Willkommen auf Planet Chaosdorf! Wir sammeln hier alle Blogs, die für uns irgendwie interessant sind – meist von Personen oder Organisationen aus unserem Umfeld

22.05.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #265

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Arbeitnehmer

Autismus

Behinderung / Inklusion

Deutschland

Doofparker

#endegelaende

Flucht & Asyl

Fotografie

Gesundheit

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LGBTIQ

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Trau schau wem

Zeitarbeit

Twitter-Weisheiten

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20.05.2016

Chaosdorf e.V. - Workshop: Lockpicking am 18.06.2016 ab 16:00 Uhr

Am Samstag, dem 18.06.2016 wird es ab 16:00 Uhr in unseren Räumen einen LockpickingWorkshop geben. Die Referenten werden dabei helfen die ersten Schlösser selber zu öffnen und über die Hintergründe dieses Hobbys erzählen.

Teilnahme

Der Vortrag und Workshop richtet sich an alle, die schon immer mal mit Lockpicking anfangen wollten bzw. es schon mal versucht haben und aus der Übung sind. Wer schon ein Pickset hat, bringt dieses bitte mit. Wer noch ein Pickset braucht, kann das vor Ort leihen oder erwerben (15-20€).

Voraussetzungen

  • Ihr solltet ein paar Stunden Zeit mitbringen  
  • Euch zur besseren Planung in unserem Wiki eintragen
  • Wer noch alte Schlösser / Schließzylinder hat, kann diese gerne mitbringen

Zur moralischen Unterstützung der Teilnehmer wird es zwischendurch veganes und nicht veganes Essen geben.

19.05.2016

Frosch - Frosch macht (keine) Faxen

Es fing an mit einem Brummton auf meiner Telefonleitung und einem alten Telefon ohne CLIP. Und vorerst endete es ohne ein Freizeichen, dafür mit am Papier klebender Inkfolie und weiterhin mit Brummton. Aber der Reihe nach:

Mein Telefon funktioniert eigentlich noch, ist aber schon richtig alt. Nein, kein Bakelit, und Tonwahl kann’s auch, aber eben … alt. Das Telekom Modula war so um 1990 in Mode gewesen, und zu der Zeit brauchte ich halt ein Telefon für meinen damals nagelneuen Anschluß – mein erster eigener überhaupt.

Schon seit längerer Zeit habe ich außerdem einen unangenehmen Brummton in der Leitung, der mich beim (seltenen) Telefonieren doch ziemlich stört. Und es wäre schon schön, wenn ich im Display die Nummer des Anrufers ablesen könnte – aber CLIP kennt das Gerät nicht, das gab’s erst mit der Einführung von ISDN ein paar Jahre später (deshalb sagte man auch: ISDN = Ich Sehe Deine Nummer). Also hielt ich auf eBay die Augen nach einem etwas moderneren Gerät offen.

Dabei stellte ich keine hohen Ansprüche (glaube ich); die meisten Geräte haben viel mehr Funktionen, als ich je brauchen werde. Ich wollte ja eigentlich nur telefonieren. Ohne Brummton und mit Rufnummernanzeige. Optimalerweise mit nicht zu kleinen Tasten, einem schön großen Display mit großer Schrift (meine Augen sind nicht mehr die besten, gerade im Nahbereich) und ganz optimalerweise mit einem Hörer, der nicht so eckig ist wie der des Modula, sondern den ich mir auch mal zwei Stunden lang ans Ohr halten kann, ohne daß ich hinterher eckige Ohren habe.

Nach einigem Stöbern blieben schließlich zwei Senioren-Telefone mit der schönen Zusatzfunktion einer optischen Klingel – sicher praktisch, wenn ich die Kopfhörer aufhabe – und eine Fax-Kombi in meiner Beobachtungsliste übrig. Moment, Fax? Im Jahr 2016? Hmja. So zweimal im Jahr wäre sowas wirklich nicht schlecht. Letztendlich entschied ich mich tatsächlich dafür. Ich bot den einen Euro Startpreis, sonst wollte keiner mitbieten, und für insgesamt unter 10 Euro bekam ich ein offensichtlich gebrauchtes „Philips magic2voice 6in1“ mit einer Kinder-Kritzelei auf der Vorderseite des Handbuchs und der Nummer und dem Namen des Verkäufers im Speicher.

Das war Mitte März. Nachdem es noch ein wenig Driss mit der Bezahlung gab, weil der Verkäufer keine IBAN, sondern nur die klassische Kombination aus Kontonummer und BLZ hinterlegt hatte, kam es dann eine gute Woche später an. Und blieb erstmal, wenn auch bereits prinzipiell ausgepackt, liegen, weil es mir nicht gut genug ging.

Was ich dann allerdings schaffte, war, das schon halb ausgepackte Gerät aus Tischhöhe versehentlich auf den Boden zu schubsen, ohne es auch nur ansatzweise getestet zu haben. An der Papierhalterung war etwas abgebrochen, und ich habe keine Ahnung, ob das so angekommen war oder erst bei dem „Absturz“ geschah. Nunja, dumm gelaufen.

Heute wollte ich dann endlich mal ausprobieren, ob man damit auch noch mehr anfangen kann, als es runterzuschubsen.

Nun ist es ja nicht so, daß ich noch nie ein Faxgerät gehabt hätte, aber dieses hier benutzt, anders als mein altes Thermofax aus den 1990ern, das ich schon lange nicht mehr besitze, eine Drucktechnik mit einer sogenannten Inkfolie. Mit einer Folie, schwarz und noch dünner als klassisches Durchschlagpapier, kann das Gerät auf Normalpapier drucken. Die Folie wird dabei auf voller Blattlänge am Blatt entlang transportiert, und der damit benutzte Teil ist nicht nochmal verwendbar. Die Folie hält also nicht ewig lange. Eine neue Folienrolle soll laut Handbuch 260 Seiten A4 bedrucken können.

Der Verkäufer hatte das Gerät allerdings als Thermofax angeboten und mir noch per Mail erklärt, daß er „eine zweite Rolle“ dazugeben würde. Gemeint war aber jetzt natürlich keine Rolle Thermopapier, sondern eine mit Inkfolie. Nun gut, sollte eigentlich egal sein; da ich damit nur selten faxen (oder kopieren) würde, war mir nur wichtig, daß das Druckmaterial nicht eintrocknet oder sonstwie unbrauchbar wird, wenn es länger nicht genutzt wird. – Die zweite Rolle ist übrigens nicht schwarz, sondern mittelblau, da bin ich schonmal gespannt, ob die Drucke überhaupt lesbar sein werden. Aber erstmal wollte ich es mit der offensichtlich bereits angefangenen schwarzen Rolle versuchen.

Genaugenommen sind das zwei Rollen: Von einer wird abgewickelt, die andere wickelt die gebrauchte Folie wieder auf. Das klingt einfacher, als es ist: Die aufwickelnde Rolle bleibt nämlich nicht stabil in ihrer Halterung, sondern rutscht auf einer Seite gerne wieder raus. Ob das dem Sturz zu verdanken ist oder ob das schon so war, kann ich natürlich nicht beurteilen; die blauen Rollen sehen jedenfalls äußerlich genauso aus, es ist also nicht unbedingt anzunehmen, daß an den schwarzen etwas weggebrochen ist.

Die Rollen da reinzukriegen und die dünne Folie zu spannen, war schon ein wenig fummelig. Da es mehr (scheinbare) Rollenhalterungen gibt, als tatsächlich verwendet werden, dachte ich erst, die blauen Rollen gehörten gleichzeitig mit rein. Aber nein, das Handbuch erklärte mir, daß die mittleren Führungen einfach ignoriert werden. Öhmja, wenn Ihr meint …

Als nächstes brachte ich die Papierhalterungen an und freute mich, daß sie trotz eines abgebrochenen Teils und zweier Anbrüche immer noch funktionsfähig sind und sich am Gerät einstecken lassen. Papier kam auch gleich mit rein. Dann noch den Hörer über Spiralkabel angestöpselt, das Telefonkabel vom alten Telefon ins neue Gerät, Strom dran und –

– dann wollte es erstmal Zeit und Datum eingestellt haben, es wähnte sich nämlich Ende September 2001. Dann piepte es mich an, es habe kein Papier; das mußte ich noch ein wenig zurechtrücken. Als nächstes den Hörer abgenommen und – es gab kein Freizeichen. Aber einen Brummton. Der könnte also vom Telefonkabel kommen. Immerhin könnte ich darauf angerufen werden, das habe ich mit meinem Mobiltelefon getestet. Das Gerät klingelte, laut und deutlich.

Faxgerät mit herausgequollener Inkfolie

Zunächst erfuhr ich aber noch: Wenn ich dreimal die OK/Menü-Taste drücke, dann druckt mir das Ding einen Stand all seiner Einstellungen. Das fand ich mal ’ne gute Idee und drückte die Taste dreimal. Das Gerät fand das nicht so gut. Es druckte mir zwar die Seite mit der Funktionsübersicht aus. Dabei blieb jedoch die Inkfolie nach einem guten Drittel am Papier kleben und wurde mit diesem aus dem Gerät rausgezogen, statt wieder aufgewickelt zu werden. Es kostete mich bald eine Viertelstunde, um die dann zerknitterte Folie, die sich auch noch im Deckel verklemmt hatte, aus dem Gerät zu befreien und dahin aufzuwickeln, wo sie hingehörte. Dabei sprang auch immer wieder die Aufwickelrolle aus ihrer Halterung, was die Sache nicht gerade erleichterte.

Immerhin ist der Ausdruck sauber und gut lesbar. Somit konnte ich nun ein paar Daten neu ins Gerät einspeichern, wie zum Beispiel meinen Namen, meine Telefonnummer und ab wann es für mich Tag oder Nacht ist. Denn für Tag und Nacht kann man dann getrennt einstellen, ob das Fax anspringen soll oder nicht, und nach wievielen Klingeltönen Fax und Anrufbeantworter reagieren sollen. Auch die Klingellautstärke kann unterschiedlich eingestellt werden, und schließlich kann man noch vorgeben, ob das Mithören in dem jeweiligen Tagesabschnitt eingeschaltet sein soll oder nicht.

Nun kam ich auf die Idee, einfach mal zu wählen, auch wenn da kein Freizeichen zu hören war. Es passierte nichts. Ich wollte eigentlich eine andere Taste mehrfach drücken, kam aber wieder auf die OK/Menü-Taste, woraufhin das Gerät unaufhaltsam auf ein neues die Funktionsübersicht druckte – natürlich wieder mit angeklebter Folie …

Und dann sagte mir das Handbuch: Ja nee, so ein Gerät kannste beim NFN-Stecker nicht in N stecken wie ein Telefon, das will bitteschön nach F. Ein Kabel mit F-codiertem Stecker war allerdings nicht dabei. Da muß ich mal noch gucken, ob ich bei meinen alten Modems was Passendes finde.

Aber heute nicht mehr. 😉

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18.05.2016

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi. 18.05.2016

Am Mi. den 18 Mai trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: Vector from scratch

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

15.05.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #264

Arbeitnehmerrechte

Atomkraft

Behinderung / Inklusion

Cannabis

Flucht & Asyl

Depressionen

Geschichte

Hartz IV & Co.

Häusliche Gewalt

IT-Sicherheit

LGBTIQ

Polizei

Rape Culture

Rassismus

Rente

SPD

Störerhaftung

Tierquälerei

Trau schau wem

Wir mögen ja sagen: Hey, das weiß man doch, daß man keinen fremden Menschen einfach so in die Wohnung läßt. Oder daß man Anrufern nicht einfach so Auskünfte gibt. Es geht aber nicht um uns, die es wissen. Sagt es bitte auch und gerade Euren Eltern, Großeltern, (insbesondere) älteren Nachbarn usw., die gefährdet sein könnten.

Twitter

Überwachung

Wissenschaft

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

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13.05.2016

Frosch - Kurz getestet: Sirius Pro HXP 1000

Wenn ich schonmal eine Rezension zu einem gekauften Artikel bei eBay hinterlasse, kann ich die auch gleich nochmal – etwas erweitert – hierher setzen. Gekauft habe ich mir einen kabelgebundenen, geschlossenen Kopfhörer der Marke Sirius Pro, Typ HXP 1000, für 15,90 € bei einem Anbieter auf eBay.

Bei Kopfhörern dieser Klasse habe ich es häufig erlebt, daß sie anfangen zu dröhnen, wenn ich mal Bässe aufdrehe. Der hier? Gar nicht. Ein super klares Klangbild, sowohl am PC (Soundkarte: Soundblaster mit Emu10k1-Chip, also Hardware-Mixer) als auch am älteren Smartphone (HTC Desire).

An der Soundkarte kann man nicht nur, sondern muß bei manchen Musikstilen sogar den Baß etwas höher drehen – höher, als alle anderen Kopfhörer, die ich bisher in der Preisklasse besaß, überhaupt ausgehalten haben.

Am Smartphone entstand zunächst der Eindruck, als sei die Musik irgendwie „weit weg“. Hier mußte ich am Equalizer etwas nachregeln. Aber auch da: Ich bin begeistert!

Abgesehen davon ist der Kopfhörer sehr bequem zu tragen, das heißt, er wird mir auch auf längeren Zug- oder Busfahrten sicher keine Kopfschmerzen bereiten. Ich muß dann nur das Kabel zusammenbinden, das ist nämlich drei Meter lang.

Was ich im Hinblick auf längere Reisen noch nicht unter realen Bedingungen testen konnte, ist, wie gut der Kopfhörer nach außen abschirmt. Ich möchte einerseits gut von meiner akustischen Umwelt abgeschirmt werden, aber umgekehrt diese nicht mit meiner Musik belästigen. Das erste funktioniert schonmal gut, beim zweiten bin ich mir noch nicht sicher. Das müßte ich mal mit einer zweiten Person testen.

Das lange Kabel wiederum kommt mir daheim zugute, denn dann kann ich mich auch mal zwei Schritte vom PC wegbewegen, ohne den Kopfhörer absetzen zu müssen. Hier wäre mir zwar ein Funkkopfhörer lieber, aber solange ich mir da keinen neuen kaufe (und eBay hat derzeit echt nichts, was mich reizen würde), muß es der kabelgebundene tun.

Der einzige Wermutstropfen ist die fehlende eigene Lautstärke-Regelung. Aber im Hinblick darauf, daß er sonst nach einem ersten Test nur Vorteile zu haben scheint, kann ich das gut verschmerzen. In Sachen Lautstärke fällt ansonsten auf, daß die Klangquelle viel weniger stark aufgedreht sein muß als bei anderen Kopfhörern, um dieselbe Lautstärke im Kopfhörer zu haben, so als ginge bei den anderen da was verloren (gilt besonders am PC, aber auch ein Stück weit am Smartphone).

Kurz: Den würde ich wohl sofort wieder kaufen.


Noch ein paar Anmerkungen dazu, was den Kauf eines Funk-Kopfhörers für zu Hause angeht: Das Problem sind die Akkus. Bei einem Teil der angebotenen Kopfhörer sind die Akkus fest in einem der Hörer verbaut und haben dann meist nur eine Kapazität von 500 mAh (3,7 V). Laut Angabe bei einem Anbieter wären das etwa fünf Stunden Dauerbetrieb – danach muß der Kopfhörer auf die Station, um den Akku wieder aufzuladen. Äh, sorry, fünf Stunden sind für mich definitiv zu wenig.

Besser ist es also, die Akkus tauschen zu können. Da gibt es wiederum zwei Varianten: Die einen haben Standard-Akkus AAA, die in einen der Hörer eingesetzt werden. So einen hatte ich einmal: Nach ein paarmal Akkus wechseln brach an diesem Hörer etwas ab. Für regelmäßiges Öffnen war der Mechanismus offenbar nicht ausgelegt gewesen, und wie gesagt, mit nur einem Satz Akkus komme ich eher selten aus.

Sennheiser hatte da eigentlich was besseres: Sie hatten da eine Serie von günstigen Kopfhörern sowohl für Funk als auch für Infrarot. Kopfhörer und Stationen sind optisch identisch, und natürlich benutzen sie die gleichen Akkus. Das sind allerdings Spezial-Akkus, die wahlweise in einen der Hörer oder zum Laden in die Basisstation gesteckt und damit im laufenden Betrieb problemlos ausgetauscht werden können. Die Akkus gibt (gab?) es mit unterschiedlichen Kapazitäten und recht günstig.

Ich hatte davon inzwischen zweimal die Infrarot- und zweimal die Funk-Version. Bei den Kopfhörern ist nur immer früher oder später was kaputtgegangen. Die ersten beiden (IR) brachen auseinander, und der vorletzte Funkkopfhörer ging einseitig bei Nightwish-Bässen in die Knie: Da kam schließlich nur noch dröhnendes Flattern raus. Auch sonst mochten diese Kopfhörer Bässe offenbar nicht so besonders; die mußte ich im Mixer immer relativ weit runterdrehen.

Den zweiten der Funkkopfhörer hatte ich als Rückläufer ohne Basisstation erworben und an der Basisstation des vorherigen betrieben. Nun aber möchte er schon seit einer Weile, egal auf welchem Kanal, die Basisstation nicht mehr „hören“; die Musik bleibt sehr leise im Hintergrund, ansonsten kommen nur Störgeräusche.

Sprich: Hier sind die Akkus genau das, was ich will, aber das sonstige Material taugt offenbar nicht viel, oder zumindest nicht für lange. Das mag ein Zugeständnis an die Preisklasse sein (ich meine, die hätten immer so um 25 € gekostet); aber die teureren, die ich bisher gesehen habe, haben wiederum diese genialen Akkus nicht.

Wenn es gute Qualität bei Klang und Material mit dieser oder einer gleichartigen Akku-Technologie gibt, dürfte es gern auch ein paar Euronen mehr kosten – ich hätte ja dann auch länger was davon. Aber bislang ist mir diese Kombination leider nicht begegnet.

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10.05.2016

Frosch - Arbeitsagentur sucht Verbesserungsvorschläge?

Die Bundesarbeitsagentur möchte Verbesserungsvorschläge sammeln, für sich und die ARGEn. Aber bitte nur von registrierten Menschen. Anonym geht das nicht.

Also, meine Interpretation: Die Arbeitsagentur möchte Daten sammeln, um eingereichte Vorschläge dann ignorieren zu können. Die Daten sind bestimmt nützlich, um herauszufinden, wen man denn als nächstes so sanktionieren oder wessen Antrag man direkt ablehnen könnte.

Wenn sie keine persönlichen Daten verlangen würden, könnte ich ihnen ja sagen, daß sie endlich Mailverschlüsselung einführen sollen. Außerdem könnte ich fragen, wie ich mich absichern kann, daß keine Mails verloren gegangen werden, wie das heute bei Papierpost schon gerne mal passiert und was, obwohl es ein Straftatbestand ist (Unterschlagung), von Staatsanwaltschaften einfach nicht verfolgt wird, weil ähm, ja, weil … Behörden machen ja niiiie Fehler, ne?

Oh, und eine echte Vebesserung wäre die Abschaffung von Sanktionen und Existenzvernichtungsversuchen zum Zwecke des „Sparens“ und der Statistikbeschönigung. Also, die Einhaltung des Grundgesetzes und der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BVerfG. Aber ich glaube, das meinen die eh nicht …

Übermäßiges Mißtrauen? Nein. Erfahrung.

Nachtrag: Wer bezahlt den Erwerbslosen eigentlich die PCs und Scanner, um den Schriftverkehr tatsächlich sinnvoll online abwickeln zu können? Bisher sind PCs und Zubehör, also Anschaffung, Wartung, Verbrauchsmaterial usw., explizit nicht im Regelsatz enthalten.

Wer zuerst zum ARGE oder zur BA hinschlappen muß, um dort die PCs zu benutzen, kann die Unterlagen auch gleich persönlich abgeben. Mit Quittung. Solche Unterlagen in ein Internetcafé (falls es denn noch welche gibt) oder „zu Bekannten“ hinzuschaffen, um sie einscannen und hinschicken zu können, ist nicht gerade ein Optimum an Datenschutz – aber, ach so, der gilt für unsereins ja sowieso nicht.

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09.05.2016

Frosch - Wehrhahnlinien-Rant

Gestern bei bzw. nach der Teilnahme an der DSSQ-Demo fiel es mir mal wieder auf: Seit der Aktivierung der sogenannten Wehrhahn-Linie am 21. Februar 2016 gibt es für Bilk und Friedrichstadt deutliche Verschlechterungen bei der Anbindung mit Bussen und Straßenbahnen an wichtige Ziele – und teils auch noch Verteuerungen als Sahnehäubchen obendrauf.

Nach der Demo, die am Marktplatz endete, wollte ich beispielsweise wie bisher mit der Straßenbahn nach Hause fahren (Heimathaltestelle: Helmholtzstraße). Vor der Wehrhahnlinie hieß das: An der Straßenbahnhaltestelle Heinrich-Heine-Allee in die 715 setzen, Kurzstrecke stechen, direkt durchfahren. Heute heißt das: In die U-Bahn unter Heinrich-Heine-Allee einsteigen, Stufe A stechen, bis Hauptbahnhof fahren, aus dem Bahnhof rausgehen, auf 704 oder 707 warten, noch zwei Stationen nach Hause fahren. Die Straßenbahnhaltestellen an der Heinrich-Heine-Allee gibt es schlicht nicht mehr.

Alternativ: Nur Kurzstrecke stechen, mit der U-Bahn bis Hauptbahnhof fahren und von dort aus laufen (was ich dann gestern auch gemacht habe, obwohl mir die Füße nach der Demo schon ziemlich weh getan hatten).

Also wo ich bisher für den Kurzstreckentarif durchfahren konnte, muß ich jetzt für den Tarif Stufe A einmal umsteigen. Kurzstrecke heißt dabei derzeit 1,60 € als Einzelfahrschein oder 5,90 € (4 x 1,475) als Vierer-Fahrschein; Stufe A kostet als Einzelfahrschein 2,60 € und als Vierer-Fahrschein 9,80 € (4 x 2,45). Das ist schon ein starkes Stück, den Fahrgästen einen Euro mehr abzunehmen – pro Richtung, wohlgemerkt! – und sie dann auch noch zum Umstieg und damit zu einer Fahrzeitverlängerung zu nötigen, liebe Rheinbahn!

Schauen wir mal auf den Liniennetzplan [PDF]:

Die neue Linie 705, die die alte 715 ersetzt (ähm, das heißt, eigentlich ersetzt sie sie nicht …), fährt umgekehrt von der Helmholtzstraße aus natürlich auch nicht mehr zur Heinrich-Heine-Allee, sondern bringt die Fahrgäste jetzt direkt zur Schadowstraße. Das mag für Leute, die reich genug sind, um regelmäßig dort einkaufen zu gehen, nett sein. Wer in Richtung Altstadt bzw. Heinrich-Heine-Allee will, muß jetzt umsteigen oder vom Schadowplatz aus rüberlaufen.

Als ich am Dienstag nach der Umstellung vom Bundesparteitag der Piratenpartei in Lampertheim zurückkam, schienen mir die Änderungen erstmal nicht so umfangreich: Statt 707 und 708 fahren jetzt 704 und 707 auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und Helmholtzstraße. So weit, so gut.

Daß das nur ein kleiner Teil der Änderungen war, fiel mir einen Tag später auf die Füße, als ich zu meiner Anwältin an der Heinrich-Heine-Allee mußte und noch überhaupt nicht durchblickte. Ich stieg in die 705 und erwartete, daß sie mich wie bisher die 715 direkt zur Heinrich-Heine-Allee bringen würde. Stattdessen bog die Bahn an der Berliner Allee ab, was ich nicht erwartet hatte. Ich wußte überhaupt nicht, wohin, fand an der Berliner Allee keinerlei Hinweis darauf, wie ich jetzt zu meinem Ziel kommen sollte, und lief zum Graf-Adolf-Platz, wo ich dann den Eingang der neuen U-Bahn-Station fand. Von dort aus kam ich dann ans Ziel – „nur“ 15 Minuten später als geplant und mit einem zusätzlich gestochenen Kurzstrecken-Ticket.

Inzwischen ist klar: Ohne Umsteigen bzw. extra Fußwege nach Heinrich-Heine von hier aus gibt’s nicht mehr. Entweder fahre ich bis Schadowstraße und laufe dann rüber bzw. nehme für eine Haltestelle die U-Bahn, oder ich fahre mit dem Bus 732 zum Kirchplatz und nehme von dort aus eine U-Bahn zur Heinrich-Heine-Allee. Das sind dann zwar nicht mehr Haltestellen als bisher mit der 715; trotzdem ist die Heinrich-Heine-Allee aus der Liste der Kurzstrecken-Ziele an der Helmholtzstraße verschwunden. Tja.

Auch um mit der Straßenbahn zum Landtag zu kommen, muß jetzt im Gegensatz zu vorher umgestiegen werden, optimalerweise an der Berliner Allee. Immerhin ändert sich hier nichts am Fahrpreis, das war auch vorher schon Stufe A. Bisher fuhr die 708 von der Helmholtzstraße aus direkt zur Haltestelle Landtag/Kniebrücke durch. An dieser Haltestelle hält sie heute immer noch, nur fährt sie nicht mehr durch die Helmholtzstraße, sondern von der Heinrichstraße via Hauptbahnhof wie bisher dann über den Stresemannplatz und Graf-Adolf-Platz zum Polizeipräsidium (vorher: via Hauptbahnhof und Helmholtzstraße über S-Bahnhof Bilk weiter nach Süden). Somit fällt die Direktverbindung zum Landtag flach: Die jetzt noch an und in der Helmholtzstraße haltenden Straßenbahnen fahren zur Universität (704) bzw. zum Medienhafen (707).

Wer es unbequemer im schaukelnden Bus mag, dem bleibt dann noch die Linie 732, die vorher die Linie 725 war. Damit kann man dann bis Stadttor oder Rheinturm fahren und den Rest laufen. Für gehbehinderte Menschen ist das jetzt sicher nicht unbedingt die optimale Variante.

Die Linienumstellung auch bei den Bussen wäre eine gute Gelegenheit gewesen, die alte 725 aufzutrennen und die Einzelstrecken zu verkürzen. Stattdessen fährt die 732 wieder so einen super langen Weg; eine Verkürzung auf die Strecke zwischen Hauptbahnhof und Lausward wäre hier sinnvoll gewesen. Innerstädtische Buslinien, die pro Richtung eine Stunde oder länger unterwegs sind, sind nämlich generell eine schlechte Idee; da sind Verspätungen vorprogrammiert, weil sie schlechter ausgeglichen werden können.

Auch eine nicht so tolle Idee war es meiner Meinung nach, die Straßenbahnschienen zwischen Kirchplatz und Heinrich-Heine-Allee teilweise mit Teer zuzugießen und sich die Benutzung damit in Zukunft zu verbauen, statt sich die Parallelverbindung zur U-Bahn bzw. zu den weiter östlich verlaufenden Straßenbahnlinien für Notfälle offenzuhalten. Gerade im Hinblick darauf, daß es am Kirchplatz hinter der Kirche eine Wendeschleife gibt (Haltestelle Kirchfeldstraße), wäre das eine sehr sinnvolle Option gewesen; in Google Maps ist sie sogar noch eingezeichnet, obwohl die Straßenbahnhaltestellen in Richtung Heinrich-Heine-Allee bereits gelöscht wurden und diese Haltestelle gar nicht mehr angefahren werden kann.

Aber nunja – viel Spaß dann mit dem Schienenersatzverkehr im Stau von Kirchplatz nach Heinrich-Heine-Allee, wenn es im Tunnel mal ernsthafte Störungen gibt oder die östliche Parallelstrecke durch einen Unfall blockiert ist … – oder soll es dann etwa gar keinen geben?

Die Intention hinter der Wehrhahn-Linie bestand offenbar nicht darin, wie von Marketing behauptet, den ÖPNV in Düsseldorf zu verbessern. Es ging von Anfang an um eine Joachim-Erwin-Gedächtnis-Linie: Mehr Platz für Autos, zum Beispiel auf der Strecke zwischen Kirchplatz und Heinrich-Heine-Allee, dafür weniger oder umständlicherer ÖPNV für den Rest. Das Projekt war von Anfang an eines von mehreren Prestige-Projekten des damaligen Oberbürgermeisters Joachim Erwin (und der Firma Schüßler, die „seltsamerweise“ ziemlich viele Bauvorhaben in Düsseldorf durchführen durfte). Und Joachim Erwin war bekanntermaßen autogeil – alle anderen Verkehrsteilnehmer interessierten ihn nicht bzw. er empfand sie eher als störend (08.11.1999).

Gegen das Projekt gewehrt hat sich die Rheinbahn die ganze Zeit über offenbar nicht (aber daß sich Verkehrsunternehmen gegen Verschlechterungen, die ihre jeweilige Stadt plant, nicht wehren, kenne ich schon seit den 1990ern). Nun darf sie sehen, wie sie mit den kaputt gemachten Verkehrsströmen und den verärgerten Fahrgästen klarkommt.

BTW, ich bin sicher, die Rheinbahn generiert die separaten Tarifaushänge an den Haltestellen, insbesondere für die jeweilige Gültigkeit des Kurzstrecken-Tarifs, aus einer Datenbank. Und wenn man online eine bestimmte Verbindung abruft, wird ja auch angezeigt, ob man dafür Kurzstrecke oder bereits Stufe A stechen muß. Trotzdem findet man die Information, wie weit von einer bestimmten Haltestelle aus der Kurzstreckentarif gilt, nicht auf der Website, sondern ausschließlich an der jeweiligen Haltestelle. Bisher bekommt man nur den reinen Aushangfahrplan pro Linie und Richtung zum Download angeboten; will man es genauer wissen, muß man alle entsprechenden Haltestellen physisch aufsuchen. Das aber nur so nebenbei.

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08.05.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #263

Armut

Autismus

Behinderung / Inklusion

Flucht & Asyl

Hartz IV & Co.

Haß im Netz

Häusliche Gewalt

IT-Sicherheit

Meinungsfreiheit

Polizeigewalt

Qualitätsjournalismus

Serverkonfiguration

Sexismus

Terrorismus

Tierquälerei

Whistleblower

Und sonst so?

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01.05.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #262

Armut

Bedingungsloses Grundeinkommen

Behinderung / Inklusion

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

Mindestlohn & Rente

Polizeigewalt

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Tierquälerei

Trau schau wem

Überwachung

Verschlüsselung

Whistleblower

Und sonst so?

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27.04.2016

Chaosdorf e.V. - Vortrag: Git together am 14.05.2016

Am Samstag, dem 14.05.2016 wird es ab 16:00 Uhr in unseren Räumen einen Vortrag zu git geben. Neben einem Überblick zu Versionierung wird es um die Funktionen von git, den Nutzen von git für Einzelpersonen / Gruppen und den internen Aufbau von git gehen.

Teilnahme

Der Vortrag und Workshop richtet sich an alle, die entweder schon mit git arbeiten oder sich bisher nur dafür interessieren.

Voraussetzungen

  • Ihr solltet einen Rechner mitbringen
  • Ihr solltet wissen, wie man Software auf diesem installiert
  • sicher im Umgang mit Dateien und Ordnern sein
  • keine Angst davor haben, Textbefehle in ein schwarz-weißes Fenster einzutippen

Zwischendurch wird es was zu Essen geben (vegan und nicht vegan)

Eine Anmeldung ist nicht Pflicht, würde uns zur besseren Planung aber
freuen (https://wiki.chaosdorf.de/Git_together#Teilnehmer)

25.04.2016

Frosch - Eine unglaubliche Woche

Ich habe gerade eine unglaubliche Woche hinter mir. Schade, daß es nur eine Woche war. Denn in dieser Woche war ich völlig depressionsfrei.

Unglaublich, daß dieser ständige Druck im Brustraum einfach weg war.

Unglaublich, daß ich plötzlich wieder ganz problemlos acht Stunden fast am Stück konzentriert durcharbeiten konnte und mich normale Unterbrechungen wie Essen oder Tee kochen nicht gleich völlig rausgeworfen haben.

„Ich hab nix gemacht!“ Auch meine Situation ist unverändert: Unklare Verhältnisse, weil ich keinen gültigen Bescheid habe und nie weiß, ob zum nächsten Monat wieder Geld kommt.

Vielleicht war’s das Wetter, denn heute ist es im Gegensatz zur letzten Woche trübe und regnerisch. Aber das allein kann diese völlige Symptomfreiheit nicht erklären. Ich habe fast in jedem Frühjahr, wenn es zum ersten Mal wärmer wird, eine Art „Energieschub“. Aber diese Woche gerade war eine andere Größenordnung. Denn bei den früheren „Energieschüben“ war ich nie wirklich symptomfrei.

Gerade wollte ich damit anfangen, Dinge neu zu planen und vor allem liegengebliebene Aufgaben anzugehen, da war’s auch schon wieder vorbei.

Immerhin bin ich an meinem neueren Server ein kleines Stück weitergekommen.

Den oder einen Grund zu kennen, wäre ja recht nett. Reproduzierbarkeit war aber offenbar nicht in diesem kleinen Überraschungspaket enthalten.

Was aber hängengeblieben ist: Ich kann’s noch. Die Depression hat mir meine Fähigkeiten nicht auf Dauer genommen. Da geht noch was. Frosch ist noch nicht ganz kaputt.

Und diese Erkenntnis ist verdammt viel wert.

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Chaosdorf e.V. - GameJam(1, “Ludum Dare 35”): The Day After

Die zweite große GameJam ist vorbei und dauerte vom 15.4.2016 (18:00 Uhr) bis zum 18.4.2016 (08:55 Uhr). Sie war unsere erste lokale Veranstaltung zu einer großen, weltweiten GameJam: Der Ludum Dare 35.

Die eigentliche Spiele-Entwicklung startete erst mit der offiziellen Themenvergabe am Samstag um 03:00 Uhr Ortszeit, so dass wir die ersten Stunden primär für Socialising nutzten. In der restlichen Zeit haben sieben Teilnehmer vier abgefahrene Spiele geschaffen, was bei dem von der Masse gewählten Thema „Shapeshift“ gar nicht so einfach war: Anfangs fiel keinem von uns (und scheinbar auch nicht der breiten Masse des Internets) etwas passendes ein.
Doch wir akzeptierten und meisterten diese Challenge.

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Auch dem Internet sind dann noch tolle Ideen gekommen und mit 2719 Einsendungen, die zum Teil von professionellen Spielestudios kamen, ist die Konkurrenz doch deutlich größer als erwartet.
Wer für uns voten möchte, kann sich auf der offiziellen Seite der Ludum Dare 35 anmelden und uns (oder auch die anderen Teilnehmer) wählen.

Zu gewinnen gibt es natürlich nichts außer immer währendem Ruhm und deshalb galt auch dieses Mal wieder das Motto: Mitmachen ist alles ;)

Dank yrthy, operative und fuchs hatten wir auch durchgehend genug Verpflegung, die teilweise auch vegetarisch, vegan und glutenfrei war.

Alle Spiele auf einen Blick finden sich unter gamejam.chaosdorf.de und hier in der Übersicht.

Elderly Shapeshifting Samurai Tortoises

Release Tweet

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Will it Shapeshift?

Release Tweet

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SHAPECYCLE

Release Tweet

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rain contact

Release Tweet

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Fazit

Auch dieses Mal hatten alle Beteiligten viel Spaß und die Gewissheit, dass wir das wiederholen werden :)

Twimpressionen

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24.04.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #261

Aufgrund eines technischen Problems dort gibt es heute leider keine „Besorgten Nachrichten“. Das wird nachgeholt, sobald der Server wieder zur Verfügung steht.

AKW-Sicherheit

Autismus

Behinderung / Inklusion

Flucht & Asyl

Genderfoo

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Iran

Kirche

Pflege

Polizeigewalt

Rape Culture

Rente

Tierquälerei

Trau schau wem

Urheberrecht

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

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18.04.2016

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi. 20.04.2016

Am Mi. den 20 April trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: Generic JSON in C++

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

Frosch - gitweb auf nginx

Hey, endlich mal wieder ein Artikel mit IT-Bezug! 😉 Gestern habe ich von Dr. Michael Stehmann, dem Autor der Anwaltssoftware Canzeley, eine ausführliche und gute Einführung in git incl. einer lokalen Installation von gitweb (unter apache2) bekommen. Nochmals vielen Dank dafür! Heute wollte ich das ganze mal so in die Praxis umsetzen, wie es für mich am sinnvollsten erscheint.

Ziel: Der Git-Server soll auf dem neueren meiner beiden Server laufen, und zwar mit gitweb als grafischem Browser, damit ich meine Projekte auf Dauer auch anderen zugänglich machen kann. Weil ich dort keinen Apachen mehr betreibe, sondern eben nginx, habe ich mir da einen V-Host für gitweb eingerichtet und (mit Hilfe des WWW) nginx erklärt, wie er mit diesem umgehen soll.

Der Haken ist nämlich: gitweb kann man völlig schmerzfrei mit apt-get install installieren, wenn der darunterliegende Webserver ein apache2 ist. Denn die dafür nötige Konfigurationsdatei kommt direkt mit, die Weboberfläche läuft somit „out of the box“. Bei anderen Webservern wird’s ein wenig komplizierter.

Erstmal ein paar Begriffe, damit es nicht zu Mißverständnissen kommt:

  • „Server“ bezeichnet den Rechner, auf dem die Git-Repos zukünftig gehostet werden sollen. Bei mir ist das ein solcher, der öffentlich zugänglich im Internet steht.
  • „Client“ bezeichnet einen Rechner, mit dem man sich zum Git-Repo verbinden will, sowohl zur Verwaltung der Repos als auch, um auf die grafische Oberfläche von gitweb zu gelangen.
  • Begriffe, die ich $solcherart schreibe, sind Platzhalter-Bezeichnungen, die entsprechend ersetzt werden müssen.
  • „example.com“ ist ein Beispiel für eine Domain, auch die muß natürlich entsprechend angepaßt werden.

Der Server läuft in diesem Fall unter Debian GNU/Linux 7 (Wheezy; derzeit oldstable) und hat keine Backports eingebunden. nginx läuft bereits. Trotzdem muß root zur Vorbereitung erstmal ein paar Dinge tun:

:~$ apt-get install git gitweb fcgiwrap
:~$ mkdir /srv/$gitdir
:~$ adduser --home /srv/$gitdir git
:~$ chown -v git:git /srv/$gitdir
:~$ chmod g+rw /srv/$gitdir
:~$ chmod g+s /srv/$gitdir
:~$ usermod -aG git $user

$user ist Platzhalter für einen bereits vorhandenen lokalen User-Account.

Was habe ich hier gemacht? Zunächst habe ich die Pakete git, gitweb und fcgiwrap installiert. Letzteres braucht später der nginx, um mit gitweb reden zu können. Dann habe ich ein Verzeichnis angelegt, in welchem die Repos gespeichert werden sollen.

Außerdem wird für git ein eigener User-Account benötigt. Der bekommt zwar ein Paßwort und alles, aber das wichtigste daran ist in diesem Fall die Gruppe, die damit angelegt wird; über diese Gruppe können User, wie mit dem letzten Befehl aus diesem Block geschehen, berechtigt werden, Repos anzulegen und zu verwalten.

Damit die Rechteverwaltung so auch funktioniert, muß das angelegte Verzeichnis für die Repos die User- und Gruppenrechte für git bekommen. Außerdem muß die Gruppe das Verzeichnis lesen und schreiben dürfen; das g+rw ist allerdings mehr eine Sicherheitsmaßnahme, da Verzeichnisse meist sowieso mit Schreib- und Leserechten für die Gruppe angelegt werden. Die weitere Änderung bei den Zugriffsrechten für das Verzeichnis, g+s, bewirkt, daß darin neu angelegte Dateien oder Unterverzeichnisse derselben Gruppe gehören, der auch das Verzeichnis selbst gehört (statt der Gruppe, zu der der erstellende User primär gehört).

Schließlich bekommt mindestens ein normaler User-Account, der Projekte in dieses git einspielen und editieren darf, die Gruppenrechte für git.

Nachdem diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, möchte ich den ersten Eintrag in der Datei /etc/gitweb.conf editieren, denn das Root-Verzeichnis für die Projekte soll hier anders heißen als dort ursprünglich vorgesehen (das kann man machen, muß aber nicht; wenn nicht, müssen weiter unten die Pfade entsprechend angepaßt werden):

$projectroot = "/srv/$gitdir";

Nun muß der nginx lernen, was er da ausliefern soll und wie:

:~$ cd /etc/nginx/sites-available

In diesem Verzeichnis wird eine neue Datei für gitweb angelegt, die ich hier mit dem Platzhalter $sitename bezeichne. Diese Datei bekommt folgenden Inhalt:

server {
        root /srv/$gitdir;
        server_name git.example.com;

        location /index.cgi {
                root /usr/share/gitweb/;
                include fastcgi_params; 
                gzip off;
                fastcgi_param SCRIPT_NAME $uri;
                fastcgi_param GITWEB_CONFIG  /etc/gitweb.conf;
                fastcgi_pass  unix:/var/run/fcgiwrap.socket;  
        }

        location / {
                root /usr/share/gitweb/;
                index index.cgi;
        }

        error_page 500 502 503 504 /50x.html;
        location = /50x.html {
                root /usr/share/nginx/www;
        }

        access_log /var/log/nginx/$sitename/access.log;
        error_log /var/log/nginx/$sitename/error.log;  
}

Ich habe in diesem Fall eine Subdomain zu einer bestehenden Domain angelegt. Hier sieht man auch, warum ich anfangs das Paket fcgiwrap installiert habe: ohne dieses würde das Ganze nicht funktionieren.

Natürlich ist es auch möglich, gitweb stattdessen in ein Unterverzeichnis eines bestehenden Webangebots zu packen. Dann müssen die Pfade weiter oben entsprechend angepaßt werden. Auch der Betrieb auf einem anderen als dem Standard-Port ist möglich; in diesem Fall muß der nginx auf diesem geänderten Port lauschen. Auf diese beiden Möglichkeiten und darauf, was dafür anders gemacht werden muß, gehe ich hier aber nicht weiter ein.

Zu den Log-Pfaden: Das ist Geschmackssache. Ich lege für jede Site ein Unterverzeichnis an; andere lassen vielleicht alles in ein Logfile laufen oder haben überhaupt nur eine Site, so daß sich eine Unterteilung nicht lohnt. Die Pfade müßten dementsprechend angepaßt werden. Falls gar keine Logs gewünscht sind, läßt man diese beiden Zeilen einfach weg; für den Anfang und bis alles läuft sind sie allerdings schon sinnvoll.

So! Nachdem jetzt alles konfiguriert sein sollte, kann das Ganze aktiviert werden:

:~$ cd sites-enabled
:~$ ln -s ../sites-available/$sitename .
:~$ cd /srv/$gitdir
:~$ ln -s /usr/share/gitweb .
:~$ service nginx restart

Zunächst wird ein SymLink in die aktivierten V-Hosts gesetzt, damit nginx weiß, daß er diesen V-Host auch tatsächlich benutzen soll und der nicht einfach nur so da rumsteht. Dann wird das Script-Verzeichnis von gitweb per SymLink in das Verzeichnis gelinkt, das ich weiter oben der gitweb-Konfiguration als projectroot eingetragen habe. Schließlich muß nginx neu gestartet werden, damit er die Änderungen auch mitbekommt.

Nun kommt es noch darauf an, ob die Subdomain, die ich gerade nginx vorgegeben habe, im DNS bekannt ist (oder überhaupt bekannt sein soll); wenn ja, ist jetzt schon alles in Butter. Wenn nicht, muß man seinem Client noch ein bißchen „DNS zu Fuß“ beibringen und – als root – die Datei /etc/hosts editieren. Sie bekommt an passender Stelle eine zusätzliche Zeile, die etwa so aussieht:

10.0.0.5 git.example.com

10.0.0.5 ist dabei natürlich durch die echte IP-Adresse des Servers und git.example.com durch den tatsächlichen Namen zu ersetzen.

Rein theoretisch sollte die Site jetzt mit einem Browser unter http://git.example.com ansprechbar sein und anzeigen, daß noch keine Projekte vorhanden sind. Wenn nicht, heißt es Logfiles lesen 🙂

(Darauf, wie man das Ganze auch mit https verfügbar machen kann, gehe ich hier nicht ein.)

Ja, und jetzt kann endlich das erste git-Repository angelegt werden. Auf dem Client, auf dem natürlich auch git installiert sein muß, geht man also als User in sein Projektverzeichnis und git-ifiziert ein Projekt, falls noch nicht geschehen. An dieser Stelle gehe ich davon aus, daß unterhalb des Projektverzeichnisses ein Verzeichnis namens „test“ existiert, in welchem mindestens eine Datei steht.

:~$ cd /home/$user/projekte/test
:~$ git init
:~$ git add .
:~$ git commit -am "initial message"
:~$ cd ..
:~$ git clone --bare test test.git
:~$ scp -r test.git $user@git.example.com:/srv/$gitdir

Wenn das Projekt lokal bereits mit git verwaltet wird, sind die ersten drei git-Befehle natürlich überflüssig; aber in dem Fall gehe ich sowieso davon aus, daß der Anwender mit git bereits ein wenig umgehen kann.

Nun sollte das Projekt „test“ bei einem neuen Aufruf der gitweb-Site angezeigt werden.

Damit das in Zukunft ein bißchen einfacher geht, erklären wir dem git auf dem Client jetzt noch, wo das externe Repo liegt:

:~$ git remote add origin $user@git.example.com:/srv/$gitdir/test.git
:~$ git remote -v

Mit dem zweiten Befehl wird nur nachgesehen, ob der Server erfolgreich hinzugefügt wurde. Nach einem Commit kann man nun dem git auf dem Client einfach sagen:

:~$ git push origin master

Das Paßwort muß man natürlich trotzdem jedesmal eingeben. 😉

–––––––
Quellen:

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17.04.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #260

Die Nachrichten zu Rechtsextremismus, rechter Gewalt und rechtem Terror, rechten Parteien usw. finden sich wie üblich bei den Besorgten Bürgern in den Besorgten Nachrichten, KW 15/2016. Diesmal mit einem Aufruf zur Mithilfe, weil der Zeitaufwand doch ziemlich hoch ist und ich das gern auf mehrere Schultern verteilen würde.

Alles andere, was ich so gelesen habe:

Armut

Autismus

Behinderung / Inklusion

Bundeswehr im Innern

Causa Böhmermann

Diskriminierung

Gesundheit

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

LGBTIQ

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Terrorismus

Trau schau wem

Überwachung / VDS

Verschlüsselung

Wissenschaft

Und sonst so?

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15.04.2016

Michael Stehmann - Blog-Streik

Es wird ernsthaft erwogen, die FSFE-Blogs abzuschaffen

Solange diese Gefahr im Raum steht, wird es an dieser Stelle keine weiteren Berichte mehr geben.

Ich arbeite doch nicht für den Papierkorb!

Ich bitte daher um Verständnis für meinen Blogstreik.

Sollte eine andere als die angekündigte Entscheidung fallen, werde ich dies an dieser Stelle sofort berichten.

Meinen Lesern danke ich für ihre Aufmerksamkeit.

Frosch - Das mit der Diagnose

Diesen Artikel hatte ich vor über zwei Monaten angelegt, hatte aber nicht die Kapazitäten, ihn dann auch tatsächlich mit Inhalt zu füllen. Das lag auch daran, daß mich das Thema ziemlich verletzt hat. Ich fühlte mich auf einmal aus einer Community heraus angegriffen, für die ich mich einsetzte und von der ich glaubte, ein Teil zu sein.

Nun kommt das Thema in einem eigentlich ganz anderen Twitter-Thread wieder auf, und – ja, dann versuche ich das mal.

Also, das mit der Diagnose.

Es gibt sowohl Autisten als auch Nicht-Autisten, die meinen, nur jemand mit einer von einem Arzt unterschriebenen und gestempelten Diagnose dürfe sich Autist nennen. Alle anderen, die dieselben Symptome haben, sollten sich doch gefälligst erstmal dieses Papierchen besorgen, ansonsten seien sie ja nicht echt und dürften nicht so wirklich mitreden. Bzw. mitreden vielleicht schon, aber auf keinen Fall als Self-Advocate, sondern maximal als Unterstützer.

Ursprünglich fing es mit diesem Blogartikel von Fotobus an: Wer vertritt die Selbstvertretung?

Zwar heißt es da:

Das Problem sind eher jene, die diesen Verdacht “Selbstdiagnose” nennen, sich undiagnostiziert aus selbstsicherer Brust heraus “Autist” nennen und teils Dinge als autistische Symptome beschreiben, die ich dort in der Form nicht verorten kann.

In einem Kommentar dazu wird aber jemand anderes schon deutlicher:

Und Ja, wer über Autsimus als Autist aufklärt, sollte tunlichst eine Diagnose aufweisen. Da geht es vor allem um Glaubwürdigkeit und die geht in dem Rosa-Watte Geschwafel langsam völlig unter.

Tunlichst, aha.

Natürlich ist es Kacke, wenn Menschen ihre Symptome durch Autismus erklären wollen und denen, die sich auskennen, völlig klar ist: Nee, dat isset nich‘. Da hilft aber eher Aufklärung und Nachhaken bei denen, die sowas behaupten.

Ich glaube nicht, daß man mir auch nur bei einem einzigen Symptom, das ich meinem Autismus zuordne, widersprechen kann. Im Gegenteil, ich versuche gewissenhaft, klar zu trennen, was zur chronischen Depression — auch wenn das eine recht typische Komorbidität ist – und was zum Autismus gehört, und was eher ganz woanders hingehört. Es ist glaube ich nicht ganz so ungewöhnlich für Autisten, die für ihre Probleme keinen Namen haben, sich und andere teils schon von Kindesbeinen auf sehr genau zu beobachten. Die Erfahrungen damit helfen sehr dabei, Symptome an sich selbst zu erkennen und einzuordnen.

Zum Glück gab und gibt es auch andere Stimmen:

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So ist das nämlich. Eine Diagnose könnte ich längst haben, wenn Psychiater mal richtig hingeguckt hätten. Aber sie fanden es in ihrer arroganten Inkompentenz wichtiger, daß ich mich „gefälligst“ ändern sollte, um in ihre Schubladen zu passen, weil sie sonst meine Depressionen nicht behandeln könnten. Statt dessen schrieben sie später eindeutig falsche Diagnosen in „Gutachten“, die ihr Schubladendenken stützten, aber nicht meine Probleme (abseits der Depression) erklärten.

Ach, und übrigens: Was ist eigentlich mit der Glaubwürdigkeit von Ärzten?

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Dazu kommt noch, daß sich schlicht nicht jeder eine Diagnose leisten kann. Klar kann ich den Arzt frei wählen, aber wenn dann rauskommt, daß das nächste kompetente (!) Autismus-Zentrum ein paar hundert Kilometer entfernt ist, dann hilft mir das gar nichts, denn die Fahrt- und ggf. Übernachtungskosten ersetzt mir niemand, auch die Krankenkasse nicht. Die Freiheit der Arztwahl endet am Geldbeutel des Einzelnen.

(Und wir in Deutschland haben hier noch das „Glück“, daß die Diagnose selbst kostenlos ist. In Österreich sieht das schon anders aus, da müssen Leute mal eben über 500 € hinblättern, um vielleicht eine ordentliche Diagnose zu bekommen. Zusätzlich zu den Reisekosten, versteht sich.)

Trotzdem taucht immer wieder der Vorwurf auf, man könne ja gar kein Autist sein, wenn man keine „richtige“ Diagnose hat, und sich selbst diagnostizieren ginge ja einfach mal gar nicht. Warum? Weil das für einen Laien ja viel zu kompliziert sei.

Ja ne is klar.

Die meisten Ärzte erkennen Autismus nicht mal dann, wenn er ihnen mit dem Arsch ins Gesicht springt. Warum? Eben weil sie sich nicht damit befassen. Wir sind ja nur so ein bis zwei Prozent der Bevölkerung, viel zu wenige, total unwichtig, muß man sich nicht einarbeiten.

Im Gegensatz zum größten Teil der angeblich zuständigen Ärzte habe ich mich damit befaßt und damit erkannt, was auf mich zutrifft und was nicht. Und das jetzt schon seit bald fünf Jahren.

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Das soll mich dann also daran hindern, als „self advocate“ aufzutreten und als Autist gleichberechtigt für Autisten zu sprechen?

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Also: Zum einen wird es unsereins unglaublich schwer gemacht, überhaupt eine Diagnose zu bekommen, und andererseits erfahren wir dann: Ja, also ohne Diagnose bist Du nicht echt. Deine Probleme existieren also gar nicht, und wenn doch, dann auf keinen Fall wegen Autismus. Du bildest Dir nur ein, Autist zu sein. Und wehe, Du wagst es, Dich öffentlich als Autist zu bezeichnen!

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Das Autistic Self Advocacy Network (ASAN) schreibt dazu in seinen Position Statements:

Autistic Identity

In addition, we use the term Autistic Community to refer inclusively to people who have been identified by professionals as being on the autism spectrum and to those who are self-identified. We recognize that there are many reasons why a person may fall into one group or the other, and we respect the right of individuals in our community to make their own choices in this regard. Many Autistics were given a diagnostic label in childhood or sought a formal diagnosis in adulthood to obtain services and accommodations. Others have not done so for reasons that include financial barriers, lack of qualified professionals in a locality, obtaining sufficient accommodations on an informal basis, or the political view that our community should not have professionals as its gatekeepers. ASAN believes that all of us can and should work together in solidarity to accomplish our common goals.

Es werden uns von außen genug Hindernisse in den Weg gestellt. Wir sollten nicht auch noch welche dazubauen.

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10.04.2016

Michael Stehmann - Außerordentliches Fellowshiptreffen ohne “Ehrengäste”

Am 04.04.2016 fand in Düsseldorf ein außerordentliches Fellowshiptreffen statt.

Es ist Tradition in Düsseldorf, dass der Aufenthalt “Prominenter” aus der FSFE zum Anlass eines außerordentlichen Fellowshiptreffen gemacht wird.

So sollte auch auf Wunsch vieler Teilnehmer des regulären Treffens am 30.03.2016 ein außerordentliches Fellowshiptreffen stattfinden.

Anlass ist der Aufenthalt unseres Präsidenten, Matthias Kirschner, und des Geschäftsführers der FSFE, Jonas Öberg, in Düsseldorf.

Treffen im “wirklichen Leben” fördern bekanntlich den Zusammenhalt und daher entspricht es einer guten Tradition, dass wir zu solchen Anlässen außerordentliche Fellowshiptreffen veranstalten.

Leider musste das Treffen aber trotz rechtzeitiger Einladung ohne die beiden stattfinden. Trotz der vorherigen Information hierüber fanden sich aber immerhin eine zweistellige Zahl von Teilnehmern ein, darunter vier Frauen.

Einige Teilnehmer brachten eingangs ihre Enttäuschung zum Ausdruck, weil sie Jonas gerne einmal kennengelernt hätten.

Nachdem die jüngste Vergangenheit erörtert worden war und ein neues Fellowship-Projekt, über das es demnächst mehr Informationen geben wird, vorgestellt worden war, fand ein Ortswechsel aus der Düsseldorfer Geschäftstelle, wo wir uns zunächst getroffen hatten, in freundliches Düsseldorfer Lokal statt.

Hier ging es vor allem um die Zukunft. Alle Teilnehmer brachten ihre Entschlossenheit zum Ausdruck, sich auch künftig intensiv für Freie Software und Offene Standards zu engagieren.

Dabei wollen wir uns besonders für die Verwirklichung der Prinzipien der FSFE einsetzen. Die Verwirklichung von Demokratie, Transparenz, Pluralität, Konsistenz, Integrität und Zielgerichtetheit soll vorangebracht werden. Ideen hierzu wurden erörtert.

An diesem Abend wurden immer wieder die Gläser “auf die Freiheit” erhoben.

Inzwischen gibt es eine lebhafte Diskussion über die Verwirklichung der genannten Prinzipien innerhalb der FSFE und durch deren Führung.

Die Strukturen und Arbeitsweisen der FSFE sind auch vielen Fellows der FSFE nicht präsent. Daher ist es passend, dass wir Werner, der Gründungsmitglied der FSFE ist, dazu gewinnen konnten, uns beim nächsten regulären Fellowshiptreffen zu erläutern, wie die FSFE “funktioniert”.

Das nächste reguläre Treffen findet am 27.04.2016 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt.

Der offizielle Teil des Treffens beginnt um 20:00 Uhr. Wer später kommt, verpasst also etwas.

Der offizielle Teil wird um 23:00 Uhr enden.

Gäste sind auch bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Michael Stehmann - Dezentrale soziale Netzwerke

Zu Diaspora, GNU social, MediaGoblin hielt Wolfgang beim Fellowshiptreffen in Düsseldorf am 30.03.2016 einen Vortrag und zwar besonders für alle, die “ihre Seele nicht an proprietäre, us-amerikanische Datenkraken verkaufen”, sich aber der Teilnahme an sozialen Netzwerken nicht gänzlich entziehen wollen.

Der Titel lautete: “Freie dezentralisierte soziale Netzwerke: (Schon) eine Alternative zu facebook, twitter und Co.?”

Nach der Vortellungsrunde beantwortete Wolfgang diese Frage mit einem klaren “Jein”. Er zeigte auf, was diese Dienste heute schon leisten können, aber auch, wo sie noch Schwächen haben. Dabei war der Vortrag weniger technisch, sondern nutzerorientiert. Demgemäß gab es auch praktische Demonstrationen, denn nichts ist anschaulicher und allgemeinverständlicher als ein praktisches Beispiel.

Wolfgang hat uns sowohl seine Folien, als auch einen Artikel über “Zentrale und verteilte soziale Netzwerke” zur Verfügung gestellt, der die Eigenschaften zentralisierter sozialer Netzwerke und verteilte sozialer Netzwerke darstellt und Beispiele für letztere aufführt.

In der anschließenden Diskussion erklärte sich Birgit bereit, auch unsere Treffen in verteilten sozialen Netzwerken anzukündigen.

Zum Schluss wurde an die Teilnehmer die Frage gestellt, ob es anlässlich des Aufenthalt unseres Präsidenten, Matthias Kirschner, und des Geschäftsführers der FSFE, Jonas Öberg, in Düsseldorf kurzfristig ein außerordentliches Fellowshiptreffen geben solle. Dies wünschten die meisten Teilnehmer und erklärten, sie würden dann kommen.

Die Strukturen und Arbeitsweisen der FSFE sind auch vielen Fellows der FSFE nicht präsent. Daher wurde dieses Thema auf dem Plaungstreffen im Januar gewünscht. Aufgrund aktueller Diskussionen ist es passend, dass wir Werner, der Gründungsmitglied der FSFE ist, dazu gewinnen konnten, uns beim nächsten regulären Fellowshiptreffen zu erläutern, wie die FSFE “funktioniert”.

Das nächste reguläre Treffen findet am 27.04.2016 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt.

Der offizielle Teil des Treffens beginnt um 20:00 Uhr. Wer später kommt, verpasst also etwas.

Der offizielle Teil wird um 23:00 Uhr enden.

Gäste sind auch bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Michael Stehmann - Chemnitzer Linux-Tage 2016

“Wenn einer eine Reise tut, …”

Am 19. und 20. März 2016 fanden in Chemnitz die Linux-Tage statt. Auch in diesem Jahr fuhr wieder unser Bus dort hin. Wie üblich ging es bereits Freitagmittag um 12:15 Uhr auf dem Staufenplatz los. Der Bus machte einen recht ordentlichen Eindruck. Er fiel während der Fahrt auch nicht auseinander, aber … .

Die “Haltestelle” “FSFE-Büro in Bilk” entfiel, sodass es zügig zur Autobahn ging. Weitere Zustiegsmöglichkeiten waren in Essen, Dortmund und auf dem Autohof in Geseke. In Dortmund haben wir die Haltestelle ein wenig verpasst, sodass die dort Zusteigenden ein bisschen hinter dem Bus herlaufen mussten. Da wir in diesem Jahr in einem “Rekordtempo” nach Essen und durch das Ruhrgebiet fuhren, hatte Birgit die erfreuliche Aufgabe, die Zusteigenden zum früheren Eintreffen an den “Haltestellen” zu bewegen.

Da wir nicht vorab zum Standausladen zum Zentralen Hörsaal- und Seminar-Gebäude der Technischen Universität Chemnitz, sondern direkt zum Hotel fuhren, blieb noch Zeit zum Besuch beim “Griechen”, wo sich auch noch zwei weitere Gruppen eingefunden hatten, sodas wir schon die ersten Bekannten begrüßen konnten.

In der Nacht gab es weder Frost noch Schnee, aber dennoch sprang der Bus nicht an. Da war guter Rat und Hilfsbereitschaft gefragt, denn der Bus hat ein 24-V-System. Die Leistung zweier Pkw und eine sachgerechte Verkabelung ermöglichten dann doch noch eine Fahrt mit dem Bus zum Tagungsgebäude, auch wenn wir dort etwas später als geplant ankamen.

Da es dem herstellergebundenen Supportunternehmen in Chemnitz an diesem Samstag nicht möglich war, eine neue Batterie aufzutreiben, musste dieses Prozedere leider auch am Sonntag morgens und abends wiederholt werden, wobei Birgit die Helfer mit den Pkw organisierte. Die sehr nette Fahrerin durfte natürlich auch während der Ruhepausen den Motor des Busses nicht abstellen.

Eingang zum Tagungsgebaeude

Als wir dann am Tagungsgebäude ankamen, warteten die Standbetreuer der FSFE schon aufgeregt auf uns, denn wir hatten noch einen Karton Textilien aus dem Düsseldorfer Büro mitgebracht

Der Apache-OpenOffice-Stand war dank freundlicher Helfer schnell an Ort und Stelle gebracht und aufgebaut. Er wurde vom bewährten Team betreut. Wir konnten auch in Chemnitz die neue Feder der Apache Software Foundation präsentieren, was einer uns bekannten “Apachin” aus einem anderen Projekt gut gefiel.

Stand von Apache OpenOffice

Unsere Freunde von LibreOffice hatten leider auch in diesem Jahr wieder keinen Stand auf den Chemnitzer Linux-Tagen, sodass wir die üblichen, oft gestellten Fragen beantworten mussten. Nicht nur am Stand gab es gute Gespräche, sondern auch bei unseren gelegentlichen Rundgängen und im “VIP-Raum”, sowie beim samstagabendlichen Event.

Bild eines Rundgangs

Am Sonntagnachmittag wurde dann auch unser Stand von einem Kommitee des Veranstalters, das mit bewusst neutraler Miene die Reihen abschritt, zur Bewertung begutachtet und dokumentiert. Wir hoffen natürlich darauf, auch im nächsten Jahr wieder kommen zu dürfen.

Stand von Apache OpenOffice - von oben

Auch in diesem Jahr hat Birgit wieder alles bestens organisiert und wurde in souveräner Weise auch mit den geschilderten “Katastrophen” fertig. Chemnitz ist in jedem Jahr eine Reise wert, aber ohne “unseren” Bus, der auch in diesem Jahre wieder mit der freundlichen Empfehlung des Düsseldorfer Fellowship fuhr, wäre sie nur halb so schön.

Frosch - Im Netz aufgefischt #259

Die Nachrichten aus der rechten Ecke finden sich wie gehabt bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 14/2016.

Autismus

Behinderung / Inklusion

Geheimdienste

Gesundheit

Hartz IV & Co.

LGBTIQ

#Neuland

Polizei

Rape Culture

Scharlatanerie

Sexarbeit

Trau schau wem

Überwachung

Und sonst so?

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06.04.2016

Frosch - Ausgebrannt.

Es passiert schon seit Wochen. Und ich wundere mich fast, daß es „erst“ seit ein paar Wochen passiert. Es kommt in Schüben, und jeder Schub ist härter. Und länger. Und ich kann nur hilflos auf den Totalzusammenbruch warten.

Ich bin ausgebrannt.

Der aktuelle Schub läuft schon seit etwa drei Wochen. Das Aufstehen ist so schwer, daß es mich schon einen wesentlichen Teil meiner verbliebenen Tagesenergie kostet. Bin ich mal raus, laufen Routinen an, die noch funktionieren: Duschen, Frühstück, PC booten, einloggen, X starten, IRC, Mail, XTerminal, Browser aufrufen. Der Browser öffnet automatisch die Tabs zu Tweetdeck, GNUsocial, Google Plus und das Dashboard von zwei Blogs.

Und spätestens nach den Routine-Aufgaben – Spam aussortieren, Mails lesen, ggf. DMs lesen, ein bißchen Twitter und ein paar Zeitungsartikel – fange ich schon wieder an zu gähnen. Meistens könnte ich an dem Punkt dann direkt wieder ins Bett gehen. Statt dessen lese ich meist mit mühsam aufgehaltenen Augen weiter und befülle die Linklisten hier und bei den Besorgten Bürgern. Erst spät nachts gibt es mal so bis zu zwei Stunden, in denen ich mich etwas wacher fühle.

Nach außen sieht man das vermutlich nicht so. Nach außen funktionieren noch die Masken. Ohne meine wenigen verbleibenden Routinen gäbe es auch die Masken nicht mehr.

Glaubt jemand im Ernst, 2,5 Jahre Existenzvernichtungsversuche durch Repressionsbehörden bleiben folgenlos?

Und es ist ja nicht nur das. Es ist auch die ständige Unsicherheit, wie es grundsätzlich weitergehen soll. Von Planungen reden wir dabei noch gar nicht.

Im Februar mußte ich erst die Wohnungskündigung bekommen, damit sich ein Amt dazu bequemte, mal die Miete, auch die rückständige, auszubezahlen. Die Kündigung wurde zurückgenommen, aber das Damoklesschwert bleibt.

Im März bekam ich dann mal einen Bescheid vom faschistischen Repressionsamt (AKA „Sozialamt“), daß man bis 31. März be- und nachzahlen werde. Und dann? Bis Ende März wußte ich von gar nichts. Dann erfuhr ich, daß man am 30. März das Geld für April „angewiesen“ hatte. Das hätte am 1. April gemäß der Banklaufzeiten da sein müssen. Dann war Wochenende, da buchen Banken ja nicht. Montag kam es auch nicht. Dienstag, also gestern, war es dann endlich da. Einen Bescheid habe ich nicht, ob ich nächsten Monat wieder Geld bekomme, weiß ich nicht.

So darf ich jetzt Monat um Monat in Unsicherheit leben, ob da was kommt oder nicht, bis die Hauptsache entschieden wird. Die Hauptsache, also die Klage gegen den Versuch, mich in die Rente zu zwingen. Die Klage wurde im November 2015 erhoben. Ich glaube nicht, daß es den Termin dazu noch in diesem Jahr geben wird; anderthalb bis zwei Jahre Wartezeit beim Sozialgericht sind völlig normal.

Niemand kann irgend etwas planen, wenn nie klar ist, ob im nächsten Monat die Existenzgrundlage gesichert ist oder die Anwältin erst mal wieder das Sozialgericht mit Anträgen auf Einstweilige Verfügung bewerfen muß.

So gibt es keine Zukunft.

Aber stimmt ja, Leistungsbeansprucher sollen ja nichts planen können. Sie sollen sich gefälligst von anderen verplanen lassen, nicht wahr? Auch wenn der Plan vorsieht, daß das Opfer aus den Statistiken verschwinden soll, egal wie.

Das Perverse daran ist, daß das ARGE damit erstmal genau das erreicht hat, was sie ursprünglich lügenderweise behaupteten: Meine Arbeitsfähigkeit ist derzeit quasi nicht vorhanden. Wer aufstockt, wird erledigt. Wer mittelfristig seinen eigenen Arbeitsplatz schaffen will, statt dem Arbeitsmarkt – sprich, dem Niedriglohnsektor und den Zeitarbeitsfirmen – zur Verfügung zu stehen, der ist unerwünscht.

So nach dem Motto: „Oh, Sie wollten auf einen Marathon? Toll, wir brechen Ihnen erstmal die Beine.“

Oder wie es jemand, bezogen auf Claudius Holler, auf Twitter formulierte:

Jörg Preisendörfer @jpreisendoerfer
Was Leute,die @C_Holler Alg2 empfehlen,nicht verstehen: Ein »JobCenter« wird jedes seiner Projekte in Scheiße verwandeln. #hollerkaputt #BGE

21:09 – 31. März 2016

Und die Projekte sind erst der Anfang. Das „JobCenter“ würde letztendlich sein ganzes Leben in Scheiße verwandeln. So wie meines. So wie das von Millionen anderer Leistungsbezieher, die nichts dafür können, darauf angewiesen zu sein.

Ich fragte letztens meine Anwältin, ob die Repressionsämter mich in Zukunft eher in Ruhe lassen würden, wenn sie wissen, daß sie immer wieder Contra bekommen und letztendlich dann doch bezahlen müssen. Sie meinte: Nein, sie werden nicht lernen. Sie werden wie bisher weitermachen.

Klar, es kostet sie ja auch nichts. Der Steuerzahler bezahlt es doch gerne, wenn Ämter „überflüssige“ Menschen vernichten und dabei umfangreiche Gerichts- und Anwaltskosten auflaufen. So wie die asoziale Bundesregierung das wollte und will. Glaubt hier noch jemand an den Sozialstaat, an die Anwendung des im Grundgesetz festgelegten Sozialstaatsprinzips?

Ich bin ausgebrannt, Dinge bleiben liegen, selbst die, die mir sonst Spaß machen. Ich habe keine Kraft mehr.

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05.04.2016

dictvm - I hate paying taxes and so do you

You probably have read or at least heard about the Panama Papers-leak by now. What I find kind of annoying is the hypocrisy in judging people and companies who find schemes to circumvent paying a lot of taxes.

Taxes suck!

To be perfectly honest: I hate paying taxes and if I may say so - so do you. Most of you anyways. If you actually convinced yourself that paying taxes is a good thing, read on.

Taxes equal to money taken from you and me, without any accountability. I have no way of knowing what has been done with the money I paid to my country of residence and/or employment and I cannot walk to some local government agency and ask for a report about which projects most likely benefitted most from my taxes. At the very least, I‘d like to know which percentage of the money of my district went into which tax-pot.

Of course, I won‘t. The system was never meant to work this way and we should demand changing that. Bringing more transparency to the way our government handles taxes will benefit everyone in the long run.

Make paying taxes great cool again.

Make it a priority for tax offices to release a quarterly statement containing interesting graphs and conclusions which lists the projects that were funded at to what percentage by the taxes we paid to the tax office. Make it clear that paying taxes is improving the lives of everyone, whether they live in a big city or a rural country side. Remind government officials that their salary is being paid by the people who pay taxes. Companies should be encouraged to brag in PR about paying their taxes, as they do with being green and sustainable. Prove to me that I made an impact by paying my taxes.

Showing everyone what paying taxes actually accomplishes, we will make it much harder to argument against paying them. If we succeed, it should be shameful to even argue for using tax havens and shell companies to get around the tax-duty.

Until then, I‘ll keep on hating the fact that I have to pay taxes, which to me seems to be dumping money into the governmental equivalent of /dev/null.

OpenRheinRuhr - NetKnights GmbH ist Sponsor der OpenRheinRuhr 2016

netknights-190pxDie NetKnights GmbH ist in der IT-Security auf die Themen
Authentifizierung, Identitätsmanagement und Verschlüsselung spezialisiert. Neben fundiertem Projekt-Knowhow mit den klassischen Produkten namhafter Hersteller wie Gemalto, Vasco oder Thales bietet die
NetKnights mit privacyIDEA ein mächtiges und flexibles
Authentifizierungssystem, das sich leicht in beliebige Szenarien
integrieren lässt. privacyIDEA ist eine Open Source-Lösung zur
Zwei-Faktor-Authentifizierung mit vielen unterschiedlichen Token und
Authentifzierungsobjekten und verhindert damit erfolgreich einen
Vendor-Lock-In und stellt so nachhaltige IT sicher.

Wir freuen uns über die Unterstützung und hoffen, dass noch viele Sponsoren den Weg zur OpenRheinRuhr finden um die Veranstaltung auch zukünftig durchführen zu können. Informationen über das Sponsoring sind auf der Website der OpenRheinRuhr zu finden.

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03.04.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #258

Der übliche Hinweis auf den ganzen Kram mit Rechtsextremismus, rechter Gewalt, rechten Parteien und so: Besorgte Nachrichten, KW 13/2016.

Armut

Autismus

Behinderung / Inklusion

Empathie und so

Flucht & Asyl

Geheimdienste

Genderfoo

Gute Nachrichten

Hartz IV & Co.

Justiz

LGBTIQ

Polizei

  • 31.03.2016 Presseportal/Blaulicht: POL-DN: Kein Aprilscherz – der Scheibenwischerbeleg (Leider ist es auch kein Aprilscherz, daß die Polizei wie auch die Ordnungsämter weiterhin bevorzugt Zettelchen an Scheibenwischer klemmen werden, statt Doofparker abzuschleppen, selbst wenn sie Radwege, Gehwege, 5-m-Bereiche von Kreuzungen etc. blockieren. Wenn die Polizei überhaupt irgendetwas gegen das Doofparken unternimmt; meist gehen bzw. fahren sie ja einfach dran vorbei.)

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Scharlatanerie

Terrorismus

Trau schau wem

Türkei

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

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02.04.2016

Chaosdorf e.V. - GameJam(1, “Ludum Dare 35”) am 15.04.

Nach den zwei sehr erfolgreichen Game Jams (GameJam(0) und 0h Game Jam 2015) im Chaosdorf folgt im Rahmen des 35. Ludum Dare ein weiterer Game Jam am Freitag, dem 15.04.2016.

Teilnahme

Wer teilnehmen möchte, kann sich unter https://wiki.chaosdorf.de/Ludum_Dare_35_(Game_Jam) mit seinem Primärskill eintragen (bitte meldet euch an, damit wir genug Verpflegung einplanen können — Ein Account ist dafür nicht nötig).
Nicht nur Entwickler, auch Grafiker, Designer und andere Kreative sind herzlich eingeladen, an dem Game Jam teilzunehmen.
Zum Zeitpunkt dieses Blogposts findet das Voting der Themen statt. Wer offiziell teilnehmen möchte, sollte sich auf http://ludumdare.com/compo/ registrieren und kann dort auch die vorgegebenen Themen mitbestimmen.

Vorbereitung

Was ihr dabei haben solltet und was nicht zwingend erforderlich ist.

  1. Für maximalen Komfort solltet ihr euch eine (Flausch) Decke oder einen Schlafsack mitbringen
  2. Einwegzahnbürsten (inkl. Zahnpasta) sind gegen kleine Spende vorhanden
  3. Vergesst eure Laptops nicht ;)

Ablauf

Am 15.04.2016 ist das Chaosdorf ganz normal für den Freitagsfoo geöffnet und es wird eine kurze Ankündigung des Game Jam Events geben. Sobald in der Nacht von Freitag auf Samstag um 3 Uhr die Themen des Ludum Dare bekannt gegeben werden, kann es los gehen.

  • Es wird Essen geben
  • Sobald die Themen bekannt gegeben sind, kann losgelegt werden
    • Ideenaustausch
    • Grüppchenbildung
    • ?
    • Profit
  • Es wird Spaß machen ;)

Der genaue Ablaufplan wird im Wiki gepflegt.

Retrospektive

Am 25.3.2016 hat timkalation auf Twitch einen 24h Livestream gemacht und einige unserer auf den Game Jams entstandenen Spiele getestet, welche jetzt auf YouTube bewundert werden können.

Cuddle Cats to Gameover by Rem
<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="352" src="https://www.youtube.com/embed/LBVAq6_yajQ?feature=oembed" width="625"></iframe>

Ice Scream by Plantprogrammer
<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="352" src="https://www.youtube.com/embed/xDsvq4eDo0w?feature=oembed" width="625"></iframe>

Race Sist by bison
<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="352" src="https://www.youtube.com/embed/yNcYWSKcuPw?feature=oembed" width="625"></iframe>

Obe Town Girl by gglyptodon & Plantprogrammer
<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="352" src="https://www.youtube.com/embed/v3IpjGHCoN0?feature=oembed" width="625"></iframe>

Grid City by bison & Shodan
<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="352" src="https://www.youtube.com/embed/6lyD3lG5POg?feature=oembed" width="625"></iframe>

27.03.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #257

Die Nachrichten zum angeblich nicht vorhandenen Rechtsextremismus findet Ihr wie üblich bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 12/2016. Ich würd ja lieber gern andere Dinge lesen …

Autismus

Behinderung / Inklusion

Flucht & Asyl

Gesundheit

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

LGBTIQ

Polizeigewalt

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Sexarbeit

Trau schau wem

Wissenschaft

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

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24.03.2016

dictvm - Time is too precious for epic battles

When you spend a certain amount of time thinking about specific topics, you may end up with a vision of how you imagine a possible future could look like.

You may be tempted to invest your time working towards such a vision. Of course you would, it's a great idea and you expect it'll be for the benefit of most people. For sure, everyone will listen to your idea, share your optimism, while adding constructive critcism, leaning towards an even better, improved idea, thanks to the input you received through collaboration and dicussion. Maybe your idea turns out to be just okayish or there are too many variables that you didn't think of - sure, that can happen and it propably will in most cases.

In reality however, you will discover that there are people out there, who lack such interest and vision. It's not that they've arrived at a different conclusion than you did, which on its own is a perfectly legitimate thing to do, no. Instead of sharing their own ideas, they just want to stop you, after listening to your vision, if at all, They simply don't spend that much time thinking about the same things you do.

People tend to hold on to what they have, to avoid risks. Risks may have the consequence of losing what they have. Their natural reaction is to fight those who dare to take risks.

If you think you're a person with ambitions and visions, chose your battles wisely. Investing too much time into a lost cause and fighting too many antagonists at once, is draining and it has the potential to rob you of your precious time. Time that might be invested better somewhere else, on fresh ideas.

Sometimes, it's better to let go. Even if hurts at first.

Edit: Revised a few sentences that were kind of hard to read.

dictvm - Soon, Coon.

Soon, Coon.

In roughly 2 months, this feline creature will roam the new flat.

20.03.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #256

Business as usual: Die ganzen ekligen Dinge zu rechten Parteien, rechter Gewalt, NSU und so ein paar Hintergründe finden sich bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 11/2016. Und das hier hab ich sonst noch so gelesen:

Armut

Behinderung / Inklusion

Ethik

Hartz IV & Co.

Hundeköder

Landtagswahlen

LGBTIQ

Paketdienste

Polizei

Rape Culture

Sexualisierte Gewalt an Kindern

Trau schau wem

Wissenschaft

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19.03.2016

OpenRheinRuhr - Tux sucht ein neues Zuhause!

20160319_001Am foss.events-Stand, den wir auf den Chemnitzer Linux-Tagen betreuen, steht ein kleiner Stricktux, der ein neues Zuhause sucht!

Melde Dich für die OpenRheinRuhr als Sponsor, Helfer, Aussteller oder Vortragender und wirf Deinen Zettel in unseren Briefkasten am Stand.

Am Sonntag um 16 Uhr verlosen wir den Tux – und dann könnte er Dir gehören!

 

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17.03.2016

OpenRheinRuhr - OpenRheinRuhr on Tour!

2015-08-27Am 18. und 19.03.2016 finden die Chemnitzer Linux-Tage statt.

Das Team der OpenRheinRuhr lässt es sich nicht nehmen am Stand der foss.events wieder dabei zu sein.

Am Freitag, den 18.03.2016, um 12:15 Uhr startet der Freedom-Tours Bus von Düsseldorf und fährt über Essen, Dortmund und Geseke nach Chemnitz.

Im Gepäck haben wir wieder unser Glücksrad, mit dem Ihr tolle Preise gewinnen könnt! Die letzten Tassen der ORR2015 kommen unter den Hammer, ebenfalls könnt ihr auch Tickets für die bevorstehende Veranstaltung am 05.-06. November 2016 gewinnen!

Auch dabei ist unser Briefkasten, den Ihr nutzen könnt um euch als Helfer/Austeller/Referent vormerken zu lassen. Unser Service für Euch: Wir erinnern Euch an Deadlines etc. :-)

Also, falls Ihr noch nichts vorhabt: Auf nach Chemnitz zu den Linux-Tagen! Wir freuen uns auf Euch!

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16.03.2016

Michael Stehmann - Debian ’mal anders installiert

lautete der Vortrag von Frank auf dem Fellowshiptreffen in Düsseldorf am 27.02.2016. Frank eröffnete damit unsere diesjährige Vortragsreihe.

Vor dem Vortrag fand jedoch eine Vorstellungsrunde statt.

Frank erläuterte dann seine letztlich erfolgreichen Versuche, Debian ohne den von der Distribution gelieferten Installer auf einem System zu installieren. Dies war sehr lehrreich, denn er referierte im Detail, welche Schritte notwendig sind, um ein dann funktionierendes System zu installieren und wie man diese Schritte automatisieren kann.

Frank ging es darum, eine wohldefiniertes, möglichst von allem Ballast befreitetes und reproduzierbares Betriebssystem zu erhalten. Dieses wiederum sollte dann noch möglichst komfortabel, aber auch flexibel immer wieder auch in größeren Quantitäten, vor allem auch in virtuellen Maschinen installierbar sein.

Selbst für diejenigen, die Franks “Frickeleien” nicht selbst nachvollziehen wollen, war der Abend lehrreich, zeigte er doch, wieviel intellektuellen Mühen in Debians Installer stecken und welchen Aufwand dieser einem abnimmt.

Die Teilnehmerzahl war dieses Mal sehr erfreulich, obwohl einige “Stammgäste” fehlten. Besonders freuten wir uns darüber, wieder einmal den niederländischen Fellowshipkoordinator als Gast begrüßen zu dürfen.

Frank hat seine Vortragsfolien zur Verfügung gestellt. Auch seine Ressourcen hat er publiziert.

Zu “Diaspora, GNU social, MediaGoblin” wird Wolfgang am 30.03.2016 einen Vortrag halten, besonders für alle, die “ihre Seele nicht an proprietäre, us-amerikanische Datenkraken verkaufen”, sich aber der Teilnahme an sozialen Netzwerken nicht gänzlich entziehen wollen. Der Titel lautet: “Freie dezentralisierte soziale Netzwerke: Eine Alternative zu facebook, twitter und Co.?”

Das Treffen findet wieder ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt.

Der offizielle Teil des Treffens beginnt um 20:00 Uhr. Wer später kommt, verpasst also etwas.

Der offizielle Teil wird um 23:00 Uhr enden.

Gäste sind auch bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Unsere Wikiseite ist übrigens nun hier zu finden.

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi. 16.03.2016

Am Mi. den 16 März trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: Koroutinen in C++

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

13.03.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #255

Ich frag mich ja, wo das ganze noch hinführen soll: Besorgte Bürger: Besorgte Nachrichten, KW 10/2016. Die AfD wird ernsthaft gewählt, Flüchtlingsheime brennen, Menschen werden bedroht und zusammengeschlagen, und die Polizei scheint mancherorts nur zuzugucken, wenn sie nicht direkt wegguckt.

Was ich sonst noch so gelesen habe:

Armut

Autismus

Behinderung

Frauentag

Gebt das Vogelfutter frei!

Hartz IV & Co.

Hundeköder

IT-Sicherheit

Justiz

LGBTIQ

Rape Culture

Schöne Dinge

Spam

Trau schau wem

Wahlen

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

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12.03.2016

Michael Stehmann - Owncloud ade!

Gemäß Ziffer 3 des “Gesellschaftsvertrages” von Debian wird Debian seine Fehlerdatenbank für alle Zeiten öffentlich betreiben. Ich verrate also im Folgenden keine Geheimnisse.

Laut einem Bugreport des Maintainers wünscht Owncloud, dass sein Programm nicht mehr in Debian erscheint. Dies erschwert eine Zusammenarbeit von Debian und “upstream” ganz erheblich, wofür auch Bespiele genannt werden. Daher wird diese Software wohl nicht mehr Bestandteil von “stretch” (Debian 9) sein. Berichtet wird auch, dass Fedora bereits einige Monate zuvor “aufgegeben” habe.

Quo vadis Owncloud?

Egal, ob die Entwickler wegen anderweitiger Pläne unwillig oder ob sie nur zur Zusammenarbeit mit namhaften GNU/Linux-Distributionen unfähig sind, wird dieser Vorgang kaum der Reputation dieses Projektes in der Gemeinschaft, die sich für Freie Software einsetzt, nutzen. Für den Anwender ist dieser Verlust nämlich misslich. Debian aber wird den Verlust dieses Paketes wohl verkraften können.

Schade um Owncloud!

06.03.2016

Frosch - Offener Brief an MONITOR: #noABA

In den letzten Tagen stellten QuerDenkender und weitere – auch ich – auf Twitter viele Fragen an Aktion Mensch. Sie können unter dem Hashtag #FragtWarum nachgelesen werden. Wir fragen, warum Aktion Mensch wissentlich eine „Therapie“-Form, nämlich Applied Behaviour Analysis (ABA), mit 250.000 € finanziert, obwohl bekannt ist, daß diese „Therapie“ dauerhaft schädlich für Kinder ist. Außerdem wird sie größerenteils von Menschen durchgeführt, die keine therapeutische Ausbildung haben (Eltern, Studenten).

Im Vorfeld gab es bereits ein Gespräch mit der Aktion Mensch, das jedoch katastrophal verlief, weil ABA-„Therapeuten“ eingeladen worden waren, die die anwesenden Autisten bedrängten und sogar subtil bedrohten; man sagte ihnen, sie sollten aufpassen, was sie bloggen. Letztendlich redete sich Aktion Mensch damit heraus, daß sie sich „neutral“ zu ABA stellen. Ja nee, sorry, wenn man etwas finanziert, ist man nicht mehr neutral! Wir wollten es genauer wissen. Aktion Mensch ignorierte jegliche Nachfragen und verwies immer nur auf den eigenen Blogeintrag mit ihrem Bericht über die Veranstaltung – welche die neuen Fragen überhaupt erst aufgeworfen hatte. Danach wurden wir ignoriert.

Nachdem Aktion Mensch auch auf die Aktion #FragtWarum nicht reagiert bzw. wieder nur auf den Blogartikel verwiesen hatte, möchten wir nun einen anderen Weg gehen. Wir bitten die Redaktion von MONITOR beim WDR darum, sich des Themas anzunehmen, selbst zu recherchieren und darüber zu berichten. Wenn Aktion Mensch uns nicht antworten möchte, müssen sie halt unter Umständen anderen antworten – oder werden sie auch den WDR anschweigen und ignorieren oder ihn mit Textbausteinen zuballern?

Bitte schreibt in die Kommentare, ob Ihr den Brief mit unterzeichnen wollt. In einer Woche möchte die Initiatorin, Fusselchen, dann den Brief mit allen (nicht nur hier) bis nächsten Sonntag, 13. März 23:59 Uhr gesammelten Unterschriften ausdrucken und dem WDR direkt schicken.

Der Erstaufruf findet sich hier bei Fusselchen: Just Another Things in Life: Offener Brief an die Monitor-Redaktion bezüglich ABA

Und hier ist der Brief:

Westdeutscher Rundfunk
Redaktion MONITOR
50600 Köln

Therapieform ABA und deren Anwendung an autistischen Kindern

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir, als Gruppe von AutistInnen und AktivistInnen, schreiben Ihnen diesen Brief, um auf eine Therapieform für autistische Kinder aufmerksam zu machen, die gegen Menschenrechte verstößt. In diesen Therapien wird über lange Zeiträume und bis zu 40 Stunden pro Woche mit Zwang und Druck daran gearbeitet, den Willen der autistischen Kinder zu brechen – mit traumatischen Folgen. Statt eine Verbesserung der Unterstützung autistischer Kinder anzustreben, werden diese missbräuchlichen Therapieformen von einigen namhaften Firmen bzw. Organisationen wie beispielsweise AutismSpeaks oder der deutschen Aktion Mensch mit hohen Summen gefördert.

Der Grundstein für diese Therapieform wurde unter anderem durch den Verhaltenswissenschaftler Skinner gelegt und durch Ivar Lovaas in den 1960er Jahren in den USA zum ersten Mal an autistischen Kindern angewandt. Die Verfahrenweise von ABA (Applied Behavior Analysis, zu deutsch: Angewandte Verhaltensanalyse) basiert zum größten Teil auf den Methoden der operanten Konditionierung. Dies bedeutet, dass erwünschtes Verhalten und Lernversuche-/erfolge des Kindes möglichst direkt verstärkt werden, z. B. durch Nahrung, Wasser oder das Lieblingsspielzeug, die ihm bei Nichtbefolgen wieder entzogen werden. Eine Variante dieser Methode wird auch in der Dressur von Hunden und Katzen verwendet und dort als “Clickertraining“ bezeichnet.

Dies bedeutet konkret, dass die Kinder mit ihren Therapeuten zusammen an einem Tisch sitzen und der Therapeut das Kind beispielsweise auffordert, die Hände an den Kopf/auf den Tisch zu legen und das Kind bei Befolgen dieses Befehls übertrieben gelobt wird und sein Spielzeug bekommt. Das wird einige Mal wiederholt und jegliches Kompensationsverhalten des Kindes wird dabei unterbunden, um zu verhindern, dass sich das Kind der Situation entzieht. Es finden sich Videos dieser Therapiesitzungen auf Youtube, da ABA-Anbieter sie als Werbung für ihre Therapie benutzen.

Autisten, die mit dieser Therapie behandelt wurden, berichten Jahre später von schwerwiegenden psychischen Folgen. Dazu gehören unter anderem Depressionen und die Unfähigkeit, Dinge im Alltag ohne Befehle in Angriff nehmen zu können. Sie wurden durch ABA darauf trainiert, blind zu gehorchen und dies hat sich auf ihr ganzes späteres Leben ausgewirkt. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass es sich bei diesem Verfahren eher um eine Dressur als um menschliche Erziehung oder gar eine Therapie handelt.

Wir sehen auch die Gefahr, dass ein Kind, das nie „Nein” sagen darf, verstärkt in Gefahr ist, missbraucht zu werden.

ABA hilft nicht den Betroffenen, sondern nur deren Umfeld:
Auf der einen Seite den Angehörigen, welche (zusätzlich zur elterlichen Fürsorge) unter den gesellschaftlichen Druck gestellt werden, „normale“ Kinder hervorzubringen. Auf der anderen Seite Therapeuten, von denen erwartet wird, entsprechende Hilfen zu leisten. Unter besseren Umständen gestalteten sich Ziele und Fortgang einer erfolgreichen Therapie immer durch den Dialog zwischen Therapeuten und Klienten. Da gerade diese Kommunikation bei Autismus nicht erwartungsgemäß funktioniert, entwickelt sich dieser Dialog zwischen dem Therapeuten und den Angehörigen. Damit kann sich das Ziel der Therapie also nicht nach der Persönlichkeit des Klienten richten (Stichwort Kindeswohl), sondern nur nach den Erwartungen des Umfelds.

An dieser Stelle kommt noch ein viertes Interesse hinzu: Firmen und Organisationen möchten mit ihren „Therapien“ Geld verdienen. Daher wehren sie sich gegen Kritik und intervenieren entsprechend bei Aktion Mensch und anderen Geldgebern, um ihre Geldquellen nicht versiegen zu lassen, auch wenn sie damit Schaden anrichten.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von MONITOR: Bitte recherchieren und berichten Sie über dieses Thema. Es ist für uns unerträglich, hilflos zusehen zu müssen, wie noch im Jahr 2016, zu Zeiten von UN-Menschenrechts-, -Kinderrechts- und -Behindertenrechtskonvention solche Verfahren an Kindern angewandt werden, obwohl wir wissen, dass damit nur Schaden angerichtet wird. Inklusion heißt nicht, Menschen zwangsweise zurechtzubiegen, sondern ihnen auf ihre Weise die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen und sie in diese zu integrieren.

Weiterführende Quellen:

Erstunterzeichner:

  • Lisa Wüpper
  • Sabine ‚Atari-Frosch‘ Becker
  • Sophie “Fianox”

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Frosch - Im Netz aufgefischt #254

Viel mehr als hier findet sich diesmal (leider!) in der wöchentlichen Linksammlung bei den Besorgten Bürgern zu den Themen Rechtsextremismus, rechte Parteien (hier vor allem viel über das aktuelle NPD-Verbotsverfahren), politische Brandstifter, Gedenken und Aufarbeitung usw.: Besorgte Nachrichten, KW 9/2016.

Autismus

Bargeld

Behinderung / Inklusion

Flucht & Asyl

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Hundeköder

Es gibt Dinge, die werde ich nie verstehen. Diese Woche häufen sich Meldungen über Hundeköder mit Gift oder scharfen Gegenständen. Wer macht sowas, und warum? 🙁

IT-Sicherheit

LGBTIQ

Pressefreiheit

Rape Culture

Trau schau wem

Überwachung

Und sonst so?

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