Willkommen auf Planet Chaosdorf! Wir sammeln hier alle Blogs, die für uns irgendwie interessant sind – meist von Personen oder Organisationen aus unserem Umfeld

21.04.2015

Chaosdorf e.V. - Grillen oder Anderes

Chaosdorf und fnordeingang laden ein zum:

Grillen oder Anderes

am 2. Mai 2015
ab 12 Uhr
in Neuss am Rhein

Das GoA ist ein ganzer Tag voller interessanter Ideen, lustiger Bastelei
und gutem Essen. Wir bringen so viel Hackerspace auf die Rheinwiesen,
wie wir tragen können und laden euch zum gemeinsamen Spaßhaben ein. Los
geht’s ab Mittag mit Ballonflug und dann geht es weiter mit Programm bis
Abends. Dabei und danach wird gegrillt, gebastelt und gefeiert.

Macht mit!

Kommt zahlreich!

https://events.fnordeingang.de/goa/2015/wiki/GoA15

19.04.2015

Frosch - Im Netz aufgefischt #209

Asyl

Autismus

Computersicherheit

Depression

Ermittlungsbehörden

Geheimdienste

Geldverschwendung

Gesundheit

Hartz IV & Co.

LGBTI

Linux

Migration

Nazis

Netzneutralität

Verschlüsselung

Vorratsdatenspeicherung

Zwangsrouter

Und sonst so?

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17.04.2015

Michael Stehmann - “WLAN vor Ort

Freifunk und offenes Wlan in den Städten und Gemeinden” lautete der Titel einer Veranstaltung am Abend des 14.04.2015 im Landtag des beölkerungsreichsten Bundeslandes. Eingeladen zu einem “kommualpolitischen Ratschlag” in einen Sitzungssaal der Grünen hatte deren Abgeordneter Matthi Bolte, der auch die Veranstaltung in hervoragender Weise moderierte.

Zur Vorbereitung war vorab eine FAQ per Mail verschickt wurde. Und schon im zweiten Satz der Antwort auf die erste Frage, wurde der Betrieb der Router mit “Freier Software” (sogar mit großen “F” geschrieben) erwähnt.

Das Interesse vor allem, aber nicht nur Grüner Kommunalpolitiker war groß; die Runde des Sitzungssaales füllte sich.

Im Mitelpunkt des Abends aber standen die Freifunker. Vom “Freifunk Rheinland e.V.” war Reiner Gutowski gekommen, Philip Bernroth vom Freifunk Ruhrgebiet und Hans-jörg Etzler vom “Verkehrsverein Arnsberg e.V.”.

Und wer sich jetzt fragt, was der “Verkehrsverein Arnsberg” mit Freifunk zu tun hat – die Antwort folgt.

Zunächst wurden die Herren vorgestellt, die dann erklärten, was Freifunk ist und will. Inzwischen werden etwa 2500 Router vom Freifunk Rheinland e.V. betrieben und es werden immer mehr.

Interessant war der Bericht des Herrn Etzler über das Projekt des Aufbaus eines Freifunknetzes in Arnsberg durch die dortige Geschäftswelt. Freifunk und damit auch Freie Software ist im Sauerland somit auch außerhalb der Kreise von Hackern, Geeks und Nerds angekommen. Die soziale Verantwortlichkeit der Projektbeteiligten zeigte sich darin, dass auch das dortige Flüchtlicngsheim mit Freifunk versorgt wurde. Nachdem die von Herrn Etzler als verständlich bezeichneten Bedenken der Bewohner hinsichtlich einer Überwachung ihrer Kommunikation ausgeräumt werden konnten, zeigten diese sich in beeindruckender Weise dankbar für diese für sie sehr wichtige Kommunikationsmöglichkeit.

Dass der Freifunk überparteilich ist, zeigt sich darin, dass der Bürgermeister von Arnsberg, der der CDU angehört, den Freifunk Arnsberg stark unterstützt.

Gegenstand der anschließenden Diskussion waren vor allem Fragen der sogenannten Störerhaftung. Diese nahmen verständlicherweise aber leider einen breiten Raum ein. Auch wurde erörtert, ob der Betrieb eines Freifunkrouters mit Internetanschluss mit der Geschäftsbedingungen der Internetserviceprovider vereinbar sei, was in vielen Fällen bejaht werden kann. Im Übrigen gab es bisher wohl auch noch keinen Fall, in dem der Betrieb eines Freifunkrouters am “Veto” des Internetserviceproviders gescheitert wäre.

Angeregt wurde auch, Schulen mit Freifunk auszustatten.

Ein Grüner Kommunalpolitiker aus einer Stadt im Grenzgebiet zwischen Rhein- und Sauerland äußerte Bedenken gegen den Freifunk u.a. wegen der drohenden Gefahr für die Volksgesundheit durch die elektromagnetischen Wellen, die von den Routern ausgehen, und auch wegen der Suchtgefahren bei Kindern und jugendlichen, die von diesen zusätzlichen Internetzugängen ausgingen. Auch wenn diese Bedenken beim Betreffenden wohl nicht zerstreut werden konnten, wurden sie von den anderen Teilnehmern keineswegs geteilt.

Auch Stefan Herwig, der unermüdliche Kämpfer für die Interessen der Contentdistributoren, hatte zu dieser Runde gefunden. Ihm war der Gedanke eines anonymen Internetzuganges offenbar ein Gräuel, was den Chronisten veranlasste, eine Lanze für die Anomymität im Internet als kulturell und sozial Wertvolle Errungenschaft zu brechen, was Zustimmung fand. Auch die Bedenken des Herrn Herwig wurden, wie er am Ende mit resignierendem Ton, aber sachlich zutreffend feststellen musste, von den meisten Teilnehmern nicht für relevant erachtet.

Bedauert wurde, dass im Landtag kein Freifunk zur Verfügung stand; was keineswegs am mangelnden Interesse von Abgeordneten und ihrer MitarbeiterInnen liegt, sondern an einer rigorosen Unterdrückung durch die Landtags-IT.

Das Engagement auch von Ratspersonen, die der Opposition angehören, wurde als zielführend dargelegt, denn auch auf kommunaler Ebene werden Vorschläge der Opposition oftmals zunächst abgelehnt, dann aber nach einer gewissen Zeit (auf der Basis eines entsprechenden Antrages der Mehrheitsfraktion(en)) doch umgesetzt.

Einigermaßen pünktlich konnte Matthi Bolte die Veranstaltungen beendeten. Dies galt aber nicht für die Diskussionen im Saal und anderswo.

Für viele der Kommunalpolitiker dürfte es ein anregender Abend gewesen sein. Mechtilde und ich nutzten die Gelegenheit die Bekanntschaften mit Teilnehmern aufzufrischen und neue Bekanntschaften zu schließen.

Hinzuweisen ist abschließend noch auf Freifunk statt Angst. WLAN-Störerhaftung geht alle an!

14.04.2015

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi, 15.04.2015

Am Mi. den 15. April trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: An overview on encrpytion in C++ (englisch)

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

12.04.2015

Frosch - Im Netz aufgefischt #208

Ableismus

Autismus

BILD-Boykott

Computersicherheit

Datenschutz

Depression

Elektronische Gesundheitskarte

Fotografie

Geheimdienste

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Informationsfreiheitsgesetz

Iran

Justiz

Nazis

Piratenpartei

Polizeigewalt

Psychiatrie

Rassismus

Sexarbeit

Störerhaftung

TTIP

Überwachung

Urheberrecht

Vorratsdatenspeicherung

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

Es gibt jetzt einen Verbotsgenerator (by Kevin Price, inspired by GroKo).

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07.04.2015

Michael Stehmann - Fellowshiptreffen am 25.03.2015

Der Document Freedom Day (DFD) wird am letzten Mittwoch im März begangen. Am letzten Mittwoch der Monate Januar bis November finden in Düsseldorf die Fellowshiptreffen statt. Daher wurde bereits in den vergangenen Jahren jeweils im März im Rahmen des regulären Fellowshiptreffens der Document Freedom Day begangen.

Dieses Jahr ging es um Geodaten und Freie Geoinformationssysteme.

Die Teilnehmerzahl hatte erfreulicherweise wieder ein übliches Maß erreicht. Allerdings hatten auch fünf Teilnehmer des OpenStreetMap-Stammtisches Düsseldorf die Gelegenheit genutzt, den Referenten zu begleiten und am Fellowshiptreffen teilzunehmen. Nach der Vorstellungsrunde erwartete uns ein interessanter Vortrag.

Der Referent Harald Schwenk beschäftigt sich beruflich und in seiner Freizeit (OpenStreetMap) mit Freien Geoinformationssystemen und Offenen Geodaten. In diesem Bereich spielen Offene Standards eine bedeutsame Rolle.

Zu Beginn stellte uns Harald die OSGeo Foundation und den FOSSGIS e.V. vor. Letzterer hat in Deutschland auch die Rechtsträgerschaft für das OpenStreetMap-Projekt übernommen.

Dann erläuterte er uns die verschiedenen Arten von Geodaten (Vektordaten: Geometrie (Punkt, Linie, Fläche), SRID und Attribut(e); Rasterdaten und Punktwolken als Resultat von LIDAR).

Er erläuterte uns den Offen Standard OpenGIS Implementation Standard for Geographic information – Simple feature access – Part 1: Common architecture und Part 2: SQL option un dessen Implemaentation in PostgreSQL/PostGIS. Er stellte uns auch die Geography Markup Language (GML) vor.

Sein lebendiger, frei gehaltener Vortrag war gespickt mit prakischen Beispielen und Demostrationen. Die zahlreichen Nachfragen beantwortete Harald mit großer Sachkenntnis.

Rainer hatte zum Treffen einige Materialien mitgebracht, von denen der Rucksack “There is NO CLOUD, just other people’s computers” besonderen Anklang fand.

Nächstes Treffen:

Dokumentation ist ein wichtiges Thema – gerade auch bei Freier Software.

Unser Fellowshiptreffen im April 2015 findet am 29.04.2015 ab 19:30 Uhr in den Räumen der Cultural
Commons Collecting Society SCE mit beschränkter Haftung (C3S)
, Heyestr. 194, 40625 Düsseldorf, statt. Hierbei handelt es sich um das ehemalige Bahnhofsgebäude des (Düsseldorf-)Gerresheimer Bahnhofes; es ist also mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar.

Jan Ulrich Hasecke wird nicht nur über das Python-Dokumentationstool Sphinx sprechen, sondern unter dem Thema

“Undocumented Code is Broken Code          oder
Dokumentation ist erfolgskritisch!”

auch darüber, welchen Stellenwert die Dokumentation in einem Software-Projekt einnehmen sollte. “Documentation Driven Development” ist in diesem Zusammenhang ein Stichwort. Ebenso wird die Frage eine Rolle spielen: “Was kommt nach der Dokumentation?”

Um 20:00 Uhr beginnen wir mit dem „offiziellen“ Teil. Wer später kommt, verpasst also was.

Gäste sind bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

05.04.2015

Frosch - Gendergerechte Sprache?

Auf Twitter (ich weiß, ist eigentlich ungeeignet dafür) hatte ich heute eine etwas längliche Diskussion mit Befürwortern gendergerechter Sprache. Die Einleitung deutet schon drauf hin, daß ich selbst nicht zu den Befürwortern gehöre. Dafür habe ich gleich mehrere Gründe.

In den frühen 90er-Jahren habe ich selbst Text mit Binnen-I verfaßt. Das war im Zusammenhang mit den Jusos und der SPD Mannheim, bei denen ich in der Zeit aktiv war und insbesondere die Magazine „Oskar“ (Jusos) und „Rotes Quadrat“ (SPD) layoutet hatte. Ich hatte in der Zeit auch eigene Texte beigetragen, und diese, wie es erwartet wurde, mit Binnen-I gegendert. Und schon dabei fühlte ich mich nicht wohl, es fühlte sich einfach falsch an, und der Sinn erschloß sich mir nicht so richtig. Aber es wurde erwartet, also habe ich es halt gemacht.

Aus dieser Zeit existiert zum Beispiel noch der Text „Auswirkungen der europäischen Verkehrspolitik auf Mannheim“ vom September 1993. Bei der Übernahme auf meine Website habe ich das Binnen-I dringelassen, um den Text im Original zu dokumentieren. Aber nicht, weil ich es gut finde.

Später wurde es für mich immer schwieriger, solche Texte zu lesen. Neben dem Binnen-I kam auch noch die Version mit dem Unterstrich („Bürger_innen“) und die mit dem Sternchen („Bürger*innen“) dazu. Mit der massiven Verstärkung meiner Autismus-Symptome durch die Depression stieg meine Abneigung dagegen, solche Texte überhaupt lesen zu wollen, selbst wenn mich der Inhalt interessierte, weil ich genau wußte, daß ich sie dann doch nicht lesen kann.

Warum ich sie nicht lesen kann?

Stell Dir mal vor, Du liest einen eigentlich interessanten Text, und mindestens einmal pro Satz wirst Du im Lesefluß gestört. Lies mal so einen Text und denk Dir bei jedem derart gegenderten Wort ein lautes „BOING!“. Genau so fühlt sich das für mich an. Als würde ich mit jedem dieser verbogenen Wörter mental gegen eine Wand laufen. Den Inhalt kann ich dann nicht mehr erfassen, die Konzentration dafür ist schnell im Eimer. Der Text wird für mich unlesbar.

Die Wirkung ist ein Stück weit vergleichbar mit blinkenden Werbeanzeigen auf Webseiten: Es lenkt unglaublich ab.

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich mich nicht dran gewöhnen könnte. Sorry, Leute, ich kenne das jetzt seit über 20 Jahren, und nein, es gibt keine Gewöhnung. Das „BOING!“ bleibt, selbst wenn mich ein Text noch so sehr interessiert. Es hilft nichts. Ich kann ihn nicht lesen.

Von Anfang an hatte ich ja auch die Argumente nicht so wirklich verstanden. Das Argument war: Frauen sichtbar(er) zu machen, zu inkludieren. Die deutsche Sprache sei maskulin und würde Frauen ausschließen. Ich hatte unsere Sprache nie so wahrgenommen.

Natürlich war und ist mir klar, daß Frauen (und Menschen abseits der binären Geschlechtsnorm) im Alltag benachteiligt und diskriminiert werden. Das habe ich als biologische Frau selbst oft genug erlebt. Ich hatte aber nie das Gefühl, daß unsere Sprache an sich der Grund dafür ist.

Letztens lief mir ein Aufsatz über den Weg, der mein Bauchgefühl mit Argumenten bestätigte. Mit Argumenten, die mir im Gegensatz zu denen der Befürworter von Gender-Texten auch sofort verständlich waren: Genus und Gendersprech: Der Führerin entgegen!. Darin wird ausführlich der Unterschied zwischen grammatischem und biologischem Geschlecht aufgedröselt und erklärt, warum wir in der deutschen Sprache die scheinbar so zufällig gewählten bestimmten Artikel genau so benutzen, wie wir sie benutzen.

Im Nachhinein frage ich mich, wieso das nicht Teil des Deutsch-Unterrichts war, denn viele Kinder wollen doch schon wissen, warum die Artikel so scheinbar willkürlich gewählt werden – spätestens, wenn man mit Kindern zu tun hat, deren Muttersprache nicht Deutsch ist und man mitbekommt, wie schwer diese sich damit tun, sich zu jedem Namenswort den richtigen Artikel zu merken. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich das mit einem türkischen Mädchen aus unserem Hinterhof immer wieder geübt hatte, weil sie lernen wollte, wie es richtig geht.

Nach dieser Lektüre ist für mich klar bzw. noch viel klarer, daß Sprache nicht der Hebel sein kann, um die Wahrnehmung und Akzeptanz von Frauen und Menschen außerhalb der binären Geschlechtsnorm – oder in Kurz: von Nicht-Männern – zu verbessern. Im Gegenteil: Das künstliche Verbiegen der Sprache wird die meisten Menschen eher davon abschrecken, sich damit zu befassen. Um die Akzeptanz und die Rechte von Nicht-Männern zu stärken, sind ganz andere Hebel notwendig.

Das fängt bereits bei kleinen Kindern an: Nein, (biologische) Mädchen müssen nicht rosa und (biologische) Jungen nicht hellblau tragen. Die Mädchen müssen sich nicht unbedingt für Puppen, Mode, Kosmetik, einkaufen und kochen interessieren, und die Jungen nicht für Autos, Raketen, Technik. Laßt sie doch unabhängig von dem, was sie zwischen den Beinen haben, mit dem spielen, das lernen, lesen, basteln, was sie interessiert und cool finden! Und wenn ein Mädchen sich für Raketen und den Weltraum interessiert und hellblau supersüß findet, ist das genauso OK, wie wenn ein Junge lernen möchte, wie man Puppenkleidchen häkelt oder sich die Fingernägel rosa lackiert.

Oder Produkte: Machen wir doch den Herstellern und Vertrieblern klar, daß „gegenderte“ Produkte große Kacke sind. Was ich da in letzter Zeit über Twitter und teils auch direkt im Laden so mitbekommen habe, löst bei mir einen Facepalm nach dem anderen aus. Zum Beispiel so etwas wie Kartoffelchips oder saure Gurken jeweils getrennt für Frauen und Männer. Ich meine … geht’s noch?

Oder Arbeitsplätze: „Programmierer“ ist eine Berufsbezeichnung und hat genauso wie der Beruf selbst überhaupt nichts damit zu tun, ob der Mensch, der ihn ausübt, einen Penis oder eine Vagina hat oder ob sich dieser Mensch als weiblich, männlich, bi-gender, genderfluid oder noch was ganz anderes empfindet. Denn all das hat überhaupt keinen Einfluß auf die Qualität der Arbeit. Laßt die Personaler anhand von Bewerbungsunterlagen, in denen der Vorname abgekürzt (oder der Name komplett pseudonymisiert) und kein Foto enthalten ist, entscheiden, ob jemand qualifiziert genug erscheint, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Ich habe eben schon angedeutet, daß es gar nicht nur um Frauen geht bzw. gehen kann. Wie will man denn sprachlich die Menschen inkludieren, die sich beispielsweise, wie ich, als bi-gender definieren? Wie die genderfluiden Menschen oder jene, die sich als geschlechtslos empfinden? Sollen dafür dann noch mehr Verknotungen erfunden werden?

Nein, es ist nicht die Sprache, die Nicht-Männer exkludiert. Es ist der Umgang mit Geschlechtlichkeit an sich; die Tatsache, daß das Geschlecht und/oder die Sexualität eines Menschen in Bereichen als relevant und als Ein- oder Ausschlußkriterium angesehen wird, in welchen es überhaupt keine Bedeutung hat. Wenn wir aufhören, die Geschlechtlichkeit im Alltag als Bewertungskriterium anzusehen, und andere darauf aufmerksam machen, erreichen wir meiner Ansicht nach wesentlich mehr, als wenn wir künstlich unsere gewachsene Sprache verknoten und damit eher noch weitere Menschen ausschließen und/oder abschrecken.

Mit der künstlichen Veränderung der Sprache werden nämlich durchaus wiederum Menschen exkludiert – zum Beispiel Autisten, die dann Texte nicht mehr oder nur noch unter größten Anstrengungen lesen können. Ich bin damit ja keineswegs alleine, wie ich schon mehrfach mitbekommen habe.

Und auch blinde Menschen, so habe ich letztens gelesen (habe leider den Link nicht mehr parat), finden es nicht unbedingt lustig, was ihnen ihre Screenreader vorlesen, wenn da Sternchen oder Unterstriche an Stellen auftauchen und vorgelesen werden, für die sie nicht vorgesehen waren.

Fazit und TL;DR: Mit der künstlichen Veränderung der Sprache werden Menschen exkludiert, und das mit zweifelhaftem Nutzen für die, zu deren Vorteil die Veränderung eigentlich eingeführt werden soll. Aber echte Inklusion kann nur funktionieren, wenn die Inklusion der einen Gruppe nicht zur Exklusion mindestens einer anderen führt. Damit, das Geschlecht nicht mehr als Bewertungskriterium einzusetzen, würden wir insgesamt und zum Vorteil Aller besser fahren.

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Michael Stehmann - OER

bedeutet Open Educational Resources. Es geht also um freie Lern- und Lehrmaterialien.

Das Bündnis Freie Bildung hat jüngst zusammen mit der FSFE und weiteren Bündnispartnern ein Positionspapier “Der Weg zur Stärkung freier Bildungsmaterialien” veröffentlicht. OER ist somit auch ein Thema der FSFE.

Am 17.03.2015 fand auf Veranlassung von Schulreferent Frank Wessel, Landespfarrer Peter Mörbel (Studienleiter) und dem Internet-Beauftragten der rheinischen Landeskirche Ralf-Peter Reimann eine Fachtagung zum Thema „Open Education Resources (OER) – ein Thema für Kirche im digitalen Zeitalter“ in der evangelischen Akademie im Rheinland (Bad Godesberg) statt. Wolf-Dieter und ich waren zu dieser Tagung beim vorangegangenen Fellowshiptreffen in Düsseldorf von Ralf-Peter absichtsvoll als Fellows der FSFE eingeladen worden.

Interessant war, dass Frank Wessel in seiner Einleitung den augustinischen Spruch “Omnis enim res, quae dando non deficit, dum habetur et non datur, nondum habetur, quomodo habenda est.”; (deutsch: “Denn jede Sache, die durch Mitteilung an andere nicht verliert, besitzt man nicht, wie man soll, solange man sie nur selber besitzt, ohne sie wieder an andere weiterzugeben”), ein Motto der FSFE aus ihrer frühen Zeit, erwähnte und hinzufügte, dass diese Sentenz aus dem Werk “De doctrina christiana” („Von der christlichen Lehre“), also einem Werk zur Bildung, stammt.

Während des längeren und gut fundierten Vortrag von Jan Neumann vom Hochschulbibliothekszentrum des Landes NRW) und danach fanden sehr angeregte Gespräche statt, in denen vor allem Fragen aufgeworfen wurden, die bei konsequenter Nutzung von OER in der kirchlichen und von der Kirche verantworteten Bildung vorab zu beantworten sind.

Aufgeworfen wurde beispielsweise die Frage, unter welchen Bedingungen jemand in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis ein in der Arbeitszeit erstelltes Werk unter einer Freien Lizenz veröffentlichen kann. Festgestellt wurde auch, dass der Umstand, dass die Creative-Commons-Lizenzen die Inhalte lizenzkostenfrei stellen, nicht bedeutet, dass sich Projekte zur Schaffung und Verbreitung von Inhalten, die unter einer CC-Lizenz stehen, nicht (beispielsweise über Teilnehmerbeiträge, Materialkosten, Crowdfunding) finanzieren ließen. Auch Fragen der Qualitätssicherung wurden erörtert.

Es wurden also Fragen aufgeworfen, die sich so oder so ähnlich auch bei Freier Software stellen, sodass mit gutem Grund gehofft werden kann, dass unsere Beiträge nützlich gewesen sind.

Die Beratungen zu diesem Thema sind sicherlich in der einen oder anderen Form fortzuführen, bevor sie Ergebnisse zeitigen können, denn viele Fragen konnten nur angerissen, nicht aber erschöpfend behandelt werden. Es sind auch noch “dicke Bretter zu bohren”, bis in allen Gremien und bei allen Entscheidungsträgern und Betroffenen das notwendige Bewusstsein für die (“im wahrsten Sinne des Wortes”) Notwendigkeit freier Bildungsmaterialien und ausreichende Kenntnisse hierüber vorhanden sein werden.

Insgesamt ist aber schon jetzt festzustellen, dass die evangelische rheinische Landeskirche, vor allem auch durch Ralf-Peter, ein ambitioniertes Programm in Bezug auf Freie Software und Freie Inhalte verfolgt, welches uneingeschränkt unterstützenswürdig ist.

Michael Stehmann - Das Portal wurde gestartet – wir waren dabei

Eine kleine Handbewegung für den CIO – aber ein großer Tag für Nordrhein-Westfalen. Von einem Raum im 15. Stock des Gebäudes der IT.NRW ging eine neue Epoche der Landesgeschichte aus, und wir können sagen, wir sind dabei gewesen.

In diesem Blog ist schon mehrfach über das Projekt Open.NRW berichtet worden.

Open.NRW wurde als Open Government Strategie im Mai 2014 durch die Landesregierung beschlossen. Ziel dieser Strategie ist es, mehr Transparenz durch die Bereitstellung von Daten, mehr Bürgerbeteiligung durch elektronische Partizipationsverfahren und eine bessere Zusammenarbeit durch die Nutzung Sozialer Medien in NRW zu ermöglichen. Dafür soll das Portal die zentrale Plattform bieten. Öffentliche Daten sollen in maschinenlesbaren Formaten zur freien Verwendung bereitgestellt werden.

In einen Raum unter dem Dach im 15. Stock des Gebäudes der IT.NRW in Derendorf mit schönem Aus­blick auf die Sky­line von Düs­sel­dorf und mit 80 lee­ren Stüh­len war­tete das Team der Open.​NRW-Ge­schäfts­stel­le am Abend des 16.03.2015 auf den Be­ginn der Dia­log­werk­statt, mit der das Open.​NRW Por­tal frei­ge­schal­tet wer­den soll. Mechtilde und ich erschienen pünktlich und begrüßten einige Bekannte. Trotz erheblicher Verkehrsstörungen füllte sich der Saal.

Hart­mut Beuß, der Be­auf­trag­te der Lan­des­re­gie­rung für In­for­ma­ti­ons­tech­nik (CIO) er­öff­nete mit einer kurzen Rede die Ver­an­stal­tung. Dann war zunächst ein Vortrag an der Reihe. Chris­ti­an Din­nus erklärte, was seit der ers­ten Dia­log­werk­statt al­les pas­siert sei und was die Nut­zer des Open.​NRW Por­tals in Zu­kunft er­war­ten kön­nten.

Endlich war es dann soweit: der CIO drückte den roten Knopf und eröffnete das Open.​NRW Por­tal.

Nach dem Motto „mitreden, mitbestimmen, mitgestalten“ konnten die Teilnehmer in einer Feedbackrunde ihre Anmerkungen und Ideen mit dem Open.NRW-Team diskutieren und Fragen stellen. Von mir wurde der Vorschlag unterbreitet, die Struktur der CSV-Dateien zu dokumentieren und – soweit möglich – zu standardisieren.

Dr. Dirk Hinterlang vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) erläuterte dann in einem anschaulichen Vortrag sein Projekt „Naturschutzinformationen NRW“.

Danach konnten wir bei Speis und Trank networken. Es ergaben sich noch einige interessante Gespräche unter anderem mit zwei Landtagsabgeordneten der Piraten und ihren Mitarbeitern.

Der Veranstalterbericht findet sich hier; ein Interview mit Herrn Beuß dort. Dieser hat auch “zur Feier des Tages” einen Blogbeitrag verfasst.

Matthi Bolte, der netzpolitische Sprecher der (Regierungs-)Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Landtag NRW, würdigte am nächsten Tage unter dem Betreff “Offene Daten für alle – NRW startet Open Data Portal” das Ereignis als eine neue Stufe der Umsetzung der Open.NRW-Strategie. Mit dem Start des Portals für offene Daten würde ein zentrales Ziel für mehr Transparenz, politische Beteiligung und wirtschaftliche Innovation in Nordrhein-Westfalen gesetzt.

Auch wenn die derzeit dargebotenen Daten und Beteiligungsmöglichkeiten noch eher gering erscheinen können – ein Anfang ist gemacht. Und das in weniger als einem Jahr nach der Verabschiedung der Open.NRW-Strategie durch die nordrhein-westfälische Landesregierung und in weniger als zwei Jahren nach der Vorstellung erster Eckpunkte der Open.NRW-Strategie im Landtag.

Frosch - Im Netz aufgefischt #207

Armut

Autismus

Computersicherheit

Datenschutz

Flug 4U9525

Geheimdienste

Genforschung

Hartz IV & Co.

Justiz

LGBTI

Nazis

NSU

Pressefreiheit

Qualitätsjournalismus

Routerzwang

TTIP

Verkehrspolitik

Vorratsdatenspeicherung

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

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forschungstorte - Contentindustrie sucht sich neuen Depp und seltsame Symbolbilder bei der FAZ

Da will die Contentmafiaindustrie sich noch nen Heller dazuverdienen indem man einfach den Herstellern mobiler Endgeräte Gebühren für Privatkopien aufdrückt. Grundlage ist ein Gesetz, dass damals (TM) von Zypies im Jahr 2008 auf die Wege gebracht worden ist. Ach, lest euch die Geschichte selber durch, denn hier sieht man wieder wie kapputt unser Urheberrecht ist.

 Aus Gestaltersicht ist allerdings das Symbolbild dieses Artikels sehr bemerkenswert. Es wird eine Dame mit Selfie-Stick gezeigt: Diese Apparatur steht doch quasi für die Urheberschaft einer Privatperson mit mobilem Endgerät (und durch das Endgerät erzeugt) an der eigenen Abbildung. Bildredaktionen schon wieder. Tss Tss. Der geneigte Fehlerteufel findet auch lustige Apostrophenvariationen im Text.

forschungstorte - Gut designte Flaschen beschädigen ihre Marke

Anders kann man es nicht ausdrücken: Schöne Flaschen mit unnötig hässlichen Sprüchen  im Regal beschimpfen ihre kritischen Kunden anstatt sich ihrer Verantwortung als eine weit verbreitete Trinkfruchtmarke bewusst zu sein. Entweder wird bald jemand aus dem Social Media Stuhl katapultiert oder die oberste Entscheidungsspitze dieses Unternehmens hat den Morgensmoothie mit ner Flasche Lack verwechselt. Da ist so ein Verhalten -  Das hier ist übrigens Poe's Law on Steroids - verständlich.



Danke Ti Leo für diesen Link.

Update: Die "Entschuldigung" auf Facebook machts auch nur ein wenig besser. Gepresste Selbstironie. Die Werbeapologeten auf Twitter, die Aufmerksamkeit noch als die oberste Kajüte der Wirksamkeit halten  habem mir zugegebenermaßen auch noch ein lakonisches Grinsen aufs Gsicht gezaubert.

Schönen Ostersonntag euch allen.

Michael Stehmann - Besuch bei der TroLUG

Für die Troisdorfer Linux User Group, organisiert als ein Club der Arbeiterwohlfahrt Troisdorf (AWO), ist die FrOSCon in St. Augustin ein “Heimspiel”. Daher hatten wir schon vor einigen Jahren versucht, einmal einen Besuch bei deren Treffen zu arrangieren. Am 05.03.2015 war es dann soweit: Mechtilde, Rainer und ich fuhren auf Einladung der TroLUG zu einem Treffen derselben. Ich war dazu auserkoren, dort einen Vortrag zu halten.

Wir trafen dort alte Bekannte und neue Gesichter. Es stellte sich dann heraus, dass viele Teilnehmer erfahrene IT-ler waren, was den Altersdurchschnitt prägte.

Mein Vortrag über Freie Software, deren Lizenzen und Vorteile für die Anwender, Richard Matthew Stallman und die FSFE und ihr Fellowship, den ich wie gewohnt frei hielt, dauerte länger als von mir erwartet – wohl auch, weil ich beim sachkundigen Publikum, welches kluge Zwischenfragen stellte, tiefer in die Materie einsteigen konnte. Dennoch konnte der offizielle Teil der Versammlung nach Abschluss der Diskussion pünktlich enden. Die teils lebhaften Diskussionen indizierten sicherlich das große Interesse der Teilnehmer an den behandelten Themen.

Rainer auch Materialien mitgebracht, die den Zuspruch der Teilnehmer fanden.

Die Folien hat die TroLUG ins Netz gestellt. Es steht dort auch eine odp-Version für alle, die die Freiheiten der Lizenz CC-BY-SA 3.0 DE nutzen möchten. Seitens der Teilnehmer wurde auch ein Protokoll gefertigt.

Nach dem offiziellen Teil klang der Abend noch in einer Troisdorfer Gastwirtschaft aus. Viel zu früh mussten wir uns leider auf den Heimweg machen.

Der Abend war für uns schön und für die TroLUG wohl, wie im Nachhinein vermeldet wurde, ein voller Erfolg.

Das interessante Vortragsprogramm dieser engagierten LUG ist sicherlich nicht nur einen Besuch in Troisdorf wert.

Michael Stehmann - Lizenzmanagement – Alles im “grünen” Bereich oder Alarmstufe “rot”?

lautet das Thema eines Abends, der am 26.02.2015 von der “XING Gruppe Düsseldorf” und der XING-Gruppe “IT-Connection” veranstaltet wurde. Es handelte ich um eine Kooperation zweier befreundeter Xing-Gruppen.

Die zu diskutierende Frage lautete: Ist Ihr Unternehmen in Sachen Softwarelizenzmanagement richtig aufgestellt?

Nun spielt “license compliance” bei Freier Software für die Entwickler derselben eine große Rolle. Der Anwender jedoch, der sich auf sein gutes Recht “use for any purpose” berufen kann, wird mit diesem Thema bei Freier Software nicht belästigt. Da Freie Software auf beliebig vielen Computersystemen, Prozessoren und Prozessorkernen und auch auf virtuellen Maschinen, sowie beliebig lange eingesetzt werden darf, bedarf es auch keines Lizenzmanagements, und “Audit” ist für den Anwender Freier Software ein Fremdwort. Was also bewegte Mechtilde und mich zu einer solchen Veranstaltung zu gehen? Nun der Abend war lehrreich und interessant und bestärkte uns am Ende in unserer Entscheidung für Freie Software.

Neben uns nahmen noch etwa 60 Fachleute aus der IT teil. Organisiert wurde das Event in hervoragender Weise von Alexandra-Danae Wassenhoven von der XING-Gruppe “IT-Connection”, der etwa 90.000 IT-Verantwortliche aus dem deutschsprachigen Raum angehören sollen.

Vor und nach den Vorträgen gab es bei Speis und Trank Gelegenheit zum Networking. Mechtilde und ich lernten einige interessante Menschen kennen.

Johannes Balzer, Senior Consultant SAM Services and Operations bei Crayon, referierte zum Thema “Audit, Risiko oder Chance”. Bernd Löschner, Leiter CC License Services bei MT AG, referierte über “SAMT – Software-Asset-Management”.

Man erfuhr viel Interessantes zum Thema Softwarelizenzaudit.

Klar ist, dass die Hersteller von proprierärer Software dieses Instrument in erster Linie zur Generierung weiteren Umsatzes einsetzen. Dabei kommt ihnen zupass, dass die Verwaltung von Softwarelizenzen bei professionellem Einsatz in den letzten Jahren sehr komplex geworden ist. Hierzu hat nicht nur der technische Fortschritt in Gestalt von Cloud Computing und Virtualisierung beigetragen. Sondern es erschweren auch neue Nutzungsmodelle von unterschiedlichen Herstellern ein effektives Lizenzmanagement durch IT-Anwender und -Verantwortliche.

Zu welcher Verwirrung dies führen kann, berichtete ein Teilnehmer. Ein Vertriebler eines Datenbankherstellers konnte den Verantwortlichen eines mittelständischen Unternehmens mit dem Argument, die Software werde in ja in einem Unternehmen eingesetzt, dazu bewegen, die recht kostspielige “Enterprise”-Lizenz zu erwerben. Allein aufgrund des Aufwandes der mit dem Betrieb dieses Datenbankmanagementsystems verbunden ist, dürfte dieses aber wohl kaum für die häusliche Verwaltung von Briefmarkensammlung Verwendung finden, sodass dieses System wohl nahezu ausschließlich in Betrieben und Verwaltungen und dort auch mit günstigeren Lizenzen eingesetzt wird.

Teilnehmer wunderten sich darüber, wieso die Softwarehersteller “einfach so” in ihr Unternehmen eindringen und dieses untersuchen können. Ihnen musste erklärt werden, dass sie dieses Recht als Unternehmer, die nicht unter dem Schutz verbraucherschützender rechtlicher Regelungen stehen, vertraglich dem Softwarehersteller eingeräumt haben. Die Alternative zum Besuch des Auditteams desselben ist der Besuch durch Strafverfolungsbehörden, denn das Urheberrecht ist strafbewehrt.

Bisher dachte ich, die Verwaltung proprietärer Softwarelizenzen würde “nur” den Aufwand eines Lizenzmanagements erfordern. Dieses Bild war jedoch, wie an diesem Abend deutlich wurde, ziemlich unvollständig. Wegen der Komplexität der Verwaltung von Softwarelizenzen bei professionellem Einsatz drohen dem Anwender nach einem Audit hohe Nachzahlungen und Vertragsstrafen. Auch können sich im schlimmsten Falle (zivil- und straf-)rechtliche Konsequenzen für Unternehmensverantworliche ergeben.

Zur Meidung oder zumindest Minderung dieser zu erwartenden Auditfolgen kann zwar vorher externe Beratung eingeholt werden, was aber wiederum Kosten verursacht. Zwar kann eine solche Beratung möglicherweise auch zukünftig Lizenzkosten einsparen. Aber dann hat man in der Vergangenheit zuviel gezahlt, ohne das diese “ungerechtfertigte Bereicherung” des Softwareherstellers kondiziert werden kann. Man hatte ja “nur” den falschen Lizenzvertrag abgeschlossen, und “pacta sunt servanda”.

Hinzu kommen noch interne Auditkosten, denn zur tunlichen Betreuung der Auditoren ist sachkundiges Personal abzustellen.

Diese wiederkehrenden Kosten dürfen bei der Berechnung der Total Cost of Ownership nicht außer Acht gelassen werden.

Die “Erfindung” neuer Nutzungsmodelle seitens der Hersteller proprietärer Software und deren Durchsetzung bei zeitlich befristeter Lizenzierung raubt dem professionellen Anwender Planungssicherheit. Insoweit kann das bei proprietärer Software meist gegebene Vendor-Lock-in nicht von Anfang an ersichtliche, erhebliche finanzielle Auswirkungen für den Anwender haben.

Wer als professioneller Anwender Softwarelizenzaudits und deren Risiken, Nebenwirkungen und Folgen vermeiden will, tut also gut daran, Freie Software einzusetzen. Dann hat er auch keine diesbezüglichen Complianceprobleme.

Somit war der Blick in diese ganz andere Welt für uns lehrreich und bestätigte ein weiteres Mal unsere Entscheidung für Freie Software.

Interessant war auch der Aspekt, dass Hersteller proprietärer Software als Motiv für die Audits “Kundenerziehung” nannten. Das Menschenbild der Hersteller proprietärer Software scheint also dem der Schöpfer Freier Software ziemlich entgegengesetzt zu sein.

29.03.2015

Frosch - Im Netz aufgefischt #206

Asyl

Autismus

Behinderung / Inklusion

Computersicherheit

Datenschutz

Geheimdienste

Germanwings Flug 4U9525

Hartz IV & Co.

Nazis

Netzneutralität

Netzpolitik

Polizei

Qualitätsjournalismus

Schule

Urheberrecht

Vorratsdatenspeicherung

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

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22.03.2015

OpenRheinRuhr - OpenRheinRuhr startet Call for Participation 2015

Helfer bei der OpenRheinRuhrDie OpenRheinRuhr, Fachkongress und Messe zu freier Software und Netzpolitik, startet den Call for Participation für die sechste OpenRheinRuhr, die am 7. und 8. November im Rheinischen Industrie Museum Oberhausen stattfindet. Gesucht werden Referenten, Aussteller, Sponsoren und Helfer.

 

Für die vier parallel stattfinden Vortrags- und Workshoptracks laden wir Anwender, Entwickler, Administratoren, IT-Entscheider aber auch Bürgerrechtler ein, Beiträge zu allen Aspekten von freier Software und Netzkultur einzureichen. Vorschläge können bis zum 15. Oktober 2015 unter  https://event.openrheinruhr.de/submission online eingereicht werden.  Auf dieser Website finden sich auch alle weiteren Informationen für Referenten. Thematische Vorgaben bestehen nicht, alle Beiträge zu aktuellen Technologien, interessanten Projekten und gesellschaftlichen Entwicklungen sind herzlich willkommen. Die Kontaktadresse für Referenten lautet vortrag@openrheinruhr.de

 

Darüber hinaus laden wir Projekte und Firmen ein, sich als Aussteller und/oder Sponsoren anzumelden. Mit der Ausstellung bietet die OpenRheinRuhr direkten Kontakt zu unserem Fachpublikum und ist eine ideale Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Anmeldungen für Stände senden Sie bitte an Aussteller@OpenRheinRuhr.de, Sponsoringanfragen an Sponsoring@OpenRheinRuhr.de. Sollten Sie Fragen haben werden wir Ihnen alle unter den entsprechenden Mailadressen beantworten.
Die OpenRheinRuhr ist ein Community-Event, die dieses Jahr zum sechsten Mal im Rheinischen Industrie Museum stattfinden. Als Community-Event wird die OpenRheinRuhr von Freiwilligen veranstaltet und ist auf Unterstützung angewiesen. Neben Sponsoring freuen wir uns über jede helfende Hand, die bei der Organisation und der Durchführung des Events hilft. Interessiere erhalten alle weiteren Informationen durch eine kurze E-Mail an  helfer@openrheinruhr.de.

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Frosch - Im Netz aufgefischt #205

Autismus

Behinderung / Inklusion

Computersicherheit

Datenschutz

Geheimdienste

Griechenland

Hartz IV & Co.

Qualitätsjournalismus

Sexismus

Staatstrojaner

TTIP

Vergewaltigung

Verschlüsselung

Vorratsdatenspeicherung

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15.03.2015

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi, 18.03.15

Am Mi. den 18. März trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Special Edition! Undo presents on new ways to debug your C++ Code! There will be Pizza!

Talk Abstract:
Anyone who’s written in C++ or other compiled languages will have had to fix bugs. Julian will give a talk on Undo’s record and replay debugging technology that allows Linux software developers to record their C/C++ program’s execution, and then “wind the tape” back and forth in real-time. This gives a clear view of a program’s execution, allowing the root causes of bugs to be found with astonishing ease. Much of the guesswork and trial-and-error is removed, meaning that bugs that might otherwise have taken weeks to fix can now be fixed in minutes. UndoDB uses advanced optimization techniques to allow practical debugging of even very large and CPU-intensive programs, Through a series of demos Julian will give an in-depth look at the Undo technology and how it works in the two main products: UndoDB (for reversible debugging), and Live Recorder (for recording the execution of programs on any computer – e.g. an in-production failure at the customer site). There will be time for an interactive Q and A session at the end of the talk.

Speaker:

Julian Smith (Co-Founder & CTO Undo Software) holds a physics degree from Oxford University, and a Ph.D. in cognitive psychology from the University of Edinburgh. He has spent the subsequent years writing software professionally, with a focus on development tools and system-level programming.

Julian is a keen cyclist and an accomplished violin, viola and baroque violin player and plays in various chamber music groups, orchestras and a local folk/rock group.

Ab 19:15 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

Frosch - Im Netz aufgefischt #204

Asyl

Autismus

Behinderung / Inklusion

Bundeswehr & Schule

Computersicherheit

Datenschutz

Geheimdienste

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Justiz

LGBTI

Nazis

#Neuland

Polizeigewalt

Terrorismus

TTIP

Verschlüsselung

Vorratsdatenspeicherung

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12.03.2015

Frosch - Eingemauert (ein Lebenszeichen)

Seit Wochen gibt es hier im Blog nur noch die wöchentlichen Links, also die Sammlung der (meisten) Artikel, die ich so im Laufe der Woche gelesen habe. Daher wollte ich mal ein Lebenszeichen hinterlassen.

Das ARGE gibt sich gerade mal wieder alle Mühe, zu vergessen, daß sie schon seit Jahren von meiner chronischen Depression wissen und davon, daß ich deswegen nicht mal eben umziehen kann. Meine Wohnung ist ihnen „zu groß und zu teuer“. Nun soll ich mal wieder beweisen, daß ich nicht umziehen kann – und solange ich das nicht kann, bekomme ich 83,00 € pro Monat weniger.

Im November hatte ich ja schon geschrieben, daß das Arbeitsverhinderungsamt ARGE nach dem vorherigen Existenzvernichtungsversuch noch keine Ruhe gibt, sondern nach weiteren Möglichkeiten sucht, mir irgendwie die Leistungen zu kürzen. Da sie derzeit, also im laufenden Bezug, nicht wegen der UG herummäkeln können, konzentrieren sie sich jetzt auf meine Wohnung.

Nun mögen gut 60 m² für eine Person groß erscheinen, aber ich habe hier meinen Lebensmittelpunkt und kann den durch Autismus und Depression auch gar nicht mal eben woanders hinverlagern, so daß mir ein Wohnklo für den Rest genügen würde. Und selbst das ist auf dem freien Wohnungsmarkt in Düsseldorf für den Mietsatz, den das ARGE vorgibt, nicht zu bekommen.

Die Wohnungsbau- und -verwaltungsgesellschaften, deren Liste man so in die Hand gedrückt bekommt, erzählen einem entweder was von Wartezeiten nicht unter einem Jahr, oder sie werfen gleich den Hörer auf die Gabel, wenn sie hören, daß die Miete von einem Amt bezahlt werden soll. Denn auch Vermieter wissen mittlerweile, daß man beim ARGE so gelegentlich schlechte Laune hat und dann eben mal nichts mehr bezahlt wird – wie ich es letztes Jahr ja auch sehr anschaulich erlebt habe.

Aus Düsseldorf wegziehen kommt für mich derzeit auch nicht in Frage. Wenn jetzt auch noch mein gesamtes (direktes) soziales Umfeld wegbricht, habe ich ja fast überhaupt keinen Halt mehr. Da nützt es nichts, zu wissen, daß es in Wuppertal massenhaft Leerstand gibt.

Ich soll also mal wieder etwas beweisen, was man objektiv eigentlich gar nicht beweisen kann. Bei meiner Hausarztpraxis (Gemeinschaftspraxis, ein Arzt und zwei Ärztinnen) hieß es von einer Ärztin Ende Januar, als ich wegen eines Attests anklopfte, man könne da gar nichts für mich tun, weil man mich ja schon seit 10 Monaten nicht mehr gesehen hätte und ja so gar nichts wüßte.

Der Fallmanager beauftragte daraufhin den Medizinischen Dienst der Bundesarbeitsagentur. Statt des angekündigten Einladungsschreibens des MD bekam ich allerdings am Montag einen Anruf – aus der vorgenannten Hausarztpraxis. Ich könne bereits am nächsten Tag einen Termin haben. Sicherheitshalber bat ich darum, bei der anderen Ärztin den Termin zu bekommen, weil ich ja schon so den Eindruck gewonnen hatte, die Dame habe nicht so richtig Lust auf die notwendige, umfangreiche Untersuchung für so ein Attest gehabt.

Der Termin bei der anderen Ärztin wiederum lief auch nicht so wirklich anders. Sie kannte den Vordruck und die Verfahren des MD nicht, erklärte mir ebenfalls, mich ja kaum zu kennen (und tatsächlich hatte sie mich von allen dreien bislang am wenigsten gesehen), und sie kenne sich mit solchen Dingen wie Depressionen ja gar nicht aus. Zudem hatte ich keine früheren Diagnosen und Gutachten vorgelegt – aus gutem Grund, denn darin stehen neben der Depressions-Diagnose eindeutige Fehldiagnosen wie „paranoide Persönlichkeitsstörung“ und „Sozialphobie“; die Autismus-Symptome waren dagegen nie erkannt worden. Erfahrungsgemäß werden solche Diagnosen aus früheren Gutachten gerne einfach abgeschrieben, das spart Untersuchungszeit und die Notwendigkeit, selbst zu denken. Das wollte ich mir nicht geben, abgesehen davon, daß diese Gutachten zumindest teilweise dem MD bereits vorliegen.

Darf ich das eigentlich merkwürdig finden? Ein Gutachter, der von einem Amt, einem Gericht oder der Rentenversicherung beauftragt wird, hat mich vorher auch nie gesehen. In der Hausarztpraxis, in der über die Jahre immerhin einiges über mich in die praxis-interne Datenbank getippert worden war, meint man, weil man mich nicht gut genug kenne, könne man kein Attest erstellen. Nein, ich glaube, die haben einfach keine Lust dazu, und/oder es kommt zu wenig Kohle dafür rüber.

Jedenfalls war ich nach 15 Minuten schon wieder raus aus der Praxis, und die untersuchende Ärztin schien mir keine gute Laune gehabt zu haben, als sie mich verabschiedete (mit „es warten hier ja noch mehr Patienten“). Keiner der früheren Gutachter hat mich in weniger als zwei Stunden untersucht. Sie werde sehen, was sich machen ließe. Ich ahne eher Fürchterliches. Aber da muß ich jetzt erstmal abwarten. Eine Möglichkeit besteht noch darin, daß die Ärztin feststellt, nicht die nötige Qualifikation zu haben, und das dem MD mitteilt. Das wäre derzeit vermutlich sogar die beste Lösung.

Ärztinnen und Fallmanager warfen mir übrigens unisono vor, daß ich nicht ständig bei einem Psychiater in Behandlung bin und auch keine Psychotherapie mache. Die Gründe dafür wollten sie nicht hören: Warum soll ich mich regelmäßig mit einem schubladen-denkenden Psychiater auseinandersetzen, der mir entweder wirkungslose, dafür mit Nebenwirkungen gespickte Antidepressiva aufdrücken will, oder mir nur blödsinnige Ratschläge gibt wie „bewegen Sie sich mehr, gehen Sie spazieren“ oder „gehen Sie mal mehr unter Leute“, dafür aber von Autismus keinen Schimmer hat? Und ein Psychotherapeut schafft mir die eigentlichen Probleme, mit denen ich nicht fertig werde, ja nicht fertig werden kann, nicht vom Hals. Der hat dann maximal dieselben dummen Sprüche auf Lager.

Und dafür soll die Krankenkasse dann regelmäßig Kohle rüberwachsen lassen (während sie mir gleichzeitig übrigens das einzige Hilfsmittel, das tatsächlich ein Stück weit helfen würde, nämlich ein Lichttherapie-Gerät, vorenthält)? Einzig und allein zu dem Zweck, ab und zu mal ein Attest für das ARGE zu schreiben? Nein danke. Dafür sind mir meine knappen Nerven-Ressourcen zu schade, und die Krankenkassen sollen gefälligst sinnvolle Therapien und Hilfsmittel bezahlen. Brillen zum Beispiel (aber das ist schon wieder ein anderes Thema).

Meine Überempfindlichkeiten, meinen Filtermangel und meine Ressourcenbegrenzungen kann man eben genauso wenig wegtherapieren wie meinen starken Gerechtigkeitssinn, der mir verbietet, gegen (nicht nur meine) Grundrechte zu handeln oder solches Handeln zuzulassen, nur damit alle Beteiligten ihre Ruhe haben.

–––

„Eingemauert“ hatte ich in die Überschrift geschrieben. Ja, so komme ich mir vor, seit Jahren. Hartz IV mauert ein. Um sich aus diesem Gefängnis zu befreien, bräuchte ich Ressourcen, die ich nicht habe bzw. die ich frühestens dann erlangen könnte, wenn ich bereits frei wäre. Wer sich nicht bewegt, spürt diese Mauern nicht. Wer es wagt, sich zu bewegen, bei dem werden sie verstärkt. Keine Ritze darf offen bleiben, alles muß dicht sein.

Es ging bei Hartz IV nie um Chancen. Es ging schon immer darum, Menschen unter Kontrolle zu halten und zu willenlosen Sklaven zu erziehen. Wer nicht gehorcht und/oder nicht billig genug ist, der soll untergehen – obdachlos werden, erfrieren, verhungern, sich umbringen, egal. Das Grundgesetz gilt nicht mehr, der Sachbearbeiter oder Fallmanager, der auf das Zwangsarbeits- und Zwangsverarmungsgesetz namens SGB eingeschworen ist, ist das Gesetz. Dein Leben gehört Dir nicht mehr, Du gehorchst oder verreckst.

Noch habt Ihr mich nicht (wieder) so weit, auch wenn die Mauern wieder wachsen.

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08.03.2015

Frosch - Im Netz aufgefischt #203

Atomkraft

Autismus

Behinderung / Inklusion

Computersicherheit

Datenschutz

Ermittlungsbehörden

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

Nazis

Netzneutralität

Rassismus

Justiz

TTIP

Urheberrecht

Verschwörungstheorien

Vorratsdatenspeicherung

Und weil es auch mal schöne Nachrichten braucht:

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01.03.2015

Michael Stehmann - “Dortmund braucht Freie Software”

propagiert Do-FOSS. Till hat uns diese Initiative beim Fellowshiptreffen in Düsseldorf am 25.02.2015 vorgestellt.

Der Referent war frühzeitig da; die Teilnehmer kamen aber leider nur spärlich. Erst durch zwei “Nachzügler” wurde die Zweistelligkeit der Teilnehmerzahl erreicht. Allerdings hatte sich ein regelmäßiger Teilnehmer krankheitsbedingt entschuldigt. Und Rainer war leider trotz unseres Treffens von der Führung der FSFE zu einem Mitarbeitertreffen nach Berlin beordert worden, obwohl er sich sehr für das Thema und die Menschen hinter Do-FOSS interessiert.

Der offizielle Teil des Treffens begann mit der “obligaten” Vorstellungsrunde.

Till berichtete von der Organisationstruktur, der Entstehung und der Geschichte dieser inzwischen städtisch anerkannten Bürgerinitiative, die sich den verstärkten Einsatz Freier Software in der Verwaltung der Stadt Dortmund zum Ziel gesetzt hat.

Der dargelegte “Weg zu Freier Software” und die “strategische Überlegungen” machten einen sehr ausgereiften Eindruck. Interessant war auch die Zusammenarbeit mit der einschlägigen Gewerkschaft, welche dem Ziel dieser Initiative wohlwollend gegenübersteht.

Die strategische Überlegungen nahmen auch einen breiten Raum in der Diskussion ein, die sicherlich sowohl für den Referenten als auch für die Teilnehmer lehrreich war.

Der Referent brachte auch zum Ausdruck, dass Do-FOSS gerade an einer Unterstützung durch die FSFE sehr gelegen ist. Diese wird u.a. als öffentlicher Unterstützer auf der Homepage von Do-FOSS erwünscht.

Der Ausblick mit aktuellen Fragestellungen schloss diesen interessanten Vortrag ab.

Till hat uns freundlicherweise die Folien seines Vortrages zur Verfügung gestellt. Bis auf das Logo und die Silhouette der Stadt Dortmund steht der Inhalt der Folien unter der Lizenz cc0.

Insgesamt war es wieder ein interessanter Abend, der mehr Teilnehmer verdient gehabt hätte.

Beieindruckend war, was Do-FOSS mit recht wenigen Leuten trotz “starken Gegenwindes” in relativ kurzer Zeit “auf die Beine gestellt hat”. Der Chronist konnte sich insoweit eines besonderen Lobes nicht enthalten.

Diese Initiative verdient – wenn notwendig – unsere Unterstützung.

Das nächste reguläre Fellowshiptreffen in Düsseldorf findet am 25.03.2015 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt. Um 20:00 Uhr beginnen wir mit dem „offiziellen“ Teil. Wer später kommt, verpasst also was.

Harald beschäftigt sich beruflich und in seiner Freizeit mit Freien Geoinformationssystemen und Offenen Geodaten. Hierüber wird er referieren. In diesem Bereich spielen Offene Standards eine Rolle bedeutsame Rolle, sodass dieses Treffen auch eine Veranstaltung im Rahmen des Document Freedom Day (DFD) ist.

Der Document Freedom Day wird am letzten Mittwoch im März begangen. Am letzten Mittwoch der Monate Januar bis November finden in Düsseldorf die Fellowshiptreffen statt. Daher wurde bereits in den vergangenen Jahren jeweils im März im Rahmen des regulären Fellowshiptreffens der Document Freedom Day begangen.

Gäste sind gerade bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Der offizielle Teil wird spätestens um 23:00 Uhr enden.

Frosch - Im Netz aufgefischt #202

Armut

Autismus

Bedingungsloses Grundeinkommen

BLÖD-Hetze

Bundeswehr & Schule

Citizenfour

Computersicherheit

Datenschutz / Privatsphäre

Depressionen

Fotografie

Geheimdienste

Gender Mainstreaming

Hartz IV & Co.

Netzneutralität

NSU

Qualitätsjournalismus

Scharlatanerie

Sexuelle Belästigung

Und sonst so?

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22.02.2015

Frosch - Im Netz aufgefischt #201

Armut

Asyl

Atomkraftwerke

Autismus & Co.

Behinderung / Inklusion

Computersicherheit

Geheimdienste

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Internet

Journalismus

Justiz

LGBTI

Polizei

Rüstung

Terrorismus

Vorratsdatenspeicherung

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21.02.2015

OpenRheinRuhr - Die Chemnitzer Linux-Tage – und wir sind dabei!

Banner Chemnitzer Linuxtage
Die Chemnitzer Linux-Tage – und wir sind dabei!

Die Chemnitzer Linux-Tage finden auch dieses Jahr am 21. und 22. März statt. Warum wir darüber schreiben?

Ganz einfach. Wir möchten auch ausserhalb unserer bekannten Region Werbung für unsere Veranstaltung machen, Aussteller und Referenten aber auch Teilnehmer aus anderen Teilen unserer Republik für die ORR 2015 gewinnen. Deshalb wird der OpenRheinRuhr e.V. als Aussteller auf den Chemnitzer Linux-Tagen auftreten.

Im Rahmen der “OpenRheinRuhr on Tour” möchten wir eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen rund um das Thema OpenSource Veranstaltungen anbieten, die gerne auch andere Leute anregen darf es uns gleich zu tun und weitere Veranstaltungen ins Leben zu rufen. Wir möchten Anregungen geben was bedacht werden soll. Wir möchten ein Netzwerk erstellen zwischen den Veranstaltungen um eine breitere Masse für das Thema zu begeistern.

Immerhin stehen wir als Veranstalter immer wieder vor den selben Problemen wie Ihr, die Ihr  vielleicht eine Veranstaltung plant. Ganz im Sinne der Open Source Community wollen wir Erfahrungen teilen und auch Ideen von Euch mit in unsere Planung einbringen.

Angesprochen sind natürlich alle Besucher der OpenRheinRuhr die mal sehen wollen wer dahinter steckt – immerhin erlebt Ihr uns nur einmal im Jahr in einer absoluten Ausnahmesituation. Wir wenden uns aber ganz bewußt auch an alle Besucher der Chemnitzer Linux-Tage, die mal schauen wollen ob sich die weite Reise ins Ruhrgebiet lohnt. Wir sagen Ja! – und freuen uns darauf, Euch in Chemnitz kennen zu lernen.

Auch die Organisatoren anderer Open Source Veranstaltungen die sich gerne mit uns austauschen wollen um über die üblichen Probleme reden zu können, wie bespielsweise Helfermangel oder geänderte Brandschutzvorschriften, die erst kurz vor der Eröffnung  zum Problem werden.

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16.02.2015

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi, 18.02.15

Am Mi. den 18. Februar trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: C++17 Library Aussichten.

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

15.02.2015

Frosch - Im Netz aufgefischt #200

Asyl

Autismus

  • 10.02.2015 Melas Asperger- und ADS-Blog: Heute … (via +Mela Eckenfels)

Behinderung / Inklusion

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Pöhse Hacker™

Rüstungsexporte

Terroranschläge

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Verkehrspolitik

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08.02.2015

Michael Stehmann - “Let’s talk about sex, baby!”

Ein paar Gedanken aus gegebenem Anlass.

Keine Sorge, dieses Blog wird sich an dieser Stelle nicht mit der menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Fortpflanzung befassen. Ich referiere an dieser Stelle nicht über Bienchen und Blümchen; es geht um etwas viel anstößigeres, unanständigeres – Ihr müsst jetzt recht tapfer sein oder die Lektüre hier beenden – ein moralisches Skandalthema ersten Ranges – mehr Ehen scheitern hieran, als an unterschiedlichen Vorstellungen über ein erfülltes Sexualleben: Es geht um Geld!

Folgt man einem oft kurzweilig zu lesenden, recht bekanntem Blogger, so kommt der moralisch integere Entwickler Freier Software, nachdem er Körper und Geist durch die Reinigung der Straßen seiner Heimatstadt erfrischt und so für seinen Unterhalt und den Unterhalt seiner Familie gesorgt hat, abends nach Hause, um sich dort in seiner Freizeit der Implementation der Algorithmen elliptischer Kurven zu widmen. In naiver Ignoranz ist dieser Idealist von den Bedürfnissen der Praxis gänzlich unbeeindruckt und befasst sich nur mit dem, was ihm Spass macht oder als geistige Herausforderung sein Interesse weckt.

Nichts darf zwischen dem Schöpfer und seinen Werke stehen! Nicht die Sorgen um das Aus- und Fortkommen oder gar die Gier nach Reichtum. Alles hat von Alltagssorgen unbefleckt, rein zu sein, programmieren l’art pour l’art, coding as a pastime.

Nun darf auch ein Blogger, der ansonsten eigentlich unverdächtig ist, ein Romantiker zu sein, gelegentlich recht kitschige Vorstellungen dem geneigten Publikum unterbreiten. Und überschreibt nicht auch der Verfasser dieses Textes eine seine Vortragsfolien mit: “Geld spielt keine Rolle!”?

Aber:

Unser Vizepräsident, der auch über “10 Missverständnisse über Freie Software” referiert, benennt eines dieser Missverständnisse wie folgt: “Mit Freier Software kann man kein Geld verdienen.” Und er fragt hinsichtlich dieser “Missverständnisse” mit guten Gründen: “Oder sind es Lügen?”

Der hier in Rede stehende Blogger macht daraus sogar, den Mantel des Moralisten umlegend: “Mit Freier Software darf man kein Geld verdienen (selbst wenn man es kann).”

Richard Matthew Stallman, dem mit einiger Berechtigung ein gewisser ethischer Fundamentalismus nachgesagt wird, ist insoweit ganz Pragmatiker:

“Viele Leute glauben, dass es im Sinne des GNU-Projektes wäre, dass man kein Geld für den Vertrieb von Kopien von Software verlangen dürfe, oder dass man so wenig wie möglich verlangen solle – gerade genug, um die Kosten zu decken.
Tatsächlich aber ermutigen wir Leute, die Freie Software weitervertreiben, sogar, so viel Geld zu verlangen wie sie wollen bzw. können.
Freie Programme werden manchmal kostenlos weitergegeben, und manchmal für einen beachtlichen Preis vertrieben. Oftmals steht das selbe Programm auf beide Arten von unterschiedlichen Anbietern zur Verfügung. Das Programm ist frei, unabhängig vom Preis, weil Anwender Freiheiten bei seiner Verwendung haben.“

Das “Geld spielt keine Rolle!” ist somit ganz anders gemeint: Software kann auch dann als frei zu charakterisieren zu sein, wenn man mit ihr Geld verdienen will.

Es ist also demnach keineswegs unmoralisch, sondern vernünftig und dem Fortschritt Freier Software förderlich, durch die Entwicklung Freier Software nicht nur Ruhm und Anerkennung, sondern auch sein Auskommen zu suchen. Moralisch angreifbar ist es vielmehr, unter Ausnutzung seiner Glaubwürdigkeit im Gewande romantischer Vorstellungen vom Programmieren ausschließlich des intellektuellen Vergnügens wegen den FUD der Gegner Freier Software vom Hobbyprogrammierer fortzuspinnen und so zum Kronzeugen derer zu werden, die bereit sind, die Freiheit anderer ihrem eigenen Profit zu opfern.

Manche werfen dem in Rede stehenden Entwickler Freier kryptografischer Software nun auch vor, er hätte sich von einem Unternehmen mit Sitz in Raleigh, North Carolina, anstellen lassen sollen. Dies ist in der Tat an sich kein abwegiger Gedanke.

Ja, hätte er dies doch getan! So hat er uns viel genommen! Spätestens beim ersten neuen Bug in “seiner” Software hätten wir kurzweilige Verschwörungstheorien munter diskutieren können. Um dieses Vergnügen hat uns der Schuft gebracht!

Und die Moral von der Geschichte? Eine derartiger Beitrag muss doch positiv enden!

Die Moral liefere ich gerne:
Wer hier und heute um die Freiheit kämpft, darf, kann und muss nicht warten, bis gesellschaftliche Utopien – und seien sie noch so gut gemeint – erst zur allgemeinen Auffassung und dann auch realisiert werden.

Frosch - Im Netz aufgefischt #199

Autismus

Behinderung / Inklusion

Computersicherheit

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Sexarbeit

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07.02.2015

Michael Stehmann - FOSDEM 2015

Für Haecksen und Hacker endet das Jahr mit dem Congress, auf den sie sich das ganze Jahr über freuen und vorbereiten. Für die Freundinnen und Freunde, Entwickler und Entwicklerinnen Freier Software beginnt das Jahr mit einem Event in Brüssel. Das erste und europaweit größte Event in jedem Jahr ist nämlich das Free and Open Source Developers European Meeting (FOSDEM) in Brüssel. Dieses Event fand in diesem Jahr am 31.1. und 01.02. statt.

Begonnen hatte die FOSDEM für uns bereits am Donnerstagabend in der Düsseldorfer Geschäftsstelle der FSFE mit dem Auspacken, Zählen, Falten und Einpacken der T-Shirts und anderer Textilien.

Auch in diesem Jahr ging es dann zeitig bereits am Freitagmittag auf nach Brüssel, denn wir wollten den Apache-OpenOffice-Stand schon am Freitag aufbauen. Erfreulicherweise blieb der befürchtete Schneefall aus, sodass wir bei gutem Wetter reisten.

Das Rollupdisplay wurde auf der anderen Seite des Ganges gegenüber dem Stand platziert, das Material ausgeladen und die Banner angebracht. Letztere mussten wegen der untergrundschonenden Klebematerialien im Laufe des Events noch ein paar Mal neu fixiert werden.

Nach dem Aufbau ging es weiter zum Fellowshipkoordinatorentreffen der FSFE in die Wohnung des belgischen Koordinators Mauricio, wo für unser leibliches Wohl gesorgt war. Zunächst wurden die anderen Teilnehmer begrüßt. Groß war die Wiedersehensfreude. Anhand meines Spickzettels, den ich für das Fellowshiptreffen in Düsseldorf im Januar gefertigt hatte, konnte ich dann – nunmehr in Englisch – über die Aktivitäten der Düsseldorfer Fellowshipgruppe im vergangenen Jahr berichten und erfuhr, was die anderen Gruppen so gemacht hatten.

Am Samstagmorgen wurde dann der Standaufbau durch die Installation von Rechner und Bildschirm vollendet. Wir erhielten das Material, das für das Jubiläum “15 Jahre OpenOffice” angefertigt worden war.

Neben uns war wieder der Perl-Stand, der viel Publikum anzog; auf der anderen Seite dieses Mal LibreOffice. Zahlreiche Freunde aus diesem Projekt waren angereist.

Zum Standdienst waren neben mir Mechtilde und Michaela eingeteilt. Lediglich drei weitere, allerdings hochrangige Mitglieder des Projektes bildeten unser Eventteam, nämlich Andrea, der fungierende PMC-Chair, Jan, zu diesem Zeitpunkt Kandidat für die Nachfolge von Andrea, und ein weiterer Entwickler, der Mitglied des PMC ist. Ein kleines, aber feines Team. Unser Stand war auch wieder Anlaufpunkt für die Entwickler anderer Apache-Projekte, die vorbeischauten.

Die meisten Gespräche führten wir in Englisch, viele aber auch in Deutsch. Flyer waren in diesen beiden Sprachen und in Französisch vorhanden.

Den Samstagabend verbrachten wir im Kreise des Apache-OpenOffice-Projektes; Mechtilde fand einen Parkplatz in einer Parallelstraße des Boulevard Anspach, der Anspachlaan, direkt an der Börse, deren Vorplatz als Treffpunkt ausgemacht war. Da das urige, kleine Fish-and-Chips-Restaurant, wo wir aßen, großen Zulauf hatte, gingen wir anschließend für einen “Absacker” in einen irischen Pub, den wir schon von unseren bisherigen FOSDEM-Besuchen kannten. Wegen der notwendigen Rückfahrt ins Hotel mussten sich Mechtilde und ich leider des Genusses der dort ausgeschenkten, hervorragenden Biere enthalten.

Die FOSDEM ist wohl auch das größte Fellowshiptreffen, sodass vor dem FSFE-Stand meist reger Betrieb herrschte. Die Arbeit hinter dem FSFE-Stand lief dieses Jahr wieder “wie am Schnürchen”. Es hat sich ein bewährtes Team herausgebildet, das “Hand in Hand” arbeitet. Insbesondere die neuen Rucksäcke mit dem Motiv der Kampagne “There is NO CLOUD, …” fanden reißenden Absatz.

Routiniert verlief wieder der Abbau der Stände am Sonntagabend. Noch unter dem Eindruck der zahlreichen Gespräche, die wir mit dem interessierten Publikum, aber auch mit Freunden aus anderen Projekten geführt hatten, traten wir dann die Heimreise an. Wieder hatten wir ein gutes Reisewetter.

Michael Stehmann - Fellowshiptreffen am 28.01.2015

Im Januar ist traditionell das Rückblicks- und Planungstreffen. So auch in diesem Jahr.

Leider waren insgesamt nur acht Teilnehmer gekommen, darunter auch zwei Referenten für die Treffen im Februar und März. Ob die Aufforderung “Alle sind auch eingeladen, zu bedenken, ob sie, beispielsweise durch eine Vortrag, etwas zur Gestaltung unserer Aktivitäten im Jahre 2015 beitragen können.” die anderen Aktivisten abgeschreckt hatte? Immerhin fehlten einige entschuldigt. Aus dem rechtsrheinischen Süden von Köln war ein regelmäßiger Teilnehmer des Bonner Fellowshiptreffens gekommen, der sich auch bei uns wohl recht wohl fühlt.

Keineswegs nur ihm zuliebe konnte der Chronist in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr feststellen, dass im Jahre 2014 der “rheinische Referentenaustausch” zwischen der Bonner und der Düsseldorfer Fellowshipgruppe in Gang gekommen ist. Dieser wird, da ist sich der Chronist ziemlich gewiss, auch in diesem Jahre fortgesetzt werden.

Der offizielle Teil des Treffens begann mit der “obligaten” Vorstellungsrunde.

“Dortmund braucht Freie Software” propagiert Do-FOSS, eine Initiative für den Einsatz Freier Software bei der Stadt Dortmund. Till hat uns diese Initiative kurz vorgestellt, um uns einen Vorgeschmack auf unser Treffen im Februar zu geben, bei welchem Mitglieder dieser Initiative uns diesselbe und deren Aktivitäten nahebringen werden. Bei dieser Gelegenheit wird man sicherlich auch überlegen, was man eventuell gemeinsam unternehmen kann.

Wer Do-FOSS und ihr Anliegen bereits vorher unterstützen will, hat dazu am Nachmittage des 19.02.2015 ab 14:00 Uhr Gelegenheit. Dann sollen nämlich vor dem Rathaus von Dortmund anlässlich der ersten Ratssitzung in diesem Jahr, die um 15:00 Uhr beginnt, Flyer verteilt werden. Helfer sind willkommen!

Harald stellte das Thema für das Fellowshiptreffen im März vor. Er beschäftigt sich mit Freien Geoinformationssystemen und Offenen Geodaten. Hierüber wird er dann im März referieren.

Beim Rückblick auf das vergangene Jahr konnten zahlreiche Aktivitäten, an denen Düsseldorfer Fellows beteiligt waren, memoriert werden. Einzelheiten können diesem Blog entnommen werden.

Auch im Jahre 2015 fährt wieder unser Bus zu den Chemnitzer Linux-Tagen am 21. und 22.03.2015. Aufgrund der bisherigen Anmeldungen konnte bereits eine erste Senkung des Reisepreises vorgenommen werden. Birgit konnte diese bereits beim Treffen in Aussicht stellen; ihre Erwartung hat sich also betätigt. Es kann festgestellt werden, dass sich dieser Bus etabliert hat.

Jeder sollte einmal in Chemnitz zu den Linux-Tagen gewesen sein und der beste Weg dorthin ist der Freedom-Tours-Bus, der auch dieses Jahr wieder mit der freundlichen Empfehlung der Düsseldorfer Fellowship-Gruppe der FSFE auf die Reise geht.

Gewünscht wurden von den Teilnehmern des Treffens mehr technische Themen. Auch wenn wir im Februar eher mit einem politischen Thema starten, werden sich die Koordinatoren bemühen, diesem Wunsche Rechnung zu tragen.

Nach dem außerordentliches Fellowshiptreffen am 12.10.2014 waren sich die meisten ortansässigen Teilnehmer einig, dass eine solche sonntagvormittägliche Veranstaltung mit Familien kein einmaliges Ereignis bleiben darf. Leider musste das “Schwesterherz” schließen. Es soll daher geprüft werden, ob ein solches Treffen in den Räumen des c3s im Gerresheimer Bahnhof stattfinden kann. Dort werden wir auch im April 2015 unser ordentliches Fellowshiptreffen abhalten.

Am 14.02.2015 feiern wir den “I love Free Software Day 2015″. Eine gute Gelegenheit, einmal unsere Liebe zu Freier Software zu zeigen und eine Entwicklerin oder einen Entwickler zu umarmen (Bitte vorher um Erlaubnis fragen!).

Nächstes Treffen:

Das nächste reguläre Fellowshiptreffen in Düsseldorf findet am 25.02.2015 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt. Um 20:00 Uhr beginnen wir mit dem „offiziellen“ Teil. Wer später kommt, verpasst also was.

Thema ist, wie bereits erwähnt, die Initiative Do-FOSS.

Der offizielle Teil wird um 23:00 Uhr enden.

Gäste sind bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

02.02.2015

dictvm - 1 year on 2 wheels

I think I will never be able to forget about last year. 2014 was the year I fell in love with riding a bicycle - again. In fact, this already happened in 2012 and it was inspired by my father.

My father is a bicycle aficionado since, well, ever. He rode an old road bike back in the day. I still remember the down tube-shifters made out of plastic. His next bike however, was a beautiful Koga Miyata TerraLiner Oval. This was in 1999, when I was still a kid.

I didn't really care about bicycles and I was riding a new Scott mountain bike back then. However, whenever my father allowed me to ride his Koga for a while, I felt this incredible joy of being on a really fast bike.
The feeling faded though. Then came puberty, girls started to be far more interesting, booze had to be tried and Black Metal to be discovered. It was a fine time and I enjoyed it a lot. At that time the bike was reduced to a vehicle of transportation. This way it was possible for me to stay longer at a party because I did not have to take the last bus, which left earlier. When you are literally too drunk to walk a straight line, you can still ride a bike with one eye closed. Yes, I was a bit more stupid back then. Life happened. I left Münster to become an apprentice in IT which lead me to end up as the systems administrator I am now. I moved to Erkrath, finished the apprenticeship, got a full time job, moved to Düsseldorf. And here I am now, 3 years later, with 4 bikes stuffed into my 55 square meter flat.

In 2012, while I was visiting my father in Münster, he told me to take one of his bikes with me. He remembered that I always liked it and I was complaining a lot about the public transportation in Düsseldorf, so he thought I should just take the bike. He did not give me just a bike, but the Koga Miyata. It was collecting dust in the basement and he had not used it since he bought a modern Steppenwolf-hardtail mountainbike in 2007. Of course, I gladly accepted the present. It was still in a pretty good condition. It was just perfect.

koga #1 This was taken during a short ride with a friend of mine in 2012.

I rode it throughout the whole summer of 2012 and I had big plans for 2013 - which I totally forgot about afterwards. I was preoccupied with work. I stopped smoking and got depressed. I stayed away from Chaosdorf, my favorite Hackerspace. In 2013, I rarely touched the bike, so it collected dust inside of my flat. I wasn't feeling well at all.

Back on my feet

Things changed when I suddenly felt the urge to be on a bicycle again. It started right in the beginning of 2014. Suddenly, I noticed that the symptoms of my depression decline when I'm on a bike. The more time I spent on my bike, the more I started to feel like a person living a life worth living again. It made me feel like I was really alive again. It gave me freedom. Otherwise I would have spent my day at home or waiting for a tram; or ranting about delayed trams on Twitter.

koga #2 One of my many trips to Kaiserswerth. It's a decent, bike-friendly path along the rhine.

koga #3 This picture was taken at the other side of the rhine. A friend of mine showed me this side at the beginning of summer. I can definitely recommend riding there.

Not enough

The person to inspire me to get a road bike was FAZ blogger Don Alphonso who keeps on posting pictures of rare, beautiful classical road bikes in his blog. I liked how these things looked and that you could reach insane amounts of speeds on them. Thus, I came to the conclusion to just buy a used road bike from the Ebay equivalent of Craigslist.

While I was visiting my mother in Lingen, I told her about my plans and we visited a small bicycle store in Rhein where I was told to get a modern road bike instead, especially because of the increased stability of a modern aluminum-frame. I wasn’t sure yet, if I wanted to spend more than a thousand bucks on something that might just end up as another bike collecting dust.

At first I eyed a Cube-entry level bike and then my eyes caught a glimpse of a slightly more expensive one. However, as soon as I was ready to place an order for the Stevens bike, the dealer told me that the frame size I needed was no longer in stock and that he was unable to get another. I wasn’t quite sure about the Cube anymore and so I decided to order a Canyon RoadLite 7.0 instead. Ironically, just two days before it finally got delivered, I had a cycling accident that put me into the hospital for a few hours. The muscles in my left leg overstretched and I had to let it heal for a few weeks until I could finally ride the new bike.

The very first ride with the new bike after my injuries had time to heal

During a holiday where I spent about 3-4 hours per day on the bike.

Another picture from the same holiday in East Frisia

This is how you transport a bike in a Deutsche Bahn InterCity train.

During descends, I peaked roughly 65 km/h on this bike and according to Strava, I rode about 1500 km on the RoadLite from July to October. A few hundred kilometers might be missing because I sometimes forgot to enable the tracking function of the app. However, I am not riding the bike for mere statistics anyways.

But something was still missing. Now I had a super-modern road bike with a complete Shimano Ultegra setup and I still felt like my life wasn’t complete without yet another bike. I scoured Ebay for an old road bike so I had something to play with, which I didn’t depend on for transportation. Thanks to Don Alphonso, I found a nice old road bike with a beautiful steel frame in Cologne - for which I paid only 300 €.

There are also special bicycle-compartments in Deutsche Bahn Regional Express trains

At first, it looked kind of ugly, due to the Milka splattered handlebar tape. I quickly replaced it with a nice white tape. The tape seemed a bit off and I noticed a few mistakes I made while tightening it, so I got myself another replacement. I ended up with an old Vinyl tape that might just be a few years older than I am. The brake handles also didn't fit to the bike, so I replaced them with Shimano 600 levers completing the Shimano 600-group of the bike.

The beautiful Shimano 600 levers

There just had to be one of those Hipster-pictures

At night

Before:

After:

Winter is coming

Road bikes have one disadvantage: They don't perform all particularly well in winter. So there had to be yet another bike in my collection, more suitable for bad weather conditions. At first I considered getting a hardtail mountainbike, but I didn't like the straight handlebar and I was convinced that an MTB wasn't the right bike for riding in a city like Düsseldorf. One of the Youtube channels I’m subscribed to had a report about a Cyclocross mastership and after some digging, I knew I wanted a cyclocross bike. It's built like a road bike but comes with disc brakes out of the box and slightly wider tires featuring a treaded surface.

My budget was a bit tight and so I tried to find the right crosser for roughly 1000 €. But my local dealer told me right away that I won't find a crosser with disc brakes which are able to stop a person of my size and mass for a price below 1500 €. So he recommended hydraulic disc brakes instead of mechanical ones to serve this purpose. At first I considered to let him replace the standard issue mechanical ones with the semi-hydraulic HY/RD from TRP but that would still have cost me about 1600 € including working hours for the modification. Fuck it, I thought and just went with the Cannondale CAADX SRAM Rival group and hydraulic disc brakes, resulting in a 2000 € bill.

Well, that escalated quickly. Thanks to a great employer, I was able to order the bike for my daily commute to the office as my Jobrad (that's german for "bicycle for work") - it’s a process that comes with the same tax-benefits as a company car. It took a few weeks until it was all wrapped up. Of course there were lots of signatures involved and the process took a quite some time, with all of the parties involved being spread across four different cities. Mid-November, I was finally allowed to take the bike with me.

I’m not sure if my current collection satisfies me with having “enough bicycles”. I don’t think so. I’m looking forward to what the year 2015 will bring in regards to bicycles, though. I’m pretty sure I’ll spend a lot of time on my bikes.

01.02.2015

Chaosdorf e.V. - Erstes Ansible-Meetup am 21. Februar 2015

Am 21. Februar 2015 findet in unseren Räumen ein Ansible-Meetup statt. Dazu möchten wir euch einladen. Geplant ist, dass das Meetup ein Treffen von Ansible-interessier­­ten DevOps/Sysadmins sein wird, das abhängig vom ersten Meetup zu einer regelmäßigen Veranstaltung wird. Bei Interesse kannst du dich entweder bei uns im Wiki oder bei Meetup eintragen, damit wir ungefähr wissen, mit vielen Gästen wir rechnen müssen. Es soll um 16 Uhr losgehen!

In den kommenden Tagen werden wir im Wiki und auf der Meetup-Seite noch genauer beschreiben, was wir uns für die erste Veranstaltung für ein Programm ausgedacht haben. Fest steht jedenfalls, dass zwar auch Anfänger willkommen sind (zumal einer von uns sich selbst noch als solcher betrachtet), wir aber nicht die Kapazitäten für Hands-on-Schulungen haben. Vielleicht wird’s auch einen kurzen Bericht mit ein paar Slides von unserem Besuch beim AnsibleFest in London geben.

Veranstaltet wird das Meetup von dictvm und von @svbito als Gastveranstalter. Wir freuen uns!

 

Frosch - Im Netz aufgefischt #198

70 Jahre Auschwitz-Befreiung

Ian Dunt @IanDunt
When I visited Auschwitz, our guide said: ‘Extremism does not explain what happened here. Only conformity does.’

10:59 – 27. Jan. 2015

Autismus

Behinderung / Inklusion

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

Pegida & Co.

Qualitätsjournalismus

Vergewaltigung

Verschlüsselung / Anonymisierung

Ganz zum Schluß

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30.01.2015

Chaosdorf e.V. - Bikeshed++: Nun auch mit Fahrradaufhängung

Das Bikeshed im Hackerspace platzt im Sommer aus allen Nähten und im Winter bessert sich die Situation auch nur minimal. Ein Plan musste her. Hans schlug dann kurzerhand vor, Fahrradaufhängungen im Eingangsbereich zu montieren. Es kam zum Konsens und die im Eingang im Regal stehenden Memberboxen wurden noch am selben Abend in den Transporterraum verfrachtet.

Nach ein paar Tagen kamen auch die Fahrradaufhängungen, lagen dann aber erstmal auf Halde, bis yrthy sich der Sache annahm und die Wand mit dem Bohrer bearbeitet hat. Hier und da ist die Wand nicht ganz so stabil wie erhofft, es reicht aber so gerade eben für Fahrräder unterhalb der 12kg. Primär sind die Aufhängungen ohnehin für die eher leichten Räder ohne eigenen Ständer gedacht.

Alle gerade im Dorf stehenden Räder am Haken

Alle gerade im Dorf stehenden Räder am Haken

 

Inzwischen ist uns einer der Haken wieder entgegen gekommen, nach dem ein etwas schwereres Rad daran gehängt wurde. Das sollte aber reparierbar sein. Im Zweifel helfen dickere Schrauben und stabilere Dübel. Für den Anfang sieht’s aber doch ganz gut aus. Jetzt hoffen wir, dass die Aufhängungen zu weniger Bikeshed-Rage führen.

25.01.2015

Frosch - Im Netz aufgefischt #197

Asyl

Autismus

Computersicherheit

Datenschutz

Geheimdienste

Gesundheit

Guantanamo

Haasenburg GmbH

Hartz IV & Co.

LGBTI

Pegida & Co.

Polizei

Raif Badawi

Urheberrecht

Verschlüsselung

Und sonst so?

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24.01.2015

Michael Stehmann - Fellowshiptreffen am 26.11.2014

Beim Fellowshiptreffen am 26.11.2014, also dem letzten Treffen in diesem Jahr stand das Thema Gesundheitskarte auf der Agenda. Der Bonner Neurologe und Freund Freier Software Walther Koehler diskutierte mit uns seine kritischen Gedanken hierzu.

Bereits die Historie, die uns der Referent erläuterte, vermag kaum Anlass zum Optimismus hinsichtlich eines Gelingens dieses Projektes geben. Ankündigungen und Resultate stehen in einem Missverhältnis, welches aber für viele EDV-”Groß-”Projekte typisch ist.

Erläutert wurde auch die derzeitige Auslegung dieses Projektes, wie sie sich aus der Sicht eines zwangsläufigen Anwenders darstellt. Vieles erscheint derart unpraktikabel und fehlgeplant, dass ernste Sorgen um den Datenschutz in den Arztpraxen angezeigt erscheinen. Vom versprochenen Nutzen für den Patienten ist praktisch nichts übriggeblieben. Für den Arzt und die anderen Angehörigen der Heilberufe ist die Gesundheitskarte keine Hilfe, sondern nur eine zusätzliche Last, wofür die fehlende Begeisterung der Ärzteschaft für dieses Projekt deutlicher Ausdruck ist.

Beispielsweise wird das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient dadurch belastet, dass dem Arzt die Prüfung der Identität seines Patienten auferlegt wird.

Dass auch hinsichtlich Freier Software nichts Positives berichtet werden konnte, erschien daher kaum überraschend.

Mit den Vortrag von Walther hat der “rheinische Referentenaustausch” eine schöne Fortsetzung erfahren. Die Kontakte zwischen der Bonner und der Düsseldorfer Fellowshipgruppe erweisen sich als fruchtbringend und hoffnungsvoll für die Zukunft.

Nächste Treffen:

Im Januar, am 28.01.2015, ist ab 19:30 Uhr im Chaosdorf unser “traditionelles” Rückblicks- und Planungstreffen.

Referenten für Februar und März 2015 konnten bereits gewonnen werden.

Michael Stehmann - OpenRheinRuhr 2014

In diesem Jahr fand die OpenRheinRuhr am 08. und 09. November wieder an gewohnter Stelle in den Räumen des Rheinischen Industriemuseums in Oberhausen statt. Auf diesem Event sind die Fellows der FSFE mit Vorträgen und Workshops, in der Organisation, an vielen anderen Ständen als Standpersonal – also praktisch überall – aktiv.

Nur wenige Meter vom Trubel des Events entfernt hielt auch die FSFE ihre jährliche Mitgliederversammlung ab, sodass die Teilnehmer derselben Gelegenheit hatten, in den Pausen kurze Gespräche mit der Basis führten. Auch während des Social-Event am Samstagabend standen hierfür zahlreiche Fellows und andere Freie-Software-Aktivisten zur Verfügung.

Der Stand der FSFE war nicht nur gut platziert, sondern fiel auch dadurch auf, dass er vom neuen sechs mal drei Meter großen Pavillon überdacht war. Dies ermöglichte es Rainer, ihn sehr ansprechend zu gestalten, sodass er viele Besucher anzog.

Neben dem Apache-OpenOffice-Stande befand sich wieder der LibreOffice-Stand. Auf der anderen Seite war der Stand des sidux e.V., der bekanntlich die PrOOo-Box unterstützt. Wir waren somit von Freunden umgeben.

Wir, Mechtilde und ich, wurden wieder von Michaela und marudor unterstützt.

Erfreulich war, dass Thomas Krumbein, der langjährige Vorsitzende des OOoDeV und späteren FrODeV, auch unserem Stand einen Besuch abstattete.

Auf den Seiten des sidux e.V. befindet sich auch ein längere Bericht über diese Veranstaltung mit Lichtbildern. Auf zumindest einem ist auch unser Stand gut zu sehen.

Michael Stehmann - Fellowshiptreffen im Oktober 2014

Der Landtagsabgeordnete Matthi Bolte sprach mit uns am 29.10.2014 über das Thema Open.NRW.

Über das Projekt Open.NRW ist in diesem Blog schon mehrfach berichtet worden. Am 27.05.2014 hat die nordrhein-westfälische Landesregierung die Open.NRW-Strategie verabschiedet.

Es war daher sehr interessant, von einem Landtagsabgeordneten einer die Landesregierung tragenden Fraktion über den Stand dieses Projektes informiert zu werden und mit ihm die Zukunft von Offenheit, Transparenz und Bürgerbeteiligung zu diskutieren.

Schließlich sind die Verwendung Offener Standards und bewährter und allgemein bekannter Lizenzen uns ein Anliegen.

Es gab daher einen regen Gedankenaustausch. Danke an Matthi Bolte für diesen interessanten Abend.

Michael Stehmann - T-Dose 2014

Die T-DOSE ist ein kostenloses und jährliches Treffen in Eindhoven zur Förderung der Nutzung und Entwicklung Freier Software. Dieses Jahr fand sie am 25. und 26. Oktober wieder in Eindhoven statt. In diesem Jahr hatte auch Apache OpenOffice einen Stand angemeldet und erhalten.

Selbstverständlich war auf dem Standrechner die neuste Apache-OpenOffice-Version mit niederländischer Lokalisierung installiert. Nur niederländische Flyer hatten wir leider nicht. Aber die englischen oder die deutschen Flyer taten es in Regel auch.

Benachbart war der Stand der Free Software Foundation Europe, der sich wieder an seinem “angestammten” Platz befand. Der niederländische Fellowship-Koordinator Maurice hatte ein großes, fast zweistelliges Team von Fellows gewinnen können, diesen zu betreuen. Diese gestalteten den Stand sehr ansehnlich.

Die T-Dose war also auch in diesem Jahr wieder ein niederlänisch-rheinisches Fellowshiptreffen und Eindhoven auch dieses Jahr wieder eine Reise wert.