten, hellsten Köpfe in Gesellschaften, wo aller Augen auf sie gerichtet waren und jedermann begierig auf jedes Wort lauerte, das aus ihrem Munde kommen würde, eine nicht vorteilhafte Rolle spielen, sehen, wie sie verstummen oder lauter gemeine Dinge sagen, indes ein andrer äußerst leerer Mensch seine dreiundzwanzig Begriffe, die er hie und da aufgeschnappt hat, so durcheinander zu werfen und aufzustutzen versteht, daß er Aufmerksamkeit erregt und selbst bei Gebildeten Leuten für etwas gilt.
Wir sehen, daß die glänzendsten Schönheiten nicht allen gefallen, indes Personen, mit weniger äußern Annehmlichkeiten ausgerüstet, allgemein interessieren. –
Alle diese Bemerkungen scheinen uns zu sagen, daß die gelehrtesten Menschen, wenn nicht zuweilen die untüchtigsten zu allen Weltgeschäften, doch wenigstens unglücklich genug sind, durch den Mangel einer gewissen Gewandtheit zurückgesetzt zu bleiben, und daß die Geistreichsten, von der Natur mit allen innern und äußern Vorzügen beschenkt, oft am wenigsten zu gefallen, zu glänzen verstehen.

Dieser Text stammt nicht von mir. Er wurde vor über 200 Jahren niedergeschrieben. Ich habe ihn sprachlich ein wenig an die Lesegewohnheiten des 21. Jahrhunderts angepasst. Es handelt sich um die Einleitung zum berühmtesten Werk von Adolph Freiherr Knigge: Über den Umgang mit Menschen.  

Den Volltext zum alten Werk findet ihr hier. (Projekt Gutenberg auf SPON) 


Bild von Sprengben [why not get a friend] via photopin cc

28.03.2013

Chaosdorf e.V. - Pythonfoo Crashkurs

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Heute gab es in der wöchentlichen Veranstaltung Pythonfoo von Bison einen spontanen Crashkurs in der Programmiersprache Python. Den anwesenden Pythoninteressierten, wurden Grundlagen wie der Befehl Print, Variablen, Funktionen, IF-Bedingungen und Diverses mehr bis zur Schleifenprogrammierung näher gebracht. Da die Veranstaltung nicht angekündigt war, aber sehr gut angekommen ist, wird der Vortrag zum Pythonfoo am nächsten Donnerstag den 04.04.2013 wiederholt. Weitere Vorträge für den Einstieg in Python sind bereits in Vorbereitung. Alle die speziell in Python einsteigen möchten oder das erste mal eine Programmiersprache erlernen wollen sind herzlich eingeladen an dem Crashkurs Teil zu nehmen. Die offenen Gespräche vor und nach den Vorträgen und das gegenseitige Coachen führen zu schnelleren Erfolgserlebnissen als das einsame Studium @ HOME. Wie immer kann man währenddessen seine Nerven mit einer Clubmate stimmulieren, eigene Pythonprojekte mitbringen oder Vorstellen und die Netzwerkinfrastruktur unserer Clubräume kennenlernen.

 

Der Vortragscode steht in Github  zum Download zur Verfügung.

26.03.2013

OpenRheinRuhr - Die Mitgliederversammlung hat gewählt

Auf der Mitgliederversammlung des OpenRheinRuhr e. V. wurde am Montag, den 25.03.2013 der alte Vorstand in seinem Amt bestätigt.

Der neu, alte, Vorstand besteht damit aus:

    • Michael Gisbers, Vorsitzender
  • Sven Lankes, Geschäftsführer
  • Sabine Becker, Kassiererin

Die Mitgliederversammlung wünscht dem Vorstand eine erfolgreiche Amtszeit.

 

 

flattr this!

24.03.2013

Michael Stehmann - Chemnitzer Linux-Tage 2013

Am 16. und 17. März 2013 fanden die Chemnitzer Linux-Tage 2013 statt. Diese beschreiben sich selbst in aller Bescheidenheit als “eine Veranstaltung rund um das Thema Linux und Open Source für jedermann”. Tatsächlich sind sie eines der wichtigsten Events für Freie Software in Mitteleuropa an einem Wochenende – mit hochinteressanten Vorträgen, einer freundlichen und geekigen Atmosphäre und der Möglichkeit viele, auch namhafte Personen aus der Community aber auch alte Bekannte zu treffen.

Natürlich ist Chemnitz ein wenig weit weg vom Rheinland, aber die beste und angenehmste Weise diese Entfernung zu überbrücken ist der Freedom-Tours-Bus. Dann beginnt das Event in angenehmer Begleitung schon auf der Hinreise.

Als wir Freitagmittag auf dem Staufenplatz ankamen, standen dort schon etwa acht Busse – sollten so viele Menschen mit nach Chemnitz fahren wollen? Nein, dort war ein Tischtennisturnier für Kinder und unser Bus war nicht dabei. Er kam dann aber und mit ihm eine sehr nette Busfahrerin. Noch vor der Zeit konnten wir losfahren. Spannend wurde das Einladen des FSFE-Standes auf der Bilker Allee. Dort verkehren nämlich zwei Strassenbahnlinien, deren Gleise wir blockieren mussten. In weniger als zwei Minuten war dank guter Vorbereitung und Mithilfe vieler der Bus wieder abfahrbereit. Im Ruhrgebiet gab es dann wieder die üblichen Staus. Schnell waren die Stände in Chemnitz auch wieder ausgepackt.

Birgit hatte die Reise und den Aufenthalt wieder einmal perfekt vorbereitet. Die Rekordzahl an Mitfahrern hatte erfreulicherweise zu der Notwendigkeit geführt, kurzfristig einen größeren Bus buchen zu müssen. Mit dem Hotel hatte sie Absprachen getroffen, die uns ein sehr bequemes “Einchecken” am späten Abend und entspanntes Zahlen am Sonntagmorgen ermöglichten. Vielen Dank, Birgit! Das Hotelpersonal war sehr gastfreundlich und hilfsbereit. Auch sorgte das Hotel für Abwechslung; es war nun schon der dritte Frühstücksraum, den wir kennenlernen durften.

Am ersten Abend “beim Griechen” war dessen Jubiläumsfete im vollen Gange. Dennoch fanden sich noch Plätze für sechszehn Leute, denen aber nicht danach zumute war, “das Tanzbein” zu schwingen. Aber Küche und Keller konnten noch liefern, sodass Hunger und Durst gestillt wurden.

Der FSFE-Stand war dieses Mal an anderer Stelle als bisher. Dort konnte man u.a. eine nette Praktikantin und einen Berliner Fellow kennenlernen. Außerdem waren Erik und Reinhard am Stand.

Der Apache OpenOffice-Stand war in guter Lage vom Veranstalter neben den LibreOffice-Stand pletziert worden.

Der Apache OpenOffice-Stand:

Beide Stände nebeneinander:

Unser neues Roll-up-Display in ganzer Schönheit:

Der Apache OpenOffice-Stand war mit vier Personen besetzt; eine wurde noch während des Events spontan rekrutiert.

Es war nett, Andre und Jacqueline am LibreOffice-Stand wiederzusehen. Auch mit dem Debian-Maintainer von Libre-Office gab es einiges zu besprechen.

Nachdem zunächst bei einigen Besuchern das Missverständnis aufgeklärt werden musste, bei Apache OpenOffice handele es sich um eine Cloud-Büroanwendung, waren wieder die häufig gestellten Fragen: Was ist der Unterschied zwischen Apache OpenOffice und LibreOffice? und: Warum vereinigt ihr euch nicht wieder?

Erstere Frage wurde in der Regel mit der Aufklärung, dass man beide Office-Suiten nebeneinander installieren könne, und dem Rat, beide selbst auszuprobieren, beantwortet. Im Übrigen wurde darauf hingewiesen, die eine Officesuite sei grün und die andere blau.

Zur zweiten Frage erfolgte der Hinweis, dass die Probleme weniger technischer Natur seien.

Insgesamt war wieder spürbar, dass das Publikum nicht Konkurrenz, sondern eine möglichst enge Zusammenarbeit wünscht. Insoweit war es gut und für die Leute beruhigend, dass beide Stände nebeneinander standen und man bei typischen Userfragen (z.B. zum Serienbrief) auch gelegentlich an den Experten oder die Expertin am anderen Stand verwies.

Das Abbauen und Einpacken der Stände am Sonntagabend verlief eben so zügig, wie das Entladen des FSFE-Standes auf der Bilker Allee in der Nacht. Die Heimfahrt verlief problemlos. Wer bei der Pause den Bus verließ, war schnell wieder wach, denn in Westfalen war es sehr “frisch”.

Es war schön, wieder einmal in Chemnitz Freunde und Bekannte wiedergesehen zu haben.

Nachtrag: Eine Mitreisende hat auch ihre Eindrücke veröffentlicht.

22.03.2013

Frosch - Scareware am Telefon

Heute Mittag gegen 12:00 Uhr hatte ich einen, ähm, interessanten Anruf. Der Mensch sprach ein stark akzentbehaftetes Englisch, ich verstand nicht alles. Aber so viel: Er sei von „Microsoft”, wenn ich meinen „computer connect to the internet”, dann würde der „download something”, und das macht dann einen „system crash”. Nachdem er sein Sprüchlein noch zweimal wiederholt hatte, verstand ich so viel, daß er mich wohl davor warnen wollte, meinen Computer mit dem Internet zu verbinden, weil der dann sofort was runterladen würde, was „mein Windows” zum Absturz brächte. Aha, soso.

Ich klärte ihn dann noch kurz drüber auf, daß ich hier Linux laufen habe und mich Warnungen vor Windows-Schädlingen daher nicht so wirklich tangieren, und legte auf. Aber dann wollte ich doch mal wissen, was das sollte. Eine Umfrage auf Google+ brachte die Erkenntnis, daß es sich hier tatsächlich um eine nicht mehr ganz so taufrische Masche handelt, um entweder Computer wirklich infizieren zu können oder direkt an persönliche Daten der Computernutzer zu gelangen.

Einer der Kommentatoren verwies auf den Artikel Beware Telephone Scam! „Microsoft” Says Your Computer Has a Virus von GreekGeek auf HubPages, wo die Vorgehensweise genauer beschrieben wird. Sie selbst hat wohl richtig reagiert, während sie von einem anderen Opfer erzählt, das am Telefon angewiesen wurde, etwas herunterzuladen, was sich dann als der eigentliche Virus erwies.

Leider habe ich die Nummer nicht gesehen, weil ich, wie schon früher berichtet, die Nummern von Anrufern nicht ins Display bekomme. Es ist aber stark davon auszugehen, daß es keine deutsche Nummer war. Sofern der Akzent des Anrufers etwas mit seinem Standort zu tun hat, könnte der Anruf aus Indien, Pakistan oder so die Ecke gekommen sein.

Also: Vorsicht bei Anrufern, die (derzeit noch in englischer Sprache, aber das kann sich ja noch ändern) behaupten, von Microsoft zu sein, und was von einer Infektion Eures Computers faseln: Das ist nur eine Masche, um Euren PC übernehmen zu können und/oder an persönliche Daten heranzukommen.

flattr this!

18.03.2013

Frosch - #clt2013

Das vergangene Wochenende war anstrengend, toll, aufregend, anregend, interessant, lehrreich, (vielleicht) erfolgreich, nervig, mit wenig Schlaf, vielen Leuten und noch mehr Autobahnkilometern. Kurz: Es waren Chemnitzer Linux-Tage, und ich war dabei. :-)

Mit dem Bus von Freedom Tours, organisiert von Birgit Huesken (das ist die mit dem Stricktux) ging es für mich am Freitag ab 12:45 Uhr in Düsseldorf am FSFE-Büro los. Mit den notwendigen Pausen (Lenkzeiten und so) und ein wenig Stau kamen wir dann um etwa 21:30 Uhr an der TU Chemnitz an, wo wir schonmal den FSFE-Stand ausluden, und kurz nach 22:00 Uhr am Europark, wo die meisten unserer Gruppe übernachteten.

Nach der Zuweisung der Zimmer stellte sich heraus, daß ich und weitere „Freedom-Touristen” in Zimmern über einem griechischen Restaurant untergebracht worden waren. Das wäre so kein Problem gewesen, wenn in diesem Restaurant nicht eine größere Party mit DJ und Musik stattgefunden und diese Musik nicht durch’s ganze Haus gedröhnt hätte:

@AtariFrosch
In Chemnitz angekommen. Durchs Hotel dröhnt Sclagermusik von der Kneipe. Und ich muß früh raus. :-(

10:52 PM – 15 Mär 13

Um 22:30 Uhr war ich auf dem Zimmer. Eine Stunde später lag ich zitternd und wimmernd auf dem Bett. Overload. Keine Chance, die Ohren zu verstopfen; Ohrenstöpsel hab ich keine (sollte ich wohl für so einen Fall mal ändern), und mit Taschentuch-Stücken funktionierte es nicht. So lag ich dann, bis ich die Durchsage des DJs mit der Verabschiedung hörte; danach war endlich Ruhe. Das war um 1:40 Uhr. Danach versuchte ich erstmal, meine Nerven wieder einzufangen, an Schlaf war immer noch nicht zu denken. Früh aufstehen mußte ich trotzdem.

Ich hatte zwar noch überlegt, jetzt einfach auszuschlafen, aber dann wäre ich nicht zum Veranstaltungsort gekommen. Die TU Chemnitz ist nämlich nicht gerade direkt neben dem Europark, sondern etwa 10 Minuten mit dem Bus entfernt (zu Fuß sollten es etwa 45 Minuten sein). Also schälte ich mich um 7:00 Uhr doch raus, ging duschen und schaute mal draußen nach, wo der Bus steht. Chemnitz begrüßte mich mit knackiger Kälte, aber einem strahlend blauen Himmel.

Dem Bus war das offenbar zu kalt geworden: Er sprang nämlich zunächst nicht an. Die Busfahrerin meinte, sie habe um 7:00 Uhr morgens -15 °C gemessen gehabt. Sie probierte jedenfalls mehrere Minuten herum, aus der Reisegruppe kamen auch noch Ratschläge, schließlich telefonierte sie mit ihrem Chef und probierte noch ein paar Sachen durch. Der Jubel war groß, als das Brummen des Motors dann doch endlich zu hören war und wir losfahren konnten.

Vor Ort luden wir den mitgebrachten FSFE-Infostand aus und verteilten uns dann je nach Interessen bzw. Verpflichtungen. Ich schaute mich erstmal um, was an den Ständen so geboten wurde, und blieb zunächst bei der Forth-Gesellschaft e. V. hängen. Dort diskutierte ich mit zwei Menschen die Möglichkeiten von Forth. Offenbar kann man damit ziemlich direkt Hardware ansprechen und programmieren. Das wäre interessant für meine Idee eines „Old Hardware Orchestra”, also Musik mit Floppies, Scannern, richtig alten Computern und vielleicht noch anderer Hardware. Carsten Strotmann versprach mir, zum VCFE 2013 in München Ende April etwas Passendes vorzubereiten. Das könnte spannend werden.

(Womit ich dann auch schon ankündigen kann, daß ich am 27./28. April beim Vintage Computing Festival Europe in München dabei sein werde; zumindest das Sponsoring ist für dieses Jahr wieder gesichert. Einen Vortrag habe ich auch in Vorbereitung, und ich beabsichtige auch, einen Stand anzumelden.)

Von den Forth-Leuten aus ging ich dann um 10:00 Uhr in den Vortrag von Michael Gisbers: Linux Essentials – Einsteigerzertifizierung des LPI. Danach hatte ich Interesse, diese Essentials-Prüfung abzulegen, wollte mich aber noch ausführlicher informieren — und mußte mir natürlich ausrechnen, ob ich mir die Prüfungsgebühr von immerhin 50 Euro gerade leisten kann.

@AtariFrosch
Ob ich 50€ in die LPIC essential Prüfung investieren soll? #clt2013 #lpic

2:51 PM – 16 Mär 13

Nach dem Vortrag ließ ich mich erst einmal mit dem Notebook am CaCert-Stand nieder. Die drei Assurances, die ich machte, hatten eine lustige Gemeinsamkeit: Alle drei Kandidaten waren 1984 geboren worden. So nebenbei schaute ich online ein paar Sachen nach, unter anderem natürlich die Informationen über die Essentials-Prüfung, rief mal eben Mails ab und lud vor allem den Akku des HTC Desire am USB-Anschluß des Notebooks wieder auf. Das dazugehörige Ladegerät besitze ich nämlich nicht, ich kann also nur an einem USB-Anschluß aufladen.

Gegen halb eins wollte ich mir dann was Warmes zu essen holen, aber erst war die Schlange vor dem entsprechenden Stand sehr lang, und dann hieß es, es gebe in den nächsten 20 Minuten gar nichts, man müsse erst Nachschub produzieren.

@AtariFrosch
Auf dem #clt2013 gibt’s grad nix Warmes zu essen. Hab mir halt Gebäck und Vanillemilch geholt. ;-)

12:57 PM – 16 Mär 13

Das Gebäck — es gab Blätterteig-Hörnchen pur oder mit Schokoladencreme gefüllt, Muffins und Donuts — war auch recht gut, die Vanillemilch schmeckte dagegen ziemlich „chemisch”. Der Kaffee taugte IMHO gar nichts. Ich bin nun kein Kaffee-Kenner, aber selbst der billige lösliche, den ich derzeit daheim trinke, schmeckt mir besser als das, was dort ausgeschenkt wurde. Nunja, dafür konnte man sich nicht über die Preise beschweren, es war alles sehr günstig.

Um 16:00 Uhr fand dann die Key-Signing-Party (oder wie Venty immer sagt: „key singing — mimimimimi, trololololo”) statt. Es war, sagen wir, übersichtlich, aber das war mir ganz recht. Mit den ca. 20 Leuten waren wir dann auch relativ flott durch. Jens Kubieziel erzählte vorher noch, wie der Ablauf sein sollte, und wie man Ausweise richtig prüft.

Danach gab es das übliche „Social Event” — allerdings wohl irgendwie in zwei Teilen: Die VIPs (Leute mit Stand, und, soviel ich weiß, Inhaber von Business-Tickets) in einem der Räume im selben Gebäude, das „Fußvolk”, also alle anderen Besucher, schräg gegenüber in einer Bar in der Mensa. Venty und ich machten uns also nach dem Key-Signing in die Mensa auf. Am Eingang konnten wir eine Pizza (von Joey’s) bestellen, die nur 5 Euro kosten sollte; die Bestellungen wurden gesammelt und sollten später geliefert werden. Wir bestellten also und suchten uns dann drin einen Platz.

Dort gab es aber nicht nur die Bar mit (wieder relativ günstigen) Getränken, sondern auch eine große Leinwand mit laufendem Fußballspiel und den dazugehörigen Brüllaffen davor. Ich war nicht begeistert, normalerweise flüchte ich vor solchen Lärm-Ansammlungen. Aber nun ja, direkt nach uns kamen schon die nächsten, und wir bildeten eine nette Runde. Die Pizza kam kurz nach 19:00 Uhr und war sogar ziemlich gut. Und als das Fußballspiel endlich zu Ende war, wurde es noch recht angenehm. OK, abgesehen von dem plötzlich loslegenden Feueralarm, der wohl ein Fehlalarm gewesen war, aber nur durch die Feuerwehr wieder abgestellt werden konnte. Die Sirene jaulte dann so zehn Minuten lang vor sich hin, bis die Feuerwehr da war.

An dieser Stelle brachte ich mit der Hilfe von Venty, XTaran und weiteren dann auch endlich das WLAN im R61 zum Laufen. Das wollte nämlich nicht, weil mir die Firmware fehlte. Venty lud mir das passende Paket herunter, wir übertrugen es mit einer Speicherkarte auf das R61, und nach ein wenig Herumspielen mit den Parametern des wpa_supplicant war ich dann endlich „drin”. Daß das WLAN-Netzwerk des Linuxtages selbst etwas wackelig war, hatte die Sache nicht gerade einfacher gemacht.

Ins Bett kam ich noch vor Mitternacht, und diesmal kamen auch wirklich ein paar Stunden Schlaf zusammen, wenn auch nicht genug, um das Defizit von der vorhergehenden Nacht auszugleichen.

Am Sonntag früh nach dem Duschen packte ich meinen Kram zusammen und füllte mir in meine zwei Getränkeflaschen, die ich von der Herfahrt noch hatte, Leitungswasser. Denn das Chemnitzer Leitungswasser schmeckt zwar auch nicht optimal, aber immer noch deutlich besser als das Düsseldorfer, und für die lange Rückfahrt wollte ich nicht ganz ohne Getränke sein. Danach gab ich den Schlüssel ab, bezahlte das Zimmer und wartete auf die anderen (ich war etwas zu früh dran gewesen). Wir packten alles in den Bus, der diesmal am TU-Gebäude geparkt wurde und nicht zum Hotel zurück fuhr.

In der Halle hatte ich dann erstmal ein kleines Geldproblem: An der Garderobe fand man es überhaupt nicht lustig, daß ich nur einen 20-Euro-Schein hatte, um die 50 Cent Gebühr zu bezahlen. Schließlich kaufte ich mir an der Information einen Thermo-Becher mit Linuxtag-Aufdruck, um das passende Kleingeld zu bekommen. Dann besetzte ich erstmal den CaCert-Stand, an dem sonst noch niemand saß, und lud nochmal die Akkus von R61 und Desire auf. Dort machte ich dann noch eine Assurance — wieder für jemanden, der 1984 geboren worden war ;-)

@AtariFrosch
Hab mich übrigens entschieden: Ich mach die Essentials-Prüfung. Drückt mir die Daumen (12:30 Uhr) :-) #clt2013

9:33 AM – 17 Mär 13

In einem Hörsaal wurden alle Kandidaten (auch für andere LPI-Prüfungen) im Raum verteilt (meine Chemie-Lehrerin meinte früher vor Klassenarbeiten immer: „Diffundiert mal im Raum!”). Der Sitzplatz war etwas unbequem und eng, aber es ging gerade noch. Nach der Bezahlung der Gebühr mußte zunächst eine Erklärung unterschrieben werden, daß man keine Details über die Inhalte der Fragen weitergibt und sich auch keine Notizen macht. Dann ging es los: 40 Fragen waren innerhalb von 60 Minuten zu beantworten.

Ich hatte einen ziemlich einseitigen Fragebogen erwischt; von allen möglichen Themen waren nur zwei sehr ausführlich dabei, während zu allen anderen entweder nur einzelne Fragen oder auch gar keine gestellt wurden. Eine Frage konnte ich gar nicht beantworten, da habe ich einfach geraten; damit habe ich eine Chance von 1:5 (multiple choice), daß ich richtig liege, während ich gar keine Chance gehabt hätte, hätte ich die Antwort offen gelassen. Bei wenigen Fragen war ich unsicher und habe, da es sich dabei ebenfalls um Multiple-Choice-Fragen handelte, die Antworten quasi nach Ausschlußverfahren gewählt: Wenn ich alle wegnehme, die auf jeden Fall auszuschließen sind, bleibt das, was höchstwahrscheinlich stimmt. Achja, und bei einer Frage fehlte mir schlicht eine Vokabel (ich hatte die englische Version gewählt). Trotzdem hatte ich zum Schluß ein gutes Gefühl. Das Ergebnis bekomme ich allerdings erst in etwa vier Wochen, mit etwas Glück früher.

Die Prüfungen hatten schon mit etwas Verzögerung begonnen, und als ich rauskam, war es bereits nach halb drei. Ich ging nur kurz auf Toilette und holte mir etwas zu Trinken, dann ging ich doch noch in einen Vortrag: Alexander Heidenreich erzählte etwas über Netzwerksicherheit durch aktive Sicherheitsscans. Von der vorgestellten Software hatte ich nie gehört, finde sie aber sehr interessant. Denn im Gegensatz zu Icinga bzw. Nagios überprüft OpenVAS nicht, ob ein Dienst läuft, sondern ob der Host verwundbar sein könnte.

Schließlich ließ ich den Rest der Veranstaltung ausklingen, indem ich mich im oberen Bereich auf einer Bierbank niederließ und noch ein wenig mit Venty plauderte, der zufällig auch dort saß. Außerdem gab es da oben sehr günstig Kuchen und belegte Brötchen. Ich deckte mich mit Kuchen ein und klickte noch ein wenig im Internet herum, bis dann eine SMS von Birgit kam, die zum Sammeln am Bus aufrief.

Wir starteten fast planmäßig. Wie schon auf der Hinfahrt machte mir der Sitz im Bus ziemlich Probleme; er war etwas zu niedrig und insgesamt irgendwie unbequem. Ich lenkte mich, ebenfalls wie schon auf der Hinfahrt, mit Fotografieren ab: 30-Sekunden-Aufnahmen, nachts, aus dem fahrenden Bus bei (meistens) rund 100 km/h, das gibt tolle Lichteffekte.

Die vorgeschriebene Lenkzeiten-Pause hatten wir dann gegen 23:20 Uhr in Haaren, und ab Mitternacht ging es dann weiter entlang der weiteren geplanten Ausstiegsstationen Richtung Heimat, wo wir, ebenfalls planmäßig, gegen 2:00 Uhr morgens ankamen (Station: FSFE-Büro Düsseldorf). Eine halbe Stunde später war ich dann zu Hause und fiel nur noch ins Bett.

Nächstes Jahr wieder? Ja, auf jeden Fall, wenn es mit der Finanzierung klappt. :-)

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17.03.2013

OpenRheinRuhr - Call for Papers / Projects für die OpenRheinRuhr 2013

Foyer während der OpenRheinRuhrDie OpenRheinRuhr (http://openrheinruhr.de/) ist eine Messe mit Kongress rund um das Thema “Freie Software”. Hauptthema ist freie Software für Endanwender und Geschäftskunden, aber auch das dazugehörige Ökosystem und die aktuelle Netzpolitik werden behandelt. Anwender, IT-Fachpersonal und -Entscheider aus Industrie und Wirtschaft, Verwaltung und Bildung können sich an Ständen, in Workshops oder Vorträgen treffen, informieren und austauschen.

Im letzten Jahr gab es leider aufgrund anderweitiger Belegung des Rheinischen Industrie Museums durch eine Dauerausstellung keine OpenRheinRuhr. Im Jahr 2011 zuvor konnte die ORR über 1000 Besucher begrüßen, es fanden 51 Vorträge und Workshops statt und 60 Aussteller präsentierten sich auf einer Fläche von 850m².

Die Anmeldungen für Aussteller und Vortragende auf der OpenRheinRuhr 2013 sind jetzt eröffnet! – Interessierte Projekte und Firmen senden ihre Anmeldung bitte an:
aussteller@openrheinruhr.de

Die Einreichung von Vorträgen erfolgt direkt über unsere Webseite:
http://tinyurl.com/ORR-CfP2013

Die Frist endet am 31. August.

Das Team der OpenRheinRuhr freut sich auf viele Interessante Vorträge und Workshops, sowie ein abwechslungsreich gestaltetes Angebot an Ausstellern.

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Chaosdorf e.V. - Lichtsteuerung

Im Chaosdorf ist seit zwei Wochen eine Lichtsteuerung fest installiert. Dieser Artikel soll zeigen, dass so etwas selbst zu bauen deutlich einfacher ist, als man sich anfangs vorstellt, und noch nichtmal nennenswerte Geldmengen benötigt.

Grundsätzlich gibt es nur drei Voraussetzungen:

  • Eine Möglichkeit, Ausgänge digital zu schalten
  • 230V-Relais vor den zu schaltenden Verbrauchern
  • Keine Angst vor Netzspannung

In unserem Fall sind diverse Raspberry Pies schon für andere Zwecke im Raum vorhanden, so dass wir einfach ein paar GPIO-Pins für Lichtsteuerungszwecke benutzen können. Wer keinen Raspberry Pi zur Hand hat, kann genau so gut eine r0ket, einen Arduino oder beliebiges anderes AVR- / ARM-Gefrickel benutzen. Solange man irgendwie Daten reinkippen und digitale Ausgänge rauskriegen kann, ist alles möglich.

Da ein Raspberry Pi nur 3.3V und sehr geringe Ströme schalten kann und keinen Schutz gegen Kurzschluss oder Überspannung besitzt, sind die GPIO-Pins nur mit Optokopplern verbunden. Diese sorgen für eine galvanische Trennung von der 12V-Schaltspannung, so dass Verdrahtungsfehler schlimmstenfalls ein paar Transistoren oder AVRs töten, und nicht die deutlich teureren Raspberry Pies.

In der ersten Version hat jeder GPIO-Pin genau einen Verbraucher gesteuert, d.h. jeder Pin führt zu einem Optokoppler, der seinerseits 12V und einen Transistor (bis 700mA Schaltstrom) kontrolliert. An diese 12V kann man dann entweder ein Relais oder direkt einen Kleinverbraucher (LEDs etc.) hängen. Die Schaltung ist extrem simpel und funktioniert entsprechend gut, hat aber den Nachteil, dass man die verfügbaren GPIO-Pins (Pro Gerät 12 Stück ohne Sonderfunktionen und 9 mit) irgendwann alle belegt hat, und nicht 30€ für einen weiteren Raspberry Pi ausgeben möchte, nur um 12 weitere Verbraucher zu schalten.

Der einfachste Ansatz, um mehr Verbraucher steuern zu können, ist ein Schieberegister — Es braucht 4 Dateneingänge und kann damit (da Schieberegister auch einen seriellen Ausgang haben und dadurch verkettbar sind) beliebig viele Ausgänge schalten. Alternativ nimmt man sich einen kleinen AVR (z.B. ATTiny2313) zur Hand und implementiert ein Schieberegister in Software, das nur noch zwei Eingänge (einmal Daten, einmal Takt, und eine spezielle Daten+Takt-Kombination um die eingegebenen Daten auf die Ausgänge zu übernehmen) braucht. Das Protokoll ist sehr an I2C angelehnt und sowohl im AVR als auch auf dem Raspberry Pi sehr leicht zu implementieren. Vorteil beider Varianten ist, dass man die Optokoppler schon vor dem Schieberegister anbringen kann, so dass man nur noch zwei bzw. vier Stück braucht. AVRs und Schieberegister sind dank DIP-Sockeln schnell austauschbar, falls mal etwas schiefgeht.

Mit einem dieser Ansätze hat man nun 12V, die meisten Lampen, Drucker und sonstige Geräte bevorzugen aber 230V. Was noch fehlt, ist also ein Kabel von der Schalthardware zum Verbraucher, und dort ein 230V-Relais mit ausreichender Schaltleistung. Falls das Relais auf eine geätzte Platine gelötet ist, ist dabei der Sicherheitsabstand zwischen einzelnen 230V-Leiterbahnen und v.a. auch zwischen 230V- und 12V-Bahnen zu beachten (5mm sind empfehlenswert), im Falle einer Loch- oder Streifenrasterplatine sollten unbedingt die Kupferflächen zwischen Leiterbahnen mit einem Messer abgeschabt werden. An die 12V-Seite kommt ein langes Kabel und parallel dazu eine Diode in Sperr-Richtung (um die Spannungsstöße, die die Relaisspule beim ausschalten produzieren kann, abzufangen), auf die 230V-Seite eine einfache Schraubklemme. Bei fest installierten Verbrauchern reicht es, die Phase zu schalten, Erde und Nullleiter können permanent verbunden sein. Die ganze Konstruktion kommt dann in eine Aufputz-Verteilerdose, wird irgendwo festgeschraubt und fertig.

Die Materialkosten halten sich erstaunlich gering:

  • 30€ für einen Raspberry Pi
  • Erste Version: <1€ pro Verbraucher für die Steuerschaltung (Platine, Optokoppler, Transistor, Anschlussklemme)
  • Mit Schieberegister: <6€ pro 12 Verbraucher (Platine, 2 Optokoppler, ATTiny2313, Transistoren, Widerstände, Anschlussklemmen)
  • Ca. 5€ pro Verbraucher für Kabel, Relais und Verteilerdose

Ein paar Fotos und Schaltpläne finden sich in der Gallerie, die Steuersoftware bekommt später einen eigenen Blogpost.

Lichtserver (feedback) Direktverbindung GPIO → Optokoppler → Verbraucher Optokopplerboard AVR als Schieberegister AVR-Schieberegister-Schaltung Schaltung mit Relais Relais ... mit Abstandsfoo

Frosch - Im Netz aufgefischt #102

Diese Folge von „Im Netz aufgefischt” ist wieder nach bestem Wissen frei von Links zu Presseverlags-Websites, deren Betreiber das sogenannte Leistungsschutzrecht für Presseverlage durchgesetzt haben. Sollten sich in dieser Ausgabe wider Erwarten doch Links zu solchen Websites finden, bitte ich um eine kurze Mitteilung mit Hinweis (Link) darauf, wo sich ein Verantwortlicher des jeweiligen Verlages entsprechend geäußert hat.

Gustl Mollath

Polizeigewalt

Sexueller Mißbrauch in der Kirche

Armut / Armutsbericht

Hartz IV & Co.

Homosexualität

Datenschutz / Überwachung

Störerhaftung

Waffenexport

Bradley Manning

Falsche Begriffe

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11.03.2013

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi, 20.03.2013

Am Mi. den 20. März trifft sich die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Der Talk wird ein einfaches Beispiel für einen simplen Allokator liefern, aber auch zeigen wie man einen Allokator für Shared Memory implementieren kann. Diesen Talk wird es in leicht anderer Form auch auf der ACCU geben!

Ab 19 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf, der Talk beginnt dann um 20 Uhr.

10.03.2013

Frosch - Im Netz aufgefischt #101

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Psychiatrie

#aufschrei

Armut

Hartz IV & Co.

Korruption

Leistungsschutzrecht

ACTA

Und sonst so?

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09.03.2013

Michael Stehmann - Vedische Mathematik

war das Thema des Hauptvortrages beim Fellowshiptreffen am 27.02.2013 in Düsseldorf.

Das Fellowshiptreffen fing jedoch zunächst mit einer Vorstellungsrunde an, da auch Neulinge gekommen waren.

Danach hielt Sabine den “Vorvortrag” zum Thema “Distribution Freier Software im Iran”.

Dort gibt es in weiten Teilen Probleme, die es in Deutschland auch gab und teilweise heute noch gibt, nämlich eine zu schmalbandige Anbindung an das Internet. Daher kann man sich dort nicht einmal “eben” seine Distribution aus dem Netz ziehen. Somit ist Freie Software auf Datenträgern zu distributieren.

Sabine stellte eine Initiative vor, die sich genau darum kümmert und für nach hiesigen Maßstäben “kleines Geld” die Bevölkerung auf die genannte Weise mit gängiger Freier Software versorgt.

Danach hielt Lars den Hauptvortrag “Vedische Mathematik – indische Rechentricks oder das Kamasutra der Mathematik”.

Vedische Mathematik oder Vedic Math ist der Oberbegriff für eine Sammlung von Algorithmen bzw. Verfahren, die sich auf viele Bereiche der Mathematik anwenden lassen. In dem Vortrag ging Lars auf einige Verfahren ein, die sich für das Multiplizieren (sowohl schriftlich, als auch im Kopf) eignen.

Selbst wer kein Interesse an Mathematik oder Kopfrechnen hat, konnte in dem Vortrag erfahren, was passiert, wenn man ein bekanntes Thema aus einem komplett anderen Blickwinkel betrachtet. Die Verfahren der vedischen Mathematik sind nämlich grundverschieden von dem Verfahren zur schriftlichen Multiplikation, das wir aus der Schule kennen. Ihr Schwerpunkt liegt auf kompakten einzeiligen Zwischenergebnissen. Deswegen muss man sich beim Kopfrechnen weniger Ziffern merken, als bei dem konventionellen Verfahren. Neben allgemeinen Verfahren umfasst die vedische Mathematik auch Verfahren für speziellen Situationen, die dann aber sofort ein Ergebnis liefern.

Dass die “vedischen” Verfahren äquivalent zur uns bekannten Mathematik sind, wurde von Lars so bewiesen, dass seine Beweise mit Sekundarstufe-1-Algebrakenntnissen nachvollzogen werden konnten.

Die anschließende Diskussion förderte bei den Beteiligten noch einige Kenntnisse über nützliche Rechentricks zutage.

Freundlicherweise hat Lars uns sein Material wieder zur Verfügung gestellt:

Präsentation (PDF)

Artikel (PDF)

Gerade die unglaublich schnellen Spezialverfahren der “vedischen Mathematik” haben dazu geführt, dass man auch mit folgenden Suchbegriffen Youtubevideos und Artikel findet:
- math harry potter style
- Kamasutra der Mathematik

Es war insgesamt ein hochinteressanter Abend. Über zwanzig Teilnehmer, darunter sechs Frauen, ließen sich vom Engagement iranischer Freunde Freier Software praktisch anwendbarer “exotischer” Mathematik begeistern.

Die Vorträge wurden aufgezeichnet; die entsprechenden Links folgen.

Am 27.März 2013 feiern wir den Document Freedom Day. Offene Standards und Freie Software sind ja sozusagen Geschwister.

Offene Standards sind die Voraussetzung für einen freien Markt und einen fairen Wettbewerb. Mit offenen Standards haben Anwender die Auswahl unter verschiedenen Programmen.

Da Freie Software in der Regel freie und offene Standards implementiert hat, ist der Anwender unabhängig vom Willen und Schicksal des Softwareherstellers in der Lage, auch mit anderen Programmen und auch nach Jahren noch auf seine Dokumente und Daten zuzugreifen. Freie und offene Standards ermöglichen darüber hinaus den Austausch von Dokumenten mit anderen, unabhängig davon, welche Software in welcher Version bei den Beteiligten zum Einsatz kommt.

Offene Standards gewähren dem Anwender somit Freiheit, die proprietäre Formate ihm vorenthalten.

Vorher fahren aber einige von uns am 15.03.2013 mit dem Bus nach Chemnitz.

Nachtrag: Das Video des Hauptvortrags wurde veröffentlicht. Ausleuchtung, Schminke und Ton sind noch “work in progress”. Aber wieviel Freie Software wäre uns entgangen, wäre nur Perfektes veröffentlicht worden. Herzlichen Dank daher an Alexander.

05.03.2013

derf - Backups and Monitoring

(tldr: Beware of pipes with set -e. And write more checks.)

At the Chaosdorf, we have an automated weekly backup of all servers and other hosts. The script uses set -e right at the start and reports its success with send_nsca just before quitting. A freshness threshold is used to produce an alert if a backup run does not report in time.

This sounds like nothing can go wrong without being noticed. However, there is a problem: backup_external uses pipes. And in a pipe, only the return value of the last command is actually evaluated:

descent ~ > ( set -e; false | true; echo foo )
foo

So, if something along the way (e.g. tar or gpg) has a problem, the script will happily run along and report its success at the end. Which will result in something like this:

flux ~ > sudo ls -l /chaosdorf/backups/09 | fgrep feedback
-rw-r--r-- 1 chaosdorf chaosdorf    0 Mar  4 00:03 feedback.chaosdorf.dn42_etc.tar.xz.gpg
-rw-r--r-- 1 chaosdorf chaosdorf  24K Mar  4 00:03 feedback.chaosdorf.dn42_packages
-rw-r--r-- 1 chaosdorf chaosdorf    0 Mar  4 00:03 feedback.chaosdorf.dn42_root.tar.xz.gpg
-rw-r--r-- 1 chaosdorf chaosdorf    0 Mar  4 00:03 feedback.chaosdorf.dn42_usr_local.tar.xz.gpg
-rw-r--r-- 1 chaosdorf chaosdorf    0 Mar  4 00:03 feedback.chaosdorf.dn42_var_local.tar.xz.gpg
-rw-r--r-- 1 chaosdorf chaosdorf    0 Mar  4 00:03 feedback.chaosdorf.dn42_var_log.tar.xz.gpg

In this case, it was likely GPG refusing to work on a readonly filesystem (it's an embedded host running on an SD card, so making it readonly makes sense).

The good thing about this is: The failed backups are all empty files, and finding empty files is as easy as running find -size 0. So now we have a second check on the receiving host to alert me whenever an obviously failed backup is transferred.

So:

  • Never, ever trust a single check
  • If you have the disk space, keep more than just the most recent three backups (I actually did this right)

03.03.2013

Frosch - Im Netz aufgefischt #100

Diese Folge von „Im Netz aufgefischt” ist wieder nach bestem Wissen frei von Links zu Presseverlags-Websites, deren Betreiber das sogenannte Leistungsschutzrecht für Presseverlage durchgesetzt haben. Sollten sich in dieser Ausgabe wider Erwarten doch Links zu solchen Websites finden, bitte ich um eine kurze Mitteilung mit Hinweis (Link) darauf, wo sich ein Verantwortlicher des jeweiligen Verlages entsprechend geäußert hat.

Gustl Mollath

Datenschutz / Überwachung

KinderServer

Computersicherheit (also … echte)

Telekommunikation

Leistungsschutzrecht

Korruption

Hartz IV & Co.

Tafeln

Bedingungsloses Grundeinkommen

Ernährung

Homosexualität

„Qualitätsjournalismus”

Behinderung / Inklusion

Bildung

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

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02.03.2013

forschungstorte - T-Shirt Designs mit Grafiklinks

Ich habe mir heute ein Shirt entworfen, welches ich auch mit euch teilen möchte.
Es ist ein kopimistisches, open access datalove shirt für fans des spacigen looks. Die Schrift ist von oben nach unten zu lesen.



Die Dateien, ganz ohne geistiges Eigentum oder Leistungsschutzrechte habe ich die Bilder in der Open Clip Art Library hinterlegt: Hauptmotiv und die Beschriftung der Ärmel für Longsleeves
(Es sind Vektorgrafiken als SVG abgespeichert. Diese können mit Inkscape bearbeitet werden. Es ist kostenlos und ein großartiges, freies Grafikprogramm)





Das Logo der Autonymen Piraten hab ich schon länger angekündigt und auch schonmal hier im Blog veröffentlicht. Jetzt ist auch das Logo hier erhältlich als Vektorgrafik in der Open Clip Art Library.







Dieses Shirt ist eine Reflektion über die Styles die es in der Clubwear der 90er jahre gab. Ich habe mich auf reduzierte Muster und eine futuristische, asiatisch anmutende Schrift konzentriert. Hellgrau auf etwas dunkleres Grau. Das Logo, könnt ihr einfärben wie ihr mögt, findet ihr hier.



Wenn euch die Designs gefallen, ihr diese für eigene Shirts verwenden möchtet, nur zu. Auch über Remixe freu ich mich. Über ein Dankeschön via Flattr freu ich mich natürlich sehr. Ansonsten viel Spaß damit.

Die Grafiktorte.

01.03.2013

Frosch - Leistungsschutzrecht beschlossen

Sie haben es getan. Die (anwesenden) Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben das unsägliche Leistungsschutzrecht für Presseverlage beschlossen. Sie haben es beschlossen, obwohl ihnen vorher wochen- und monatelang erklärt wurde, daß und warum es Blödsinn ist.

Wie mit den Klammern schon angedeutet, waren nicht alle Abgeordneten anwesend. Das ist an sich schlimm genug. So richtig peinlich wird es, wenn man sich mal so anschaut, wer insbesondere nicht anwesend war:

Zum Beispiel Sahra Wagenknecht und Katja Kipping (Linke), Sigmar Gabriel (SPD) und Jürgen Trittin (Grüne). Also ein Teil des Spitzenpersonals der Parteien, die offiziell das Leistungsschutzrecht nicht haben wollen. Die Spitzen der Opposition.

Und genau diese Parteien kritisieren jetzt lautstark den Beschluß, den sie hätten verhindern können? Geht’s noch?

Tobias Driewer hat das in einem Beitrag bei Google+ schön aufgedröselt: Grüne Linke SPD. Er schreibt:

Wenn ich etwas in Mathe gelernt habe ist es das addieren. Gehe ich nun davon aus, dass diese Parteien wirklich gegen das #lsr waren/sind was auch immer, dann komme ich auf 293 zu 293 Stimmen und wenn dann noch mein werter Abgeordneter aus Hamburg sich nicht enthalten hätte, sondern wie in seiner Mail angekündigt dagegen gestimmt hätte, dann gäbe es kein #lsr

Sein Abgeordneter hat sein Abstimmungsverhalten also auch noch falsch angekündigt — oder wurde nach der Ankündigung, sagen wir, „bearbeitet”.

Also, nochmal:

Zugestimmt haben 293 Abgeordnete, abgelehnt haben 243. Von der SPD hat sich einer enthalten und 25 haben nicht abgestimmt (= 26 fehlende Ablehnungen), von der Linken haben 16 nicht abgestimmt (= 16 fehlende Ablehnungen), von den Grünen haben 11 nicht abgestimmt (= 11 fehlende Ablehnungen). Das macht 26 + 16 + 11 = 53 fehlende Ablehnungen. 243 plus 53 wären dann sogar 296 möglich gewesene Ablehnungen.

Wenn CDU/CSU und FDP also ihre Leute nicht ins Parlament kriegen, wenn sie über so einen Blödsinn abstimmen wollen, ist das eine Sache. Aber wenn dann auch noch die Opposition ihre Leute nicht zusammenkratzt, dann ist das keine Demokratie mehr, sondern eine Förderung von Politiker-, Parteien- und Wahlverdrossenheit.

So nebenbei wüßte ich dann gern mal noch, ob es in diesem Fall eine Pairing-Vereinbarung gegeben hat und wenn, warum Abgeordnete nicht die Freiwilligkeit einer solchen Vereinbarung nutzten, um dieses schwachsinnige Gesetz zu verhindern. (Danke an Alex für den Hinweis auf diese Praxis).

Zum Schluß bleibt mir nur der höfliche Hinweis an alle Bundestagsabgeordneten, daß sie nicht einseitig eine Branche vertreten sollen, die es überwiegend nicht geschafft hat, zu merken, daß im Internet ein paar Sachen anders laufen, und die sich nicht anpassen kann oder will, sondern alle Bürger und Wähler (incl. derer, die aus bereits vorhandener Politikerverdrossenheit nicht mehr wählen gehen, obwohl sie es könnten). Die jetzt neu entstandene Rechtsunsicherheit füttert jetzt aber nur Rechtsanwälte und die Rechtsabteilungen der Verlage, die das neue Gesetz nutzen wollen, mit Abmahnungen fett. Die Mehrheit der Bürger und insbesondere der Internet-Nutzer dagegen wird ausschließlich Nachteile davon haben. So war das mit der Demokratie nicht gemeint.

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forschungstorte - Was wäre wenn: Ein Gedankenspiel mit der GEMA

Im Gespräch mit @ballerstaedt zum Thema DJs und der GEMA kam folgende Schnapsidee auf:

Was wäre wenn ein DJ einfach alle digital vorliegenden Stücke zu einem einzigen galaktischen Megamix zusammenfügt. Als Kunstwerk, um das Sequenzielle in der Musik zum Ausdruck zu bringen. Dann würde ein Megamix vorliegen der 15.000 Stücke etwa enthält entstehen. Jedoch hätte deser Monster-Mashup - ein DJ gilt ja auch als kunstschaffender Mensch - doch auch seine eigene Schöpfungshöhe.

Aber es ist ja nur so eine Idee die beim Kaffee im Büro aufkam.



26.02.2013

OpenRheinRuhr - Erfolgreicher Kick-Off zur OpenRheinRuhr 2013

OpenRheinRuhr Pin

Am Abend des 25.02.2013 haben sich die Organisatoren der OpenRheinRuhr zum traditionellen Kick-Off getroffen und die Aufgabenverteilung für die am 09. und 10. November 2013 stattfindende OpenRheinRuhr 2013 durchgeführt.

Die Termine für die Einreichung von Vorträgen sowie die Anmeldung von Ausstellungständen stehen bereits fest.

Alle Termine, auch die der nächsten Treffen, werden über das Blog der OpenRheinRuhr veröffentlicht.

Um an den Treffen teilnehmen zu können, ist es nicht erforderlich ein Mitglied der OpenRheinRuhr oder des Orga-Teams zu sein. Jeder kann sich und seine Ideen jederzeit einbringen und bei der Organisation der Veranstaltung mithelfen.

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