Digitale Schlüssel (iButtons / SmartButtons) klonen

Herkömmliche („Analoge“) Schlüssel sind inzwischen ein gut erforschtes Thema: Die Lockpicker beschäftigen sich ausgiebig damit, Schlösser ganz ohne Schlüssel zu öffnen, und vorhandene Schlüssel können je nach Bauart anhand von Fotos rekonstruiert werden — teilweise kann das Duplikat sogar direkt ausgedruckt werden.

Ein iButton
Ein iButton (mit gesperrter ID)

Auch für unsere Vereinsräume haben wir Schlüssel und ein zugehöriges Schließsystem. Da es bei über 80 Mitgliedern aber nicht sinnvoll ist, einen einzigen Schlüssel für jedes Mitglied nachmachen zu lassen, verwenden wir digitale Schlüssel: Sogenannte iButtons bzw. SmartButtons. Jedes Mitglied erhält einen iButton, der eine eindeutige ID aus 48 bit Daten und 8 bit Prüfsumme enthält. Ist eine an der Tür eingelesene ID in der Liste der erlaubten IDs enthalten, wird die Tür aufgeschlossen. Da diese ID nicht verschlüsselt und in unserem Fall sogar auf dem Gehäuse aufgedruckt ist, besteht auch hier die theoretische Möglichkeit, iButtons zu klonen. Die Frage ist nur, wie viel Aufwand es ist.

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Printing Plastic Objects

Am vergangenen Samstag trafen die 3D-Drucker des Rheinlands zu einem Gipfeltreffen im Chaosdorf aufeinander. Wir hatten dazu die benachbarten Hackspaces und Geeks eingeladen, die sich mit der Technik beschäftigen.

OrcaBot

Wir waren etwas überrascht über die 20 Menschen und fünf Drucker, die bis zum Mittag eintrafen. Zwei Grüppchen kamen zunächst ohne eigene Drucker an, aber das Problem wurde schnell gelöst: die einen hatten ein Auto dabei und so wurde auf die Schnelle ein weiterer Drucker aus Wuppertal angekarrt.

Gemeinsam Drucken

Bei zwei Vorträgen gab es gesammelte Informationen zur Praxis und Theorie des 3D-Drucks.

Vortrag: 3D-Druck in medizinischer Anwendung

Zunächst stellte dr1ll eine Anwendung aus der Medizin vor. Er selber ist Zahnarzt und arbeitet derzeit mit einem Kieferorthopäden zusammen, der ein schwieriges Problem bearbeitet. Um die Operation eines wachstumsgestörten Gebisses zu planen, wurde ein Modell ausgedruckt, das aus Röntgenbildern generiert wurde. Das hat tatsächlich geklappt, unter Zuhilfename diverser Werkzeuge, die uns in dem Vortrag näher gebracht wurden.

Vortrag: Polymere im 3D-Druck

Beim zweiten Vortrag ging es um Grundlagen. yrthy gab eine Einführung in die Chemie der Polymere die verschiedenen Möglichkeiten zur Verkettung von Molekülen. Er leitete daraus die Auswirkungen auf die Qualtität der Filamente her und gab einen Einblick in die Herausforderungen, die sich unseren Lieferanten stellen.

Forschungsdrucker

Währenddessen und danach wurde weiter gedruckt und der Abend ging bei einigen noch etwas länger. Daraus lässt sich ablesen, dass wir uns wahrscheinlich bald wieder treffen. Vielleicht etabliert sich ja eine 3D User Group, die in verschiedenen Hackspaces zusammenkommt, weiter wächst und zusammen lernt.

Falls auch du Interesse an einem Treffen hast oder sogar Mitglied in einem Hackspace bist, in dem wir uns treffen können, dann kommentiere den Artikel!

Bericht: Cryptoparty 3 am 20.07.2013

Unser Raum platzte fast aus den Nähten, obwohl wir ja nicht so wirklich viel an Ankündigungen gemacht hatten: Ein bißchen Twitter, ein bißchen G+, ein Blogartikel. Das Thema Verschlüsselung ist derzeit offenbar sehr gefragt. Und nicht nur bei Besuchern: Wir hatten drei Pressevertreter zu Gast (WAZ, WDR5, Wirtschaftswoche) – das dürfte wohl Rekord gewesen sein.

Nach der Keynote und zwei Vorträgen über Verschlüsselung allgemein sowie OTR (für Instant Messaging) wurden Workshops gebildet, in denen das gerade Gehörte – vor allem zum Thema Mailverschlüsselung – in die Praxis umgesetzt werden sollte. Daneben wurde über Plattenverschlüsselung und Verschlüsselung auf mobilen Geräten informiert und diskutiert. Auch CaCert war zu Gast und bot Assurances an.

In den Vorträgen und auch während der Diskussionen wiesen wir immer wieder darauf hin, wie wichtig es ist, daß Verschlüsselungssoftware Freie Software ist. Man sollte sich nicht auf das Versprechen eines Herstellers verlassen, daß seine Software ja schon sicher sei, sondern nur Software nehmen, bei der das anhand des Quellcodes überprüfbar ist.

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