Willkommen auf Planet Chaosdorf! Wir sammeln hier alle Blogs, die für uns irgendwie interessant sind – meist von Personen oder Organisationen aus unserem Umfeld

28.07.2016

OpenRheinRuhr - openSUSE-Projekt unterstützt als Silber-Sponsor

opensuseDie OpenRheinRuhr wird in diesem Jahr vom openSUSE-Projekt unterstützt. Wir freuen uns diese Community als Silber-Sponsor begrüßen zu können.

Das openSUSE-Projekt fördert den Einsatz von Linux überall und lässt dabei eine der weltweit besten Linux-Distributionen entstehen. Diese arbeitet in einer offenen, transparenten, freundlichen Art und Weise als Teil der weltweiten quell offenen und Freien Software-Gemeinschaft zusammen.

Wir freuen uns über die Unterstützung und hoffen, dass noch viele Sponsoren den Weg zur OpenRheinRuhr finden um die Veranstaltung auch zukünftig durchführen zu können. Informationen über das Sponsoring sind auf der Website der OpenRheinRuhr zu finden.

Flattr this!

27.07.2016

Frosch - Noch ein halbherziges Gesetz

Halbherzige Gesetze sind ja eine der Spezialitäten dieser asozialen Bundesregierung. Zuletzt hatten wir das bei der angeblichen Aufhebung der Störerhaftung, bei der viele zweifeln, daß sie tatsächlich aufgehoben wurde.

Nun kommt was neues: Die asoziale Bundesregierung legt ein Gesetz gegen Missbrauch von Leiharbeit vor. Klingt erstmal gut, ne? Aber es klingt eben mal wieder nur so.

Ich sehe da nämlich direkt mal zwei Haken:

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Leiharbeitnehmer künftig nur noch höchstens 18 Monate bei einem Entleiher eingesetzt werden können.

Netter Hinweis: In den 1980ern waren das mal sechs Monate, und das aus guten Gründen, nämlich um – Tätääää! – Mißbrauch zu verhindern.

Auf der anderen Seite:

Ferner plant die Bundesregierung, dass Leiharbeitnehmer nach neun Monaten den gleichen Lohn wie Stammbeschäftigte erhalten.

Das wird vor allem die vielen Leiharbeiter „freuen“, die nach maximal drei Monaten woanders hingeschickt oder, wohl mittlerweile teils standardmäßig, direkt wieder gefeuert werden, weil’s grad nix für sie gibt.

Das ganze ist also mal wieder Verarsche. Wenn es um die Abdeckung von kurzfristigem Bedarf gehen soll, wie

  • kurzzeitig höhere Arbeitsbelastung,
  • Mitarbeiter, die länger krank sind,
  • Mutterschutz

etc., genügen sechs Monate locker. Braucht man einen Arbeitnehmer länger, ist es sowieso besser, ihn direkt einzustellen und damit an sich zu binden. Zumal es ja auch hier die Möglichkeit gibt, Arbeitsverträge von vornherein zeitlich zu begrenzen, zum Beispiel, wenn abzusehen ist, daß die Krankheit eines Mitarbeiters deutlich länger als ein halbes Jahr dauern wird.

Umgekehrt, wenn man Leiharbeiter wirklich gleichstellen will, dann müssen sie ab dem ersten Tag mindestens so viel bekommen wie die Stammbelegschaft, weil sie durch die dann vorgesehenen häufigen Betriebswechsel viel flexibler sein müssen. Es ist hochgradig heuchlerisch, erst nach neun Monaten gleich bezahlen zu wollen. Für Arbeitgeber, die Leiharbeit standardmäßig in Anspruch nehmen, ist das doch quasi eine Aufforderung, nach neun Monaten den Leiharbeiter abzubestellen und ein paar Tage später für denselben Job einen „neuen“ zu bestellen, wenn nötig, bei einer anderen Leiharbeitsfirma.

Also, wenn das mehr werden soll als reine Augenwischerei, dann muß es heißen:

  • Begrenzung eines Einsatzes auf sechs Monate wie früher;
  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit;
  • Flexibilitätsaufschlag für Leiharbeiter.

Flattr this!

26.07.2016

OpenRheinRuhr - FSP Computer & Netzwerke aus Schotten ist Bronze-Sponsor

fsp_logo3Bereits seit 2011 ist FSP Computer & Netzwerke als Sponsor für die OpenRheinRuhr vertreten. Auch in diesem Jahr sind die Schotten wieder mit dabei.

Neben dem Sponsoring präsentiert die FSP neben den Dienstleistungs-, Hardware- und Schulungsangeboten auch das von ihnen unterstützte Projekt invis Server für Klein- und Kleinstunternehmen.

Wir freuen uns über die Unterstützung und hoffen, dass noch viele Sponsoren den Weg zur OpenRheinRuhr finden um die Veranstaltung auch zukünftig durchführen zu können. Informationen über das Sponsoring sind auf der Website der OpenRheinRuhr zu finden.

Flattr this!

25.07.2016

Frosch - Depression als Symptom

Alex machte mich Anfang des Monats auf zwei Blogeinträge eines amerikanischen Wissenschaftlers aufmerksam, der die These aufstellt: Ängste und Depressionen sind gar keine Krankheiten (bzw. nur in sehr seltenen Fällen), sondern Symtome dafür, daß wichtige Bedürfnisse des Menschen nicht erfüllt werden: Anxiety and Depression Are Symptoms, Not Diseases und Clarifying the Nature of Anxiety and Depression.

Das fand ich direkt so spannend, daß ich den Autor, Gregg Henriques, Ph. D., per E-Mail kontaktierte und nach der Erlaubnis fragte, die Texte ins Deutsche übersetzen und so publizieren zu dürfen. Die Erlaubnis kam prompt.

Die Übersetzungen selbst habe ich auf meine statische Website gesetzt: Ängste und Depressionen sind Symptome, keine Krankheiten.

Spannend finde ich die beiden Texte vor allem deshalb, weil sie meine schon lang gehegte These bestätigen, welche lautet: Wir sind depressiv, weil wir nicht sein dürfen, was wir sind.

Das ist auch der Grund, warum ich Therapien – abgesehen davon, daß die Wartezeiten hierzulande dafür abartig lang sind – für mich nie so wirklich sinnvoll gehalten habe. Sie können möglicherweise temporär die Symptome lindern, aber auf die Ursachen können sie oft gar keinen Einfluß nehmen. Und ich halte nichts davon, meine knappen Ressourcen in Therapiestunden zu stecken, die an der Ursache nichts verändern können (zumal ich dann auch noch absehen kann, daß ich wegen meiner autistischen Besonderheiten früher oder später in Rechtfertigungs-Situationen gedrängt werden würde).

Die Ursachen bei mir sind hier natürlich Zwangsverarmung, Amtsschikanen und Perspektivlosigkeit. Oder, wie Christel T. das in ihrem Blog formulierte:

Wenn ein Mensch diese Strategie anwendet, der von Haus aus nicht die erforderliche tiefgehende Ignoranz besitzt, dann dauert es von der Erstantragstellung bis zu klinischen Depression ziemlich genau zwei Jahre, meinen persönlichen Beobachtungen nach.

– was wiederum die These von Henriques bestätigt: Depression ist eine natürliche Reaktion auf unerträgliche Zustände.

Dabei ist sich der Einzelne der Unerträglichkeit (eines Teils) seiner Situation vielleicht gar nicht mal bewußt. Wir hören immer wieder von solchen Fällen, in denen es heißt: Aber sie hat doch alles, es geht ihr doch gut. Wirklich? Vielleicht können wir die Ursache ja einfach nicht erkennen. Es kann auch ein Trauma aus frühester Kindheit sein, oder ganz außerhalb des persönlichen Umfelds liegen:

Es genügt ja derzeit oft schon, Nachrichten zu lesen. Für empathische(re) Menschen kann es unerträglich sein, mitzubekommen, was derzeit zum Beispiel in der Türkei abgeht. Oder in Syrien. Auf dem Mittelmeer. In den USA. Oder auch hier in Deutschland. Je empathischer ein Mensch ist, desto eher haben auch solche Ereignisse Auswirkungen auf sein seelisches Wohlbefinden.

Ich merke das an mir selbst und habe mir angewöhnt, zumindest zu versuchen, nur noch einzelne Themenbereiche zu verfolgen. Alles geht einfach nicht, und nicht nur aus zeitlichen Gründen. Es wirkt vielleicht gefühlskalt, wenn ich teils katastrophale Nachrichten schlicht ignoriere oder mich zumindest nicht dazu äußere. Ist es aber nicht, das ist reiner Selbstschutz – eben, um die Depression nicht (noch mehr) zu „füttern“.

Henriques geht insbesondere im zweiten Blogartikel auch darauf ein, daß Menschen unterschiedlich stark (oder auch gar nicht) auf Situationen und Zustände usw. reagieren. Das heißt, eine Situation, die den einen Menschen kalt läßt, kann einen anderen massiv psychisch beeinträchtigen. Er nennt das „neurotisches Temperament“. Das entspricht auch meiner Beobachtung.

Ich finde es, wie gesagt, hochspannend, daß meine laienhafte These nun auch wissenschaftlich behandelt wird. Das will ich auf jeden Fall weiter verfolgen.

Danke an Alex für den Hinweis auf die beiden Artikel und die fachlichen Tips und Erklärungen zur Übersetzung.

Flattr this!

24.07.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #274

Die Links dieser Woche zu den rechten Themen findet Ihr wie immer bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 29/2016 (das ist diesmal sicher nicht vollständig – die Hitze und so, Ihr versteht …)

Arbeit

Autismus

Behinderung / Inklusion

Fahrradverkehr

Flucht & Asyl

Fotografie

Genderfoo

Hartz IV & Co.

Leistungsschutzrecht

Linux

Nizza

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Terrorismus

Tierquälerei

Türkei

Unwetter

Und sonst so?

Flattr this!

22.07.2016

Frosch - Die mentale Einstellung von Langzeitarbeitslosen

Diese Formulierung fiel mir gestern in einer Pressemeldung des Polizeipräsidiums Westpfalz auf. Darin wurde über die Vorstellung einer Studie zur Flüchtlingsthematik berichtet. Gegen Ende heißt es dort:

Insbesondere durch die fehlende berufliche Tätigkeit entstehen Leerräume und die Gefahr, dass Zuwanderer beispielsweise die mentale Einstellung von Langzeitarbeitslosen annehmen.

Ich wollte denn doch mal wissen, was es mit dieser „mentalen Einstellung von Langzeitarbeitslosen“ auf sich hat, und fragte bei der angegebenen Mailadresse nach:

Was versteht man dabei unter der „mentalen Einstellung von Langzeitarbeitslosen“?

Wieso ist da jemand der Meinung, es gebe überhaupt eine relativ einheitliche „mentale Einstellung“ unter Langzeitarbeitslosen?

Fragt sich
eine Langzeitarbeitslose

Die Antwort kam heute recht prompt – das ist übrigens schon das zweite Mal, daß ich auf Anfragen bzw. Rückfragen auf solche Polizei-Pressemeldungen prompte Antwort bekam, was man nicht unbedingt von allen Behörden behaupten kann –:

vielen Dank für Ihre Mail und Ihr Interesse an unseren Publikationen. Der zitierte Satz war eine der Kernaussagen der Studentinnen und Studenten, die an dem Projekt beteiligt waren. Die Kernbotschaft resultierten unter anderem auf Informationen von verschiedenen beteiligten Behörden und Institutionen – unter anderem auch dem Jobcenter.

Sie haben in der Tat Recht, dass es sicherlich keine einheitliche mentale Einstellung von sogenannten Langzeitarbeitslosen gibt, zumal die Gründe oftmals sehr vielfältig sein können. Möglicherweise war diese Kernbotschaft etwa unglücklich formuliert? Ich kann Ihnen aber versichern, dass wir damit niemand zu nahe treten oder „abstempeln“ wollten.

Meine eigentliche Frage nach dieser ominösen „mentalen Einstellung“ wurde vom Pressesprecher der Polizei Kaiserslautern damit leider nicht beantwortet.

Daß er die die Quelle „Jobcenter“ so hervorhebt, kann aber eigentlich kein Zufall sein. Daher unterstelle ich, daß es genau diese Behörde war, die diese Formulierung eingebracht hat. Die Herabwürdigung von Leistungsberechtigten gehört schließlich zu deren Aufgaben, damit keiner merkt, wie dort Menschenrechte mit Füßen getreten werden.

Wir Erwerbslose haben also dem ARGE nach eine bestimmte „mentale Einstellung“, und diese dürfen andere, die man, wenn man Frau Nahles und Herrn Weise so zuhört, genauso schikanieren und loswerden will, gar nicht erst einnehmen. Und dann brauche ich glaube ich auch gar nicht mehr nachzufragen, was damit gemeint sein soll. Sie hätten ehrlicherweise gleich „Sozialschmarotzertum“ sagen sollen, denn das war ja wohl gemeint.

Tatsache ist jedoch, daß die Studien-Ersteller hier offenbar ohne nachzudenken und völlig kritiklos diese Bezeichnung des ARGE übernommen haben – und die Polizei machte es genauso.

Dabei werfe ich das noch nicht mal so sehr der Polizei vor – obwohl ich auch da kritisches Nachfragen erwartet hätte –, sondern vor allem den Studenten und ihren Professoren bei der Technischen Universität Kaiserslautern, von denen die Studie kommt. Daß an dieser Stelle eine solche Formulierung der ARGEn unkritisch übernommen wird, ist ziemlich peinlich.

Letztendlich sagt es nämlich mehr über die mentale Einstellung der Studenten und Professoren aus als über die von Leistungsberechtigten.

Oh, eins noch: Nicht die „fehlende berufliche Tätigkeit“ ist das Problem, sondern die gewollte oder zumindest in Kauf genommene Perspektivlosigkeit der Menschen. Aber das haben die Herrschaften von der TU Kaiserslautern bestimmt auch übersehen.

Flattr this!

21.07.2016

OpenRheinRuhr - Perl-Services ist Silber-Sponsor der OpenRheinRuhr 2016

Perl-Services.deAuch in diesem Jahr freuen wir uns auf die Unterstützung der OpenRheinRuhr 2016 durch Perl-Services mit langjähriger Erfahrung im Bereich Perl.

Perl-Services.de ist ein Rundumanbieter in Sachen Perl und OTRS. Neben der Programmierung von Software in Perl und Erweiterungen für OTRS bietet das Unternehmen auch Schulungen zu diesen Themen und OTRS-Support.

Wir freuen uns über die Unterstützung und hoffen, dass noch viele Sponsoren den Weg zur OpenRheinRuhr finden um die Veranstaltung auch zukünftig durchführen zu können. Informationen über das Sponsoring sind auf der Website der OpenRheinRuhr zu finden.

Flattr this!

20.07.2016

dictvm - Oops, I did it again... I bought another Chromebook Pixel!

Oops, I did it again... I bought another Chromebook Pixel!

After my initial attempts of working only with a Chromebook Pixel back in 2014 and selling the device again after a few months, I bought another Chromebook Pixel. It's still the old one from 2013, but it was brandnew and it cost just 300€.

Why would I do that? Well, I've grown accustomed to only working on remote systems via SSH and I've completely moved almost all of my data to Google, so I'm neither dependent on local storage nor do I require any specific native apps. Sure, I like MoneyMoney for OS X and using Twitter from the browser is still shitty, but that's not a show-stopper.

Working in vim via SSH/mosh with the Mosh Chrome App is as good as working on a local shell, even if my internet is unreliable. Of course, having a local shell, just in case, would be awesome too.

Now that Chrome OS will also be able to run all Android apps, all these worries will be less and less relevant. My 2013 Pixel won't be able to run Android apps, but there are rumors of a 3rd generation Chromebook Pixel, so I'm holding my breath for that. I'll also be able to run a local Linux environment like Termux if I'll be without an Internet connection for a longer time.

I've had a few issues with Chrome OS that lead me to part ways with it in 2014, but most of these are no longer relevant, either because Chrome OS and its app ecosystem improved (or will in a few weeks) or because my requirements have changed:

While I've grown quite fond of the basic idea of Chrome OS, it still feels mostly crippled, due to the lack of proper, offline-capable Chrome-applications.

Native support for Android apps makes this almost irrelevant. But as long as I can't use any of them, I'll have to stick with Chrome Apps and I have to say that they've really improved. Working in Google Docs without an internet connection feels the same as if you'd be online. My only gripe is the lack of offline-caching of the Google Play Music webapp.

A fully cloud-enabled device is also still mostly useless as long as I can exhaust my monthly LTE-bandwidth within a few minutes.

This isn't as much of a problem anymore. Sure, the telco companies still suck, but I've been using my smartphone as if it had unlimited data for months and my 5GB are holding up quite well. More recently, 10GB/month contracts have become quite cheap in Germany. It's of course still far from perfect, but I don't see this as much of a concern anymore. I'm currently on vacation in the Netherlands and I have yet to find a spot where there isn't some WiFi hotspot that I can use.

Chrome OS also lacked advanced tiling window manager-features that I've grown accustomed to on OS X and its handling of SSH-connections wasn't to my liking either.

I'm now using tmux, so this also isn't that much of an issue anymore. Secure Shell still isn't perfect, but I'm just connecting to my server using mosh and I'm considering that my Linux environment from where I can connect to whatever system I need to. However, multiple workspaces and/or tiling window manegement is more necessary than ever on Chrome OS, because as soon as those Android apps land in the Stable channel, being tied to just one workspace will be a very terrible experience. Come on Google, even Windows 10 supports multiple desktops now. If you're also into Chrome OS, put a star on this issue right now!

Another issue I had was the US keyboard. But because I'm no longer just the typical systems administrator, I've adapted to the US keyboard layout and I've been using the US International variation of it for german Umlauts like öüäß for a few months now.

I hope that Chromebooks with the Pixel's build-quality will be the default for devices in the 300EUR-pricerange.

We're not at that price point yet, but 499€ for a decently specced Aluminum laptop isn't that terrible.

So far, I haven't found a thing that I missed or something that my Macbook Pro could have done better. I've also come to terms with the fact that Apple is now focusing more and more on integrating their own services into macOS while I've been ditching all of Apple's apps for webapps, so there's nothing I'll really miss. I had expected to miss apps such as Pixelmator, but to be honest, I can't remember when I last used it. Google Photos does most of what I need with regards to editing photos.

If you're curious and have questions, ping me on Twitter.

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi. 20.07.2016

Am Mi. den 20 Juli trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: Die Darstellung von Graphen mit Hilfe der Libraries “NodeGraph – Boost.Graph & QGraphicsView

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

17.07.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #273

Neben all den aktuellen Nachrichten um Nizza und die Türkei sollte nicht vergessen werden, daß wir hierzulande auch noch ein Problem mit Rechtsextremismus haben. Dazu bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 28/2016.

Autismus

  • 10.07.2016 Autisten bloggen: Overloads vorbeugen (via @yousitonmyspot)
  • 10.07.2016 yowriterblog: Déjà vu (via @1wrong_way / @endhaltestelle_)

Behinderung / Inklusion

Datenschutz

Drogen

Flucht und Asyl

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

LGBTIQ

Nizza

Polizei

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Rigaer Straße

Türkei

Twitter-Weisheiten

Unwetter

Überwachung / Vorratsdatenspeicherung

Flattr this!

10.07.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #272

Die Besorgten Nachrichten (Rechtsextremismus, rechte Gewalt, rechte Parteien etc.) der Woche: Besorgte Nachrichten, KW 27/2016. Und es hört einfach nicht auf 🙁

Autismus

Behinderung / Inklusion

Bundeswehr

Edward Snowden

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

Leistungsschutzrecht

LGBTIQ

Polizeigewalt

Rape Culture

Rüstung

Sexarbeit

Tierquälerei

Trau schau wem

  • 07.07.2016 Ruhrbarone: Auf gute Nachbarschaft (via @ruhrbarone / @AlexSchestag; hatte ich auch vor einiger Zeit im Briefkasten, mir aber noch nicht weiter angesehen – gut zu wissen. Läßt man wohl besser die Finger davon.)

Unwetter

Flattr this!

09.07.2016

Chaosdorf e.V. - Vortrag: Fruits of Doom am 13.08.2016 ab 13 Uhr

Am Samstag, den 13.08.2016, wird es ab 13:00 Uhr in unseren Räumen einen Vortrag über Man-in-the-Middle-Angriffe (MitM) geben.

Die Präsentation ist ausgelegt als IT-Security Awareness Präsentation, die für das Thema unverschlüsselte Drahtlosnetzwerke (aka „Free Wifi“) sensibilisieren soll. Viele Betriebssysteme speichern die Netzwerke, mit denen sie einmal verbunden waren und fragen diese ständig ab. Genau hier setzt die Präsentation an.

Das Thema soll leicht verständlich vermittelt werden, dennoch bleibt ein wenig Theorie nicht aus. Diese wird so einfach wie möglich gehalten, um das Thema auch für technisch Unbedarfte greifbar zu machen. So wird ziemlich ‘High-Level’ erläutert, wie eine WLAN-Assoziation in öffentlichen Drahtlosnetzen funktioniert. Des Weiteren werden u.A. die Begriffe MitM sowie Evil-Twin verständlich erklärt.

Den Hauptteil der Präsentation bildet ein ‘Live-Hacking’ in einer eigens dafür entwickelten Umgebung, auf die im Rahmen des anschließenden Workshops im Chaosdorf auch genauer eingegangen werden kann. Der praktische Teil ist in drei Kategorien unterteilt und zeigt, wie man durch das oben beschriebene Problem leicht Opfer eines “MitM-Angriffs” werden kann. Es wird unter anderem demonstriert:

  • Signal Jamming, WLAN-Channel-DoS
  • Mitlesen und analysieren von WLAN-Traffic
  • Das Manipulieren von Daten-Traffic (Iframe-Injection) bzw. das Einschleusen von Schadsoftware (Drive-By Download)

Für den praktischen Teil wird sowohl Hardware eingesetzt, die für unter 200$ im Internet erworben werden kann, als auch eine Eigenentwicklung auf Basis eines Raspberry Pi 2. Das soll auch noch einmal verdeutlichen, dass für solch einen Angriff keine teure Spezial-Hardware nötig ist, der Schaden aber enorm sein kann.

Zum Abschluss wird es einen Leitfaden geben, wie man sich vor diesen Szenarien schützen kann.

Teilnahme

Für den Vortrag sind keine Vorkenntnisse nötig, jeder ist herzlich willkommen. Ihr solltet ein paar Stunden Zeit mitbringen und euch zur besseren Planung in unserem Wiki eintragen (ein Account ist dafür nicht erforderlich).

Zur moralischen Unterstützung der Teilnehmer wird es zwischendurch veganes und auch nicht-veganes Essen geben.

03.07.2016

Frosch - OpenVPN mit Knoten

Nachdem ich mich vorgestern mit einem verknoteten Mailsystem herumgeschlagen habe, war heute der Umzug des OpenVPN auf den neuen Server dran. Da hatte ich auch erstmal einige Knoten. Teils im System, teils im Gehirn 😉

Es wäre echt zu leicht gewesen, nach der Installation, der Erzeugung der Zertfikate und Keys und der Anpassung der Client-Konfiguration da jetzt einfach über das neue VPN routen zu können. Aber: Obwohl die Verbindung zum neuen Server stand wie eine Eins, ging nichts durch. Also, gar nichts. Ich konnte zu keinem anderen System verbinden als dem Server selbst, zu allen anderen Systemen hieß es: „network not reachable“.

Der generelle Haken bei solchen Dingen besteht darin, daß ich solche Dienste nur alle paar Jubeljahre mal neu einrichten muß. Also mußte ich wieder auf die Suche gehen: Wie war das nochmal? Und warum funktioniert das auf dem alten Server?

Die meisten Anleitungen, die man so im Netz findet, beziehen sich nur auf das Paket openvpn und vielleicht noch easy-rsa, berücksichtigen aber nicht das Routing auf dem Hostsystem. Entweder gehen sie davon aus, daß der Host schon richtig konfiguriert sein werde, oder davon, daß man doch einfach weiß, was man im System noch einstellen muß, damit das OpenVPN auch nutzbar wird.

Also, was macht man nun, wenn die Verbindung als solche perfekt funktioniert, aber einfach keine Daten durchrouten will?

Das erste ist: Überhaupt erstmal Routing freischalten. Das ist auf einem neu installierten Debian-System nicht automatisch der Fall – vermutlich aus Sicherheitsgründen. Leider wird das auch mit der Installation von OpenVPN nicht geändert, obwohl es dafür doch unbedingt notwendig ist.

Also:

seelilie:~# echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/ip_forward

seelilie:~# echo 1 > /proc/sys/net/ipv6/conf/all/forwarding

Zwar habe ich IPv6 für das OpenVPN generell noch nicht aktiviert, aber dem System kann man’s ja schonmal verklickern.

Damit war’s allerdings leider noch nicht getan. Erst ein Blogartikel von Allan McRae mit dem Titel Routing Traffic With OpenVPN brachte mich auf den richtigen Weg. In seinem Step #3 widmet er sich nämlich iptables, der Firewall. Der muß man noch ein paar Dinge beibiegen, damit OpenVPN auch tatsächlich den Traffic seiner Clients routen kann. Gegenüber Allans Beschreibung habe ich nur das Device verändert; er verwendet das tun-Device, ich dagegen tap. Außerdem verwende ich nicht den Standard-Port 1194, lasse diesen hier aber trotzdem stehen:

seelilie:~# iptables -A INPUT -i eth0 -m state –state NEW -p udp –dport 1194 -j ACCEPT

seelilie:~# iptables -A INPUT -i tap+ -j ACCEPT

seelilie:~# iptables -A FORWARD -i tap+ -j ACCEPT

seelilie:~# iptables -A FORWARD -i tap+ -o eth0 -m state –state RELATED,ESTABLISHED -j ACCEPT

seelilie:~# iptables -A FORWARD -i eth0 -o tap+ -m state –state RELATED,ESTABLISHED -j ACCEPT

Die zusätzliche, optionale Zeile, die er noch weiter unten erwähnt, brauchte ich hier nicht.

Nach der Änderung mußte ich nur noch OpenVPN neu starten, sowohl auf dem Server als auch auf dem Client, und endlich ging alles durch. Bis auf IPv6, das ist noch eine offene Baustelle. Später.

Ich hoffe, der Kram, der jetzt noch auf dem alten Server übrig ist, kostet mich nicht auch jeweils noch einen ganzen Abend pro Dienst …

Flattr this!

Frosch - Im Netz aufgefischt #271

Die Nachrichten zum Rechtsextremismus, zu rechten Parteien, rechter Gewalt usw. findet Ihr wie üblich bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 26/2016.

Autismus

Behinderung / Inklusion

Brexit

Cat Content

Edward Snowden

Gesundheit

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

Häusliche Gewalt

LGBTIQ

Mindestlohn

Netzzensur

Polizei

Rape Culture

Suizid

Tierquälerei

Transparenz

Türkei

Überwachung

Unwetter

Verschlüsselung

Whistleblower

Und sonst so?

Flattr this!

01.07.2016

Frosch - Mailrouting mit Knoten

Seit heute früh schlagen bei mir Traffic-Warnungen von Hetzner für den alten Server auf. Der schleust derzeit ca. 3 GB pro Stunde durch (ab 1 GB/h lasse ich warnen). Schließlich fand ich heraus, daß die Tor-Bridge von mehreren Clients verwendet wurde bzw. wird; das könnten die dann wohl (gewesen) sein. Na gut, die dürfen das.

Bei der Suche ging ich natürlich alle Logs durch und stellte dabei eher so nebenbei fest, daß das Mailsystem meinte, keine Mails mehr an die Hauptdomain atari-frosch.de ausliefern zu können. Obwohl mail.atari-frosch.de seit 12. Mai auf dem neuen Server liegt und ich eigentlich der Meinung gewesen war, das dem alten Server kommuniziert zu haben, bestand er darauf, lokal auszuliefern. Oder besser, das zu versuchen: Es ging nicht, weil unter /var/mail angeblich Verzeichnis- und Dateirechte fehlen würden. Also bin ich dem mal nachgegangen.

Daß die alte Maschine überhaupt noch läuft, hängt natürlich damit zusammen, daß mir das ARGE seit nun zwei Jahren und neun Monaten den letzten Nerv raubt und ich deshalb zwar schon vieles, aber eben noch nicht alles auf den neuen Server habe umziehen können. Daß die alte Kiste dann auch noch unter Debian Squeeze rennt, das keine Updates mehr bekommt, macht’s nicht besser; ihn noch auf was neueres hochzuziehen, ist aber auch nicht mehr sinnvoll.

Am 12. Mai hatte ich neben meinem Blog und der statischen Website unter atari-frosch.de auch direkt die Mailserver-Einträge entsprechend umgezogen, sodaß mail.atari-frosch.de auf den neuen Server zeigt und dort die darauf eingehenden Mails auch korrekt verarbeitet werden können. Ab dem Zeitpunkt wuchs /var/log/mail.err auf dem alten Server explosionsartig an; nur war mir das nie aufgefallen, weil das, was darüber sonst noch an Mail läuft, funktionierte und ich somit keinen Grund dafür hatte, in die Logs zu schauen. Heute waren wegen Logrotate (wöchentlich; vier Backups aufbewahren) noch die Daten ab Anfang Juni da.

Sagen wir’s mal so: Eine mail.err von 10 MB pro Woche auf einer Maschine, die eigentlich nicht mehr viel macht, ist … doch etwas viel.

Zunächst einmal fand ich in diesen Dateien massenweise Meldungen wie diese hier:

Jun 26 00:00:42 seewind dovecot: deliver($user): mkdir(/var/mail/$user/cur) failed: Permission denied (euid=1xxx($user) egid=1xxx($user) missing +w perm: /var/mail)

($user ist ein Platzhalter für meinen lokalen Usernamen; 1xxx steht für die UID des Useraccounts).

Das war auch logisch: /var/mail/$user existierte nämlich gar nicht. Also wie kam er plötzlich auf diesen Postfach-Namen?

Als Workaround versuchte ich es erst einmal damit, daß ich meinen alten Postfach-Namen in $user umbenannte. Das erbrachte aber nur eine neue Fehlermeldung:

Jul 1 14:41:29 seewind dovecot: deliver($user): open(/var/mail/$user/dovecot.index.log) failed: Permission denied (euid=1xxx($user) egid=1xxx($user) missing +w perm: /var/mail/$user/dovecot.index.log)

Ja leck mich. Die Datei gehört vmail.vmail, und User und Gruppe haben Schreibrecht. dovecot wiederum gehört der Gruppe vmail an. Wieso hat er jetzt plötzlich die „Identität“ (m)eines lokalen Users?

seewind:~# chmod 666 /var/mail/$user/dovecot*

… half aber auch nicht weiter: dovecot behauptete im Log weiterhin, da nicht reinschreiben zu dürfen.

Nun war das sowieso ein bißchen doof, denn ich wollte die Mails ja eigentlich ganz gern im Mailsystem des neuen Servers haben und dort mit den anderen Mails zusammen abholen. Ich hätte sie jetzt noch auf eine Domain umbiegen können, die der alte Mailserver noch bedient, aber die will ich ja auch bald umziehen. Trotzdem hätte ich gern die Systemmeldungen gehabt, zumal da ein paar Scripte laufen, die regelmäßig über den Systemstatus informieren und Backups ausführen. Und ein paar Dienste, die nicht an eine bestimmte Domain gebunden sind, laufen da auch noch.

Also schaute ich mir die Datei /etc/postfix/virtual_domains mal genauer an. Die hat noch ein altes Format, das funktionierte, solange alles einheitlich auf dieser einen Kiste lief. Ob ich das nur mal falsch verstanden hatte oder ob das Format der Datei irgendwann verändert worden war, weiß ich heute nicht mehr. Die Datei ist bald zehn Jahre alt; ich habe in der Zeit immer nur neue Adressen hinzugefügt oder nicht mehr benötigte gelöscht, und sie – wie andere Konfigurationsdateien auch – über alle bisherigen Server hinweg quasi immer mitgeschleift. Auf dem neuen Server funktionierte das dann gar nicht mehr, und ich mußte sie komplett neu aufbauen.

Denn die alte hat das Format:

user@domain.tld postfach@mail.domain.tld

bzw. für die Hauptdomain nahm ich

user@atari-frosch.de postfach@mailintern.atari-frosch.de

– weil es sonst Kuddelmuddel mit dem offiziellen Mailserver-Namen im DNS gab, der ja auch mail.atari-frosch.de lautet.

Weiterleitungen zu externen Mailadressen funktionierten über dieselbe Datei mit

user@domain.tld user@externedomain.tld

Inzwischen sieht das Format aber so aus:

user@domain.tld /var/mail/domain/postfach/

– und Mailweiterleitungen darüber funktionieren vermutlich gar nicht mehr. Das Postfach wird also nicht mehr wie eine Mailadresse angegeben, sondern als Dateipfad.

Also trug ich nun einige Änderungen ein: Alle Adressen in der Domain atari-frosch.de bog ich um auf eine neu eingerichtete Mailadresse unter einer anderen Domain, die bereits komplett auf dem neuen Server läuft (ist schon praktisch, wenn man mehrere Domains hält). Dem postfix auf dem neuen Server wiederum erklärte ich, daß alles, was an diese Mailadresse reinkommt, in mein Postfach unter atari-frosch.de einsortiert werden sollte. Noch ein reload von postfix auf beiden Servern und dem dovecot auf dem alten, und …

… der alte wollte mit konsequenter Boshaftigkeit weiterhin lokal ausliefern. 🙁

Also mußte das WWW ran. Ich fand einen Forumseintrag, der mich drauf brachte, daß die Datei /etc/aliases in der Beziehung nicht ganz so unwichtig ist: Simple Weiterleitung mit postfix. Genauso wie der Fragesteller dort im Forum hatte ich diese Datei überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt. Aber bei Mailumleitungen ist die offensichtlich relevant.

Also leitete ich in dieser Datei alle betroffenen Usernamen auf die neue Adresse unter der anderen Domain um. Dann:

seewind:~# postmap /etc/aliases

seewind:~# service postfix reload

seewind:~# postqueue -f

Das letzte Kommando startet die sofortige erneute Auslieferung aller zurückgehaltenen („deferred“) Mails, und endlich begann postfix, den ganzen liegengebliebenen Kram an den neuen Server auszuliefern. Bzw. die Mails der letzten fünf Tage, denn was fünf Tage lang nicht ausgeliefert werden konnte, wird ja gelöscht.

Puh.

Und irgendwann wird der Tag kommen, an dem ich Mailsysteme komplett verstanden habe. Immerhin dürfte ich dem heute wieder ein Stück näher gekommen sein 😉

Flattr this!

30.06.2016

Craig - MACSEC unter Linux

Der Linux Kernel 4.6 unterstützt nun MACSEC nativ. Damit ist es möglich, auf Layer2 verschlüsselte Links zu realisieren. Sehr schön! 🙂

<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="480" src="https://www.youtube.com/embed/G_8gW_iOS58?feature=oembed" width="640"></iframe>

Präsentationsfolien: http://bit.ly/20ZBkpV

26.06.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #270

Die Besorgten Nachrichten zu Rechtsextremismus, rechten Parteien, rechter Gewalt, Antisemitismus usw. finden sich wie gehabt bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 25/2016.

Autismus

Behinderung / Inklusion

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Häusliche Gewalt

LGBTIQ

Rape Culture

Sexuelle Belästigung von/sexualisierte Gewalt an Kindern

Tierquälerei

Türkei

Unwetter

Flattr this!

19.06.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #269

Endlich gibt’s auch wieder die Besorgten Nachrichten! Die Kombination aus „Server mag nicht richtig booten“ und „Server-Betreiber liegt im Krankenhaus und hat keine Zugangsdaten dabei“ war dabei, sagen wir, etwas ungünstig. Die Besorgten Nachrichten der Kalenderwochen 17 bis 23 habe ich schon am Mittwoch und Donnerstag eingestellt, und ab heute geht es wieder normal weiter: Besorgte Nachrichten, KW 24/2016.

Und sonst so?

Autismus

Behinderung / Inklusion

Bezahlsysteme

Bundeswehr

Computer

Diskriminierung

Drohnenkrieg

Flucht & Asyl

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Häusliche Gewalt

IT-Sicherheit

Jacob Appelbaum

LGBTIQ

Polizei

Rape Culture

Sexuelle Gewalt an Kindern

Tierquälerei

Trau schau wem

Türkei

Überwachung

Unwetter

Wissenschaft

Flattr this!

12.06.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #268

Nicht wundern, ich hab mal ein bißchen Rückstände aufge„lesen“.

Armut

Autismus

Bedingungsloses Grundeinkommen

Behinderung / Inklusion

Doofparker

Drohnenkrieg

Flucht & Asyl

Geheimdienste

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Häusliche Gewalt

Impfgegner

Islamismus

IT-Sicherheit

Jacob Appelbaum

Justiz

Kinder

LGBTIQ

Nichtraucherschutz / aggressive Raucher

Polizei

Rape Culture

Sexismus

SPD

Tierquälerei

Trau schau wem

Türkei

Unwetter

Überwachung

Wissenschaft

WTF?

Und sonst so?

Flattr this!

10.06.2016

Chaosdorf e.V. - Workshop: JavaScriptChaos am 02.07.2016 ab 16:00 Uhr

Am Samstag, dem 02.07.2016, wird es ab 16:00 Uhr in unseren Räumen einen JavaScript Workshop geben. Der Referent wird dabei die Grundlagen von JavaScript kurz anreißen und danach folgende Themen besprechen:

  • JavaScript-Funktionalität (Classes, Promises, Destructuring, etc.)
  • Wie nutze ich den coolen Scheiß jetzt im Browser?
  • Nutzung von Modulen per node/npm
  • Wie baue ich ein JS Backend?
  • Typen? Brauche ich sowas in Javascript?

Teilnahme

Vortrag und Workshop richten sich an alle, die aus Gründen mit JavaScript arbeiten oder dieses in Zukunft planen.

Voraussetzungen

  • Ihr solltet ein paar Stunden Zeit mitbringen  
  • … und euch zur besseren Planung hier eintragen
  • Ihr solltet schon mal programmiert haben — Erfahrung in JavaScript ist aber nicht nötig
  • Ihr solltet ein eigenes Gerät (Laptop o.ä.) mitbringen

Zur moralischen Unterstützung der Teilnehmer wird es zwischendurch veganes und auch nichtveganes Essen geben.

Frosch - Geschenke und Entscheidungen

Auch wenn die Zahlen nicht mit meinem gefühlten Alter übereinstimmen: Ich bin jetzt 48 Jahre alt. Es fühlt sich wirklich nicht so an. Ich habe eher das Gefühl, immer noch so etwa 32 zu sein, wie ich war, als ich Ende 2000 nach Düsseldorf kam. Das liegt wohl auch daran, daß ich viele Erfahrungen und Erlebnisse, die andere in diesem Zeitraum machen oder die man einfach erwarten kann, einfach nicht machen konnte – weil mich Depressionen, Armut und Repressionsämter im Griff hatten und haben, während das Leben an mir vorbeizieht und ich es nicht leben kann.

Drei Bücher von Jean M. Auel

Die letzten paar Geburtstage habe ich mehr oder weniger ignoriert. Diesmal habe ich Anfang des Monats mal einfach auf meine Wunschliste hingewiesen. Prompt gab es diesmal richtig viele Geschenke, dazu noch Dinge, die gar nicht auf der Liste standen. Aber es gab auch zwei Entscheidungen.

Die erste lautet, daß wir die Firma Nerd4U UG abwickeln werden. Es hat keinen Sinn, zu versuchen, eine Firma zu betreiben und in die Gewinnzone zu bringen, wenn das ARGE gleichzeitig alles daran setzt, sowohl die Firma als auch meine persönliche Existenz zu vernichten. Wir haben beide mittlerweile andere Projekte vor, und Nerd4U ist nur noch ein Kosten- und zusätzlicher Streßfaktor.

Die zweite lautet: Ich will weg aus Düsseldorf. Nein: Ich muß weg aus Düsseldorf. Nichts gegen Düsseldorf! Ich kenne hier tolle Menschen, schöne Orte usw., aber es gibt zwei Faktoren, die es mir unmöglich machen, auf Dauer weiterhin hier zu leben:

Geburtstagskarte mit drei Fröschen drauf
  1. Die Düsseldorfer Repressionämter, die mir seit meiner Ankunft quasi erklären, daß ich hier nicht erwünscht bin. Die mich wie Dreck behandelt haben und noch behandeln, mich belügen, nötigen, meine Unterlagen unterschlagen, die mir eine Wohnung genommen, die Gesundheit zerstört und meine Arbeitsfähigkeit eingeschränkt und zeitweise ganz genommen haben und von denen zu erwarten ist, daß sie weiterhin alles daran setzen werden, mich „loszuwerden“. Legal, illegal, scheißegal – und wenn dieses Loswerden heißt, mich obdachlos zu machen und/oder in den Suizid zu treiben.
  2. Die Lärmsituation in meinem Wohnumfeld. Gerade in diesen Moment, in dem ich das schreibe, ist draußen ein Martinshorn zu hören, und über mir dröhnt ein Hubschrauber. Ansonsten wechseln sich handwerkelnde Nachbarn mit rumblökenden solchen ab, Brülltauben tun das ihre, aufgedrehte Musik (gern auch nachts) kommt gerade in den Sommermonaten auch noch oft dazu, und ich will gar nicht wissen, wie das wird, wenn morgen die Fußball-EM anfängt. Vorne am Schlafzimmer vorbei rauscht der Straßenverkehr der Helmholtzstraße mitsamt Straßenbahnen und der Schienenkreuzung zur Hüttenstraße. Nachts nimmt der zwar ab, dafür läuft dann in einem Haus gegenüber geräuschvoll irgendeine Art von Klimaanlage. Ein Stück weiter am Fürstenwall ist eine Schreinerei, von der, so vermute ich, der regelmäßige Sägelärm kommt. Und unter mir wohnt inzwischen eine Familie mit Kleinkind und Klavier.

Nur damit es keine Mißverständnisse gibt: Ich hab nichts gegen Kinder. Ich kann nur ihren Geräuschpegel nicht verarbeiten, das machen meine Reizfilter nicht mit.

Die Wohnung hier an zwei Hauptstraßen und mit einer Feuerwehrstation quasi um die Ecke hab ich mir ja nicht freiwillig rausgesucht. Sie war die letzte Möglichkeit Ende 2002 vor meiner vom faschistischen Repressionsamt verursachten Obdachlosigkeit. Die Wohnung bezog ich damals noch zusammen mit einem Mitbewohner, der ein knappes Jahr später wieder auszog (was bei Einzug so auch nicht geplant gewesen war). Wenn ich innerhalb von Düsseldorf umziehen will, habe ich dank des unrealistisch niedrig angesetzten Sozialmietsatzes die „Wahl“ zwischen noch schlimmeren Hauptstraßen oder Wohnungen mit maximal 20 m².

Teepackungen

Beim Einzug war es hier nicht nur etwas ruhiger gewesen. Zwar nicht auf der Straße, aber im Hinterhof und generell im Haus. Mein Bedürfnis nach einer ruhigen Umgebung ist aber mittlerweile sehr viel höher geworden, und ich glaube nicht, daß das nur am Alter liegt. Die mittlerweile 14 Jahre mit chronischer Depression, welche die vorher bereits vorhandene Reizfilterschwäche deutlich verstärken, hinterlassen auch ihre Spuren. Ich brauche eine Wohnung, in der ich mich zu Hause fühlen und in der ich in Ruhe – vor allem in akustischer Ruhe – arbeiten kann, ohne mich zwischen Kochnische und Bett an den PC hinquetschen zu müssen. In Düsseldorf werde ich das nicht finden.

Nun war ich ja letztes Jahr im Oktober zu Besuch in Greifswald. Nicht nur in dem etwas abgelegenen Ortsteil, in dem meine Gastgeber wohnen, sondern auch im Ort selbst ist es deutlich ruhiger. Aber es müßte nicht unbedingt Greifswald sein (wäre aber schön, weil mir da doch einige Dinge sehr gefallen), ich würde auch einen anderen Ort wählen, von dem aus die Ostsee ohne größere Kopfstände erreichbar ist. Daß ich direkt am Meer etwas bekommen würde, glaube ich eher nicht (ich lasse mich aber gern überraschen).

Teepackungen und ein Teenetz

Was ich vor Ort brauche, ist eine erreichbare Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und/oder Bahn, wobei das durchaus heißen kann, daß die nächste Station bis zu einem Kilometer entfernt sein darf. Denn ich gehe davon aus, daß ich in so einem ruhigen Ort auch wieder mit dem Radfahren anfangen kann, das ich hier in Düsseldorf im Spätjahr 2003 aufgegeben habe. Seitdem steht mein Fahrrad ungenutzt im Keller. Es ist einfach zu gefährlich, weil Autofahrer hier meinen, überholen quasi ohne Abstand sei völlig in Ordnung.

Das andere, was ich brauche, ist natürlich eine schnelle und bezahlbare Internet-Anbindung. Der Rest wie Einkaufsmöglichkeiten incl. Lieferdienste, Ärzte usw. sollten sich dann finden lassen. Denk ich mal so.

Und schließlich wäre es sehr erleichternd, ein Jobcenter vor Ort zu haben, das man nicht nach Amt für Repression, Grundrechtsentzug und Existenzvernichtung (ARGE) umbenennen muß. Das begreift, daß ich nach so einem Umzug erstmal Ruhe brauche, und dem man nicht nur mit einem Anwalt an seiner Seite begegnen kann, will man nicht völlig über den Tisch gezogen werden.

Natürlich wird so ein Umzug für mich anstrengender, viel anstrengender als für einen neurotypischen Menschen ohne Depressionen. Dieser Preis erscheint mir mittlerweile aber immer noch niedriger als die Vorstellung, den Rest meines Lebens hier im Lärm und mit Ämtern zu verbringen, die mich offenbar diskret umbringen wollen.

Also in kurz: Ich will nach Mecklenburg-Vorpommern, möglichst nah an die Ostsee, und freue mich auf Vorschläge.

Achja, was die Geschenke angeht, hab ich ja oben schon ein paar gezeigt, und ein gebrauchter PC, der allerdings wohl einer Reparatur bedarf, kam mir vor drei Tagen auch noch zugeflogen. Ein (gebrauchtes) NAS und ein Buch sind noch unterwegs. Wow. Ich werd hier total im Luxus schwelgen. 😉

Flattr this!

09.06.2016

Frosch - Facharbeit mit Sexismus?

Ich bin schon länger bei zwei Firmen eingetragen, die immer wieder Umfrageteilnehmer für Online-Umfragen suchen. Die schicken mir in unregelmäßigen Abständen eine Einladung mit einem Link zu einer Umfrage, die sie entweder selbst hosten oder die ansonsten meist bei einer Universität oder einer anderen Forschungseinrichtung liegt. Manchmal ist die Teilnahme mit Punkten für eine spätere Belohnung oder sogar mit einer Gewinnspielteilnahme verbunden.

In diesem Zusammenhang bekam ich kürzlich mal wieder eine Einladung zu einer Umfrage, die ich gestern bearbeitet habe. Dabei hatte ich die ganze Zeit ein massives WTF-Gefühl – und gewann den Eindruck, die müsse wohl so aus den 1970er-Jahren sein:

Es ging darum, wer in einer Familie die Haushaltsarbeiten übernehmen sollte, also einmal generell und einmal getrennt nach waschen/putzen, kochen, Haushalts-Reparaturen und weiteren Bereichen. So weit, so gut.

Die Fragen waren alle nach demselben Schema formuliert:

Die Partner sind verheiratet. Das Kind geht in den Kindergarten.

Die Frau arbeitet in Vollzeit. Der Mann arbeitet in Teilzeit.

Die Frau verdient 3.500 € und trägt damit den größeren Teil zum Haushaltseinkommen bei.

Wer sollte sich um $aufgabe kümmern?

– mit den Antwortmöglichkeiten: Die Frau alleine, überwiegend die Frau, beide gleichermaßen, überwiegend der Mann, der Mann alleine.

Dabei wurden die Fragen danach, wer eine Aufgabe wahrnehmen sollte, variiert mit verheiratet / unverheiratet, Kind geht in Kindergarten / Schule, Mann / Frau arbeitet Vollzeit / Teilzeit / gar nicht, Mann / Frau verdient 3500 € / 800 € und trägt den größeren / kleineren Teil zum Haushaltseinkommen bei.

Also:

Eine Familie nach diesem Schema besteht ausschließlich aus Mann, Frau und Kind. Eine „Regenbogenfamilie“ ist nicht vorgesehen, auch nicht, daß es gar keine Kinder gibt oder mehrere. Weiterhin ist nicht vorgesehen, daß auch dieses eine Kind im Haushalt hilft. Ob die Person, die nicht oder in Teilzeit arbeitet, sich außerdem bewirbt und damit durchaus zeitlich (weiter) eingeschränkt sein kann, wird ebenfalls ausgeblendet.

Des weiteren wird für die mögliche Einschätzung, wer welche Arbeiten im Haushalt zu übernehmen hat, ausschließlich Mann oder Frau vorgeschlagen. Die Frage, ob die Personen jeweils für die gestellten Aufgaben auch die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten haben, wird nicht gestellt. Die Antworten sehen offenbar nur eine Zuweisung der Tätigkeiten aufgrund Geschlecht, Einkommen und Erwerbsarbeitszeiten vor.

Ich weiß ja nicht – würdest Du jemandem die Aufgabe des Kochens zuweisen, der es nicht mal unfallfrei schafft, Wasser zu erhitzen? Nur weil dieser jemand zufällig in der Partnerschaft mehr „Zeit“ hat, weil er nicht oder nur in Teilzeit arbeiten geht?

Und selbst, wenn der Partner mit „mehr Zeit“ die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten hätte oder erlernen könnte, wäre es frustrierend, ständig mit Aufgaben belastet zu werden, die er nicht mag, nur weil der andere „nun mal keine Zeit“ hat. (Was das angeht, weiß ich, wovon ich rede …).

Es wurde noch danach gefragt, welchen Schulabschluß und welche Berufsausbildung (also: Lehre, Studium etc.) man hat. Schließlich ging es noch darum, welche entsprechenden Abschlüsse die Eltern hatten und wie es in deren Haushalt mit der Haushaltsarbeit gehalten wurde (wohl um zu ermitteln, ob man das Schema der Eltern übernommen oder ein eigenes bzw. anderes gewählt hat bzw. wählen würde).

Somit stelle ich mir die Frage, was bei einer Facharbeit herauskommen wird, wenn die Fragestellung schon so dermaßen eingeschränkt ist. Natürlich muß man bei Online-Umfragen oder Umfragen generell mit Schubladen arbeiten, weil eine Auswertung sonst unmöglich wird. Wenn aber wesentliche Komponenten völlig ausgeblendet und Personen rein auf eines von zwei Geschlechtern reduziert werden, kann das ganze letztendlich eigentlich nur auf sexistische Kackscheiße hinauslaufen.

In der Ankündigung der Umfrage stand übrigens nichts davon, daß und aus welchen Gründen die Familie auf Mann + Frau + ein Kind reduziert und die Fähigkeiten und Kenntnisse der Partner vollständig ausgeblendet wurden. Also muß ich davon ausgehen, daß der Autor der Studie (welchen Geschlechts auch immer die Person selbst sein mag) darauf auch sonst keinerlei Rücksicht nimmt bzw. nehmen wird.

Wenn im Jahr 2016 Universitäts-Facharbeiten immer noch nach solchen Kriterien geschrieben werden, wird das mit der Gleichstellung noch sehr lange dauern …

Flattr this!

05.06.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #268

Bedingungsloses Grundeinkommen

Hartz IV & Co.

Jacob Appelbaum

Kinder

Flattr this!

Frosch - Im Netz aufgefischt #267

Arbeitsmarkt

Autismus

Behinderung / Inklusion

Genderfoo

Hartz IV & Co.

Keylogger

LGBTIQ

Twitter-Weisheiten

<script async="async" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

Wissenschaft

Flattr this!

29.05.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #266

Behinderung / Inklusion

Flucht & Asyl

Gesundheit

Hartz IV & Co.

LGBTIQ

Panama-Papers

Polizei

Rape Culture

Verschlüsselung

Und sonst so?

Flattr this!

22.05.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #265

Adblocker

Arbeitnehmer

Autismus

Behinderung / Inklusion

Deutschland

Doofparker

#endegelaende

Flucht & Asyl

Fotografie

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Kindesmißbrauch

LGBTIQ

Menschliches

Nichtraucherschutz

Polizei

Pressefreiheit

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Tierquälerei

Trau schau wem

Zeitarbeit

Twitter-Weisheiten

<script async="async" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

Ganz zum Schluß

Flattr this!

20.05.2016

Chaosdorf e.V. - Workshop: Lockpicking am 18.06.2016 ab 16:00 Uhr

Am Samstag, dem 18.06.2016 wird es ab 16:00 Uhr in unseren Räumen einen LockpickingWorkshop geben. Die Referenten werden dabei helfen die ersten Schlösser selber zu öffnen und über die Hintergründe dieses Hobbys erzählen.

Teilnahme

Der Vortrag und Workshop richtet sich an alle, die schon immer mal mit Lockpicking anfangen wollten bzw. es schon mal versucht haben und aus der Übung sind. Wer schon ein Pickset hat, bringt dieses bitte mit. Wer noch ein Pickset braucht, kann das vor Ort leihen oder erwerben (15-20€).

Voraussetzungen

  • Ihr solltet ein paar Stunden Zeit mitbringen  
  • Euch zur besseren Planung in unserem Wiki eintragen
  • Wer noch alte Schlösser / Schließzylinder hat, kann diese gerne mitbringen

Zur moralischen Unterstützung der Teilnehmer wird es zwischendurch veganes und nicht veganes Essen geben.

19.05.2016

Frosch - Frosch macht (keine) Faxen

Es fing an mit einem Brummton auf meiner Telefonleitung und einem alten Telefon ohne CLIP. Und vorerst endete es ohne ein Freizeichen, dafür mit am Papier klebender Inkfolie und weiterhin mit Brummton. Aber der Reihe nach:

Mein Telefon funktioniert eigentlich noch, ist aber schon richtig alt. Nein, kein Bakelit, und Tonwahl kann’s auch, aber eben … alt. Das Telekom Modula war so um 1990 in Mode gewesen, und zu der Zeit brauchte ich halt ein Telefon für meinen damals nagelneuen Anschluß – mein erster eigener überhaupt.

Schon seit längerer Zeit habe ich außerdem einen unangenehmen Brummton in der Leitung, der mich beim (seltenen) Telefonieren doch ziemlich stört. Und es wäre schon schön, wenn ich im Display die Nummer des Anrufers ablesen könnte – aber CLIP kennt das Gerät nicht, das gab’s erst mit der Einführung von ISDN ein paar Jahre später (deshalb sagte man auch: ISDN = Ich Sehe Deine Nummer). Also hielt ich auf eBay die Augen nach einem etwas moderneren Gerät offen.

Dabei stellte ich keine hohen Ansprüche (glaube ich); die meisten Geräte haben viel mehr Funktionen, als ich je brauchen werde. Ich wollte ja eigentlich nur telefonieren. Ohne Brummton und mit Rufnummernanzeige. Optimalerweise mit nicht zu kleinen Tasten, einem schön großen Display mit großer Schrift (meine Augen sind nicht mehr die besten, gerade im Nahbereich) und ganz optimalerweise mit einem Hörer, der nicht so eckig ist wie der des Modula, sondern den ich mir auch mal zwei Stunden lang ans Ohr halten kann, ohne daß ich hinterher eckige Ohren habe.

Nach einigem Stöbern blieben schließlich zwei Senioren-Telefone mit der schönen Zusatzfunktion einer optischen Klingel – sicher praktisch, wenn ich die Kopfhörer aufhabe – und eine Fax-Kombi in meiner Beobachtungsliste übrig. Moment, Fax? Im Jahr 2016? Hmja. So zweimal im Jahr wäre sowas wirklich nicht schlecht. Letztendlich entschied ich mich tatsächlich dafür. Ich bot den einen Euro Startpreis, sonst wollte keiner mitbieten, und für insgesamt unter 10 Euro bekam ich ein offensichtlich gebrauchtes „Philips magic2voice 6in1“ mit einer Kinder-Kritzelei auf der Vorderseite des Handbuchs und der Nummer und dem Namen des Verkäufers im Speicher.

Das war Mitte März. Nachdem es noch ein wenig Driss mit der Bezahlung gab, weil der Verkäufer keine IBAN, sondern nur die klassische Kombination aus Kontonummer und BLZ hinterlegt hatte, kam es dann eine gute Woche später an. Und blieb erstmal, wenn auch bereits prinzipiell ausgepackt, liegen, weil es mir nicht gut genug ging.

Was ich dann allerdings schaffte, war, das schon halb ausgepackte Gerät aus Tischhöhe versehentlich auf den Boden zu schubsen, ohne es auch nur ansatzweise getestet zu haben. An der Papierhalterung war etwas abgebrochen, und ich habe keine Ahnung, ob das so angekommen war oder erst bei dem „Absturz“ geschah. Nunja, dumm gelaufen.

Heute wollte ich dann endlich mal ausprobieren, ob man damit auch noch mehr anfangen kann, als es runterzuschubsen.

Nun ist es ja nicht so, daß ich noch nie ein Faxgerät gehabt hätte, aber dieses hier benutzt, anders als mein altes Thermofax aus den 1990ern, das ich schon lange nicht mehr besitze, eine Drucktechnik mit einer sogenannten Inkfolie. Mit einer Folie, schwarz und noch dünner als klassisches Durchschlagpapier, kann das Gerät auf Normalpapier drucken. Die Folie wird dabei auf voller Blattlänge am Blatt entlang transportiert, und der damit benutzte Teil ist nicht nochmal verwendbar. Die Folie hält also nicht ewig lange. Eine neue Folienrolle soll laut Handbuch 260 Seiten A4 bedrucken können.

Der Verkäufer hatte das Gerät allerdings als Thermofax angeboten und mir noch per Mail erklärt, daß er „eine zweite Rolle“ dazugeben würde. Gemeint war aber jetzt natürlich keine Rolle Thermopapier, sondern eine mit Inkfolie. Nun gut, sollte eigentlich egal sein; da ich damit nur selten faxen (oder kopieren) würde, war mir nur wichtig, daß das Druckmaterial nicht eintrocknet oder sonstwie unbrauchbar wird, wenn es länger nicht genutzt wird. – Die zweite Rolle ist übrigens nicht schwarz, sondern mittelblau, da bin ich schonmal gespannt, ob die Drucke überhaupt lesbar sein werden. Aber erstmal wollte ich es mit der offensichtlich bereits angefangenen schwarzen Rolle versuchen.

Genaugenommen sind das zwei Rollen: Von einer wird abgewickelt, die andere wickelt die gebrauchte Folie wieder auf. Das klingt einfacher, als es ist: Die aufwickelnde Rolle bleibt nämlich nicht stabil in ihrer Halterung, sondern rutscht auf einer Seite gerne wieder raus. Ob das dem Sturz zu verdanken ist oder ob das schon so war, kann ich natürlich nicht beurteilen; die blauen Rollen sehen jedenfalls äußerlich genauso aus, es ist also nicht unbedingt anzunehmen, daß an den schwarzen etwas weggebrochen ist.

Die Rollen da reinzukriegen und die dünne Folie zu spannen, war schon ein wenig fummelig. Da es mehr (scheinbare) Rollenhalterungen gibt, als tatsächlich verwendet werden, dachte ich erst, die blauen Rollen gehörten gleichzeitig mit rein. Aber nein, das Handbuch erklärte mir, daß die mittleren Führungen einfach ignoriert werden. Öhmja, wenn Ihr meint …

Als nächstes brachte ich die Papierhalterungen an und freute mich, daß sie trotz eines abgebrochenen Teils und zweier Anbrüche immer noch funktionsfähig sind und sich am Gerät einstecken lassen. Papier kam auch gleich mit rein. Dann noch den Hörer über Spiralkabel angestöpselt, das Telefonkabel vom alten Telefon ins neue Gerät, Strom dran und –

– dann wollte es erstmal Zeit und Datum eingestellt haben, es wähnte sich nämlich Ende September 2001. Dann piepte es mich an, es habe kein Papier; das mußte ich noch ein wenig zurechtrücken. Als nächstes den Hörer abgenommen und – es gab kein Freizeichen. Aber einen Brummton. Der könnte also vom Telefonkabel kommen. Immerhin könnte ich darauf angerufen werden, das habe ich mit meinem Mobiltelefon getestet. Das Gerät klingelte, laut und deutlich.

Faxgerät mit herausgequollener Inkfolie

Zunächst erfuhr ich aber noch: Wenn ich dreimal die OK/Menü-Taste drücke, dann druckt mir das Ding einen Stand all seiner Einstellungen. Das fand ich mal ’ne gute Idee und drückte die Taste dreimal. Das Gerät fand das nicht so gut. Es druckte mir zwar die Seite mit der Funktionsübersicht aus. Dabei blieb jedoch die Inkfolie nach einem guten Drittel am Papier kleben und wurde mit diesem aus dem Gerät rausgezogen, statt wieder aufgewickelt zu werden. Es kostete mich bald eine Viertelstunde, um die dann zerknitterte Folie, die sich auch noch im Deckel verklemmt hatte, aus dem Gerät zu befreien und dahin aufzuwickeln, wo sie hingehörte. Dabei sprang auch immer wieder die Aufwickelrolle aus ihrer Halterung, was die Sache nicht gerade erleichterte.

Immerhin ist der Ausdruck sauber und gut lesbar. Somit konnte ich nun ein paar Daten neu ins Gerät einspeichern, wie zum Beispiel meinen Namen, meine Telefonnummer und ab wann es für mich Tag oder Nacht ist. Denn für Tag und Nacht kann man dann getrennt einstellen, ob das Fax anspringen soll oder nicht, und nach wievielen Klingeltönen Fax und Anrufbeantworter reagieren sollen. Auch die Klingellautstärke kann unterschiedlich eingestellt werden, und schließlich kann man noch vorgeben, ob das Mithören in dem jeweiligen Tagesabschnitt eingeschaltet sein soll oder nicht.

Nun kam ich auf die Idee, einfach mal zu wählen, auch wenn da kein Freizeichen zu hören war. Es passierte nichts. Ich wollte eigentlich eine andere Taste mehrfach drücken, kam aber wieder auf die OK/Menü-Taste, woraufhin das Gerät unaufhaltsam auf ein neues die Funktionsübersicht druckte – natürlich wieder mit angeklebter Folie …

Und dann sagte mir das Handbuch: Ja nee, so ein Gerät kannste beim NFN-Stecker nicht in N stecken wie ein Telefon, das will bitteschön nach F. Ein Kabel mit F-codiertem Stecker war allerdings nicht dabei. Da muß ich mal noch gucken, ob ich bei meinen alten Modems was Passendes finde.

Aber heute nicht mehr. 😉

Flattr this!

18.05.2016

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi. 18.05.2016

Am Mi. den 18 Mai trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: Vector from scratch

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

15.05.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #264

Arbeitnehmerrechte

Atomkraft

Behinderung / Inklusion

Cannabis

Flucht & Asyl

Depressionen

Geschichte

Hartz IV & Co.

Häusliche Gewalt

IT-Sicherheit

LGBTIQ

Polizei

Rape Culture

Rassismus

Rente

SPD

Störerhaftung

Tierquälerei

Trau schau wem

Wir mögen ja sagen: Hey, das weiß man doch, daß man keinen fremden Menschen einfach so in die Wohnung läßt. Oder daß man Anrufern nicht einfach so Auskünfte gibt. Es geht aber nicht um uns, die es wissen. Sagt es bitte auch und gerade Euren Eltern, Großeltern, (insbesondere) älteren Nachbarn usw., die gefährdet sein könnten.

Twitter

Überwachung

Wissenschaft

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

Flattr this!

13.05.2016

Frosch - Kurz getestet: Sirius Pro HXP 1000

Wenn ich schonmal eine Rezension zu einem gekauften Artikel bei eBay hinterlasse, kann ich die auch gleich nochmal – etwas erweitert – hierher setzen. Gekauft habe ich mir einen kabelgebundenen, geschlossenen Kopfhörer der Marke Sirius Pro, Typ HXP 1000, für 15,90 € bei einem Anbieter auf eBay.

Bei Kopfhörern dieser Klasse habe ich es häufig erlebt, daß sie anfangen zu dröhnen, wenn ich mal Bässe aufdrehe. Der hier? Gar nicht. Ein super klares Klangbild, sowohl am PC (Soundkarte: Soundblaster mit Emu10k1-Chip, also Hardware-Mixer) als auch am älteren Smartphone (HTC Desire).

An der Soundkarte kann man nicht nur, sondern muß bei manchen Musikstilen sogar den Baß etwas höher drehen – höher, als alle anderen Kopfhörer, die ich bisher in der Preisklasse besaß, überhaupt ausgehalten haben.

Am Smartphone entstand zunächst der Eindruck, als sei die Musik irgendwie „weit weg“. Hier mußte ich am Equalizer etwas nachregeln. Aber auch da: Ich bin begeistert!

Abgesehen davon ist der Kopfhörer sehr bequem zu tragen, das heißt, er wird mir auch auf längeren Zug- oder Busfahrten sicher keine Kopfschmerzen bereiten. Ich muß dann nur das Kabel zusammenbinden, das ist nämlich drei Meter lang.

Was ich im Hinblick auf längere Reisen noch nicht unter realen Bedingungen testen konnte, ist, wie gut der Kopfhörer nach außen abschirmt. Ich möchte einerseits gut von meiner akustischen Umwelt abgeschirmt werden, aber umgekehrt diese nicht mit meiner Musik belästigen. Das erste funktioniert schonmal gut, beim zweiten bin ich mir noch nicht sicher. Das müßte ich mal mit einer zweiten Person testen.

Das lange Kabel wiederum kommt mir daheim zugute, denn dann kann ich mich auch mal zwei Schritte vom PC wegbewegen, ohne den Kopfhörer absetzen zu müssen. Hier wäre mir zwar ein Funkkopfhörer lieber, aber solange ich mir da keinen neuen kaufe (und eBay hat derzeit echt nichts, was mich reizen würde), muß es der kabelgebundene tun.

Der einzige Wermutstropfen ist die fehlende eigene Lautstärke-Regelung. Aber im Hinblick darauf, daß er sonst nach einem ersten Test nur Vorteile zu haben scheint, kann ich das gut verschmerzen. In Sachen Lautstärke fällt ansonsten auf, daß die Klangquelle viel weniger stark aufgedreht sein muß als bei anderen Kopfhörern, um dieselbe Lautstärke im Kopfhörer zu haben, so als ginge bei den anderen da was verloren (gilt besonders am PC, aber auch ein Stück weit am Smartphone).

Kurz: Den würde ich wohl sofort wieder kaufen.


Noch ein paar Anmerkungen dazu, was den Kauf eines Funk-Kopfhörers für zu Hause angeht: Das Problem sind die Akkus. Bei einem Teil der angebotenen Kopfhörer sind die Akkus fest in einem der Hörer verbaut und haben dann meist nur eine Kapazität von 500 mAh (3,7 V). Laut Angabe bei einem Anbieter wären das etwa fünf Stunden Dauerbetrieb – danach muß der Kopfhörer auf die Station, um den Akku wieder aufzuladen. Äh, sorry, fünf Stunden sind für mich definitiv zu wenig.

Besser ist es also, die Akkus tauschen zu können. Da gibt es wiederum zwei Varianten: Die einen haben Standard-Akkus AAA, die in einen der Hörer eingesetzt werden. So einen hatte ich einmal: Nach ein paarmal Akkus wechseln brach an diesem Hörer etwas ab. Für regelmäßiges Öffnen war der Mechanismus offenbar nicht ausgelegt gewesen, und wie gesagt, mit nur einem Satz Akkus komme ich eher selten aus.

Sennheiser hatte da eigentlich was besseres: Sie hatten da eine Serie von günstigen Kopfhörern sowohl für Funk als auch für Infrarot. Kopfhörer und Stationen sind optisch identisch, und natürlich benutzen sie die gleichen Akkus. Das sind allerdings Spezial-Akkus, die wahlweise in einen der Hörer oder zum Laden in die Basisstation gesteckt und damit im laufenden Betrieb problemlos ausgetauscht werden können. Die Akkus gibt (gab?) es mit unterschiedlichen Kapazitäten und recht günstig.

Ich hatte davon inzwischen zweimal die Infrarot- und zweimal die Funk-Version. Bei den Kopfhörern ist nur immer früher oder später was kaputtgegangen. Die ersten beiden (IR) brachen auseinander, und der vorletzte Funkkopfhörer ging einseitig bei Nightwish-Bässen in die Knie: Da kam schließlich nur noch dröhnendes Flattern raus. Auch sonst mochten diese Kopfhörer Bässe offenbar nicht so besonders; die mußte ich im Mixer immer relativ weit runterdrehen.

Den zweiten der Funkkopfhörer hatte ich als Rückläufer ohne Basisstation erworben und an der Basisstation des vorherigen betrieben. Nun aber möchte er schon seit einer Weile, egal auf welchem Kanal, die Basisstation nicht mehr „hören“; die Musik bleibt sehr leise im Hintergrund, ansonsten kommen nur Störgeräusche.

Sprich: Hier sind die Akkus genau das, was ich will, aber das sonstige Material taugt offenbar nicht viel, oder zumindest nicht für lange. Das mag ein Zugeständnis an die Preisklasse sein (ich meine, die hätten immer so um 25 € gekostet); aber die teureren, die ich bisher gesehen habe, haben wiederum diese genialen Akkus nicht.

Wenn es gute Qualität bei Klang und Material mit dieser oder einer gleichartigen Akku-Technologie gibt, dürfte es gern auch ein paar Euronen mehr kosten – ich hätte ja dann auch länger was davon. Aber bislang ist mir diese Kombination leider nicht begegnet.

Flattr this!

10.05.2016

Frosch - Arbeitsagentur sucht Verbesserungsvorschläge?

Die Bundesarbeitsagentur möchte Verbesserungsvorschläge sammeln, für sich und die ARGEn. Aber bitte nur von registrierten Menschen. Anonym geht das nicht.

Also, meine Interpretation: Die Arbeitsagentur möchte Daten sammeln, um eingereichte Vorschläge dann ignorieren zu können. Die Daten sind bestimmt nützlich, um herauszufinden, wen man denn als nächstes so sanktionieren oder wessen Antrag man direkt ablehnen könnte.

Wenn sie keine persönlichen Daten verlangen würden, könnte ich ihnen ja sagen, daß sie endlich Mailverschlüsselung einführen sollen. Außerdem könnte ich fragen, wie ich mich absichern kann, daß keine Mails verloren gegangen werden, wie das heute bei Papierpost schon gerne mal passiert und was, obwohl es ein Straftatbestand ist (Unterschlagung), von Staatsanwaltschaften einfach nicht verfolgt wird, weil ähm, ja, weil … Behörden machen ja niiiie Fehler, ne?

Oh, und eine echte Vebesserung wäre die Abschaffung von Sanktionen und Existenzvernichtungsversuchen zum Zwecke des „Sparens“ und der Statistikbeschönigung. Also, die Einhaltung des Grundgesetzes und der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BVerfG. Aber ich glaube, das meinen die eh nicht …

Übermäßiges Mißtrauen? Nein. Erfahrung.

Nachtrag: Wer bezahlt den Erwerbslosen eigentlich die PCs und Scanner, um den Schriftverkehr tatsächlich sinnvoll online abwickeln zu können? Bisher sind PCs und Zubehör, also Anschaffung, Wartung, Verbrauchsmaterial usw., explizit nicht im Regelsatz enthalten.

Wer zuerst zum ARGE oder zur BA hinschlappen muß, um dort die PCs zu benutzen, kann die Unterlagen auch gleich persönlich abgeben. Mit Quittung. Solche Unterlagen in ein Internetcafé (falls es denn noch welche gibt) oder „zu Bekannten“ hinzuschaffen, um sie einscannen und hinschicken zu können, ist nicht gerade ein Optimum an Datenschutz – aber, ach so, der gilt für unsereins ja sowieso nicht.

Flattr this!

09.05.2016

Frosch - Wehrhahnlinien-Rant

Gestern bei bzw. nach der Teilnahme an der DSSQ-Demo fiel es mir mal wieder auf: Seit der Aktivierung der sogenannten Wehrhahn-Linie am 21. Februar 2016 gibt es für Bilk und Friedrichstadt deutliche Verschlechterungen bei der Anbindung mit Bussen und Straßenbahnen an wichtige Ziele – und teils auch noch Verteuerungen als Sahnehäubchen obendrauf.

Nach der Demo, die am Marktplatz endete, wollte ich beispielsweise wie bisher mit der Straßenbahn nach Hause fahren (Heimathaltestelle: Helmholtzstraße). Vor der Wehrhahnlinie hieß das: An der Straßenbahnhaltestelle Heinrich-Heine-Allee in die 715 setzen, Kurzstrecke stechen, direkt durchfahren. Heute heißt das: In die U-Bahn unter Heinrich-Heine-Allee einsteigen, Stufe A stechen, bis Hauptbahnhof fahren, aus dem Bahnhof rausgehen, auf 704 oder 707 warten, noch zwei Stationen nach Hause fahren. Die Straßenbahnhaltestellen an der Heinrich-Heine-Allee gibt es schlicht nicht mehr.

Alternativ: Nur Kurzstrecke stechen, mit der U-Bahn bis Hauptbahnhof fahren und von dort aus laufen (was ich dann gestern auch gemacht habe, obwohl mir die Füße nach der Demo schon ziemlich weh getan hatten).

Also wo ich bisher für den Kurzstreckentarif durchfahren konnte, muß ich jetzt für den Tarif Stufe A einmal umsteigen. Kurzstrecke heißt dabei derzeit 1,60 € als Einzelfahrschein oder 5,90 € (4 x 1,475) als Vierer-Fahrschein; Stufe A kostet als Einzelfahrschein 2,60 € und als Vierer-Fahrschein 9,80 € (4 x 2,45). Das ist schon ein starkes Stück, den Fahrgästen einen Euro mehr abzunehmen – pro Richtung, wohlgemerkt! – und sie dann auch noch zum Umstieg und damit zu einer Fahrzeitverlängerung zu nötigen, liebe Rheinbahn!

Schauen wir mal auf den Liniennetzplan [PDF]:

Die neue Linie 705, die die alte 715 ersetzt (ähm, das heißt, eigentlich ersetzt sie sie nicht …), fährt umgekehrt von der Helmholtzstraße aus natürlich auch nicht mehr zur Heinrich-Heine-Allee, sondern bringt die Fahrgäste jetzt direkt zur Schadowstraße. Das mag für Leute, die reich genug sind, um regelmäßig dort einkaufen zu gehen, nett sein. Wer in Richtung Altstadt bzw. Heinrich-Heine-Allee will, muß jetzt umsteigen oder vom Schadowplatz aus rüberlaufen.

Als ich am Dienstag nach der Umstellung vom Bundesparteitag der Piratenpartei in Lampertheim zurückkam, schienen mir die Änderungen erstmal nicht so umfangreich: Statt 707 und 708 fahren jetzt 704 und 707 auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und Helmholtzstraße. So weit, so gut.

Daß das nur ein kleiner Teil der Änderungen war, fiel mir einen Tag später auf die Füße, als ich zu meiner Anwältin an der Heinrich-Heine-Allee mußte und noch überhaupt nicht durchblickte. Ich stieg in die 705 und erwartete, daß sie mich wie bisher die 715 direkt zur Heinrich-Heine-Allee bringen würde. Stattdessen bog die Bahn an der Berliner Allee ab, was ich nicht erwartet hatte. Ich wußte überhaupt nicht, wohin, fand an der Berliner Allee keinerlei Hinweis darauf, wie ich jetzt zu meinem Ziel kommen sollte, und lief zum Graf-Adolf-Platz, wo ich dann den Eingang der neuen U-Bahn-Station fand. Von dort aus kam ich dann ans Ziel – „nur“ 15 Minuten später als geplant und mit einem zusätzlich gestochenen Kurzstrecken-Ticket.

Inzwischen ist klar: Ohne Umsteigen bzw. extra Fußwege nach Heinrich-Heine von hier aus gibt’s nicht mehr. Entweder fahre ich bis Schadowstraße und laufe dann rüber bzw. nehme für eine Haltestelle die U-Bahn, oder ich fahre mit dem Bus 732 zum Kirchplatz und nehme von dort aus eine U-Bahn zur Heinrich-Heine-Allee. Das sind dann zwar nicht mehr Haltestellen als bisher mit der 715; trotzdem ist die Heinrich-Heine-Allee aus der Liste der Kurzstrecken-Ziele an der Helmholtzstraße verschwunden. Tja.

Auch um mit der Straßenbahn zum Landtag zu kommen, muß jetzt im Gegensatz zu vorher umgestiegen werden, optimalerweise an der Berliner Allee. Immerhin ändert sich hier nichts am Fahrpreis, das war auch vorher schon Stufe A. Bisher fuhr die 708 von der Helmholtzstraße aus direkt zur Haltestelle Landtag/Kniebrücke durch. An dieser Haltestelle hält sie heute immer noch, nur fährt sie nicht mehr durch die Helmholtzstraße, sondern von der Heinrichstraße via Hauptbahnhof wie bisher dann über den Stresemannplatz und Graf-Adolf-Platz zum Polizeipräsidium (vorher: via Hauptbahnhof und Helmholtzstraße über S-Bahnhof Bilk weiter nach Süden). Somit fällt die Direktverbindung zum Landtag flach: Die jetzt noch an und in der Helmholtzstraße haltenden Straßenbahnen fahren zur Universität (704) bzw. zum Medienhafen (707).

Wer es unbequemer im schaukelnden Bus mag, dem bleibt dann noch die Linie 732, die vorher die Linie 725 war. Damit kann man dann bis Stadttor oder Rheinturm fahren und den Rest laufen. Für gehbehinderte Menschen ist das jetzt sicher nicht unbedingt die optimale Variante.

Die Linienumstellung auch bei den Bussen wäre eine gute Gelegenheit gewesen, die alte 725 aufzutrennen und die Einzelstrecken zu verkürzen. Stattdessen fährt die 732 wieder so einen super langen Weg; eine Verkürzung auf die Strecke zwischen Hauptbahnhof und Lausward wäre hier sinnvoll gewesen. Innerstädtische Buslinien, die pro Richtung eine Stunde oder länger unterwegs sind, sind nämlich generell eine schlechte Idee; da sind Verspätungen vorprogrammiert, weil sie schlechter ausgeglichen werden können.

Auch eine nicht so tolle Idee war es meiner Meinung nach, die Straßenbahnschienen zwischen Kirchplatz und Heinrich-Heine-Allee teilweise mit Teer zuzugießen und sich die Benutzung damit in Zukunft zu verbauen, statt sich die Parallelverbindung zur U-Bahn bzw. zu den weiter östlich verlaufenden Straßenbahnlinien für Notfälle offenzuhalten. Gerade im Hinblick darauf, daß es am Kirchplatz hinter der Kirche eine Wendeschleife gibt (Haltestelle Kirchfeldstraße), wäre das eine sehr sinnvolle Option gewesen; in Google Maps ist sie sogar noch eingezeichnet, obwohl die Straßenbahnhaltestellen in Richtung Heinrich-Heine-Allee bereits gelöscht wurden und diese Haltestelle gar nicht mehr angefahren werden kann.

Aber nunja – viel Spaß dann mit dem Schienenersatzverkehr im Stau von Kirchplatz nach Heinrich-Heine-Allee, wenn es im Tunnel mal ernsthafte Störungen gibt oder die östliche Parallelstrecke durch einen Unfall blockiert ist … – oder soll es dann etwa gar keinen geben?

Die Intention hinter der Wehrhahn-Linie bestand offenbar nicht darin, wie von Marketing behauptet, den ÖPNV in Düsseldorf zu verbessern. Es ging von Anfang an um eine Joachim-Erwin-Gedächtnis-Linie: Mehr Platz für Autos, zum Beispiel auf der Strecke zwischen Kirchplatz und Heinrich-Heine-Allee, dafür weniger oder umständlicherer ÖPNV für den Rest. Das Projekt war von Anfang an eines von mehreren Prestige-Projekten des damaligen Oberbürgermeisters Joachim Erwin (und der Firma Schüßler, die „seltsamerweise“ ziemlich viele Bauvorhaben in Düsseldorf durchführen durfte). Und Joachim Erwin war bekanntermaßen autogeil – alle anderen Verkehrsteilnehmer interessierten ihn nicht bzw. er empfand sie eher als störend (08.11.1999).

Gegen das Projekt gewehrt hat sich die Rheinbahn die ganze Zeit über offenbar nicht (aber daß sich Verkehrsunternehmen gegen Verschlechterungen, die ihre jeweilige Stadt plant, nicht wehren, kenne ich schon seit den 1990ern). Nun darf sie sehen, wie sie mit den kaputt gemachten Verkehrsströmen und den verärgerten Fahrgästen klarkommt.

BTW, ich bin sicher, die Rheinbahn generiert die separaten Tarifaushänge an den Haltestellen, insbesondere für die jeweilige Gültigkeit des Kurzstrecken-Tarifs, aus einer Datenbank. Und wenn man online eine bestimmte Verbindung abruft, wird ja auch angezeigt, ob man dafür Kurzstrecke oder bereits Stufe A stechen muß. Trotzdem findet man die Information, wie weit von einer bestimmten Haltestelle aus der Kurzstreckentarif gilt, nicht auf der Website, sondern ausschließlich an der jeweiligen Haltestelle. Bisher bekommt man nur den reinen Aushangfahrplan pro Linie und Richtung zum Download angeboten; will man es genauer wissen, muß man alle entsprechenden Haltestellen physisch aufsuchen. Das aber nur so nebenbei.

Flattr this!

08.05.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #263

Armut

Autismus

Behinderung / Inklusion

Flucht & Asyl

Hartz IV & Co.

Haß im Netz

Häusliche Gewalt

IT-Sicherheit

Meinungsfreiheit

Polizeigewalt

Qualitätsjournalismus

Serverkonfiguration

Sexismus

Terrorismus

Tierquälerei

Whistleblower

Und sonst so?

Flattr this!

01.05.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #262

Armut

Bedingungsloses Grundeinkommen

Behinderung / Inklusion

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

Mindestlohn & Rente

Polizeigewalt

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Tierquälerei

Trau schau wem

Überwachung

Verschlüsselung

Whistleblower

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

Flattr this!

27.04.2016

Chaosdorf e.V. - Vortrag: Git together am 14.05.2016

Am Samstag, dem 14.05.2016 wird es ab 16:00 Uhr in unseren Räumen einen Vortrag zu git geben. Neben einem Überblick zu Versionierung wird es um die Funktionen von git, den Nutzen von git für Einzelpersonen / Gruppen und den internen Aufbau von git gehen.

Teilnahme

Der Vortrag und Workshop richtet sich an alle, die entweder schon mit git arbeiten oder sich bisher nur dafür interessieren.

Voraussetzungen

  • Ihr solltet einen Rechner mitbringen
  • Ihr solltet wissen, wie man Software auf diesem installiert
  • sicher im Umgang mit Dateien und Ordnern sein
  • keine Angst davor haben, Textbefehle in ein schwarz-weißes Fenster einzutippen

Zwischendurch wird es was zu Essen geben (vegan und nicht vegan)

Eine Anmeldung ist nicht Pflicht, würde uns zur besseren Planung aber
freuen (https://wiki.chaosdorf.de/Git_together#Teilnehmer)

25.04.2016

Frosch - Eine unglaubliche Woche

Ich habe gerade eine unglaubliche Woche hinter mir. Schade, daß es nur eine Woche war. Denn in dieser Woche war ich völlig depressionsfrei.

Unglaublich, daß dieser ständige Druck im Brustraum einfach weg war.

Unglaublich, daß ich plötzlich wieder ganz problemlos acht Stunden fast am Stück konzentriert durcharbeiten konnte und mich normale Unterbrechungen wie Essen oder Tee kochen nicht gleich völlig rausgeworfen haben.

„Ich hab nix gemacht!“ Auch meine Situation ist unverändert: Unklare Verhältnisse, weil ich keinen gültigen Bescheid habe und nie weiß, ob zum nächsten Monat wieder Geld kommt.

Vielleicht war’s das Wetter, denn heute ist es im Gegensatz zur letzten Woche trübe und regnerisch. Aber das allein kann diese völlige Symptomfreiheit nicht erklären. Ich habe fast in jedem Frühjahr, wenn es zum ersten Mal wärmer wird, eine Art „Energieschub“. Aber diese Woche gerade war eine andere Größenordnung. Denn bei den früheren „Energieschüben“ war ich nie wirklich symptomfrei.

Gerade wollte ich damit anfangen, Dinge neu zu planen und vor allem liegengebliebene Aufgaben anzugehen, da war’s auch schon wieder vorbei.

Immerhin bin ich an meinem neueren Server ein kleines Stück weitergekommen.

Den oder einen Grund zu kennen, wäre ja recht nett. Reproduzierbarkeit war aber offenbar nicht in diesem kleinen Überraschungspaket enthalten.

Was aber hängengeblieben ist: Ich kann’s noch. Die Depression hat mir meine Fähigkeiten nicht auf Dauer genommen. Da geht noch was. Frosch ist noch nicht ganz kaputt.

Und diese Erkenntnis ist verdammt viel wert.

Flattr this!

Chaosdorf e.V. - GameJam(1, “Ludum Dare 35”): The Day After

Die zweite große GameJam ist vorbei und dauerte vom 15.4.2016 (18:00 Uhr) bis zum 18.4.2016 (08:55 Uhr). Sie war unsere erste lokale Veranstaltung zu einer großen, weltweiten GameJam: Der Ludum Dare 35.

Die eigentliche Spiele-Entwicklung startete erst mit der offiziellen Themenvergabe am Samstag um 03:00 Uhr Ortszeit, so dass wir die ersten Stunden primär für Socialising nutzten. In der restlichen Zeit haben sieben Teilnehmer vier abgefahrene Spiele geschaffen, was bei dem von der Masse gewählten Thema „Shapeshift“ gar nicht so einfach war: Anfangs fiel keinem von uns (und scheinbar auch nicht der breiten Masse des Internets) etwas passendes ein.
Doch wir akzeptierten und meisterten diese Challenge.


Auch dem Internet sind dann noch tolle Ideen gekommen und mit 2719 Einsendungen, die zum Teil von professionellen Spielestudios kamen, ist die Konkurrenz doch deutlich größer als erwartet.
Wer für uns voten möchte, kann sich auf der offiziellen Seite der Ludum Dare 35 anmelden und uns (oder auch die anderen Teilnehmer) wählen.

Zu gewinnen gibt es natürlich nichts außer immer währendem Ruhm und deshalb galt auch dieses Mal wieder das Motto: Mitmachen ist alles ;)

Dank yrthy, operative und fuchs hatten wir auch durchgehend genug Verpflegung, die teilweise auch vegetarisch, vegan und glutenfrei war.

Alle Spiele auf einen Blick finden sich unter gamejam.chaosdorf.de und hier in der Übersicht.

Elderly Shapeshifting Samurai Tortoises

Release Tweet

Will it Shapeshift?

Release Tweet

SHAPECYCLE

Release Tweet

rain contact

Release Tweet

 

Fazit

Auch dieses Mal hatten alle Beteiligten viel Spaß und die Gewissheit, dass wir das wiederholen werden :)

Twimpressionen

24.04.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #261

Aufgrund eines technischen Problems dort gibt es heute leider keine „Besorgten Nachrichten“. Das wird nachgeholt, sobald der Server wieder zur Verfügung steht.

AKW-Sicherheit

Autismus

Behinderung / Inklusion

Flucht & Asyl

Genderfoo

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Iran

Kirche

Pflege

Polizeigewalt

Rape Culture

Rente

Tierquälerei

Trau schau wem

Urheberrecht

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

Flattr this!

18.04.2016

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi. 20.04.2016

Am Mi. den 20 April trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: Generic JSON in C++

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.