Willkommen auf Planet Chaosdorf! Wir sammeln hier alle Blogs, die für uns irgendwie interessant sind – meist von Personen oder Organisationen aus unserem Umfeld

01.05.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #262

Armut

Bedingungsloses Grundeinkommen

Behinderung / Inklusion

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

Mindestlohn & Rente

Polizeigewalt

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Tierquälerei

Trau schau wem

Überwachung

Verschlüsselung

Whistleblower

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

Flattr this!

27.04.2016

Chaosdorf e.V. - Vortrag: Git together am 14.05.2016

Am Samstag, dem 14.05.2016 wird es ab 16:00 Uhr in unseren Räumen einen Vortrag zu git geben. Neben einem Überblick zu Versionierung wird es um die Funktionen von git, den Nutzen von git für Einzelpersonen / Gruppen und den internen Aufbau von git gehen.

Teilnahme

Der Vortrag und Workshop richtet sich an alle, die entweder schon mit git arbeiten oder sich bisher nur dafür interessieren.

Voraussetzungen

  • Ihr solltet einen Rechner mitbringen
  • Ihr solltet wissen, wie man Software auf diesem installiert
  • sicher im Umgang mit Dateien und Ordnern sein
  • keine Angst davor haben, Textbefehle in ein schwarz-weißes Fenster einzutippen

Zwischendurch wird es was zu Essen geben (vegan und nicht vegan)

Eine Anmeldung ist nicht Pflicht, würde uns zur besseren Planung aber
freuen (https://wiki.chaosdorf.de/Git_together#Teilnehmer)

25.04.2016

Frosch - Eine unglaubliche Woche

Ich habe gerade eine unglaubliche Woche hinter mir. Schade, daß es nur eine Woche war. Denn in dieser Woche war ich völlig depressionsfrei.

Unglaublich, daß dieser ständige Druck im Brustraum einfach weg war.

Unglaublich, daß ich plötzlich wieder ganz problemlos acht Stunden fast am Stück konzentriert durcharbeiten konnte und mich normale Unterbrechungen wie Essen oder Tee kochen nicht gleich völlig rausgeworfen haben.

„Ich hab nix gemacht!“ Auch meine Situation ist unverändert: Unklare Verhältnisse, weil ich keinen gültigen Bescheid habe und nie weiß, ob zum nächsten Monat wieder Geld kommt.

Vielleicht war’s das Wetter, denn heute ist es im Gegensatz zur letzten Woche trübe und regnerisch. Aber das allein kann diese völlige Symptomfreiheit nicht erklären. Ich habe fast in jedem Frühjahr, wenn es zum ersten Mal wärmer wird, eine Art „Energieschub“. Aber diese Woche gerade war eine andere Größenordnung. Denn bei den früheren „Energieschüben“ war ich nie wirklich symptomfrei.

Gerade wollte ich damit anfangen, Dinge neu zu planen und vor allem liegengebliebene Aufgaben anzugehen, da war’s auch schon wieder vorbei.

Immerhin bin ich an meinem neueren Server ein kleines Stück weitergekommen.

Den oder einen Grund zu kennen, wäre ja recht nett. Reproduzierbarkeit war aber offenbar nicht in diesem kleinen Überraschungspaket enthalten.

Was aber hängengeblieben ist: Ich kann’s noch. Die Depression hat mir meine Fähigkeiten nicht auf Dauer genommen. Da geht noch was. Frosch ist noch nicht ganz kaputt.

Und diese Erkenntnis ist verdammt viel wert.

Flattr this!

Chaosdorf e.V. - GameJam(1, “Ludum Dare 35”): The Day After

Die zweite große GameJam ist vorbei und dauerte vom 15.4.2016 (18:00 Uhr) bis zum 18.4.2016 (08:55 Uhr). Sie war unsere erste lokale Veranstaltung zu einer großen, weltweiten GameJam: Der Ludum Dare 35.

Die eigentliche Spiele-Entwicklung startete erst mit der offiziellen Themenvergabe am Samstag um 03:00 Uhr Ortszeit, so dass wir die ersten Stunden primär für Socialising nutzten. In der restlichen Zeit haben sieben Teilnehmer vier abgefahrene Spiele geschaffen, was bei dem von der Masse gewählten Thema „Shapeshift“ gar nicht so einfach war: Anfangs fiel keinem von uns (und scheinbar auch nicht der breiten Masse des Internets) etwas passendes ein.
Doch wir akzeptierten und meisterten diese Challenge.

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>
Auch dem Internet sind dann noch tolle Ideen gekommen und mit 2719 Einsendungen, die zum Teil von professionellen Spielestudios kamen, ist die Konkurrenz doch deutlich größer als erwartet.
Wer für uns voten möchte, kann sich auf der offiziellen Seite der Ludum Dare 35 anmelden und uns (oder auch die anderen Teilnehmer) wählen.

Zu gewinnen gibt es natürlich nichts außer immer währendem Ruhm und deshalb galt auch dieses Mal wieder das Motto: Mitmachen ist alles ;)

Dank yrthy, operative und fuchs hatten wir auch durchgehend genug Verpflegung, die teilweise auch vegetarisch, vegan und glutenfrei war.

Alle Spiele auf einen Blick finden sich unter gamejam.chaosdorf.de und hier in der Übersicht.

Elderly Shapeshifting Samurai Tortoises

Release Tweet

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

Will it Shapeshift?

Release Tweet

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

SHAPECYCLE

Release Tweet

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

rain contact

Release Tweet

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

 

Fazit

Auch dieses Mal hatten alle Beteiligten viel Spaß und die Gewissheit, dass wir das wiederholen werden :)

Twimpressionen

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="https://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

24.04.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #261

Aufgrund eines technischen Problems dort gibt es heute leider keine „Besorgten Nachrichten“. Das wird nachgeholt, sobald der Server wieder zur Verfügung steht.

AKW-Sicherheit

Autismus

Behinderung / Inklusion

Flucht & Asyl

Genderfoo

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Iran

Kirche

Pflege

Polizeigewalt

Rape Culture

Rente

Tierquälerei

Trau schau wem

Urheberrecht

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

Flattr this!

18.04.2016

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi. 20.04.2016

Am Mi. den 20 April trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: Generic JSON in C++

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

Frosch - gitweb auf nginx

Hey, endlich mal wieder ein Artikel mit IT-Bezug! 😉 Gestern habe ich von Dr. Michael Stehmann, dem Autor der Anwaltssoftware Canzeley, eine ausführliche und gute Einführung in git incl. einer lokalen Installation von gitweb (unter apache2) bekommen. Nochmals vielen Dank dafür! Heute wollte ich das ganze mal so in die Praxis umsetzen, wie es für mich am sinnvollsten erscheint.

Ziel: Der Git-Server soll auf dem neueren meiner beiden Server laufen, und zwar mit gitweb als grafischem Browser, damit ich meine Projekte auf Dauer auch anderen zugänglich machen kann. Weil ich dort keinen Apachen mehr betreibe, sondern eben nginx, habe ich mir da einen V-Host für gitweb eingerichtet und (mit Hilfe des WWW) nginx erklärt, wie er mit diesem umgehen soll.

Der Haken ist nämlich: gitweb kann man völlig schmerzfrei mit apt-get install installieren, wenn der darunterliegende Webserver ein apache2 ist. Denn die dafür nötige Konfigurationsdatei kommt direkt mit, die Weboberfläche läuft somit „out of the box“. Bei anderen Webservern wird’s ein wenig komplizierter.

Erstmal ein paar Begriffe, damit es nicht zu Mißverständnissen kommt:

  • „Server“ bezeichnet den Rechner, auf dem die Git-Repos zukünftig gehostet werden sollen. Bei mir ist das ein solcher, der öffentlich zugänglich im Internet steht.
  • „Client“ bezeichnet einen Rechner, mit dem man sich zum Git-Repo verbinden will, sowohl zur Verwaltung der Repos als auch, um auf die grafische Oberfläche von gitweb zu gelangen.
  • Begriffe, die ich $solcherart schreibe, sind Platzhalter-Bezeichnungen, die entsprechend ersetzt werden müssen.
  • „example.com“ ist ein Beispiel für eine Domain, auch die muß natürlich entsprechend angepaßt werden.

Der Server läuft in diesem Fall unter Debian GNU/Linux 7 (Wheezy; derzeit oldstable) und hat keine Backports eingebunden. nginx läuft bereits. Trotzdem muß root zur Vorbereitung erstmal ein paar Dinge tun:

:~$ apt-get install git gitweb fcgiwrap
:~$ mkdir /srv/$gitdir
:~$ adduser --home /srv/$gitdir git
:~$ chown -v git:git /srv/$gitdir
:~$ chmod g+rw /srv/$gitdir
:~$ chmod g+s /srv/$gitdir
:~$ usermod -aG git $user

$user ist Platzhalter für einen bereits vorhandenen lokalen User-Account.

Was habe ich hier gemacht? Zunächst habe ich die Pakete git, gitweb und fcgiwrap installiert. Letzteres braucht später der nginx, um mit gitweb reden zu können. Dann habe ich ein Verzeichnis angelegt, in welchem die Repos gespeichert werden sollen.

Außerdem wird für git ein eigener User-Account benötigt. Der bekommt zwar ein Paßwort und alles, aber das wichtigste daran ist in diesem Fall die Gruppe, die damit angelegt wird; über diese Gruppe können User, wie mit dem letzten Befehl aus diesem Block geschehen, berechtigt werden, Repos anzulegen und zu verwalten.

Damit die Rechteverwaltung so auch funktioniert, muß das angelegte Verzeichnis für die Repos die User- und Gruppenrechte für git bekommen. Außerdem muß die Gruppe das Verzeichnis lesen und schreiben dürfen; das g+rw ist allerdings mehr eine Sicherheitsmaßnahme, da Verzeichnisse meist sowieso mit Schreib- und Leserechten für die Gruppe angelegt werden. Die weitere Änderung bei den Zugriffsrechten für das Verzeichnis, g+s, bewirkt, daß darin neu angelegte Dateien oder Unterverzeichnisse derselben Gruppe gehören, der auch das Verzeichnis selbst gehört (statt der Gruppe, zu der der erstellende User primär gehört).

Schließlich bekommt mindestens ein normaler User-Account, der Projekte in dieses git einspielen und editieren darf, die Gruppenrechte für git.

Nachdem diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, möchte ich den ersten Eintrag in der Datei /etc/gitweb.conf editieren, denn das Root-Verzeichnis für die Projekte soll hier anders heißen als dort ursprünglich vorgesehen (das kann man machen, muß aber nicht; wenn nicht, müssen weiter unten die Pfade entsprechend angepaßt werden):

$projectroot = "/srv/$gitdir";

Nun muß der nginx lernen, was er da ausliefern soll und wie:

:~$ cd /etc/nginx/sites-available

In diesem Verzeichnis wird eine neue Datei für gitweb angelegt, die ich hier mit dem Platzhalter $sitename bezeichne. Diese Datei bekommt folgenden Inhalt:

server {
        root /srv/$gitdir;
        server_name git.example.com;

        location /index.cgi {
                root /usr/share/gitweb/;
                include fastcgi_params; 
                gzip off;
                fastcgi_param SCRIPT_NAME $uri;
                fastcgi_param GITWEB_CONFIG  /etc/gitweb.conf;
                fastcgi_pass  unix:/var/run/fcgiwrap.socket;  
        }

        location / {
                root /usr/share/gitweb/;
                index index.cgi;
        }

        error_page 500 502 503 504 /50x.html;
        location = /50x.html {
                root /usr/share/nginx/www;
        }

        access_log /var/log/nginx/$sitename/access.log;
        error_log /var/log/nginx/$sitename/error.log;  
}

Ich habe in diesem Fall eine Subdomain zu einer bestehenden Domain angelegt. Hier sieht man auch, warum ich anfangs das Paket fcgiwrap installiert habe: ohne dieses würde das Ganze nicht funktionieren.

Natürlich ist es auch möglich, gitweb stattdessen in ein Unterverzeichnis eines bestehenden Webangebots zu packen. Dann müssen die Pfade weiter oben entsprechend angepaßt werden. Auch der Betrieb auf einem anderen als dem Standard-Port ist möglich; in diesem Fall muß der nginx auf diesem geänderten Port lauschen. Auf diese beiden Möglichkeiten und darauf, was dafür anders gemacht werden muß, gehe ich hier aber nicht weiter ein.

Zu den Log-Pfaden: Das ist Geschmackssache. Ich lege für jede Site ein Unterverzeichnis an; andere lassen vielleicht alles in ein Logfile laufen oder haben überhaupt nur eine Site, so daß sich eine Unterteilung nicht lohnt. Die Pfade müßten dementsprechend angepaßt werden. Falls gar keine Logs gewünscht sind, läßt man diese beiden Zeilen einfach weg; für den Anfang und bis alles läuft sind sie allerdings schon sinnvoll.

So! Nachdem jetzt alles konfiguriert sein sollte, kann das Ganze aktiviert werden:

:~$ cd sites-enabled
:~$ ln -s ../sites-available/$sitename .
:~$ cd /srv/$gitdir
:~$ ln -s /usr/share/gitweb .
:~$ service nginx restart

Zunächst wird ein SymLink in die aktivierten V-Hosts gesetzt, damit nginx weiß, daß er diesen V-Host auch tatsächlich benutzen soll und der nicht einfach nur so da rumsteht. Dann wird das Script-Verzeichnis von gitweb per SymLink in das Verzeichnis gelinkt, das ich weiter oben der gitweb-Konfiguration als projectroot eingetragen habe. Schließlich muß nginx neu gestartet werden, damit er die Änderungen auch mitbekommt.

Nun kommt es noch darauf an, ob die Subdomain, die ich gerade nginx vorgegeben habe, im DNS bekannt ist (oder überhaupt bekannt sein soll); wenn ja, ist jetzt schon alles in Butter. Wenn nicht, muß man seinem Client noch ein bißchen „DNS zu Fuß“ beibringen und – als root – die Datei /etc/hosts editieren. Sie bekommt an passender Stelle eine zusätzliche Zeile, die etwa so aussieht:

10.0.0.5 git.example.com

10.0.0.5 ist dabei natürlich durch die echte IP-Adresse des Servers und git.example.com durch den tatsächlichen Namen zu ersetzen.

Rein theoretisch sollte die Site jetzt mit einem Browser unter http://git.example.com ansprechbar sein und anzeigen, daß noch keine Projekte vorhanden sind. Wenn nicht, heißt es Logfiles lesen 🙂

(Darauf, wie man das Ganze auch mit https verfügbar machen kann, gehe ich hier nicht ein.)

Ja, und jetzt kann endlich das erste git-Repository angelegt werden. Auf dem Client, auf dem natürlich auch git installiert sein muß, geht man also als User in sein Projektverzeichnis und git-ifiziert ein Projekt, falls noch nicht geschehen. An dieser Stelle gehe ich davon aus, daß unterhalb des Projektverzeichnisses ein Verzeichnis namens „test“ existiert, in welchem mindestens eine Datei steht.

:~$ cd /home/$user/projekte/test
:~$ git init
:~$ git add .
:~$ git commit -am "initial message"
:~$ cd ..
:~$ git clone --bare test test.git
:~$ scp -r test.git $user@git.example.com:/srv/$gitdir

Wenn das Projekt lokal bereits mit git verwaltet wird, sind die ersten drei git-Befehle natürlich überflüssig; aber in dem Fall gehe ich sowieso davon aus, daß der Anwender mit git bereits ein wenig umgehen kann.

Nun sollte das Projekt „test“ bei einem neuen Aufruf der gitweb-Site angezeigt werden.

Damit das in Zukunft ein bißchen einfacher geht, erklären wir dem git auf dem Client jetzt noch, wo das externe Repo liegt:

:~$ git remote add origin $user@git.example.com:/srv/$gitdir/test.git
:~$ git remote -v

Mit dem zweiten Befehl wird nur nachgesehen, ob der Server erfolgreich hinzugefügt wurde. Nach einem Commit kann man nun dem git auf dem Client einfach sagen:

:~$ git push origin master

Das Paßwort muß man natürlich trotzdem jedesmal eingeben. 😉

–––––––
Quellen:

Flattr this!

17.04.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #260

Die Nachrichten zu Rechtsextremismus, rechter Gewalt und rechtem Terror, rechten Parteien usw. finden sich wie üblich bei den Besorgten Bürgern in den Besorgten Nachrichten, KW 15/2016. Diesmal mit einem Aufruf zur Mithilfe, weil der Zeitaufwand doch ziemlich hoch ist und ich das gern auf mehrere Schultern verteilen würde.

Alles andere, was ich so gelesen habe:

Armut

Autismus

Behinderung / Inklusion

Bundeswehr im Innern

Causa Böhmermann

Diskriminierung

Gesundheit

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

LGBTIQ

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Terrorismus

Trau schau wem

Überwachung / VDS

Verschlüsselung

Wissenschaft

Und sonst so?

Flattr this!

15.04.2016

Michael Stehmann - Blog-Streik

Es wird ernsthaft erwogen, die FSFE-Blogs abzuschaffen

Solange diese Gefahr im Raum steht, wird es an dieser Stelle keine weiteren Berichte mehr geben.

Ich arbeite doch nicht für den Papierkorb!

Ich bitte daher um Verständnis für meinen Blogstreik.

Sollte eine andere als die angekündigte Entscheidung fallen, werde ich dies an dieser Stelle sofort berichten.

Meinen Lesern danke ich für ihre Aufmerksamkeit.

Frosch - Das mit der Diagnose

Diesen Artikel hatte ich vor über zwei Monaten angelegt, hatte aber nicht die Kapazitäten, ihn dann auch tatsächlich mit Inhalt zu füllen. Das lag auch daran, daß mich das Thema ziemlich verletzt hat. Ich fühlte mich auf einmal aus einer Community heraus angegriffen, für die ich mich einsetzte und von der ich glaubte, ein Teil zu sein.

Nun kommt das Thema in einem eigentlich ganz anderen Twitter-Thread wieder auf, und – ja, dann versuche ich das mal.

Also, das mit der Diagnose.

Es gibt sowohl Autisten als auch Nicht-Autisten, die meinen, nur jemand mit einer von einem Arzt unterschriebenen und gestempelten Diagnose dürfe sich Autist nennen. Alle anderen, die dieselben Symptome haben, sollten sich doch gefälligst erstmal dieses Papierchen besorgen, ansonsten seien sie ja nicht echt und dürften nicht so wirklich mitreden. Bzw. mitreden vielleicht schon, aber auf keinen Fall als Self-Advocate, sondern maximal als Unterstützer.

Ursprünglich fing es mit diesem Blogartikel von Fotobus an: Wer vertritt die Selbstvertretung?

Zwar heißt es da:

Das Problem sind eher jene, die diesen Verdacht “Selbstdiagnose” nennen, sich undiagnostiziert aus selbstsicherer Brust heraus “Autist” nennen und teils Dinge als autistische Symptome beschreiben, die ich dort in der Form nicht verorten kann.

In einem Kommentar dazu wird aber jemand anderes schon deutlicher:

Und Ja, wer über Autsimus als Autist aufklärt, sollte tunlichst eine Diagnose aufweisen. Da geht es vor allem um Glaubwürdigkeit und die geht in dem Rosa-Watte Geschwafel langsam völlig unter.

Tunlichst, aha.

Natürlich ist es Kacke, wenn Menschen ihre Symptome durch Autismus erklären wollen und denen, die sich auskennen, völlig klar ist: Nee, dat isset nich‘. Da hilft aber eher Aufklärung und Nachhaken bei denen, die sowas behaupten.

Ich glaube nicht, daß man mir auch nur bei einem einzigen Symptom, das ich meinem Autismus zuordne, widersprechen kann. Im Gegenteil, ich versuche gewissenhaft, klar zu trennen, was zur chronischen Depression — auch wenn das eine recht typische Komorbidität ist – und was zum Autismus gehört, und was eher ganz woanders hingehört. Es ist glaube ich nicht ganz so ungewöhnlich für Autisten, die für ihre Probleme keinen Namen haben, sich und andere teils schon von Kindesbeinen auf sehr genau zu beobachten. Die Erfahrungen damit helfen sehr dabei, Symptome an sich selbst zu erkennen und einzuordnen.

Zum Glück gab und gibt es auch andere Stimmen:

<script async="async" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

So ist das nämlich. Eine Diagnose könnte ich längst haben, wenn Psychiater mal richtig hingeguckt hätten. Aber sie fanden es in ihrer arroganten Inkompentenz wichtiger, daß ich mich „gefälligst“ ändern sollte, um in ihre Schubladen zu passen, weil sie sonst meine Depressionen nicht behandeln könnten. Statt dessen schrieben sie später eindeutig falsche Diagnosen in „Gutachten“, die ihr Schubladendenken stützten, aber nicht meine Probleme (abseits der Depression) erklärten.

Ach, und übrigens: Was ist eigentlich mit der Glaubwürdigkeit von Ärzten?

<script async="async" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

Dazu kommt noch, daß sich schlicht nicht jeder eine Diagnose leisten kann. Klar kann ich den Arzt frei wählen, aber wenn dann rauskommt, daß das nächste kompetente (!) Autismus-Zentrum ein paar hundert Kilometer entfernt ist, dann hilft mir das gar nichts, denn die Fahrt- und ggf. Übernachtungskosten ersetzt mir niemand, auch die Krankenkasse nicht. Die Freiheit der Arztwahl endet am Geldbeutel des Einzelnen.

(Und wir in Deutschland haben hier noch das „Glück“, daß die Diagnose selbst kostenlos ist. In Österreich sieht das schon anders aus, da müssen Leute mal eben über 500 € hinblättern, um vielleicht eine ordentliche Diagnose zu bekommen. Zusätzlich zu den Reisekosten, versteht sich.)

Trotzdem taucht immer wieder der Vorwurf auf, man könne ja gar kein Autist sein, wenn man keine „richtige“ Diagnose hat, und sich selbst diagnostizieren ginge ja einfach mal gar nicht. Warum? Weil das für einen Laien ja viel zu kompliziert sei.

Ja ne is klar.

Die meisten Ärzte erkennen Autismus nicht mal dann, wenn er ihnen mit dem Arsch ins Gesicht springt. Warum? Eben weil sie sich nicht damit befassen. Wir sind ja nur so ein bis zwei Prozent der Bevölkerung, viel zu wenige, total unwichtig, muß man sich nicht einarbeiten.

Im Gegensatz zum größten Teil der angeblich zuständigen Ärzte habe ich mich damit befaßt und damit erkannt, was auf mich zutrifft und was nicht. Und das jetzt schon seit bald fünf Jahren.

<script async="async" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

Das soll mich dann also daran hindern, als „self advocate“ aufzutreten und als Autist gleichberechtigt für Autisten zu sprechen?

<script async="async" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

Also: Zum einen wird es unsereins unglaublich schwer gemacht, überhaupt eine Diagnose zu bekommen, und andererseits erfahren wir dann: Ja, also ohne Diagnose bist Du nicht echt. Deine Probleme existieren also gar nicht, und wenn doch, dann auf keinen Fall wegen Autismus. Du bildest Dir nur ein, Autist zu sein. Und wehe, Du wagst es, Dich öffentlich als Autist zu bezeichnen!

<script async="async" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

<script async="async" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

Das Autistic Self Advocacy Network (ASAN) schreibt dazu in seinen Position Statements:

Autistic Identity

In addition, we use the term Autistic Community to refer inclusively to people who have been identified by professionals as being on the autism spectrum and to those who are self-identified. We recognize that there are many reasons why a person may fall into one group or the other, and we respect the right of individuals in our community to make their own choices in this regard. Many Autistics were given a diagnostic label in childhood or sought a formal diagnosis in adulthood to obtain services and accommodations. Others have not done so for reasons that include financial barriers, lack of qualified professionals in a locality, obtaining sufficient accommodations on an informal basis, or the political view that our community should not have professionals as its gatekeepers. ASAN believes that all of us can and should work together in solidarity to accomplish our common goals.

Es werden uns von außen genug Hindernisse in den Weg gestellt. Wir sollten nicht auch noch welche dazubauen.

Flattr this!

10.04.2016

Michael Stehmann - Außerordentliches Fellowshiptreffen ohne “Ehrengäste”

Am 04.04.2016 fand in Düsseldorf ein außerordentliches Fellowshiptreffen statt.

Es ist Tradition in Düsseldorf, dass der Aufenthalt “Prominenter” aus der FSFE zum Anlass eines außerordentlichen Fellowshiptreffen gemacht wird.

So sollte auch auf Wunsch vieler Teilnehmer des regulären Treffens am 30.03.2016 ein außerordentliches Fellowshiptreffen stattfinden.

Anlass ist der Aufenthalt unseres Präsidenten, Matthias Kirschner, und des Geschäftsführers der FSFE, Jonas Öberg, in Düsseldorf.

Treffen im “wirklichen Leben” fördern bekanntlich den Zusammenhalt und daher entspricht es einer guten Tradition, dass wir zu solchen Anlässen außerordentliche Fellowshiptreffen veranstalten.

Leider musste das Treffen aber trotz rechtzeitiger Einladung ohne die beiden stattfinden. Trotz der vorherigen Information hierüber fanden sich aber immerhin eine zweistellige Zahl von Teilnehmern ein, darunter vier Frauen.

Einige Teilnehmer brachten eingangs ihre Enttäuschung zum Ausdruck, weil sie Jonas gerne einmal kennengelernt hätten.

Nachdem die jüngste Vergangenheit erörtert worden war und ein neues Fellowship-Projekt, über das es demnächst mehr Informationen geben wird, vorgestellt worden war, fand ein Ortswechsel aus der Düsseldorfer Geschäftstelle, wo wir uns zunächst getroffen hatten, in freundliches Düsseldorfer Lokal statt.

Hier ging es vor allem um die Zukunft. Alle Teilnehmer brachten ihre Entschlossenheit zum Ausdruck, sich auch künftig intensiv für Freie Software und Offene Standards zu engagieren.

Dabei wollen wir uns besonders für die Verwirklichung der Prinzipien der FSFE einsetzen. Die Verwirklichung von Demokratie, Transparenz, Pluralität, Konsistenz, Integrität und Zielgerichtetheit soll vorangebracht werden. Ideen hierzu wurden erörtert.

An diesem Abend wurden immer wieder die Gläser “auf die Freiheit” erhoben.

Inzwischen gibt es eine lebhafte Diskussion über die Verwirklichung der genannten Prinzipien innerhalb der FSFE und durch deren Führung.

Die Strukturen und Arbeitsweisen der FSFE sind auch vielen Fellows der FSFE nicht präsent. Daher ist es passend, dass wir Werner, der Gründungsmitglied der FSFE ist, dazu gewinnen konnten, uns beim nächsten regulären Fellowshiptreffen zu erläutern, wie die FSFE “funktioniert”.

Das nächste reguläre Treffen findet am 27.04.2016 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt.

Der offizielle Teil des Treffens beginnt um 20:00 Uhr. Wer später kommt, verpasst also etwas.

Der offizielle Teil wird um 23:00 Uhr enden.

Gäste sind auch bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Michael Stehmann - Dezentrale soziale Netzwerke

Zu Diaspora, GNU social, MediaGoblin hielt Wolfgang beim Fellowshiptreffen in Düsseldorf am 30.03.2016 einen Vortrag und zwar besonders für alle, die “ihre Seele nicht an proprietäre, us-amerikanische Datenkraken verkaufen”, sich aber der Teilnahme an sozialen Netzwerken nicht gänzlich entziehen wollen.

Der Titel lautete: “Freie dezentralisierte soziale Netzwerke: (Schon) eine Alternative zu facebook, twitter und Co.?”

Nach der Vortellungsrunde beantwortete Wolfgang diese Frage mit einem klaren “Jein”. Er zeigte auf, was diese Dienste heute schon leisten können, aber auch, wo sie noch Schwächen haben. Dabei war der Vortrag weniger technisch, sondern nutzerorientiert. Demgemäß gab es auch praktische Demonstrationen, denn nichts ist anschaulicher und allgemeinverständlicher als ein praktisches Beispiel.

Wolfgang hat uns sowohl seine Folien, als auch einen Artikel über “Zentrale und verteilte soziale Netzwerke” zur Verfügung gestellt, der die Eigenschaften zentralisierter sozialer Netzwerke und verteilte sozialer Netzwerke darstellt und Beispiele für letztere aufführt.

In der anschließenden Diskussion erklärte sich Birgit bereit, auch unsere Treffen in verteilten sozialen Netzwerken anzukündigen.

Zum Schluss wurde an die Teilnehmer die Frage gestellt, ob es anlässlich des Aufenthalt unseres Präsidenten, Matthias Kirschner, und des Geschäftsführers der FSFE, Jonas Öberg, in Düsseldorf kurzfristig ein außerordentliches Fellowshiptreffen geben solle. Dies wünschten die meisten Teilnehmer und erklärten, sie würden dann kommen.

Die Strukturen und Arbeitsweisen der FSFE sind auch vielen Fellows der FSFE nicht präsent. Daher wurde dieses Thema auf dem Plaungstreffen im Januar gewünscht. Aufgrund aktueller Diskussionen ist es passend, dass wir Werner, der Gründungsmitglied der FSFE ist, dazu gewinnen konnten, uns beim nächsten regulären Fellowshiptreffen zu erläutern, wie die FSFE “funktioniert”.

Das nächste reguläre Treffen findet am 27.04.2016 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt.

Der offizielle Teil des Treffens beginnt um 20:00 Uhr. Wer später kommt, verpasst also etwas.

Der offizielle Teil wird um 23:00 Uhr enden.

Gäste sind auch bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Michael Stehmann - Chemnitzer Linux-Tage 2016

“Wenn einer eine Reise tut, …”

Am 19. und 20. März 2016 fanden in Chemnitz die Linux-Tage statt. Auch in diesem Jahr fuhr wieder unser Bus dort hin. Wie üblich ging es bereits Freitagmittag um 12:15 Uhr auf dem Staufenplatz los. Der Bus machte einen recht ordentlichen Eindruck. Er fiel während der Fahrt auch nicht auseinander, aber … .

Die “Haltestelle” “FSFE-Büro in Bilk” entfiel, sodass es zügig zur Autobahn ging. Weitere Zustiegsmöglichkeiten waren in Essen, Dortmund und auf dem Autohof in Geseke. In Dortmund haben wir die Haltestelle ein wenig verpasst, sodass die dort Zusteigenden ein bisschen hinter dem Bus herlaufen mussten. Da wir in diesem Jahr in einem “Rekordtempo” nach Essen und durch das Ruhrgebiet fuhren, hatte Birgit die erfreuliche Aufgabe, die Zusteigenden zum früheren Eintreffen an den “Haltestellen” zu bewegen.

Da wir nicht vorab zum Standausladen zum Zentralen Hörsaal- und Seminar-Gebäude der Technischen Universität Chemnitz, sondern direkt zum Hotel fuhren, blieb noch Zeit zum Besuch beim “Griechen”, wo sich auch noch zwei weitere Gruppen eingefunden hatten, sodas wir schon die ersten Bekannten begrüßen konnten.

In der Nacht gab es weder Frost noch Schnee, aber dennoch sprang der Bus nicht an. Da war guter Rat und Hilfsbereitschaft gefragt, denn der Bus hat ein 24-V-System. Die Leistung zweier Pkw und eine sachgerechte Verkabelung ermöglichten dann doch noch eine Fahrt mit dem Bus zum Tagungsgebäude, auch wenn wir dort etwas später als geplant ankamen.

Da es dem herstellergebundenen Supportunternehmen in Chemnitz an diesem Samstag nicht möglich war, eine neue Batterie aufzutreiben, musste dieses Prozedere leider auch am Sonntag morgens und abends wiederholt werden, wobei Birgit die Helfer mit den Pkw organisierte. Die sehr nette Fahrerin durfte natürlich auch während der Ruhepausen den Motor des Busses nicht abstellen.

Eingang zum Tagungsgebaeude

Als wir dann am Tagungsgebäude ankamen, warteten die Standbetreuer der FSFE schon aufgeregt auf uns, denn wir hatten noch einen Karton Textilien aus dem Düsseldorfer Büro mitgebracht

Der Apache-OpenOffice-Stand war dank freundlicher Helfer schnell an Ort und Stelle gebracht und aufgebaut. Er wurde vom bewährten Team betreut. Wir konnten auch in Chemnitz die neue Feder der Apache Software Foundation präsentieren, was einer uns bekannten “Apachin” aus einem anderen Projekt gut gefiel.

Stand von Apache OpenOffice

Unsere Freunde von LibreOffice hatten leider auch in diesem Jahr wieder keinen Stand auf den Chemnitzer Linux-Tagen, sodass wir die üblichen, oft gestellten Fragen beantworten mussten. Nicht nur am Stand gab es gute Gespräche, sondern auch bei unseren gelegentlichen Rundgängen und im “VIP-Raum”, sowie beim samstagabendlichen Event.

Bild eines Rundgangs

Am Sonntagnachmittag wurde dann auch unser Stand von einem Kommitee des Veranstalters, das mit bewusst neutraler Miene die Reihen abschritt, zur Bewertung begutachtet und dokumentiert. Wir hoffen natürlich darauf, auch im nächsten Jahr wieder kommen zu dürfen.

Stand von Apache OpenOffice - von oben

Auch in diesem Jahr hat Birgit wieder alles bestens organisiert und wurde in souveräner Weise auch mit den geschilderten “Katastrophen” fertig. Chemnitz ist in jedem Jahr eine Reise wert, aber ohne “unseren” Bus, der auch in diesem Jahre wieder mit der freundlichen Empfehlung des Düsseldorfer Fellowship fuhr, wäre sie nur halb so schön.

Frosch - Im Netz aufgefischt #259

Die Nachrichten aus der rechten Ecke finden sich wie gehabt bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 14/2016.

Autismus

Behinderung / Inklusion

Geheimdienste

Gesundheit

Hartz IV & Co.

LGBTIQ

#Neuland

Polizei

Rape Culture

Scharlatanerie

Sexarbeit

Trau schau wem

Überwachung

Und sonst so?

Flattr this!

06.04.2016

Frosch - Ausgebrannt.

Es passiert schon seit Wochen. Und ich wundere mich fast, daß es „erst“ seit ein paar Wochen passiert. Es kommt in Schüben, und jeder Schub ist härter. Und länger. Und ich kann nur hilflos auf den Totalzusammenbruch warten.

Ich bin ausgebrannt.

Der aktuelle Schub läuft schon seit etwa drei Wochen. Das Aufstehen ist so schwer, daß es mich schon einen wesentlichen Teil meiner verbliebenen Tagesenergie kostet. Bin ich mal raus, laufen Routinen an, die noch funktionieren: Duschen, Frühstück, PC booten, einloggen, X starten, IRC, Mail, XTerminal, Browser aufrufen. Der Browser öffnet automatisch die Tabs zu Tweetdeck, GNUsocial, Google Plus und das Dashboard von zwei Blogs.

Und spätestens nach den Routine-Aufgaben – Spam aussortieren, Mails lesen, ggf. DMs lesen, ein bißchen Twitter und ein paar Zeitungsartikel – fange ich schon wieder an zu gähnen. Meistens könnte ich an dem Punkt dann direkt wieder ins Bett gehen. Statt dessen lese ich meist mit mühsam aufgehaltenen Augen weiter und befülle die Linklisten hier und bei den Besorgten Bürgern. Erst spät nachts gibt es mal so bis zu zwei Stunden, in denen ich mich etwas wacher fühle.

Nach außen sieht man das vermutlich nicht so. Nach außen funktionieren noch die Masken. Ohne meine wenigen verbleibenden Routinen gäbe es auch die Masken nicht mehr.

Glaubt jemand im Ernst, 2,5 Jahre Existenzvernichtungsversuche durch Repressionsbehörden bleiben folgenlos?

Und es ist ja nicht nur das. Es ist auch die ständige Unsicherheit, wie es grundsätzlich weitergehen soll. Von Planungen reden wir dabei noch gar nicht.

Im Februar mußte ich erst die Wohnungskündigung bekommen, damit sich ein Amt dazu bequemte, mal die Miete, auch die rückständige, auszubezahlen. Die Kündigung wurde zurückgenommen, aber das Damoklesschwert bleibt.

Im März bekam ich dann mal einen Bescheid vom faschistischen Repressionsamt (AKA „Sozialamt“), daß man bis 31. März be- und nachzahlen werde. Und dann? Bis Ende März wußte ich von gar nichts. Dann erfuhr ich, daß man am 30. März das Geld für April „angewiesen“ hatte. Das hätte am 1. April gemäß der Banklaufzeiten da sein müssen. Dann war Wochenende, da buchen Banken ja nicht. Montag kam es auch nicht. Dienstag, also gestern, war es dann endlich da. Einen Bescheid habe ich nicht, ob ich nächsten Monat wieder Geld bekomme, weiß ich nicht.

So darf ich jetzt Monat um Monat in Unsicherheit leben, ob da was kommt oder nicht, bis die Hauptsache entschieden wird. Die Hauptsache, also die Klage gegen den Versuch, mich in die Rente zu zwingen. Die Klage wurde im November 2015 erhoben. Ich glaube nicht, daß es den Termin dazu noch in diesem Jahr geben wird; anderthalb bis zwei Jahre Wartezeit beim Sozialgericht sind völlig normal.

Niemand kann irgend etwas planen, wenn nie klar ist, ob im nächsten Monat die Existenzgrundlage gesichert ist oder die Anwältin erst mal wieder das Sozialgericht mit Anträgen auf Einstweilige Verfügung bewerfen muß.

So gibt es keine Zukunft.

Aber stimmt ja, Leistungsbeansprucher sollen ja nichts planen können. Sie sollen sich gefälligst von anderen verplanen lassen, nicht wahr? Auch wenn der Plan vorsieht, daß das Opfer aus den Statistiken verschwinden soll, egal wie.

Das Perverse daran ist, daß das ARGE damit erstmal genau das erreicht hat, was sie ursprünglich lügenderweise behaupteten: Meine Arbeitsfähigkeit ist derzeit quasi nicht vorhanden. Wer aufstockt, wird erledigt. Wer mittelfristig seinen eigenen Arbeitsplatz schaffen will, statt dem Arbeitsmarkt – sprich, dem Niedriglohnsektor und den Zeitarbeitsfirmen – zur Verfügung zu stehen, der ist unerwünscht.

So nach dem Motto: „Oh, Sie wollten auf einen Marathon? Toll, wir brechen Ihnen erstmal die Beine.“

Oder wie es jemand, bezogen auf Claudius Holler, auf Twitter formulierte:

Jörg Preisendörfer @jpreisendoerfer
Was Leute,die @C_Holler Alg2 empfehlen,nicht verstehen: Ein »JobCenter« wird jedes seiner Projekte in Scheiße verwandeln. #hollerkaputt #BGE

21:09 – 31. März 2016

Und die Projekte sind erst der Anfang. Das „JobCenter“ würde letztendlich sein ganzes Leben in Scheiße verwandeln. So wie meines. So wie das von Millionen anderer Leistungsbezieher, die nichts dafür können, darauf angewiesen zu sein.

Ich fragte letztens meine Anwältin, ob die Repressionsämter mich in Zukunft eher in Ruhe lassen würden, wenn sie wissen, daß sie immer wieder Contra bekommen und letztendlich dann doch bezahlen müssen. Sie meinte: Nein, sie werden nicht lernen. Sie werden wie bisher weitermachen.

Klar, es kostet sie ja auch nichts. Der Steuerzahler bezahlt es doch gerne, wenn Ämter „überflüssige“ Menschen vernichten und dabei umfangreiche Gerichts- und Anwaltskosten auflaufen. So wie die asoziale Bundesregierung das wollte und will. Glaubt hier noch jemand an den Sozialstaat, an die Anwendung des im Grundgesetz festgelegten Sozialstaatsprinzips?

Ich bin ausgebrannt, Dinge bleiben liegen, selbst die, die mir sonst Spaß machen. Ich habe keine Kraft mehr.

Flattr this!

05.04.2016

dictvm - I hate paying taxes and so do you

You probably have read or at least heard about the Panama Papers-leak by now. What I find kind of annoying is the hypocrisy in judging people and companies who find schemes to circumvent paying a lot of taxes.

Taxes suck!

To be perfectly honest: I hate paying taxes and if I may say so - so do you. Most of you anyways. If you actually convinced yourself that paying taxes is a good thing, read on.

Taxes equal to money taken from you and me, without any accountability. I have no way of knowing what has been done with the money I paid to my country of residence and/or employment and I cannot walk to some local government agency and ask for a report about which projects most likely benefitted most from my taxes. At the very least, I‘d like to know which percentage of the money of my district went into which tax-pot.

Of course, I won‘t. The system was never meant to work this way and we should demand changing that. Bringing more transparency to the way our government handles taxes will benefit everyone in the long run.

Make paying taxes great cool again.

Make it a priority for tax offices to release a quarterly statement containing interesting graphs and conclusions which lists the projects that were funded at to what percentage by the taxes we paid to the tax office. Make it clear that paying taxes is improving the lives of everyone, whether they live in a big city or a rural country side. Remind government officials that their salary is being paid by the people who pay taxes. Companies should be encouraged to brag in PR about paying their taxes, as they do with being green and sustainable. Prove to me that I made an impact by paying my taxes.

Showing everyone what paying taxes actually accomplishes, we will make it much harder to argument against paying them. If we succeed, it should be shameful to even argue for using tax havens and shell companies to get around the tax-duty.

Until then, I‘ll keep on hating the fact that I have to pay taxes, which to me seems to be dumping money into the governmental equivalent of /dev/null.

OpenRheinRuhr - NetKnights GmbH ist Sponsor der OpenRheinRuhr 2016

netknights-190pxDie NetKnights GmbH ist in der IT-Security auf die Themen
Authentifizierung, Identitätsmanagement und Verschlüsselung spezialisiert. Neben fundiertem Projekt-Knowhow mit den klassischen Produkten namhafter Hersteller wie Gemalto, Vasco oder Thales bietet die
NetKnights mit privacyIDEA ein mächtiges und flexibles
Authentifizierungssystem, das sich leicht in beliebige Szenarien
integrieren lässt. privacyIDEA ist eine Open Source-Lösung zur
Zwei-Faktor-Authentifizierung mit vielen unterschiedlichen Token und
Authentifzierungsobjekten und verhindert damit erfolgreich einen
Vendor-Lock-In und stellt so nachhaltige IT sicher.

Wir freuen uns über die Unterstützung und hoffen, dass noch viele Sponsoren den Weg zur OpenRheinRuhr finden um die Veranstaltung auch zukünftig durchführen zu können. Informationen über das Sponsoring sind auf der Website der OpenRheinRuhr zu finden.

Flattr this!

03.04.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #258

Der übliche Hinweis auf den ganzen Kram mit Rechtsextremismus, rechter Gewalt, rechten Parteien und so: Besorgte Nachrichten, KW 13/2016.

Armut

Autismus

Behinderung / Inklusion

Empathie und so

Flucht & Asyl

Geheimdienste

Genderfoo

Gute Nachrichten

Hartz IV & Co.

Justiz

LGBTIQ

Polizei

  • 31.03.2016 Presseportal/Blaulicht: POL-DN: Kein Aprilscherz – der Scheibenwischerbeleg (Leider ist es auch kein Aprilscherz, daß die Polizei wie auch die Ordnungsämter weiterhin bevorzugt Zettelchen an Scheibenwischer klemmen werden, statt Doofparker abzuschleppen, selbst wenn sie Radwege, Gehwege, 5-m-Bereiche von Kreuzungen etc. blockieren. Wenn die Polizei überhaupt irgendetwas gegen das Doofparken unternimmt; meist gehen bzw. fahren sie ja einfach dran vorbei.)

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Scharlatanerie

Terrorismus

Trau schau wem

Türkei

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

Flattr this!

02.04.2016

Chaosdorf e.V. - GameJam(1, “Ludum Dare 35”) am 15.04.

Nach den zwei sehr erfolgreichen Game Jams (GameJam(0) und 0h Game Jam 2015) im Chaosdorf folgt im Rahmen des 35. Ludum Dare ein weiterer Game Jam am Freitag, dem 15.04.2016.

Teilnahme

Wer teilnehmen möchte, kann sich unter https://wiki.chaosdorf.de/Ludum_Dare_35_(Game_Jam) mit seinem Primärskill eintragen (bitte meldet euch an, damit wir genug Verpflegung einplanen können — Ein Account ist dafür nicht nötig).
Nicht nur Entwickler, auch Grafiker, Designer und andere Kreative sind herzlich eingeladen, an dem Game Jam teilzunehmen.
Zum Zeitpunkt dieses Blogposts findet das Voting der Themen statt. Wer offiziell teilnehmen möchte, sollte sich auf http://ludumdare.com/compo/ registrieren und kann dort auch die vorgegebenen Themen mitbestimmen.

Vorbereitung

Was ihr dabei haben solltet und was nicht zwingend erforderlich ist.

  1. Für maximalen Komfort solltet ihr euch eine (Flausch) Decke oder einen Schlafsack mitbringen
  2. Einwegzahnbürsten (inkl. Zahnpasta) sind gegen kleine Spende vorhanden
  3. Vergesst eure Laptops nicht ;)

Ablauf

Am 15.04.2016 ist das Chaosdorf ganz normal für den Freitagsfoo geöffnet und es wird eine kurze Ankündigung des Game Jam Events geben. Sobald in der Nacht von Freitag auf Samstag um 3 Uhr die Themen des Ludum Dare bekannt gegeben werden, kann es los gehen.

  • Es wird Essen geben
  • Sobald die Themen bekannt gegeben sind, kann losgelegt werden
    • Ideenaustausch
    • Grüppchenbildung
    • ?
    • Profit
  • Es wird Spaß machen ;)

Der genaue Ablaufplan wird im Wiki gepflegt.

Retrospektive

Am 25.3.2016 hat timkalation auf Twitch einen 24h Livestream gemacht und einige unserer auf den Game Jams entstandenen Spiele getestet, welche jetzt auf YouTube bewundert werden können.

Cuddle Cats to Gameover by Rem
<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="352" src="https://www.youtube.com/embed/LBVAq6_yajQ?feature=oembed" width="625"></iframe>

Ice Scream by Plantprogrammer
<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="352" src="https://www.youtube.com/embed/xDsvq4eDo0w?feature=oembed" width="625"></iframe>

Race Sist by bison
<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="352" src="https://www.youtube.com/embed/yNcYWSKcuPw?feature=oembed" width="625"></iframe>

Obe Town Girl by gglyptodon & Plantprogrammer
<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="352" src="https://www.youtube.com/embed/v3IpjGHCoN0?feature=oembed" width="625"></iframe>

Grid City by bison & Shodan
<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="352" src="https://www.youtube.com/embed/6lyD3lG5POg?feature=oembed" width="625"></iframe>

27.03.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #257

Die Nachrichten zum angeblich nicht vorhandenen Rechtsextremismus findet Ihr wie üblich bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 12/2016. Ich würd ja lieber gern andere Dinge lesen …

Autismus

Behinderung / Inklusion

Flucht & Asyl

Gesundheit

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

LGBTIQ

Polizeigewalt

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Sexarbeit

Trau schau wem

Wissenschaft

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

Flattr this!

24.03.2016

dictvm - Time is too precious for epic battles

When you spend a certain amount of time thinking about specific topics, you may end up with a vision of how you imagine a possible future could look like.

You may be tempted to invest your time working towards such a vision. Of course you would, it's a great idea and you expect it'll be for the benefit of most people. For sure, everyone will listen to your idea, share your optimism, while adding constructive critcism, leaning towards an even better, improved idea, thanks to the input you received through collaboration and dicussion. Maybe your idea turns out to be just okayish or there are too many variables that you didn't think of - sure, that can happen and it propably will in most cases.

In reality however, you will discover that there are people out there, who lack such interest and vision. It's not that they've arrived at a different conclusion than you did, which on its own is a perfectly legitimate thing to do, no. Instead of sharing their own ideas, they just want to stop you, after listening to your vision, if at all, They simply don't spend that much time thinking about the same things you do.

People tend to hold on to what they have, to avoid risks. Risks may have the consequence of losing what they have. Their natural reaction is to fight those who dare to take risks.

If you think you're a person with ambitions and visions, chose your battles wisely. Investing too much time into a lost cause and fighting too many antagonists at once, is draining and it has the potential to rob you of your precious time. Time that might be invested better somewhere else, on fresh ideas.

Sometimes, it's better to let go. Even if hurts at first.

Edit: Revised a few sentences that were kind of hard to read.

dictvm - Soon, Coon.

Soon, Coon.

In roughly 2 months, this feline creature will roam the new flat.

20.03.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #256

Business as usual: Die ganzen ekligen Dinge zu rechten Parteien, rechter Gewalt, NSU und so ein paar Hintergründe finden sich bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 11/2016. Und das hier hab ich sonst noch so gelesen:

Armut

Behinderung / Inklusion

Ethik

Hartz IV & Co.

Hundeköder

Landtagswahlen

LGBTIQ

Paketdienste

Polizei

Rape Culture

Sexualisierte Gewalt an Kindern

Trau schau wem

Wissenschaft

Und sonst so?

Flattr this!

19.03.2016

OpenRheinRuhr - Tux sucht ein neues Zuhause!

20160319_001Am foss.events-Stand, den wir auf den Chemnitzer Linux-Tagen betreuen, steht ein kleiner Stricktux, der ein neues Zuhause sucht!

Melde Dich für die OpenRheinRuhr als Sponsor, Helfer, Aussteller oder Vortragender und wirf Deinen Zettel in unseren Briefkasten am Stand.

Am Sonntag um 16 Uhr verlosen wir den Tux – und dann könnte er Dir gehören!

 

Flattr this!

17.03.2016

OpenRheinRuhr - OpenRheinRuhr on Tour!

2015-08-27Am 18. und 19.03.2016 finden die Chemnitzer Linux-Tage statt.

Das Team der OpenRheinRuhr lässt es sich nicht nehmen am Stand der foss.events wieder dabei zu sein.

Am Freitag, den 18.03.2016, um 12:15 Uhr startet der Freedom-Tours Bus von Düsseldorf und fährt über Essen, Dortmund und Geseke nach Chemnitz.

Im Gepäck haben wir wieder unser Glücksrad, mit dem Ihr tolle Preise gewinnen könnt! Die letzten Tassen der ORR2015 kommen unter den Hammer, ebenfalls könnt ihr auch Tickets für die bevorstehende Veranstaltung am 05.-06. November 2016 gewinnen!

Auch dabei ist unser Briefkasten, den Ihr nutzen könnt um euch als Helfer/Austeller/Referent vormerken zu lassen. Unser Service für Euch: Wir erinnern Euch an Deadlines etc. :-)

Also, falls Ihr noch nichts vorhabt: Auf nach Chemnitz zu den Linux-Tagen! Wir freuen uns auf Euch!

Flattr this!

16.03.2016

Michael Stehmann - Debian ’mal anders installiert

lautete der Vortrag von Frank auf dem Fellowshiptreffen in Düsseldorf am 27.02.2016. Frank eröffnete damit unsere diesjährige Vortragsreihe.

Vor dem Vortrag fand jedoch eine Vorstellungsrunde statt.

Frank erläuterte dann seine letztlich erfolgreichen Versuche, Debian ohne den von der Distribution gelieferten Installer auf einem System zu installieren. Dies war sehr lehrreich, denn er referierte im Detail, welche Schritte notwendig sind, um ein dann funktionierendes System zu installieren und wie man diese Schritte automatisieren kann.

Frank ging es darum, eine wohldefiniertes, möglichst von allem Ballast befreitetes und reproduzierbares Betriebssystem zu erhalten. Dieses wiederum sollte dann noch möglichst komfortabel, aber auch flexibel immer wieder auch in größeren Quantitäten, vor allem auch in virtuellen Maschinen installierbar sein.

Selbst für diejenigen, die Franks “Frickeleien” nicht selbst nachvollziehen wollen, war der Abend lehrreich, zeigte er doch, wieviel intellektuellen Mühen in Debians Installer stecken und welchen Aufwand dieser einem abnimmt.

Die Teilnehmerzahl war dieses Mal sehr erfreulich, obwohl einige “Stammgäste” fehlten. Besonders freuten wir uns darüber, wieder einmal den niederländischen Fellowshipkoordinator als Gast begrüßen zu dürfen.

Frank hat seine Vortragsfolien zur Verfügung gestellt. Auch seine Ressourcen hat er publiziert.

Zu “Diaspora, GNU social, MediaGoblin” wird Wolfgang am 30.03.2016 einen Vortrag halten, besonders für alle, die “ihre Seele nicht an proprietäre, us-amerikanische Datenkraken verkaufen”, sich aber der Teilnahme an sozialen Netzwerken nicht gänzlich entziehen wollen. Der Titel lautet: “Freie dezentralisierte soziale Netzwerke: Eine Alternative zu facebook, twitter und Co.?”

Das Treffen findet wieder ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt.

Der offizielle Teil des Treffens beginnt um 20:00 Uhr. Wer später kommt, verpasst also etwas.

Der offizielle Teil wird um 23:00 Uhr enden.

Gäste sind auch bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Unsere Wikiseite ist übrigens nun hier zu finden.

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi. 16.03.2016

Am Mi. den 16 März trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: Koroutinen in C++

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

13.03.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #255

Ich frag mich ja, wo das ganze noch hinführen soll: Besorgte Bürger: Besorgte Nachrichten, KW 10/2016. Die AfD wird ernsthaft gewählt, Flüchtlingsheime brennen, Menschen werden bedroht und zusammengeschlagen, und die Polizei scheint mancherorts nur zuzugucken, wenn sie nicht direkt wegguckt.

Was ich sonst noch so gelesen habe:

Armut

Autismus

Behinderung

Frauentag

Gebt das Vogelfutter frei!

Hartz IV & Co.

Hundeköder

IT-Sicherheit

Justiz

LGBTIQ

Rape Culture

Schöne Dinge

Spam

Trau schau wem

Wahlen

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

Flattr this!

12.03.2016

Michael Stehmann - Owncloud ade!

Gemäß Ziffer 3 des “Gesellschaftsvertrages” von Debian wird Debian seine Fehlerdatenbank für alle Zeiten öffentlich betreiben. Ich verrate also im Folgenden keine Geheimnisse.

Laut einem Bugreport des Maintainers wünscht Owncloud, dass sein Programm nicht mehr in Debian erscheint. Dies erschwert eine Zusammenarbeit von Debian und “upstream” ganz erheblich, wofür auch Bespiele genannt werden. Daher wird diese Software wohl nicht mehr Bestandteil von “stretch” (Debian 9) sein. Berichtet wird auch, dass Fedora bereits einige Monate zuvor “aufgegeben” habe.

Quo vadis Owncloud?

Egal, ob die Entwickler wegen anderweitiger Pläne unwillig oder ob sie nur zur Zusammenarbeit mit namhaften GNU/Linux-Distributionen unfähig sind, wird dieser Vorgang kaum der Reputation dieses Projektes in der Gemeinschaft, die sich für Freie Software einsetzt, nutzen. Für den Anwender ist dieser Verlust nämlich misslich. Debian aber wird den Verlust dieses Paketes wohl verkraften können.

Schade um Owncloud!

06.03.2016

Frosch - Offener Brief an MONITOR: #noABA

In den letzten Tagen stellten QuerDenkender und weitere – auch ich – auf Twitter viele Fragen an Aktion Mensch. Sie können unter dem Hashtag #FragtWarum nachgelesen werden. Wir fragen, warum Aktion Mensch wissentlich eine „Therapie“-Form, nämlich Applied Behaviour Analysis (ABA), mit 250.000 € finanziert, obwohl bekannt ist, daß diese „Therapie“ dauerhaft schädlich für Kinder ist. Außerdem wird sie größerenteils von Menschen durchgeführt, die keine therapeutische Ausbildung haben (Eltern, Studenten).

Im Vorfeld gab es bereits ein Gespräch mit der Aktion Mensch, das jedoch katastrophal verlief, weil ABA-„Therapeuten“ eingeladen worden waren, die die anwesenden Autisten bedrängten und sogar subtil bedrohten; man sagte ihnen, sie sollten aufpassen, was sie bloggen. Letztendlich redete sich Aktion Mensch damit heraus, daß sie sich „neutral“ zu ABA stellen. Ja nee, sorry, wenn man etwas finanziert, ist man nicht mehr neutral! Wir wollten es genauer wissen. Aktion Mensch ignorierte jegliche Nachfragen und verwies immer nur auf den eigenen Blogeintrag mit ihrem Bericht über die Veranstaltung – welche die neuen Fragen überhaupt erst aufgeworfen hatte. Danach wurden wir ignoriert.

Nachdem Aktion Mensch auch auf die Aktion #FragtWarum nicht reagiert bzw. wieder nur auf den Blogartikel verwiesen hatte, möchten wir nun einen anderen Weg gehen. Wir bitten die Redaktion von MONITOR beim WDR darum, sich des Themas anzunehmen, selbst zu recherchieren und darüber zu berichten. Wenn Aktion Mensch uns nicht antworten möchte, müssen sie halt unter Umständen anderen antworten – oder werden sie auch den WDR anschweigen und ignorieren oder ihn mit Textbausteinen zuballern?

Bitte schreibt in die Kommentare, ob Ihr den Brief mit unterzeichnen wollt. In einer Woche möchte die Initiatorin, Fusselchen, dann den Brief mit allen (nicht nur hier) bis nächsten Sonntag, 13. März 23:59 Uhr gesammelten Unterschriften ausdrucken und dem WDR direkt schicken.

Der Erstaufruf findet sich hier bei Fusselchen: Just Another Things in Life: Offener Brief an die Monitor-Redaktion bezüglich ABA

Und hier ist der Brief:

Westdeutscher Rundfunk
Redaktion MONITOR
50600 Köln

Therapieform ABA und deren Anwendung an autistischen Kindern

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir, als Gruppe von AutistInnen und AktivistInnen, schreiben Ihnen diesen Brief, um auf eine Therapieform für autistische Kinder aufmerksam zu machen, die gegen Menschenrechte verstößt. In diesen Therapien wird über lange Zeiträume und bis zu 40 Stunden pro Woche mit Zwang und Druck daran gearbeitet, den Willen der autistischen Kinder zu brechen – mit traumatischen Folgen. Statt eine Verbesserung der Unterstützung autistischer Kinder anzustreben, werden diese missbräuchlichen Therapieformen von einigen namhaften Firmen bzw. Organisationen wie beispielsweise AutismSpeaks oder der deutschen Aktion Mensch mit hohen Summen gefördert.

Der Grundstein für diese Therapieform wurde unter anderem durch den Verhaltenswissenschaftler Skinner gelegt und durch Ivar Lovaas in den 1960er Jahren in den USA zum ersten Mal an autistischen Kindern angewandt. Die Verfahrenweise von ABA (Applied Behavior Analysis, zu deutsch: Angewandte Verhaltensanalyse) basiert zum größten Teil auf den Methoden der operanten Konditionierung. Dies bedeutet, dass erwünschtes Verhalten und Lernversuche-/erfolge des Kindes möglichst direkt verstärkt werden, z. B. durch Nahrung, Wasser oder das Lieblingsspielzeug, die ihm bei Nichtbefolgen wieder entzogen werden. Eine Variante dieser Methode wird auch in der Dressur von Hunden und Katzen verwendet und dort als “Clickertraining“ bezeichnet.

Dies bedeutet konkret, dass die Kinder mit ihren Therapeuten zusammen an einem Tisch sitzen und der Therapeut das Kind beispielsweise auffordert, die Hände an den Kopf/auf den Tisch zu legen und das Kind bei Befolgen dieses Befehls übertrieben gelobt wird und sein Spielzeug bekommt. Das wird einige Mal wiederholt und jegliches Kompensationsverhalten des Kindes wird dabei unterbunden, um zu verhindern, dass sich das Kind der Situation entzieht. Es finden sich Videos dieser Therapiesitzungen auf Youtube, da ABA-Anbieter sie als Werbung für ihre Therapie benutzen.

Autisten, die mit dieser Therapie behandelt wurden, berichten Jahre später von schwerwiegenden psychischen Folgen. Dazu gehören unter anderem Depressionen und die Unfähigkeit, Dinge im Alltag ohne Befehle in Angriff nehmen zu können. Sie wurden durch ABA darauf trainiert, blind zu gehorchen und dies hat sich auf ihr ganzes späteres Leben ausgewirkt. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass es sich bei diesem Verfahren eher um eine Dressur als um menschliche Erziehung oder gar eine Therapie handelt.

Wir sehen auch die Gefahr, dass ein Kind, das nie „Nein” sagen darf, verstärkt in Gefahr ist, missbraucht zu werden.

ABA hilft nicht den Betroffenen, sondern nur deren Umfeld:
Auf der einen Seite den Angehörigen, welche (zusätzlich zur elterlichen Fürsorge) unter den gesellschaftlichen Druck gestellt werden, „normale“ Kinder hervorzubringen. Auf der anderen Seite Therapeuten, von denen erwartet wird, entsprechende Hilfen zu leisten. Unter besseren Umständen gestalteten sich Ziele und Fortgang einer erfolgreichen Therapie immer durch den Dialog zwischen Therapeuten und Klienten. Da gerade diese Kommunikation bei Autismus nicht erwartungsgemäß funktioniert, entwickelt sich dieser Dialog zwischen dem Therapeuten und den Angehörigen. Damit kann sich das Ziel der Therapie also nicht nach der Persönlichkeit des Klienten richten (Stichwort Kindeswohl), sondern nur nach den Erwartungen des Umfelds.

An dieser Stelle kommt noch ein viertes Interesse hinzu: Firmen und Organisationen möchten mit ihren „Therapien“ Geld verdienen. Daher wehren sie sich gegen Kritik und intervenieren entsprechend bei Aktion Mensch und anderen Geldgebern, um ihre Geldquellen nicht versiegen zu lassen, auch wenn sie damit Schaden anrichten.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von MONITOR: Bitte recherchieren und berichten Sie über dieses Thema. Es ist für uns unerträglich, hilflos zusehen zu müssen, wie noch im Jahr 2016, zu Zeiten von UN-Menschenrechts-, -Kinderrechts- und -Behindertenrechtskonvention solche Verfahren an Kindern angewandt werden, obwohl wir wissen, dass damit nur Schaden angerichtet wird. Inklusion heißt nicht, Menschen zwangsweise zurechtzubiegen, sondern ihnen auf ihre Weise die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen und sie in diese zu integrieren.

Weiterführende Quellen:

Erstunterzeichner:

  • Lisa Wüpper
  • Sabine ‚Atari-Frosch‘ Becker
  • Sophie “Fianox”

Flattr this!

Frosch - Im Netz aufgefischt #254

Viel mehr als hier findet sich diesmal (leider!) in der wöchentlichen Linksammlung bei den Besorgten Bürgern zu den Themen Rechtsextremismus, rechte Parteien (hier vor allem viel über das aktuelle NPD-Verbotsverfahren), politische Brandstifter, Gedenken und Aufarbeitung usw.: Besorgte Nachrichten, KW 9/2016.

Autismus

Bargeld

Behinderung / Inklusion

Flucht & Asyl

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Hundeköder

Es gibt Dinge, die werde ich nie verstehen. Diese Woche häufen sich Meldungen über Hundeköder mit Gift oder scharfen Gegenständen. Wer macht sowas, und warum? 🙁

IT-Sicherheit

LGBTIQ

Pressefreiheit

Rape Culture

Trau schau wem

Überwachung

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

Flattr this!

28.02.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #253

Letzte Woche war mit dem Bundesparteitag der Piratenpartei einfach zu viel los, aber jetzt geht’s weiter. Die Nachrichten von Rechts sind hier: Besorgte Nachrichten, KW 7/2016 und hier: Besorgte Nachrichten, KW 8/2016. Alles andere hier:

Armut

Autismus

Depublizierung

Flucht & Asyl

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

Krankenversicherung

LGBTIQ

Lobbyismus

Polizei

Pressefreiheit

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Trau schau wem

Verschlüsselung

Wissenschaft

Zugunglück von Bad Aibling

Zwangsarbeit

Und sonst so?

Flattr this!

17.02.2016

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi. 17.02.2016

Am Mi. den17 Februar trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: Metaprogrammierung in C++

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

14.02.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #252

Der wöchentliche Großseufzer, ähm, ich meine, die Nachrichten aus der rechten Ecke sind wie üblich hier: Besorgte Nachrichten, KW 6/2016.

Autismus

Bargeld

Behinderung / Inklusion

Datenschutz

Demokratie

Feminismus

Flucht & Asyl

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

Justiz

LGBTIQ

Lobbyismus

Polizeigewalt

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Sexualisierte Gewalt an Kindern

Terrorismus

Trau schau wem

Überwachung / Vorratsdatenspeicherung

Zugunglück von Bad Aibling

Und sonst so?

  • 09.02.2016 Übermedien: Lügenwetter! (via +Holger Koepke (Reizzentrum))

Flattr this!

13.02.2016

Michael Stehmann - FOSDEM 2016

Das ganze Jahr über freuen sich die Freundinnen und Freunde, Entwickler und Entwicklerinnen Freier Software auf das erste und europaweit größte Event in jedem Jahr, nämlich das Free and Open Source Developers European Meeting (FOSDEM) in Brüssel. Dieses Event fand in diesem Jahr am 30.1. und 31.01. statt.

Auch dieses Mal begann die gemeinsame Vorbereitung auf dieses Event mit T-Shirt-Falten.

Allerdings gestaltete sich die Anreise etwas schwieriger. Der Chronist hatte am späten Vormittage des Freitags noch einen Termin in München wahrzunehmen. Also reisten Mechtilde ich am Donnerstag nach München, trafen uns am Donnerstagabend mit dem Fellowshipkoordinator der FSFE für München und besuchten mit ihm ein uriges Münchner Lokal mit recht jungem Publikum. Es gab viel zu erzählen. Am Freitagmittag ging es dann durch Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Luxemburg und die Ardennen nach Brüssel, wo wir abends im Hotel wiederum einen Fellow der FSFE und seine Frau trafen, die unser spätes Eintreffen dem Personal avisiert hatten. Erfreulicherweise blieb der befürchtete Schneefall aus, sodass wir bei recht gutem Wetter reisten. Der Stau hinter Stuttgart hätte uns aber ruhig erspart bleiben können.

Auf der FOSDEM gab es dann keinen Stand für Apache OpenOffice. Dafür aber einen Stand für alle “Apachen”.

Apache-Stand auf der FOSDEM 2016

Am Samstagmorgen trafen wir schon am gemeinsamen Stand Apachen anderer Projekte an. Natürlich waren nicht alle etwa 175 Top-Level-Projekte und die zahlreichen Incubator-Projekte vertreten. Aber es war schön einmal weitere “Apachen” aus anderen Projekten kennen zu lernen.

Unser Rollupdisplay wurde auf der anderen Seite des Ganges gegenüber dem Stand platziert, das Material ausgeladen und das Banner angebracht. Rechner und Bildschirm wurden aufgebaut; der schon etwas betagte Rechner lief anstandlos.

Wir hatten zusammen zwei Tische, die “gerecht” geteilt wurden: Einer für Apache OpenOffice und der andere für die restlichen Projekte. Verstärkt wurde unser Standteam von einem schweizer Freund, der wieder zum Zwecke des “Kulturaustausches” für unser Publikum und uns köstliche schweizer Schokolade mitgebracht hatte.

Die anderen Apachen hatten ein Rollup mitgebracht, welches das neue Apache-Logo der Öffentlichkeit präsentierte. Dieses wurde nach der FOSDEM unserem Fundus einverleibt und wird uns auf die kommenden Events begleiten. Am Ende der FOSDEM war übrigens das Material, welches sie für das Publikum mitgebracht hatten, restlos verteilt worden.

Die meisten Gespräche führten wir wieder in Englisch, viele aber auch in Deutsch. Unser Schweizer Freund sprach auch Französisch. Flyer waren in allen drei Sprachen vorhanden.

Ein aus London angereister Apache sprach ebenfalls Deutsch. Er erzählte, er sei schon in der Frühzeit zum Webserverprojekt gestoßen und habe dann die Apache Software Foundation mitgegründet. Auch konnte er glaubhaft berichten, dass das Projekt tatsächlich nach dem Indianervolk benannt worden sei. Die andere Erklärung (“a patchy server”) sei eine urbane, volksethymologische Legende.

Unseren Freunden von LibreOffice konnten wir erklären, dass wir eine möglichst intensive, faire Zusammenarbeit präferieren, aber weder Grund noch Anlass sehen, unter Aufgabe des eigenen Projektes zu ihnen zu stoßen, was natürlich die erfreuliche Mitarbeit Einzelner in beiden Projekten nicht ausschließt.

Die FOSDEM ist wohl auch das größte Fellowshiptreffen der Free Software Foundation Europe, sodass vor dem FSFE-Stand meist reger Betrieb herrschte. Die Arbeit hinter dem FSFE-Stand lief auch dieses Jahr wieder “wie am Schnürchen”, weil wieder das bewährte Team zum Einsatz kam. Die Kapuzenwesten mit dem Rückenaufdruck “fsfe-team”, die von dem Personal vor und hinter dem Stand getragen wurden, erwiesen sich als in kommunikativer Hinsicht nützlich und demonstrierten eindrücklich, wie stark die FSFE auf der FOSDEM vertreten war, obwohl längst nicht alle vor dem Stand anwesenden, kommunikationsbereiten Mitglieder und Fellows sie trugen.

Der Stand war auch dieses Mal wieder hervorragend gestaltet, was sicherlich auch zum erneut erfreulichen Ergebnis des Merchandisings beitrug.

Routiniert verlief auch wieder der Abbau der Stände am Sonntagabend.

Das nächste Event, auf dem wir Apache Openoffice präsentieren werden, sind die Chemnitzer Linux-Tage am 19. und 20.03.2016 im Zentralen Hörsaal- und Seminar-Gebäude der Technischen Universität Chemnitz. Auch dieses Jahr bringt uns wieder unser Freedom-Tours-Bus dorthin und wieder zurück.

08.02.2016

Michael Stehmann - Fellowshiptreffen Januar 2016

Am 27.01.2016 war in Düsseldorf das erste Fellowshiptreffen im neuen Jahr. Eine gute Gelegenheit, sich untereinander ein “gutes Neues” zu wünschen.

Das Treffen im Januar ist unser “traditionelles” Rückblicks- und Planungstreffen. In diesem Jahr war die Diversität der Teilnehmer auffällig. Vierzig Prozent waren weiblich und sechzig Prozent über fünfzig.

Ob es an der leider nur einstelligen Zahl der Teilnehmer lag, dass sich dieses Treffen als besonders produktiv herausstellte? Nach einem gemeinsamen Rückblick auf das Jahr 2015, welches bemerkenswerte Vorträge aufwies, sprudelten geradezu die Vorschläge für zukünftige Vorträge.

Zunächst sollen im Folgenden die Vorschläge genannt werden, für die es schon Referenten gibt oder zumindest schon ins Auge gefasst wurden.

Die Informatioen zur bevorstehenden Wahl eine Fellowshipvertreters als zeitweiliges Mitglied der FSFE warf die Frage auf: “Wie funktioniert die FSFE?” Hierzu können neben dem Chronisten Werner als Mitgründer der FSFE und Rainer Auskunft geben.

Statistik ohne Blackbox” könnte ein Vortrag lauten, den Frank und m.eik bestreiten können. Dabei geht es einerseits um die Kriterien, die für die Beurteilung statistischer Auswertungen relevant sind, und zum anderen natürlich darum, dass die Algorithmen und der Quellcode der Auswertungsprogramme studierbar sind.

Zu “Diaspora, GNU social, MediaGoblin” wird Wolfgang einen Vortrag halten, vor allem für alle, die “ihre Seele nicht an proprietäre, us-amerikanische Datenkraken verkaufen”, sich aber der Teilnahme an sozialen Netzwerken nicht gänzlich entziehen wollen.

Eine Teilnehmerin hatte die Vorbereitungen der Chaosdörfler auf den letzten “Congress” erlebt. Dabei war immer wieder die Rede davon, mache mache in Vorbereitung auf dieses Ereignis seine “Kiste zu”. “Wie mache ich meine Kiste zu?” könnte daher der Titel eines Vortrages lauten, für den ein Referent aus dem Chaosdorf bereits ins Auge gefasst wurde.

Emailverschlüsselung (mit GnuPG) bedeutet lediglich, aber immerhin, die Verschüsselung des Inhalts der Mail. Unverschlüsselt und damit erfassbar bleiben die sogenannten Metadaten. Den Betreff kann man nichtssagend gestalten, aber Absender und Empfänger können zur Ermittlung von Beziehungsnetzen dienen. Metadaten sollen auch schon dazu gedient haben, Menschen zwecks Tötung zu selektieren und zu identifizieren.

Werner arbeitet, wie WDR5 berichtete, seit einiger Zeit mit den Programmierern des TOR-Netzwerkes zusammen. Er will dem Bericht nach GnuPG und TOR kombinieren. Nutzer könnten dann im Internet miteinander kommunizieren, ohne dass Geheimdienste sie identifizieren können. Hierüber würden die Teilnehmer von Werner gerne mehr erfahren.

Unvergessen ist natürlich, dass auch Neal einen Vortrag zu GnuPG halten will und soll.

Debian-Pakete regelgerecht packen ist keine Haeckserei” sagt Mechtilde und will hierüber auch einen Vortrag halten.

Auf die “Wishlist”, da noch ohne Referent in spe, worden folgende Themen gesetzt: Internet of things, FreedomBox, Freie Hardware und FGPA. Wer zu einem dieser Themen einen Vortrag halten kann und will, möge sich bitte bei mir melden!

Am 14.02.2016 feiern wir den “I love Free Software Day 2016″. Eine gute Gelegenheit, einmal unsere Liebe zu Freier Software zu zeigen und beispielsweise eine Entwicklerin oder einen Entwickler zu umarmen (Bitte vorher um Erlaubnis fragen!).

Auch im Jahre 2016 fährt wieder unser Bus zu den Chemnitzer Linux-Tagen, die heuer am 19. und 20. März sind. Jeder sollte einmal in Chemnitz zu den Linux-Tagen gewesen sein und der beste Weg dorthin ist der Freedom-Tours-Bus, der auch dieses Jahr wieder mit der freundlichen Empfehlung der Düsseldorfer Fellowship-Gruppe der FSFE auf die Reise geht.

Auch für dieses Jahr wurde wieder eine sonntagvormittägliche Veranstaltung mit Familien (“Brunch”) ins Auge gefasst.

Nächstes Treffen:

Das nächste reguläre Fellowshiptreffen in Düsseldorf findet am 24.02.2016 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt. Um 20:00 Uhr beginnen wir mit dem „offiziellen“ Teil. Wer später kommt, verpasst also was.

Frank wird einen Vortrag mit dem Titel “Debian ‘mal anders installiert” halten. Programme, aber auch Verfahren an die eigenen Bedürfnisse anzupassen und mit ihnen anders umzugehen, als es sich der Entwickler oder die Entwicklerin vorgestellt hat, ist eine der Freiheiten, die Lizenzen Freier Software uns gewähren.

Der offizielle Teil wird um 23:00 Uhr enden.

Gäste sind bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Michael Stehmann - Ein Neujahrsempfang der FDP auf kommunaler Ebene

Am 26.01.2016 fand der Neujahrsempfang des FDP-Ortsverbandes und der Ratsfraktion in der Stadt Langenfeld/Rheinland statt. Auch hierzu konnte eine Einladung im Kanzleibriefksten vorgefunden werden.

Mechtilde und ich gingen hin und trafen dort einige Bekannte, beispielsweise ein Mitglied der Landtagsfraktion.

Nachdem die Ehrengäste des Abends, darunter auch der Bürgermeister der Stadt Langenfeld/Rheinland (CDU) begrüßt worden waren, nahm der Bürgermeister der Stadt Langenfeld/Rheinland die ihm gebotene Gelegenheit war, eine kurze Rede zu halten, in deren Mittelpunkt die Herausforderungen der Stadt und ihrer Bürger durch den Zuzug von Flüchtlingen standen.

Hauptreferentin des Abends war Frau Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Diese ist nicht nur stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, sondern auch Bürgermeisterin unserer Heimatstadt Düsseldorf. Auch im Mittelpunkt ihrer Rede standen die Flüchtlinge. Dabei stellte sie deren Situation mit viel menschlichem Einfühlungsvermögen dar und konnte auch aus eigenem Erleben von den gewaltigen Anstrengungen der wenigen Bewohner einer kleinen griechischen Insel in der Nähe des kleinasischen Festlandes bei der Bergung und Erstversorgung von Flüchtlingen berichten. Insgesamt stellte sie die Situation und die sich hieraus ergebenden Probleme in den verschiedenen Bereichen sehr differenziert dar. Im persönlichen Gespräch mit dem Chronisten rügte einer der Zuhörer, sie habe in ihre Rede keine Lösungen dargelegt, was im Chronisten die Frage aufwarf, welche Erwartungen wir eigentlich an unsere Politiker stellen.

Interessant war auch ein Gespräch, welches wir mit den “Senior” eines örtlichen Unternehmens führten. Sein Sohn schilderte einige Tage später in einer Email durchaus detailreich, dass dieses Unternehmen nicht nur in vielen Bereichen Freie Software produktiv einsetzt, sondern auch die Entwicklung Offener Standards in seiner Banche initiiert hat und sich an der Weiterentwicklung derselben aktiv beteiligt.

Insgesamt konnten auch bei dieser Veranstaltung neue Kontakte geknüpft und Bekanntschaften vertieft werden.

07.02.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #251

Zuerst wieder der Hinweis auf die „besorgten Nachrichten“ zu den Themenbereichen Rechtsextremismus, rechte Parteien, rechte Gewalt, Pegida usw. bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 5/2016 … das reißt einfach nicht ab :-(

Autismus

Bargeld

Behinderung / Inklusion

Computersicherheit

Esoterik

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Julian Assange

LGBTIQ

Polizeigewalt

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Sexarbeit

Sexualisierte Übergriffe / Gewalt an Kindern

Trau schau wem

Überwachung

Und sonst so?

Flattr this!

05.02.2016

Michael Stehmann - Open Data: hier Stadtpläne und Übersichtskarten

Landkarten und Stadtpläne unter einer Freien Lizenz sind doch ein alter Hut, werden manche sagen, gibt es doch schon lange: OpenStreetMap.

Die Rheinische Post, ein in der hiesigen Gegend weit verbreitetes Medium, berichtet nun aber von einer Aktion kommunaler Gebietskörperschaften. Berichtet wird, dass unter dem Titel “Offenes Stadtplanwerk” 71 Städte, Kreise und Verbände an Rhein und Ruhr ab sofort ihre Stadtpläne kostenfrei online bereitstellen.

Die Karten decken immerhin die Rhein-Ruhr-Schiene, das Bergische Land und Teile des Münsterlandes ab. Die Kartenkollektion reicht von Köln im Südwesten bis Hamm im Nordosten, vom Kreis Wesel im Nordwesten bis zum Oberbergischen Kreis im Südosten. In dieser Region wohnen etwa neun Millionen Menschen.

Die Daten liegen als Raster- und Vektordaten in unterschiedlichen Datenformaten vor.

Zu finden sind die Karten und Daten unter “Regionalverband Ruhr – Geodatenshop” und unter “auf Karte”. Letzteres ist ebenfalls ein Angebot des genannten Regionalverbandes.

Interessant an diesem Vorgang ist zweierlei: Zum einen, dass die beteiligten kommunalen Gebietskörperschaften auch ihre Geodaten als “Open Data” veröffentlichen, und zum anderen die Lizenz, unter der dies geschieht: CC BY 4.0 – verwendet wurde also eine international bekannte, permissive Lizenz und nicht das Ergebnis eines deutschen “Sonderweges”.

Insgesamt ein weiterer Fortschritt für Open Data in NRW.

01.02.2016

Frosch - Entmenschlichung

FrauMaja @FrauMaja
Rücknahme. Als wären Menschen nen Fehlkauf aus dem Winterschlussverkauf. Meine Fresse. :( https://twitter.com/zeitonline_pol/status/694186122826641410

5:04pm · 1 Feb 2016

Atari-Frosch @AtariFrosch
@FrauMaja Entmenschlichung hilft dabei, die Probleme zu überdecken. Dann muß man sie nicht mehr lösen.

5:09pm · 1 Feb 2016

Und das gilt keineswegs nur für Menschen auf der Flucht. Auch im Bereich Hartz IV spricht kaum jemand von Menschen, stattdessen geht es um Antragsteller, „Fälle“, „Arbeitslosigkeit“, „Bedarfsgemeinschaften“, „Haushalte“, Akten und Papier – um Probleme. Aber nicht die Probleme von Menschen, sondern von Menschen als Problem.

Diese Entmenschlichung hilft dabei, in diesem Zusammenhängen überhaupt nicht mehr an Grund- und Menschenrechte denken zu müssen. Stattdessen geht es um Verwaltungsakte, um schöne Statistiken und darum, Geld zu sparen.

carridwen @carridwen
Jobcenter-Mitarbeiterin: „Man lernt das mit der Zeit, Anträge abzulehnen. Sind ja nur Zettel, da sitzen keine Menschen vor Ihnen.“

15:13 – 7. Jan. 2016

Die Entmenschlichung folgt konsequent der Ausgrenzung, dem „die da“, das ich schonmal hier erwähnte. Dazu paßt auch die Konsequenzlosigkeit eines solchen systematisch menschenverachtenden Verhaltens. Selbst wenn explizit Strafrecht gebrochen wird, schauen Staatsanwaltschaften einfach weg, wie ich das ja selbst schon zweimal erleben mußte.

carridwen @carridwen
Dass sie Sachbearbeiterin keine Konsequenzen zu fürchten hat erklärt, warum sie mit am Telefon sagte „Sie können sich gerne beschweren.“

15:40 – 7. Jan. 2016

Klar, denn die Sachbearbeiterin macht ja genau das, was ihr Dienstherr von ihr verlangt. Da es keine negativen Konsequenzen für diese Menschenverachtung gibt, übernimmt natürlich auch niemand die Verantwortung dafür, wenn daran Menschen zerbrechen. Niemand ist zuständig, keiner vom Amt ist schuld, wir haben doch alles richtig gemacht, der Fehler muß beim zynisch „Kunde“ genannten Delinquenten liegen. Bei dem „Fall“, der kein Mensch mehr ist und auch nicht sein darf.

Aber nicht nur die „kleinen Angestellten“ verhalten sich so, das schlägt ja von ganz oben durch. Auch auf der Ebene der asozialen Bundesregierung wird in diesen Zusammenhängen nicht mehr von Menschen gesprochen. Diese Entmenschlichung fließt in die Gesetze, Anordnungen und hausinternen Anweisungen ein und fördert und fordert genau so ein Verhalten.

Daher sind die Ämter auch immer völlig geschockt, wenn dann doch plötzlich mal ein „Fall“ ins Büro kommt und Möbel rücken spielt oder auch Sachbearbeiter angreift. Dann können sie gar nicht verstehen, wieso die „Fälle“ so böse sind. Ihre eigene systematische Boshaftigkeit bemerken sie nicht. Dazu müßten sie mal anfangen, selbständig zu denken, über den eigenen Tellerrand zu schauen und aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen Konsequenzen zu ziehen: Der beste Schutz vor solchen Abwehrhandlungen besteht darin, die Menschen nicht anzugreifen und ihre Existenz zu gefährden oder zu vernichten. Aber ich vermute ja schon länger, daß Menschen, die selbständig denken können, bei Repressionsämtern gar nicht erst eingestellt werden. Und wenn dann doch mal versehentlich jemand reinrutscht, der das mit dem Denken beherrscht, dann wird dieser Fehler schnell korrigiert, siehe Inge Hannemann.

Der neueste heiße Scheiß ist ja, daß Bundesarbeits- und -sozialministerin Andrea Nahles (SPD!) fordert, man müsse Flüchtlingen, die „integrationsunwillig“ seien, die Leistungen kürzen. Wer auch immer „Integrationswillen“ dann definiert und wie. Ich tippe ja auf „muß jede noch so beschissene und noch so miserabel bezahlte Arbeit annehmen“, weil ein Mensch ja erst etwas wert ist, wenn er ausgebeutet werden kann. Also das gleiche Spiel wie bei Hartz IV jetzt schon: Wenn Du nicht gehorchst, sollst Du verrecken, und das bitte still und unauffällig, damit wir genau so weitermachen können.

Atari-Frosch @AtariFrosch
DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR.
Es sei denn, er beansprucht Sozialleistungen. #hartz4

17:00 – 21. Jan. 2016

Wenn wir wollen, daß die Welt ein bißchen besser wird, dann müssen wir wieder (?) anfangen, Menschen als Menschen zu sehen, nicht als Akte, nicht als Fall, nicht als Bedarfsgemeinschaft, nicht als Antragsteller. Und auch nicht als Flüchtling, Ausländer, Behinderte, Homosexuelle, Transmenschen, Autisten und was weiß ich was noch alles. Menschen. Erst einmal nur Menschen. Genau das ist das mit der Menschenwürde in Art. 1 Grundgesetz.

Der nächste Schritt ist, in diesen Menschen das Positive zu sehen und nicht als erstes die (vermeintlichen) Defizite. Die kommen dann als nächstes, sind schlicht zu akzeptieren und wenn es nötig und von diesen Menschen gewünscht ist, müssen wir – wir als Gesellschaft – sie ausgleichen, soweit das irgendwie technisch möglich ist. Technisch wohlgemerkt; Geld darf da nicht das erste Argument sein. Das geht von der Rampe für den Rollstuhlfahrer über die Anerkennung der geschlechtlichen und sexuellen Ausrichtung, Schulbegleitung für Kinder mit entsprechendem Bedarf bis hin zum Sprachunterricht für Menschen, die die deutsche Sprache nicht beherrschen (Aufzählung mit Sicherheit unvollständig). Damit diese Menschen ihre Stärken und Talente auch zum Wohle der Gesellschaft ausspielen können.

Ist das so schwer?

Flattr this!