Willkommen auf Planet Chaosdorf! Wir sammeln hier alle Blogs, die für uns irgendwie interessant sind – meist von Personen oder Organisationen aus unserem Umfeld

22.01.2017

Frosch - Im Netz aufgefischt #300

Wie „Bernd“ Höcke provoziert, wie das Verbotsverfahren gegen die NPD scheiterte, wie das beim ENF-Kongreß in Koblenz lief, wie Gerichte sonst so entschieden, wer wieder alles rechte Gewalt abbekam usw. findet sich wie üblich bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 3/2017.

Autismus

Chelsea Manning

Hartz IV & Co.

LGBTIQ

Obdachlosigkeit

Racial Profiling

Waffenhandel

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15.01.2017

Frosch - Im Netz aufgefischt #299

Hachja, erstmal das leider übliche … Besorgte Nachrichten, KW 2/2017

Arbeit

Armut

Autismus

Datenschutz

Flucht & Asyl

Hartz IV & Co.

LGBTIQ

  • 12.01.2017 It Me, Zoë: A Gender (via @UnburntWitch / @forschungstorte)

Obdachlosigkeit

Polizei

Qualitätsjournalismus

  • 09.01.2017 BILDblog: Mutti (via @BILDblog)

Racial Profiling

Sexualität

Tierquälerei

Twitter-Weisheiten

Überwachung

Wissenschaft

  • 18.11.2011 Science Blogs/Astrodicticum simplex: Wie man Meteoriten findet
  • 18.10.2016 Snopes: Climate Clips: A newspaper clipping from 1912 that anticipates the global warming potential of burning coal is authentic and consistent with the history of climate science. (via @AgBioWorld / @kiwonka)

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08.01.2017

Frosch - Im Netz aufgefischt #298

Auch im neuen Jahr gibt es leider wieder Besorgte Nachrichten

Arbeit

Behinderung / Inklusion

Breitscheidplatz

Datenschutz / Datensammler

Hartz IV & Co.

LGBTIQ

Obdachlosigkeit

Racial Profiling

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01.01.2017

Frosch - Jahresrückblick 2016

Auf Twitter überlegten einige Leute, ob man nicht ein T-Shirt „I survived 2016“ drucken sollte (sucht mal nach „survived 2016 t-shirt“, da kommt einiges – und es gibt sogar schon Angebote). Doch, das trifft es.

2016, das war das Jahr, in welchem besonders viele Prominente starben – Muhammad Ali, Prince, Leonard Cohen, Umberto Eco, Hans-Dietrich Genscher, Götz George, Greg Lake, Peter Lustig, Elie Wiesel, Carrie Fisher – um nur einige zu nennen. Schon deshalb scheint so ein T-Shirt angemessen. Und in meinem privaten Umfeld hätte Alex Schestag dieses T-Shirt ganz besonders verdient. Buchstäblich. Und meine Situation ist ja auch immer noch prekär. Aber der Reihe nach:

Anfang Januar installierte ich fail2ban auf diesem Server und lernte, dafür Jails und Filter zu bauen. Ja, mit RegExp. Primärer Grund war, daß nginx aggressive Angriffswellen auf die xmlrpc.php von WordPress noch schlechter abkann als apache2. Daher sollen die direkt in der Firewall landen, sobald sie gesichtet werden.

Außerdem mußte ich mal wieder einen Antrag auf Prozeßkostenhilfe schreiben, weil das faschistische Repressionsamt in die zweite Instanz wollte und ich wohl oder übel mitmußte. Weiterhin half ich am 4. Januar bei der Inventur in der hiesigen FSFE-Geschäftsstelle. Dabei wechselten wir sozusagen fliegend von LibreOffice Calc zu gnumeric, weil Calc meinte, die Tabellen ein wenig durcheinander und kaputt machen zu dürfen.

Und Alex sponsorte mir am 6. die beiden Server zum dritten Mal am Stück, weil ich immer noch ohne Geld war …

Am 9. Januar hatte ich einen dieser Tage, an denen man am besten gar nichts anfaßt (aus dem IRC):

Jan 09 16:09:29 <Atari-Frosch> Ich grade so: Wieso habe ich einen Ordner „Sprachregelungen“ unter meinem Mailpostfach? … Er heißt „Servermeldungen“. Boah, bin ich durch :-/
Jan 09 17:22:57 <Atari-Frosch> Bei mir hat da vorhin schon wieder die Verpeilung stattgefunden. Stellte fest, es wird zu dunkel, und erwische mich noch im letzten Moment dabei, wie ich als Folge versuche, den Monitor auszuschalten. OK, ist auch ein Schalter … also irgendwie ist in meinem Gehirn grade einiges falsch verdrahtet.

Um auszudrücken, wie ich mich von den Repressionsämtern behandelt fühle, rippte ich am 14. Januar ein kurzes Stück aus einer Pretender-Folge:

Einen Tag später kam überraschenderweise Geld. Das faschistische Repressionsamt hatte sich trotz des eingelegten Rechtsmittels zur Auszahlung entschieden, allerdings nicht für den vollen Betrag. Die knapp 900 €, die ich bekam, sollten möglicherweise den November 2015 abdecken. Gegenwärtigkeitsprinzip – äh, nee, ist ja nicht so relevant, nech? Die Gerichtsentscheidung der ersten Instanz, die diese Auszahlung befahl, war übrigens vom 21.12.2015.

Ansonsten machte sich bei mir generell ein Gefühl der Entfremdung breit, trotz dieser einzelnen Auszahlung. Die Zukunftslosigkeit, die ständige Existenzbedrohung blieb erstmal noch. Es durfte mir ja nicht zu einfach gemacht werden. Oder so.

Fotos vom Januar 2016:

Auch im Februar hatte ich nur einen einzigen Blogartikel geschrieben (von den wöchentlichen Linklisten mal abgesehen): Entmenschlichung. Will man Menschen loswerden bis hin zur Vernichtung, muß man ihnen erst einmal die Menschlichkeit nehmen. So einfach.

Am 19./20. Februar war der 1. Bundesparteitag 2016 der Piratenpartei in Lampertheim. Das war ein bißchen doof, weil Lampertheim zwar einen Bahnhof hat, dieser aber nicht barrierefrei ist und sich außerdem bezogen auf die Veranstaltungshalle quasi am anderen Ende von Lampertheim befand. – Alex und ich wollten da zusammen hin; ich hatte mich bei meiner Mutter in Mannheim zum Schlafen „eingebucht“, und er hatte sich ein Hotelzimmer am Mannheimer Hauptbahnhof genommen. Plan war gewesen, daß wir an beiden Tagen jeweils morgens zu dritt, mit @LeichtmatroseBW zusammen, mit einem Taxi vom Mannheimer Hauptbahnhof zur Halle fahren und abends wieder zurück.

Alex war erst wenige Tage vorher aus Stuttgart zurückgekommen, wo er wegen eines Beinbruchs, den er sich dort in einem Hotel zugezogen hatte, im Krankenhaus gelegen war. Am zweiten Tag des Parteitags schrieb er mir morgens eine SMS, daß die Wunde wieder aufgegangen sei und er nicht mit uns mitfahren würde; stattdessen ließ er sich einen Notarzt ins Hotel rufen. Der verfrachtete ihn dann schließlich ins Mannheimer Theresienkrankenhaus, wo er einen Tag später operiert wurde. Und weitere zwei Tage später kam ein Dekubitus dazu. Trotzdem ahnten wir zu der Zeit noch nicht, was das für ihn für eine Odyssee werden würde …

Am 24. Februar erhob meine Anwältin mal wieder Klage zum Sozialgericht Düsseldorf nach Vorliegen der Wohnungskündigung, in der Hoffnung, damit die Wohnung zu retten.

Fotos vom Februar 2016: Äh, ja, ein halbes Dutzend vom Parteitag, mit dem HTC Desire gemacht. Die hatte ich aber offenbar nicht auf Google Photo publiziert, warum auch immer. – Ich glaube, weil ich eigentlich ursprünglich über den Parteitag bloggen und die Bilder dort einbinden wollte, woraus aber nichts wurde, weil wegen Frosch zu kaputt.

Am 2. März kam endlich die Nachzahlung aller bis dahin nicht ausgezahlten Leistungen seit Dezember 2015, und ich konnte meinen Mietvertrag retten.

Anfang März schrieb Fusselchen (@endhaltestelle_) einen offenen Brief an MONITOR mit der Aufforderung, zu recherchieren, wie die Aktion Mensch dazu kommt, eine menschenverachtende „Therapie“ für (oder besser: gegen) Autisten mit einer Viertelmillion Euro zu fördern: Offener Brief an MONITOR: #noABA. Leider kam darauf wohl nie eine Antwort. Offenbar waren/sind dem WDR Autisten nicht so wichtig.

Mitte März war der Dekubitus vom Vormonat bei Alex lebensbedrohlich geworden, und dann erst kam man im Theresienkrankenhaus auf die Idee, ihn in ein Krankenhaus zu verlegen, in welchem man sich damit besser auskennt. Er kam nach Heidelberg und kämpfte zwei Wochen lang buchstäblich um sein Leben.

Vom 18. – 20. März war ich wieder bei den Chemnitzer Linux-Tagen (ohne Blogartikel) – immerhin konnte ich das jetzt wieder bezahlen, sonst hätte ich abspringen müssen. Das ist nämlich immer eine recht angenehme Veranstaltung für mich, weil da nicht so wahnsinnig viele Menschen sind und es eigentlich recht ruhig zugeht. Aufregung gab es trotzdem: Unser Miet-Bus hatte in Chemnitz am Morgen des ersten Veranstaltungstages plötzlich eine kaputte Batterie und wollte nicht mehr starten. Nur nach Starthilfe durch zwei Pkw-Fahrer sprang der Motor an. Die Fahrerin gab sich wirklich eine Menge Mühe, um – am Wochenende – eine Ersatzbatterie zu bekommen, aber erfolglos: Die Vertragswerkstatt dort hatte keine auf Lager gehabt. Also mußte sie die ganze Zeit über und vor allem für die Heimfahrt ziemlich tricksen, damit der Bus einfach nicht ausging, zumindest dann, wenn keine Starthelfer greifbar waren.

Nett war auch der freundliche ältere Herr, der am zweiten Morgen im Hotel bei mir am Frühstückstisch saß (daß er am Morgen zuvor bereits bei den Starthelfern für den Bus gewesen war, hatte ich erst hinterher auf den Fotos gesehen; er war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgefallen). Erst als er den Frühstücksraum verlassen hatte – um wiederum Starthilfe zu geben – erfuhr ich, daß es sich dabei um Jon ‚Maddog‘ Hall handelte. 🙂

Fotos vom März 2016:

Die FSFE beschloß Anfang April, ihr Düsseldorfer Büro zu schließen und ihren dortigen langjährigen, dienstältesten Mitarbeiter rauszuwerfen. Angeblich, weil das Büro ja nicht mehr viel zu tun hätte. Nunja, das passiert, wenn man vorher aus welchen Gründen auch immer alle Aufgaben aufs Berliner Büro verlegt, selbst die, welche dort nicht sinnvoll erledigt werden können. Eine Gruppe von Fellows, zu der ich gehöre, beriet daraufhin, wie wir hier in Sachen Freie Software weitermachen wollen – ohne die FSFE. Ich „kündigte“ auch die Aufgabe der Listenmoderation für die Rheinland-Liste zu Ende Juni (und ärgerte mich später darüber, daß ich nicht früher hingeschmissen, sondern noch so viel Zeit dazwischen gesetzt hatte).

Ab April häuften sich bei mir die Burnout-Schübe: Ausgebrannt. Immerhin versuchte ich dann endlich mal meinen Mailserver auf dem neuen Server zum Arbeiten zu bringen. Das war nämlich gar nicht so einfach, denn der Postfix auf dem neuen wollte die Config-Datei des alten nicht einfach schlucken, sondern erklärte mir, daß er die nicht lesen könne und daher nicht starten wolle. Was er daran nicht lesen konnte, verriet er mir nicht; das Logfile schwieg. – Daß dann doch noch nicht alles wieder funktionierte, merkte ich erst später …

Mitte des Monats regte ich mich dann mal gepflegt über Leute auf, die meinen, daß jemand ohne offizielle Diagnose sich nicht Autist nennen dürfe. Als ob der Autismus erst „echt“ sei, wenn man eine Diagnose nachweisen kann.

Außerdem bekam ich am 17. April eine git-Schulung „verpaßt“ und richtete mir am Tag darauf GitWeb auf nginx ein. Das war dann auch der Beginn einer unglaublichen Woche – zum ersten Mal seit Jahren völlig ohne Depressions- oder Burnout-Symptome. Leider eben nur eine Woche.

Am 30. April fand die Gründungsversammlung des Vereins Freie Software Freunde statt, als Konsequenz aus dem unmöglichen Verhalten der FSFE ihrem langjährigen Mitarbeiter und der Fellowship im Rheinland gegenüber. Ein Teil der Mitglieder sieht den neuen Verein als Ergänzung zur FSFE und strebt durchaus eine Zusammenarbeit an. Ich gebe aber zu, daß ich von einer Zusammenarbeit mit einer Organisation, deren Geschäftsführung sich dermaßen übel benommen hat und von der aus wir auch belogen wurden, überhaupt nichts halte. Das erste Projekt des neuen Vereins – „Free Your Model Train“ – hätte ein Projekt der FSFE werden können. Tja, Pech.

Fotos vom April 2016:

Anfang Mai ließ ich mir dann doch mal von byte aus dem Chaosdorf bei meinen Postfix-Verknotungen helfen. Danach lief er dann endlich. Also, fast. Auch das merkte ich wiederum erst später. – Auch am nginx schraubte ich noch an der Konfiguration; der Umzug dieses Blogs, den ich geplant hatte, klappte allerdings noch nicht. Das kam dann am 11./12. Mai, und ja, „grant all privileges on datenbank to user statt grant all privileges on datenbank.* to user“ macht einen Unterschied … *hüstel*

Zwischendurch besuchte ich die Demo von „Düsseldorf stellt sich quer“ am 8. Mai. Danach rantete ich über die Wehrhahnlinie, durch die für die Einwohner von Bilk und Friedrichstadt viele Verbindungen umständlicher, länger und teurer geworden waren.

Weil ich ja wieder „reich“ war, leistete ich mir denn auch mal einen neuen Kopfhörer, denn mein schöner Sennheiser-Funkkopfhörer wollte nicht mehr: Kurz getestet: Sirius Pro HXP 1000. Außerdem wollte ich mir ein neues Telefon kaufen, kaufte mir leider das Falsche und machte (keine) Faxen.

Außerdem kaufte ich mir im Mai ein neues Smartphone, ein Doogee X5 pro, denn das HTC Desire kann man aufgrund seiner geringen RAM-Menge praktisch nicht mehr als „Smart“-Phone benutzen, sondern nur noch als Telefon mit MP3-Player. Als das neue Gerät kam, dachte ich erst, es sei „dead on arrival“, denn beim Einschalten tat sich einfach gar nichts. Ich wollte es umtauschen, was recht umständlich erschien, weil ich es dafür nach China schicken sollte (geliefert worden war aus einem deutschen Lager). Als ich das zweite Gerät bekam und dieses dasselbe Verhalten zeigte, stellte ich nur zufällig fest, daß auf die Kontakte des Akkus ein fast unsichtbarer Klebestreifen geklebt worden war. Zum Glück war man beim Lieferanten kulant, und da das erste X5 pro ja offenbar nicht kaputt war, durfte ich es dann ins deutsche Lager zurückschicken. Zum Glück sieht man so einem Paket nicht an, wenn der Absender vor Scham rot anläuft 😉

Fotos vom Mai 2016:

Ende Mai und Anfang Juni versuchte es die Firma EOS Inkasso bei mir mit Telefonterror wegen einer Altschuld aus 2002, also einer der Schulden, die durch die massenhafte Unterschlagung von Unterlagen und die unterlassene Hilfeleistung des faschistischen Repressionsamtes zustande gekommen waren. Die Anrufe hörten schlagartig auf, nachdem ich einer der Anruferinnen gesagt hatte, daß ich das publizieren würde. Mögen sie wohl nicht so.

Anfang des Monats hatte ich außerdem mal einfach meine Wunschliste für mögliche Geburtstagsgeschenke auf Twitter und G+ geschickt, mit erstaunlichen Reaktionen: Leute schenkten mir tatsächlich was. 😉 Ich bloggte darüber unter Geschenke und Entscheidungen. Die Entscheidung, Nerd4U aufzulösen, die dort genannt ist, haben wir dann allerdings doch nicht umgesetzt, da wir später im Jahr neue Kunden dazugewinnen konnten. Was aber bleibt, ist die Entscheidung, aus Düsseldorf weg und an die Ostsee zu ziehen. Nur ist das finanziell halt immer noch weit weg.

Mitte Juni wurde Alex dann endlich aus dem Krankenhaus entlassen, und wir dachten, jetzt geht’s bergauf. Soviel zur Theorie.

Im April war meine Mutter von Mannheim nach Verden/Aller umgezogen, und so ging mein Besuch zu ihrem Geburtstag diesmal nicht nach Baden-Württemberg, sondern nach Niedersachsen.

Fotos vom Juni 2016:

Anfang Juli konnte ich dann endlich alle verbliebenen Probleme mit dem Mailserver lösen: Mailrouting mit Knoten. Daß da noch ein Problem auf dem alten Server bestand, hatte ich erst gar nicht mitbekommen. Zwei Tage später mußte ich gleich nochmal einen Knoten lösen, diesmal betraf es mein OpenVPN, das ich auf den neuen Server ziehen wollte. Ist schon nicht so einfach, wenn man solche Dienste nur alle Jubeljahre mal einrichten muß.

Außerdem begann ich Anfang Juli, im Auftrag eines Freundes alte Hardware und Software auf eBay zu versteigern, teils mit beachtlichen Erfolgen. Bei „alt“ reden wir hier von einem Zeitraum von 1992 bis etwa 1997 bei der Hardware, und die Software war teils noch älter. Ich hätte vorher nicht gedacht, daß es Leute gibt, die sich dafür nicht nur interessieren, sondern das Zeug auch tatsächlich noch einsetzen.

Derweil häuften sich auf Alex‘ Server die Ausfälle des Apachen, und ich fing an, mir Gedanken zu machen, was man daran ändern könnte – zumindest, bis er dazu kommt, einen anderen Webserver einzusetzen und für sämtliche Webs, die er da liegen hat (sind doch einige), die entsprechenden Config-Dateien zu bauen.

Über eine Meldung im Polizeiticker mußte ich dann doch nochmal meckern. Dort wurde nämlich über eine Studie der TU Kaiserslautern berichtet und erklärt, daß man verhindern wolle, daß Flüchtlinge die mentale Einstellung von Langzeitarbeitslosen übernähmen. Da mußte ich doch mal nachhaken; die Antwort war zwar schnell, aber leider unbefriedigend.

Gegen Monatsende hatte ich eine am Monatsanfang angefragte Erlaubnis eines amerikanischen Wissenschaftlers vorliegen, zwei seiner Blogeinträge ins Deutsche übersetzen und diese publizieren zu dürfen. Diese beiden Beiträge zum Thema Depressionen und Ängste fand ich sehr bemerkenswert, decken sie sich doch mit meiner seit Jahren geäußerten Vermutung, wir seien größtenteils nur deshalb depressiv, weil wir nicht sein dürfen, was wir sind. Gregg Henriques, Ph. D., beschreibt Depression als Symptom und eben nicht als Krankheit (von Ausnahmefällen abgesehen).

Schließlich rantete ich noch über ein neues halbherziges Gesetz der asozialen Bundesregierung, diesmal zur Leiharbeit. Es darf ja für die, die eh schon wenig haben und die prekär leben müssen, auf gar keinen Fall zu Verbesserungen kommen, nech?

Fotos vom Juli 2016:

Und trotzdem gibt es sie, diese winzigen Verbesserungen, obwohl sie in diesem Fall wohl eher der Tatsache geschuldet sind, daß man bei den ARGEn einfach nicht genug Personal hat, um uns Erwerbslosen in allen Lebensbereichen nachzuschnüffeln. Zum 1. August traten die „Rechtsvereinfachungen“ genannten Rechtsverschärfungen in Sachen Hartz IV in Kraft. Die brachten diesen einzigen winzigen Vorteil mit, den ich ab Anfang August dann auch sofort ausnutzte: Einnahmen, die weder aus Erwerbsarbeit stammen noch so hoch sind, daß das Finanzamt aufmerksam wird, werden nicht mehr angerechnet. Da ich mit den Verkäufen für einen Freund bemerkt hatte, wie gut alte Hardware auf eBay läuft, fing ich an, mein eigenes Hardware-Lager mal auszuräumen und das, was ich verzichtbar fand, anzubieten. Die Einnahmen daraus waren durchaus bemerkenswert.

Während meine ersten Auktionen schon liefen, fuhr ich auf Einladung von Alex mit ihm zusammen für ein paar Tage ins Saarland. Wir hatten dort eine Eintrittskarte zu einem Open-Air-Konzert von Chris de Burgh. Eingebucht hatten wir uns in einem netten Familienhotel in Mettlach, denn Losheim am See, unser eigentliches Ziel, hat keine Bahn-Anbindung, und ein weiterer Ort, der theoretisch in Frage kam, hat keinen barrierefreien Bahnhof – Mettlach schon. Das Hotel Mettlacher Hof dort ist übrigens durchaus empfehlenswert, hat ein barrierefreies Zimmer und Freifunk.

Nach meiner Rückkehr ärgerte ich mich allerdings ein wenig, weil die CD, die ich mir dort beim Konzert gekauft hatte, „Hands of Man“, kaputt war. Die eingeschweißte CD wies direkt nach dem Auspacken einen seltsamen schwarzen Fleck auf, und zwar noch im Datenbereich kurz vor dem inneren Loch. Dieser Fleck verhinderte jegliches Abspielen. Ich versuchte es mit zwei verschiedenen Programmen; die schafften es zwar jeweils, die ID der CD abzugreifen und damit von der FreeDB die Titel etc. zu holen, aber weiter kamen sie nicht. Und ich glaube, es ist kein Zufall, daß das CD-Rom-Laufwerk sich danach und seitdem nicht mehr sauber öffnen läßt, wenn ein Datenträger drinliegt. Eine entsprechende Beschwerde an die Firma hinter der Verkaufswebsite cdeb.net, Finally Fan Fair Ltd., wurde ignoriert, genauso wie eine Erinnerung an die Beschwerde. Aber daß diese Firma nicht sauber arbeitet, hatte ich ja schon 2007 erfahren müssen; damals schrieb ich „nicht die feine englische Art“.

Um Monatsmitte kündigten sich plötzlich neue Kunden für Nerd4U an, und wir warfen unseren Auflösungsbeschluß wieder um – obwohl weiterhin zu erwarten ist, daß das ARGE mir deshalb massiv zusetzen wird, sobald es wieder zahlungspflichtig ist.

Gegen Monatsende fand der zweite Piraten-Bundesparteitag 2016 in Wolfenbüttel statt, und da ich einen privaten Schlafplatz bekommen hatte, fuhr ich hin. Dort war ich mal mutig und bewarb mich für das Amt eines der Kassenprüfer. Zu meiner Überraschung wurde ich tatsächlich gewählt.

Fotos vom August 2016:

Den September eröffnete ich damit, daß ich mich über neue Gehässigkeiten der Bundes-Arbeitslosenverwaltung aufregen mußte. Es ging darum, daß Erwerbslose, die ihre Hilfsbedürfigkeit angeblich selbst herbeigeführt haben, bis zu drei Jahre bezogene Leistungen zurückbezahlen sollten. Da hätte mich doch mal sehr interessiert, ob und wie die BA gegen ARGEn vorgehen will, die ihre zynisch Kunden genannten Opfer aktiv und auf gesundheits- bis existenzgefährdende Weise am Arbeiten hindern. Ja, natürlich gar nicht. – Einen Tag später ergänzte ich das noch durch meinen Artikel über diese ekelhafte Behördengläubigkeit sowohl in der Gesellschaft als auch bei anderen Behörden. Behörden machen ja niiiie was falsch, und schon gar nicht absichtlich, nech? *kotz*

Danach schaffte ich es, mir meine Tastatur zu, ähm, bewässern, sodaß ich für ein paar Tage auf eine andere zurückgreifen mußte. Aber so eine gute IBM-Totschlag-Tastatur geht davon natürlich nicht dauerhaft kaputt; sie lieferte nur, bis alles wieder getrocknet war, teils die falschen Tasten-Codes, was im laufenden Betrieb dann doch etwas störte.

Außerdem hatte ich ja beschlossen, umziehen und mir dafür Geld zurücklegen zu wollen. Um das sinnvoll tun zu können, wollte ich mir ein einfaches Sparbuch zulegen. Mein Girokonto ist ja bei der GLS, und wenn ich Geld abheben möchte, ist der nächste Geldautomat der bei einer Volksbank. Also fragte ich dort nach, ob ich da ein Sparbuch haben kann. Die Antwort war etwas, ähm, irritierend: Nein, das ginge nur, wenn ich dort auch mein Girokonto führen lassen würde, weil man alles aus einer Hand liefern wolle. Ähm. Für mich wäre es natürlich sinnvoll, den Schalter zur Einzahlung auf (oder für Abhebungen von) Beträgen quasi direkt neben dem Bankautomaten zu haben, um das Bargeld dann nicht durch die Gegend fahren zu müssen, aber mein Girokonto wollte ich jetzt doch nicht nochmal umziehen. Dann eben nicht.

Dann ging es nach Berlin! Die Piratenpartei NRW hatte dazu aufgerufen, nach Berlin zu fahren und die Berliner Piraten im Wahlkampf zu unterstützen. Außerdem fand dort die 10-Jahres-Feier der Piratenpartei statt. Wenn NRW-Piraten dort hinfahren und helfen, hieß es, würden die Reisekosten vom Landesverband NRW bezahlt. Nun, wenn das Geld zurückkommen würde, war das ja kein Problem, das aus meinen bisher angesammelten Reserven für den Umzug vorzuschießen. Somit fuhr ich am 8. September nach Berlin, half bei zwei Wahlkampfständen und fuhr am 12. wieder nach Hause. Übernachten konnte ich privat. Auch Alex kam nach Berlin, wenn auch teils aus anderen Gründen, und so trafen wir uns nach dem Aufenthalt im Saarland im Vormonat schon wieder.

Mitte September kam Alex jedoch wieder ins Krankenhaus. Wir ahnten noch nicht, daß er da bis übers Jahresende hinaus bleiben würde …

Und dann knallten mir die Nachwirkungen der Berlin-Reise voll rein. Überforderung galore. Trotzdem verkaufte ich erstmal weiter auf eBay und schaffte es irgendwie, die Artikel immer spätestens zwei Werktage nach Bezahlung auf den Weg zu schicken. Dabei stieß ich dann noch auf eine interessante Post-Logik, als ich Verpackungsmaterial nachkaufen mußte.

Fotos vom September 2016:

Als ich die „From my window“-Fotos vom September hochladen wollte, schmierte mir Chromium ab. Komplett und reproduzierbar. Seitdem habe ich bei Google Photo keine Fotos mehr hochgeladen, auch wenn ich mittlerweile, weil Chromium in Debian Wheezy völlig kaputt gemacht wurde, auf iceweasel wechselte, mit dem das funktioniert. Ich will ja immer noch auf MediaGoblin gehen und selbst hosten, aber da sind wir schon bei den Vorhaben für 2017; die kommen später in einem eigenen Artikel dran.

Im Oktober ging ich dann endlich mal an das Problem „Brillen“. Lese- und Fernbrille brauchten ein Update, und – ja, das kostete mich dann doch einiges von meinen Reserven, und zunächst klappte es auch nur so halb; das stellte sich dann im November heraus. Im IRC hatte ich geschrieben: „Ich habe gerade 244,00 € für neue Brillengläser ausgegeben. Mit Entspiegelung und – seit langem mal wieder – Tönung. Und da ist schon Rabatt drin, sozusagen zahle drei, bekomme vier.“

Außerdem mußte ich mich nochmal mit meinem Kopfhörer befassen, weil mir da ein unangenehmes Hubschrauber-Flattern aufgefallen war, wenn ich die Lautstärke nicht übermäßig hoch drehte.

Auch die Verräterpartei SPD mußte mal ordentlich eins draufkriegen. Leider hat Frau MdB Hiller-Ohm darauf nicht reagiert, als ich über ihren zynischen Tweet mit dem „Paradies auf Erden“ einen Realitätsabgleich lieferte. Angeblich antwortet sie ja auf jeden Tweet, der an sie gerichtet ist; der Blogartikel hatte halt nicht nur 140 Zeichen, tut mir ja (nicht) leid.

Im Rahmen meines Kassenprüfer-Amtes wurde ich für den 20./21. Oktober nochmals nach Berlin gerufen. Also fuhr ich am 19. nach Berlin, arbeitete dort mit den anderen beiden Kassenprüfern zusammen zwei Tage an einer internen Aufgabe und fuhr am 22. Oktober wieder zurück.

Am 24. Oktober wurde die von Alex „gespendete“ Domain freie-software.org für den Verein der Freien Software-Freunde ins DNS eingetragen.

Gegen Monatsende sinnierte ich über mögliche Zusammenhänge zwischen bestimmten Arten von Kriminalität und der politisch gewollten Zwangsverarmung.

Ende Oktober war der apache2 auf Alex‘ Server ein paarmal einfach weg. Ich vermutete, daß sich das alte Watchdog-Script (in bash) verstolperte und den Apachen dann nicht mehr neu starten konnte. Ich intensivierte meine Überlegungen dahingehend, wie man den Apachen mit einem erweiterten Script zur Raison rufen konnte – denn da Alex wieder im Krankenhaus lag, konnte er sich erstmal nicht darum kümmern.

Über den ganzen Oktober hatte ich schließlich noch Hardware, aber mittlerweile auch Bücher, Schallplatten, CDs und ein paar Kleidungsstücke auf eBay versteigert.

Der November begann mit einem Burnout-Schub, viel heftiger, als in den vorausgegangenen Monaten. Ich hatte ursprünglich zur OpenRheinRuhr einen Vortrag eingereicht, den aber dann zurückgezogen, weil abzusehen war, daß ich es nicht mal zur Veranstaltung schaffen würde. Und dann schaffte ich es doch und hielt am 6. November den – von meiner Seite aus nicht wirklich vorbereiteten – Vortrag über den Editor joe zusammen mit Sven Guckes, der mich ursprünglich auch dazu überredet hatte, diesen Vortrag einzureichen. Auf derselben Veranstaltung hat der Verein Freie Software Freunde dann auch zum ersten Mal das Projekt „Free Your Model Train“ vorgeführt und war auf großes Interesse gestoßen. Klar, Modelleisenbahnen ziehen immer 🙂

Einen Tag später war ich wieder bei meiner Optikerin gewesen, um meine Brillen abzuholen, und berichtete darüber im IRC: „Hab nur die Gläser für die Nahbrille bekommen, und die erlauben mir jetzt nur noch Scharfblick im Abstand 20 – 30 cm. Zu wenig. Monitor rangezogen, aber dann ist er bei 18″ … sagen wir, unübersichtlich. – Die Gläser für die Fernbrille waren zu klein gemacht worden und müssen nochmal gemacht werden (ich dachte bisher, die machen das selber, aber offenbar geben sie das Schleifen in Auftrag). Wenn ich die abhole, werd ich nochmal über die Nahbrille reden müssen …“

Aufgrund des akuten Burnouts hörte ich dann erstmal mit den Verkäufen auf eBay auf. Ich konnte nicht mehr garantieren, die Artikel nach der Bezahlung schnell genug zu versenden. Derweil fragte ich mich, wo die Grenze ist zwischen ARGE-Mitarbeitern und KZ-Wächtern und wie weit ARGE-Mitarbeiter menschenverachtenden Gesetzen gehorchen, bevor sie endlich mal merken, welche Verbrechen sie begehen.

Mittlerweile verschlechterte sich Alex Zustand dramatisch:

Und danach ging es erst richtig los:

Kurz nach Monatsmitte gab es ein sehr eigenartiges (und offenbar für einige Kunden eher nachteiliges) Systemupdate in Blau, also bei blau.de mit etwas seltsamem Ablauf. Am selben Tag entblödete sich die CSU nicht, ganz offiziell Hartz-IV-Bezieher zu beleidigen. Man könnte das als Wahlkampf-Getöse abtun, aber darin hat Menschenverachtung nunmal nichts verloren. Oder anders: Ist das noch ’ne Partei oder kann das weg?

Am 17. November fuhr ich, als es mir etwas besser ging, nach Heidelberg, um Alex endlich mal im Krankenhaus zu besuchen. Übernachten konnte ich bei seiner Mutter. Die beiden folgenden Tage verbrachte ich also bei ihm im Krankenhaus, und am zweiten Tag versuchten wir, zusammen an meinem Notebook das bisherige Script in bash zu erweitern, um seinen Webserver zu bändigen. Das erwies sich allerdings als recht umständlich, auch weil mein Thinkpad R61 ja ziemlich groß und schwer ist.

Am dritten Tag jedoch, am 20. November, entschied ich mich morgens dafür, den Besuch, der bis 22. geplant war, vorzeitig abzubrechen, weil ich ein „Kratzen im Hals“ hatte. Also fuhr ich wieder nach Hause. Möglicherweise hatte ich mir bei den Fahrten ins Krankenhaus und zurück in der S-Bahn oder an den Bahnhöfen was eingefangen.

Ein paar Tage später stellte sich das Kratzen, aus dem schnell ein Husten wurde, als vermutliche Luftröhrenentzündung heraus, zumindest vom „Fühl“ her. Beim Arzt war ich nicht gewesen, aber das Problem hatte ich in den letzten paar Wintern (außer letztes Jahr, aber da war der Winter ja sehr mild gewesen) ja schon mehrfach gehabt.

Dann gab es mal wieder eine Portion Verpeilung: verpeilte Klänge mit einer überflüssigen Neuanschaffung (zum Glück nicht sehr teuer) und einem Happy End.

Am 21. November begann ich mit der Portierung des Scripts für die Apache-Überwachung nach Python. Was wir in bash gebastelt hatten, funktionierte nicht, und mein Hauptproblem war einfach, daß ich bash nicht gut genug beherrsche.

Ende November fiel derweil in Heidelberg die Entscheidung, daß sich Alex das rechte Bein amputieren lassen muß. Man hätte es vielleicht nochmal „gesund“ pflegen können, aber es wäre immer wieder zu Infektionen gekommen, immer häufiger und immer gefährlichere. Die Bakterien ließen sich einfach nicht mehr bekämpfen. Amputationstermin: 29.11.

Anfang Dezember kam nochmal ein massiver Burnout-Schub. Trotzdem schaffte ich es irgendwie und in mehreren Anläufen, zu loggen, was iptables wegwirft.

Der Burnout ging schließlich so weit, daß ich eine Woche später mal ein paar Tage lang von Twitter wegblieb, um etwas mehr Ruhe zu bekommen. Das hatte sich tatsächlich gelohnt. Ich konnte nach der Unterbrechung durch den Burnout-Schub an meinem Python-Script weiterschrauben. Am 14. Dezember installierte es Alex dann zum ersten Mal auf seinem Produktiv-Server, denn leider kann man das nicht testen, wenn der (lokale) Apache eigentlich gar nix zu tun hat. Trotzdem brauchte es noch einige Testläufe, bis der Apache-Workaround in Python zuverlässig lief (zur Zeit des Blogartikels vom 15. Dezember tat er das noch nicht). Nach mehreren Anläufen und einigen zusätzlichen Erweiterungen lief dann erstmals die Version 0.3.2d sauber und fehlerfrei. Die aktuelle Version 0.3.6b (Stand: 29.12.2016) hat dann nochmal Erweiterungen, Verbesserungen und insbesondere ein besseres Logging bekommen und ist auf Funktionsfähigkeit im Produktivbetrieb getestet. Da bin ich dann doch so ein bißchen stolz drauf. 🙂

Nach dem Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin habe ich mich dann noch darüber ausgelassen, was ich davon halte, daß Polizisten Weihnachtsmärkte oder generell Veranstaltungen mit Maschinenpistolen schützen sollten (nämlich nicht viel).

Weihnachten, die Congress-Tage und Silvester verbrachte ich dann mit sehr viel Ruhe, etwas Programmierung, ein paar Vorträgen vom 33c3 (per Stream) und ein bißchen besserem Essen als sonst.

Ja, das war dann so im großen und ganzen mein persönlicher Jahresrückblick. Für welche Themen aus Politik usw. ich mich interessiert hatte, ist aus den „Im Netz aufgefischt“-Artikeln herauszulesen, das wollte ich hier jetzt nicht auch nochmal aufdröseln.

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Frosch - Im Netz aufgefischt #297

Die letzten Reste Rechtsextremismus etc. vom alten Jahr finden sich bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 52/2016. Euch ein gutes Neues und vor allem Gesundheit.

Arbeit

Armut

Autismus

Breitscheidplatz

Chaos Computer Club

Deutsche Bahn

Donald Trump

Gesellschaftspolitik

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

Kölner Polizei an Silvester

Pressefreiheit

Überwachung

Und sonst so?

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28.12.2016

OpenRheinRuhr - Industriekultur im Hintergrund

CC-BY-SA 3.0 by Raimond Spekking

Unsere Plakate -so einfach sie sind- haben immer einen interessanten Hintergrund. Wer genau hinschaut, erkennt Motive der Industriekultur - schließlich befinden wir uns im Ruhrgebiet, der Region der Industriekultur schlechthin. Und auch unser Veranstaltungsort passt ja genau in diese Reihe.

Und was seht ihr 2017?

Das alte Schiffshebewerk in Henrichenburg

Um vom Dortmund-Ems-Kanal aus den Dortmunder Hafen erreichen zu können, mussten die Schiffe eine Höhe von 14 Metern überwinden. Dies wäre zu Zeiten des Baus des Dortmund-Ems-Kanals über mehrere Schleusen möglich gewesen. In Henrichenburg aber fiel die Entscheidung zu Gunsten eines viel spektakuläreren Bauwerks: Dem Schiffshebewerk. Dabei wird ein Schiff nicht wie in einer Schleuse über eine Anpassung des Wasserspiegels gehoben oder gesenkt, sondern es fährt in einen Trog und wird wie in einem Aufzug befördert.

Das alte Schiffshebewerk ist eingebettet in den "Schleusenpark Waltrop" und kann als Teil des Westfälischen Landesmuseums für Industriekultur besichtigt werden.

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25.12.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #296

So, der Server, auf dem die Besorgten Bürger gehostet werden, ist wieder stabil! Ich bin da auch so’n bißchen stolz drauf, weil der dortige apache2 nämlich durch mein Workaround-Script auf Trab gehalten wird, das jetzt in der Version 0.3.2d endlich fehlerfrei läuft. Der Link dort im Artikel geht sogar schon zur erweiterten Version 0.3.5.

Ja, und ohne Euch die Weihnachtsstimmung trüben zu wollen: Es gibt sie halt auch noch, die Besorgten Nachrichten KW 51/2016, da muß man wohl durch …

Was ich sonst noch so las:

Autismus

Behinderung / Inklusion

Breitscheidplatz

Depression

Hartz IV & Co.

Jacob Appelbaum

Kinder

Terror

Twitter-Weisheiten

Überwachung

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24.12.2016

OpenRheinRuhr - Frohe Weihnachten von der ORRga der OpenRheinRuhr

Und wieder ist eine OpenRheinRuhr vorbei und schon fast wie selbstverständlich kündigt sich das Weihnachtsfest an.

Für die ORRga der OpenRheinRuhr bedeutet das Weihnachtsfest das kurze Ausruhen vor der Organisation der OpenRheinRuhr 2017.

Wir wünschen allen Besuchern, Ausstellern, Vortragenden, Sponsoren, Helfern und allen anderen - die wir hier nicht aufzählen - ein frohes, ruhiges und besinnliches Weihnachstfest und freuen uns auf ein Wiedersehen auf der OpenRheinRuhr 2017.

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21.12.2016

Frosch - Maschinenpistolen

Nach dem vorgestrigen mutmaßlichen Anschlag am Berliner Breitscheidplatz, wo ein Sattelschlepper mit 40 Tonnen in einen Weihnachtsmarkt gelenkt worden war und (nach derzeitigem Stand) 12 Menschen getötet und über 50 verletzt hatte, schien gestern ungefähr jede fünfte Meldung im Polizeiticker das Thema „Sicherheit unseres lokalen Weihnachtsmarktes“ zu sein. Insbesondere wurde in einem Teil dieser Meldungen berichtet, daß die Polizisten, welche die Märkte bewachen, jetzt teilweise mit Maschinenpistolen ausgerüstet seien. Daraufhin fragte ich meine Follower auf Twitter: Fühlt Ihr Euch sicherer, wenn Polizisten mit offen getragenen Maschinenpistolen rumlaufen?

Dieselbe Frage stellte ich auch auf Google Plus, und das Ergebnis ist noch deutlicher:

Fühlt Ihr Euch sicherer, wenn Polizisten mit offen getragenen Maschinenpistolen rumlaufen? – Antworten: Ja 0 %, Nein 100 %

Auf Twitter antworteten 16 Personen binnen 24 Stunden, davon sagte nur eine einzige Person = 6 % Ja, sie fühlt sich sicherer, und 15 Personen = 94 % antworteten, nein, sie fühlten sich nicht sicherer.

Auf Google Plus antworteten 38 Personen, und hier antwortete gar keiner mit Ja, also alle mit Nein. Ein Kommentator bemängelte, daß ich keine Enthaltungsmöglichkeit angeboten hatte. Ja, mein Fehler.

Es wäre vielleicht sogar noch sinnvoll gewesen, explizit danach zu fragen, ob sich Leute unsicherer fühlen, denn darauf hatte ich es eigentlich abgesehen gehabt. OK, ich mach ja nicht ständig Umfragen, also verzeiht mir bitte die Nachlässigkeiten 😉

Mir war ja von vornherein klar, daß diese beiden Umfragen Statistikern nicht mal ein müdes Lächeln abringen werden. Trotzdem finde ich die Klarheit der Ergebnisse beeindruckend: Kaum jemand fühlt sich sicherer, wenn Polizisten mit Maschinenpistolen herumlaufen.

Gefragt hatte ich, weil es mir genauso geht (zur Klarstellung: Ich habe in beiden Abstimmungen nicht mitgestimmt). Mehr noch: Ich fühle mich in der Gegenwart von – insbesondere, aber nicht nur offen getragenen – Schußwaffen generell sehr unwohl, ich werde unruhig und würde am liebsten weglaufen. Dabei kommt es absolut nicht darauf an, wer die Waffe trägt und mit welcher Intention.

Eine meiner ältesten Erinnerungen dürfte dazu beigetragen haben: Ich muß wohl jünger als oder maximal 5 Jahre gewesen sein, als mein Vater Besuch von einem Bekannten bekam. Der war Polizist und kam nach dem Dienst, aber noch in Uniform und mit Dienstwaffe zu uns. Mein Vater blaffte ihn noch vor der Wohnungstüre an, daß hier ein kleines Kind rumläuft und er daher die Schußwaffe nicht in seiner Wohnung dulden werde. Der Bekannte zog daraufhin ab, und ich meine, daß er sich danach nie mehr hat sehen lassen.

Verstärkt wurde bei mir diese Abneigung gegen Schußwaffen durch – nicht lachen – eine Fernsehserie, die ich gerade derzeit wieder von DVD schaue: MacGyver. Die Folge, welche erklärt, warum sich MacGyver strikt weigert, mit Schußwaffen zu schießen oder auch nur damit zu drohen, brachte den Produzenten damals offenbar massive Kritik der National Rifle Association (NRA), dem US-amerikanischen Waffenbesitzer-Verein, ein. Aus gutem Grund: In dieser Folge spielen der junge MacGyver und drei Freunde mit einer geladenen Pistole und schießen zunächst auf Gegenstände. Als einer der Jungen auf einen Vogel zielt, schlägt ihm MacGyver die Waffe aus der Hand, die schlägt ungesichert auf dem Boden auf und es löst sich ein Schuß. Die Kugel verletzt einen der anderen Jungen tödlich.

Wikipedia sagt dazu:

Zu den ausführenden Produzenten gehörte von Serienbeginn an Stephen Downing, der vor seiner Arbeit für die Serie 20 Jahre lang Polizist in Los Angeles war. Er nutzte die Serie, um angesichts der in den USA immens hohen Zahl von Todesfällen durch Handfeuerwaffen gegen deren Benutzung einzutreten. Dazu dienten ihm die Episoden Blutsbrüder (Staffel 4), in der sich MacGyver an den schusswaffenbedingten Tod eines seiner Kindheitsfreunde erinnert, und Eine Waffe mit Vergangenheit (Staffel 6). In der zweitgenannten Episode geht es um einen Revolver, der – ähnlich wie im Mordfall Robert F. Kennedy – vor 20 Jahren einen Senator getötet hat und der, wie in den USA üblich, danach durch eine Polizeiauktion wieder in Umlauf gelangte.

(Quelle: MacGyver, Abschnitt „Produktion“; letzte Änderung der gesamten Seite: 20. November 2016 um 23:48 Uhr)

Bei keiner anderen Waffenart habe ich (ohne damit bedroht zu werden) solche Fluchttendenzen: Ein Polizeiknüppel macht mir keine Angst. Ein Messer ebenfalls nicht. Denn das sind generell Nahkampfwaffen, auch wenn man damit natürlich auch hinterrücks angegriffen werden kann.

Interessant ist ein anderer Kommentar in meiner Umfrage auf Google Plus:

+Ingo Heinscher Selbst ohne den Polizisten irgendwas zu unterstellen: Die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Unfall mit diesen Waffen gibt, ist höher, als mit einer Faustfeuerwaffe.

Ganz unabhängig davon:

Dr. Patrick Breyer (PIRATEN) sagt ganz richtig:

Natürlich. Denn was hilft es, auf den Fahrer oder in die Reifen eines schweren LKWs zu schießen, wenn der LKW in voller Fahrt ist und dann erst recht nicht mehr kontrolliert oder gebremst werden kann, nicht mal mehr vom Fahrer selbst? Dann werden wohl kaum weniger Menschen verletzt werden, oder? Wie lange dauert es, bis ein LKW zum Stehen kommt, wenn der Fahrer ihn nicht mehr kontrollieren kann, entweder weil er verletzt/getötet wurde oder weil das Fahrzeug wegen des/der zerschossenen Reifen(s) nicht mehr kontrollierbar ist?

Eben.

Der Fahndungsaufruf nach dem derzeitigen Tatverdächtigen ist übrigens beim Bundeskriminalamt zu finden: Fahndungsaufruf Amri, Anis.

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18.12.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #295

Sehr viele Besorgte Nachrichten in dieser Woche bei den Besorgten Bürgern … schönen 4. Advent noch 🙁

Armut

Autismus

Behinderung / Inklusion

„Fake-News“

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

LGBTIQ

Links und Recht

Lobbyismus

Pressefreiheit

Sexismus

Twitter-Weisheiten

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15.12.2016

Frosch - Apache-Workaround in Python

Nach mehreren Tagen in einem wirklich üblen Burnout habe ich nun wieder genug Konzentration zusammen, um an einem Programmierprojekt weiterzuarbeiten. Dabei geht es um einen Workaround für einen durchaus bekannten, acht Jahre alten Bug im Webserver apache, der nicht reproduzierbar ist und daher bislang auch nicht behoben werden kann.

Mir lief dieser Bug zum ersten Mal im Jahr 2009 über den Weg, als apache2 nach dem Upgrade von Debian Etch auf Debian Lenny plötzlich zum Speicherfresser wurde. Auch ein Wechsel des Hosts änderte daran nichts, und ich wechselte ja bis 2010 sogar zweimal.

Auf dem damals neuen Server (der jetzt mein „alter“ ist) mit 1 GB RAM schien das Problem erst mal nicht mehr aufzutreten. Dann jedoch, nach einem Kernel-Update in Squeeze, ging es wieder los (die zeitliche Nähe kann allerdings auch Zufall gewesen sein): Ich hatte wieder Spaß mit Swapping. In einer Ergänzung dazu – Spaß mit Swapping, Teil 2 – stellte ich allerdings fest, daß eine Einstellung in der Apache-Config ungünstig war und außerdem meine damals laufende StatusNet-Instanz auch gelegentlich ganz schön Last macht.

Wie auch immer; im November 2013 knallte es wieder. Die einzige Lösung schien mir ein Serverwechsel zu sein, vor allem, um mehr RAM zur Verfügung zu haben. Oder eben ein Wechsel auf nginx als Webserver. Oder beides. Zunächst kam ich aber nicht dazu, woran das ARGE nicht ganz so unschuldig ist, um das mal freundlich auszudrücken.

Irgendwann während dieser Zeit hatte mir Thomas ‚Nurbs‘ Luzat netterweise ein kleines Bash-Script geschrieben, das, über den Cron gesteuert, regelmäßig überprüfte, ob zu viele Apache-Instanzen liefen. Wenn dem so war, wurde der Apache gestoppt und wieder gestartet. Nach einiger Zeit baute ich da noch eine Wartezeit zwischen Stop und Start ein, weil die alten Prozesse offenbar nicht so schnell weggeputzt werden konnten. Das Script schien das Problem zunächst zu lösen, aber nach einiger Zeit hatte ich trotzdem wieder Überläufe.

Ich erweiterte das Script um einige Zeilen, die mir den aktuellen Systemstatus per Mail mitteilten, wenn es „knallte“ – im Prinzip das gleiche, was auch mein in den alten Blogeinträgen erwähntes Status-Script macht. Die Informationen, die ich aus den Meldungen herauslesen konnte, waren jedoch mager. Im Prinzip kam da nicht mehr als das, was ich bei einem Shell-Login während eines Überlaufs erfuhr: Ja, Apache macht wieder Überlast und frißt RAM und Swap, ja, die Load ist gut zweistellig, ja, mysql swappt lustig mit, nein, erreichbar ist nix mehr. Danke auch.

Zwischendurch experimentierte ich noch damit, mit dem Script auch mysql zu stoppen und neu zu starten, aber das änderte auch nichts. mysql geriet offenbar nur dadurch ins Swappen, weil Apache eben so viel RAM für sich beanspruchte und für andere Prozesse nichts mehr übrigblieb.

Mittlerweile habe ich für mich selbst das Problem ja gelöst, indem ich beim Wechsel auf den jetzigen Server auf apache2 verzichtete und stattdessen auf nginx umstellte. Seitdem habe ich bei mir keine Überlast mehr gesehen. Interessantes Detail ist allerdings, daß auch der alte Server, auf dem noch zwei Websites liegen – beide sind WordPress-Installationen –, jetzt keine Überlast mehr hat. Mit dem Umzug dieses Blogs hier war das Problem verschwunden. Die beiden übrigen Blogs werden allerdings kaum genutzt; eins davon ist nicht einmal für Suchmaschinen zugelassen.

Allerdings nutze ich ja die GnuSocial-Instanz auf StopWatchingUs Heidelberg, und auf demselben Server liegt auch die Plattform Besorgte Bürger, deren Blog ich wöchentlich mit Links zum Thema Rechtsextremismus etc. versorge. Auf diesem Server, der Alex Schestag gehört, läuft, zumindest derzeit noch – genau, ein apache2. Der Host ist ein Xeon mit vier Kernen und hat 32 GB RAM. Also keine Maschine, bei der man erwarten würde, daß eine Software mal eben ihre CPU-Load zum Anschlag treiben und das RAM vollaufen lassen kann.

Was soll ich sagen … Apache kann.

Alex hat dann das Bash-Script von Nurbs eingesetzt, um den Apachen auch dort zur Ordnung rufen zu können. Das endete jedoch oft damit, daß plötzlich gar kein Apache mehr lief. Das ist ja nun auch doof. Offenbar lief hier was Neues schief.

Inzwischen fand ja Anfang November die OpenRheinRuhr statt, und ich hatte es trotz gesundheitlicher Probleme geschafft, wenigstens einen Tag dort zu verbringen. Dort hatte ich dann ein längeres Gespräch mit Mechtilde Stehmann, unter anderem auch zum Thema „der alte Apache-Bug“. Status: Der Fehler tritt vermutlich nur in der Kombination apache2/php auf, wenn PHP als Modul eingebunden ist und eine gewisse Menge an Zugriffen verzeichnet werden kann. Wird PHP als CGI eingebunden, tritt er wohl nicht auf. Ein Zusammenhang mit mysql besteht nicht. Weiter ist man bislang aber auch nicht gekommen.

Mehr noch: Die Apache-Foundation selbst ist bereits auf ihren eigenen Servern über das Problem gestolpert. Dem Wiki der Foundation mit 20.000+ Einträgen wurde deshalb – weil man den Fehler ja nicht beheben konnte – ein anderer Webserver aus deren Projekten untergeschoben …

Was die Installation bei Alex anging, hatte ich derweil die Vermutung entwickelt, daß die Zeit zum Stoppen des Apachen möglicherweise nicht mit dem Intervall zusammengeht, in welchem das Bash-Script gestartet wird, nämlich alle drei Minuten. So schnell, nämlich binnen drei Minuten, konnte es nach meiner Beobachtung zumindest auf meinem alten Server gehen, um die Kiste von quasi idle auf Überlastung bis kurz vorm Stillstand zu treiben. Wenn nun das Stoppen der Apache-Instanzen länger als drei Minuten dauert, tritt die nächste gestartete Version des Scripts dem vorherigen auf die Füße, und die Start- und Stop-Befehle beider Scripte führen schließlich dazu, daß am Ende sozusagen das Stop gewinnt. Dann gibt es zwar keine Überlastung des Servers, aber eben auch keinen Webserver mehr.

Als Lösung kam ich darauf, das Script um ein Lockfile zu erweitern: Wenn Apache gestoppt wird, soll das Lockfile erzeugt werden, und wenn das Script dann ein weiteres Mal startet, während das vorherige noch aktiv ist, „sieht“ es das Lockfile und beendet sich sofort wieder, ohne einzugreifen. Wenn das laufende Script mit dem Neustarten fertig ist, wird das Lockfile wieder gelöscht.

Der kleine Haken besteht darin, daß ich nicht wirklich in bash programmieren kann. Die Bash-Scripte, die ich selbst schreibe, haben etwa die Qualität von sehr schlichten Batch-Dateien unter DOS, ohne jegliche Schleifen oder Abfragen. Ich habe es zwar noch versucht, scheiterte aber schließlich an der Syntax. Tatsächlich wäre es mit bash – so man es beherrscht – vermutlich wesentlich einfacher gewesen, meine Idee umzusetzen, aber das hilft mir ja nun nichts, wenn ich es nicht beherrsche.

In Python, das ich seit einiger Zeit lerne, habe ich das Syntax-Problem zumindest nicht. OK, da mache ich auch Syntax-Fehler, aber die haut mir der Interpreter dann bei einem Probelauf direkt um die Ohren, teils sogar mit einem Hinweis darauf, was ich ändern müßte. Also beschloß ich letzten Monat, das Bash-Script nach Python zu portieren und meine Erweiterungen dann erst einzubauen.

Das Ergebnis läuft derzeit in der Version 0.2.1 auf Alex‘ Server im Testbetrieb. Bislang warten wir da auf den nächsten Überlauf. Ich habe aber noch den Verdacht, daß ich eventuell auch die CPU-Last des Servers mit überprüfen sollte, denn auch wenn der Apache läuft, läuft er oft relativ träge. Das sollte in Anbetracht der darunterliegenden Hardware ja eigentlich nicht passieren. Aber da warten wir erstmal ab.

Derweil habe ich letzte Nacht eine nochmals erweiterte Version 0.3 mit, sagen wir, etwas eleganterem Code produziert. Insbesondere habe ich die Scriptkonfiguration aus dem Script ausgelagert und in eine eigene Konfigurationsdatei geschrieben. Außerdem ist das Logging jetzt abschaltbar. Des weiteren wird überprüft, ob ein Pfad für das Lockfile gesetzt ist; wenn nicht, ist das ein Fatal Error. Und schließlich sind die Logeinträge noch etwas genauer. Bereits vorgesehen, aber noch nicht eingebaut ist die Möglichkeit, im Falle eines Neustarts eine Mail zu versenden.

Das Problem ist, daß man das Script eigentlich nur im Produktivbetrieb testen kann. Auf meinem lokalen Apachen ist es beispielsweise – von den Grundfunktionen und einem Test auf korrekte Syntax mal abgesehen – zweckfrei, weil es hier weder PHP-Anwendungen noch erwähnenswerte Zugriffszahlen gibt. Mein alter Server hat das Problem mangels Zugriffszahlen nicht mehr, und auf dem jetzigen läuft ja kein Apache mehr. Daher wäre ich froh, wenn noch mehr Leute, bei denen der Bug auftritt, das Script testen und Feedback geben würden.

Kaputtmachen kann man damit nichts! Deshalb kann es auch bedenkenlos auf einem Produktivsystem eingesetzt werden. Benötigt werden Python 2.7 (wer auf 3.x portieren möchte – bitte gerne, ich mach das sicher auch irgendwann mal, aber vielleicht ist ja jemand anderes schneller), außerdem pip, python-dev (ja, das zieht einiges nach) und die Python-Lib psutil. Bislang läuft es nur auf Debian-Systemen; hier lokal ist das noch ein Wheezy, auf dem Server Jessie mit SysVInit, also ohne systemd. Ich würde mich sehr freuen, auch von Installationen auf anderen Distributionen zu hören!

Das Script schreibt ein eigenes Log; seit der Version 0.3 sind Pfad und Dateiname für das Logfile frei wählbar (und wenn nichts angegeben wird, wird gar nicht geloggt; aber das wäre für einen Test eher ungünstig). Die Basisfunktionen – Anlegen des Lockfiles und stoppen des Apachen bei zu hoher Anzahl von Instanzen, warten, bis alle alten Instanzen weg sind, neuen Apachen starten, Lockfile löschen – sind getestet. Dazu habe ich einfach die Anzahl der erlaubten Instanzen auf 5 runtergesetzt und das auf meinen lokalen Apachen losgelassen, der prompt gestoppt und dann wieder gestartet wurde. Auch das Logging funktioniert einwandfrei.

Außerdem habe ich bereits eine Installations-Anleitung erstellt, eine Default-Konfigurationsdatei ist vorhanden, es gibt ein ChangeLog, eine ausführlichere Beschreibung und eine ToDo (alle Textdateien in englischer Sprache).

Direkter Download: apache-watchdog.zip

Git: Das ist ein wenig komplizierter, weil ich derzeit keine Subdomains mehr anlegen kann, solange ich die Domain noch bei Netbeat liegen habe. Es gibt hier auf dem Server, wie ich im April bereits beschrieb, ein GitWeb, das ist aber nur erreichbar, wenn Ihr es in Eure Hosts-Datei eintragt:

176.9.63.237 git.atari-frosch.de

Ja, ich könnte das Projekt auch auf GitHub werfen, aber dazu wollte ich erstmal ein paar Anfangs-Probleme ausgemerzt haben. Das wird sonst vielleicht etwas peinlich. 😉 Außerdem habe ich mit git selbst noch ein paar kleine Probleme; ich muß mir da noch ein paar Sachen angewöhnen bzw. einfach öfter damit arbeiten. Zum Beispiel habe ich jetzt schon ein paarmal vergessen, vor dem commit neue Files zu adden, so’n Kleinkram halt. Aber das krieg‘ ich auch noch gebacken.

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11.12.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #294

Zum friedlichen 3. Advent noch eine große Ladung besorgniserregender Nachrichten – Besorgte Nachrichten, KW 49/2016.

Autismus

Behinderung / Inklusion

Datenschutz

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

Impfgegner

IT-Sicherheit

Kinder

LGBTIQ

Links und Recht

Qualitätsjournalismus

Twitter-Weisheiten

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05.12.2016

dictvm - Newsletter popups

These ugly fuckers. They are not funny. They're just annoying. No matter what you cram into your newsletter popup: Fuck you if you do this. You're making sure that I will never ever pay attention to your content again, because if you abuse my attention by doing shit like this, you've lost my trust in an instant.

04.12.2016

Frosch - Loggen, was iptables wegwirft

Um meine Server gegen diverse Arten von Angriffen abzusichern, habe ich fail2ban installiert und mir eine Reihe von Filtern angepaßt oder selbst neu gebaut. Anhand der Filter meldet fail2ban an iptables, welche IPs wie lange gesperrt werden sollen. Das funktioniert soweit ganz gut.

Trotzdem gibt es eine Reihe von IP-Adressen und -Ranges, die man eigentlich nicht fail2ban überlassen muß. Denn sie werden immer und immer wieder in den Filtern landen und immer und immer wieder erneut gebannt werden müssen. Von diesen IPs und -Ranges kommen nämlich ausschließlich Spamkommentare, aggressives Crawling auf Websites, Suchen nach ausnutzbaren Schwachstellen, Einbruchsversuche in Blogs, auf der Shell und in weitere Dienste sowie Spam-Mails. Also will man sie grundsätzlich blocken. Ist mit iptables auch nicht schwer. Aber …

… andererseits bin ich ja neugierig. Ich möchte nämlich dann trotzdem sehen, ob, wann und in welcher Menge von diesen IPs Kontaktversuche kommen, und mal mindestens, auf welche Ports. Zum einen könnte es ja sein, daß sie mal aufhören; dann könnte ich den Eintrag aus iptables wieder löschen, da müssen ja keine überflüssigen Einträge drinstehen. Zum anderen könnte man darüber erkennen, ob und wann sich das Verhalten dieser Hosts generell ändert, um dann mal nachzugucken, was sie jetzt treiben.

Denn ich sammle ja immer noch Daten zu Spam, Einbruchs- und Angriffsversuchen, um da mal ein Projekt draus zu basteln. Ich komme nur nicht so wirklich dazu. Derzeit jedenfalls nicht. Das hindert mich aber nicht, schonmal die entsprechenden Daten abzugrasen, denn je mehr ich habe, desto besser.

Was fail2ban an iptables schickt, loggt es selbst auch mit. Aus diesem Log erfahre ich nicht nur, was gesperrt wurde, sondern auch, wann und wie oft es weitere Versuche von diesen IPs gibt, trotz der Sperre. iptables dagegen macht das nicht, jedenfalls nicht von Haus aus. Und das wollte ich dann mal ändern.

Ich fand zwar mehrere Hinweise dazu, aber weil ich in Sachen iptables noch Anfänger bin, gab es dabei erstmal ein paar Mißverständnisse – die dazu führten, daß ich mich ein paarmal selbst aus dem Server aussperrte 😉

Nach Hinweisen vor allem von Stefan G. Lesser im Google-Plus-Thread Mal ’ne iptables-Frage: habe ich das Konstrukt jetzt aber fertig.

Zunächst einmal bekommt iptables eine neue Chain namens LOGDROP. Der erklären wir dann, was und wie wir loggen wollen (LOG). Danach wird festgelegt, daß alles, was geloggt wurde, weggeworfen werden soll (DROP). Schließlich wird eine IP-Range in die Chain geworfen, und am Schluß warten wir zur Überprüfung drauf, daß Päckchen aus dieser Range hereinkommen und, ähm, behandelt werden:

# iptables -N LOGDROP

# iptables -A LOGDROP -m limit –limit 1/min -j LOG –log-prefix "IPTables-Dropped: " –log-level 4

# iptables -A LOGDROP -j DROP

# iptables -A INPUT -s 91.200.12.0/24 -j LOGDROP

# tail -f /var/log/syslog | grep IPTables

Die Ausgaben sehen dann so aus:

Dec 4 17:16:26 seelilie kernel: [3122961.854548] IPTables-Dropped: IN=eth0 OUT= MAC=54:04:a6:8a:66:c0:00:31:46:0d:2e:19:08:00 SRC=91.200.12.97 DST=176.9.63.237 LEN=52 TOS=0x00 PREC=0x00 TTL=119 ID=24145 DF PROTO=TCP SPT=51539 DPT=80 WINDOW=8192 RES=0x00 SYN URGP=0

Also:

  • Zeitstempel
  • Systemname
  • Quelle der Meldung (hier: kernel)
  • interner Zeitstempel
  • einleitender String wie in den iptables-Anweisungen für’s Logging oben vorgegeben
  • die eigene Schnittstelle, über welche die Daten hereinkommen (hier: eth0)
  • MAC-Adresse der eigenen Netzwerkkarte und direkt dahintergeklebt (vermutlich?) die des Herkunftshosts
  • IP-Adresse des Herkunftshosts
  • IP-Adresse unseres Hosts (der kann ja theoretisch mehrere haben)
  • ein paar technische Daten
  • Protokoll TCP
  • SPT, der Port für mögliche Antworten auf dem Herkunftshost
  • DPT, der Port auf unserem Host, hier 80 = klassisches WWW ohne SSL
  • dann noch ein bißchen Technikkrams.

Für uns relevant sind Zeitstempel, IP des Herkunftshosts sowie der Zielport auf unserer Seite. Nicht ablesbar ist allerdings, was der Herkunftshost von unserem Webserver wollte.

Die hier eingetragene IP-Range eines ukrainischen VPN-Anbieters kann man übrigens wirklich bedenkenlos überall sperren, daher ist sie als Beispiel gut geeignet.

Denn aus diesem /24 kommt seit Jahren so ziemlich alles an Spam und generischen Angriffen, wofür es Bots gibt. Der VPN-Anbieter reagierte zwar vor ein paar Jahren mal auf eine Beschwerde von mir, die Reaktion schien aber vor allem darin zu bestehen, daß er von seiner Seite die IP meines (alten) Servers zeitweise in seine ausgehenden Firewall-Regeln eingetragen hatte – was heißt, daß die Bots munter weitermachen konnten. Inzwischen sehe ich sie in den Logs meines alten Servers auch wieder sehr häufig: Spamkommentare, Login-Versuche an Blog-Logins, aggressives Crawling auch auf statischen Websites usw. Dabei ist jede IP auf einen festen Job gedrillt, das heißt zum Beispiel, von der .1 und der .97 (und weiteren) kommen nur Spamkommentare, die .29 und die .113 (und weitere) versuchen sich ausschließlich an Blog-Logins usw. Bei den Login-Versuchen werden als Usernamen teilweise auch Daten vom Blog selbst verwendet, zum Beispiel der Domainname oder auch das erste Wort des Blogtitels. Die Daten wiederum haben natürlich vorher die Crawler des Botnetzes „besorgt“.

OK, das Logging ist jetzt erstmal eingerichtet. Problem ist noch, daß, wie im Thread auf Google+ aufgeführt wird, die Meldungen, da es Kernel-Meldungen sind, nur ins syslog geschrieben werden. Da gehen sie aber neben den ganzen anderen Meldungen unter, und ich will sie ja separat haben. Daher habe ich mir einen Cronjob angelegt, der ein einfaches Bash-Script aufruft. Zunächst das Script:

#!/bin/bash

grep "IPTables-Dropped" /var/log/syslog.1 | mail -s "iptables report" $mailadresse

$mailadresse ist natürlich durch die gewünschte Empfängeradresse zu ersetzen.

Und das ist der eigentliche Cronjob, wobei ich das Script sehr fantasievoll 😉 iptablesdrops.sh genannt habe:

# crontab -e

→ 45 06 * * * /root/iptablesdrops.sh

Daß das als root eingetragen werden muß, ist ja klar, ne? 🙂

Das Script soll täglich um 6:45 Uhr aufgerufen werden. Um 6:25 Uhr wird nämlich täglich das syslog rotiert, das heißt, das laufende syslog wird geschlossen und es wird nach syslog.1 umbenannt (und das vorherige syslog.1 wird zu syslog.2.gz usw.). Somit habe ich in der Datei syslog.1 jeweils das komplette syslog der vorherigen 24 Stunden. Der Vorteil, wenn ich das abgeschlossene syslog der vorherigen 24 Stunden durchsuche, besteht darin, daß ich mich nicht mit möglichen Dupes in meinem separaten Log herumschlagen muß, was mir passieren kann, wenn ich das aktuelle syslog heranziehe und da durchgreppe. Wenn bei Euch die Zeit für die logrotates eine andere ist, muß das natürlich entsprechend angepaßt werden, damit der Cronjob nicht losläuft, bevor das syslog rotiert wurde.

Ja, und wenn mir jetzt bei den Spamkommentaren, den Mailspams oder am Blog-Login etc. IP-Adressen über Wochen und Monate hinweg auffallen, dann wird fail2ban damit jetzt gar nicht mehr belästigt, sondern sie kommen direkt bei iptables in die LOGDROP-Chain.

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Frosch - Im Netz aufgefischt #293

Die Besorgten Nachrichten diese Woche wie üblich bei den Besorgten Bürgern: Besorgte Nachrichten, KW 48/2016.

Arbeit

Autismus

Autobahnmaut

Behinderung / Inklusion

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

Impfgegner

IT-Sicherheit

Kindesmißbrauch

Korruption

Pressefreiheit

Rape Culture

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27.11.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #292

Bei den Besorgten Nachrichten war einiges nachzuholen. Wir haben da noch eine, ähm, Diskussion mit dem Webserver. 😉

Arbeitsmarkt

Autismus

Bedingungsloses Grundeinkommen

Demonstrationsrecht

Hartz IV & Co.

Häusliche Gewalt

IT-Sicherheit

Kinder

LGBTIQ

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25.11.2016

Frosch - Verpeilte Klänge

Das war jetzt wieder mal so ein „wah, bin ich doof ;-)“-Moment. Letzten Monat schien mein Mikrofon plötzlich nicht mehr zu funktionieren. Nach ewigen Zeiten brauchte ich es mal wieder für ein Mumble (Internet-Telefonkonferenz). Aber ich konnte am Mixer rumklicken, wie ich wollte – da kam nix. Na gut. Also kaufte ich mir ein neues Mikrofon. Nichts teures; mit etwa 12 € lag es etwa in derselben Preisklasse wie das alte. Aber es ist offen und soll auch für Musik und nicht nur für Sprache gut sein.

Als es angekommen war, zog ich das alte Mikro ab und steckte das neue genau da ein, wo vorher das alte eingesteckt gewesen war. Ergebnis: Keine Töne. Damit war klar: Das Mikrofon ist wohl eher nicht kaputt.

Nun hatte ich bis vor einiger Zeit die Hardware-Konfiguration: Ausgang Soundkarte → PC-Boxen mit Kopfhörereingang → (bei Bedarf) Kopfhörer. Mit dem Kopfhörer, den ich im Mai gekauft hatte, arbeiteten die PC-Boxen aber nicht gut zusammen; sie leiten die Geräuschkulisse aus dem Inneren des PCs durch, so daß ich ein ständiges Flattern im Kopfhörer hatte, wenn ich leiser drehte. Ab einer bestimmten Lautstärke war das Flattern nicht mehr zu hören, aber das war dann meistens gleich zu laut. Ich brauche mein Gehör schließlich noch. Also klemmte ich die Boxen ab und schloß den Kopfhörer direkt am PC an – Problem gelöst. Nachteil: Ich habe jetzt nur noch den Mixer als Lautstärke-Regler, denn der Regler an den Boxen ist ja weg, und der Kopfhörer selbst hat gar keinen. Aber gut, damit kann ich leben.

Wenn ich verreise, ziehe ich derzeit den Kopfhörer vom PC ab und nehme ihn mit, um unterwegs im Zug Musik hören zu können, vor allem als akustische Abschirmung. Da dient mir das ältere HTC Desire, das wegen seines RAM-Mangels kaum noch als echtes Smartphone zu gebrauchen ist, als MP3-Player. Und wenn ich zurückkomme, hänge ich den Kopfhörer wieder an den PC.

Am Sonntag kam ich von einer Reise aus Heidelberg zurück, wo ich Alex im Krankenhaus besucht hatte, und steckte den Kopfhörer wieder in die Soundkarte am PC, neben das Mikrofon – mit dem Ergebnis, daß auch da jetzt nichts mehr rauskam.

Heute wollte ich nun die scheinbar defekte Soundkarte tauschen, hatte aber immerhin dran gedacht, das vorher nochmal zu testen. Ich zog also den noch laufenden Rechner nach vorne, um die Schnittstellen sehen zu können, und dann war schnell klar, wo das Problem liegt.

Dazu sollte ich vielleicht noch erwähnen, daß mein derzeitiger Hauptrechner ein Minitower ist, der neben dem Bildschirm auf dem Schreibtisch steht. Das heißt, die ganzen Schnittstellen zeigen zur Wand hin. Ja, theoretisch könnte ich die Soundkarte innerhalb des Gehäuses mit dem Panel vorn verbinden, aber ich erinnere mich dunkel daran, daß ich das beim Zusammenschrauben aus irgendwelchen Gründen nicht hinbekommen hatte. Zu kurze Kabel oder so, ich weiß es nicht mehr. Somit sind die Ausgänge der Soundkarte halt jetzt hinten. Wenn ich also was anschließen möchte, taste ich mich „blind“ an die Schnittstelle heran. Und natürlich fühlen sich die Eingänge der Onboard-Soundkarte und die der gesteckten gleich an …

Kurz gesagt, ich hatte die beiden Geräte versehentlich an die (deaktivierte) Onboard-Soundkarte angeschlossen. Stecker in die richtige Karte gesteckt, und – kaum macht man’s richtig, funktioniert’s; immer wieder erstaunlich. 😉

Dafür dröhnte mir das neue Mikrofon quasi zur Strafe gleich mal mit heftigem Rückkopplungs-Quietschen in den fast voll aufgedrehten Kopfhörer *aua* – obwohl das Mikrofon im Mixer abgeschaltet war. Als Übeltäter entpuppte sich dann der Regler für AC97. Wenn der hochgedreht ist, ist es völlig egal, ob das Mikrofon im Mixer eingeschaltet ist oder nicht, es ist auf jeden Fall aktiv (Soundkarte: Soundblaster SB Live! 5.1 [SB0060] mit SigmaTel STAC9708,11). AC97 runtergedreht, schon war alles wieder gut. Nur falls sich mal jemand bei einer gleichartigen Soundkarte über den Effekt wundert …

Jedenfalls habe ich wieder Töne, und wenn ich nächstes Mal tastend nach den Soundkarten-Eingängen suche, werde ich hoffentlich dran denken, daß es da zwei Möglichkeiten gibt 😉

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21.11.2016

OpenRheinRuhr - OpenRheinRuhr 2017 wieder in Oberhausen

Ein JippijaYheahi! – Es war ein tolles Event im November 2016 und wir danken allen Besuchern, Helfern, Speakern, Sponsoren und Ausstellern für das Interesse und die großartige Unterstützung.

Auch im nächsten Jahr werden wir wieder eine OpenRheinRuhr 2017 veranstalten!

Unsere Messe rund um freie Software findet am 04. und 05.11.2017 wieder im Rheinischen Industriemuseum Oberhausen statt. Ihr könnt euch also das erste Wochenende im November schon mal im Kalender reservieren!

Nächsten November können wir aufgrund einer weiteren Ausstellung allerdings die bisherigen Räumlichkeiten nicht für die Ausstellerstände nutzen. Wir weichen daher mit der Ausstellerfläche auf die E-Zentrale mit interessanter Atmosphäre aus.

ezentrale
Die E-Zentrale ist unsere neue Ausstellungshalle.

Wir freuen uns auf viele Besucher, interessante Vorträge sowie Aussteller, helfende Hände, Sponsoren und natürlich auf die Messe an sich!

Wenn ihr etwas dazu beitragen wollt, könnt ihr uns gerne kontaktieren: info@openrheinruhr.de

Für uns beginnt nun die besinnliche Zeit des Jahres. Nach den Feiertagen beginnen wir mit der Planung für die neuen Räumlichkeiten. In dem Sinne wünschen wir Euch und Euren Familien eine ruhige Adventszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Es grüßt euch:

Das Team der OpenRheinRuhr

orr-orga-team
Das ORRga-Team beim ersten Planungstreffen für 2017.

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20.11.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #291

Autismus

Chelsea Manning

GEMA

Gesellschaft

Hartz IV & Co.

Häusliche Gewalt

IT-Sicherheit

Kinder

Pflege

Wissenschaft

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16.11.2016

Frosch - CSU beleidigt ganz offiziell Hartz-IV-Bezieher

Manchmal gibt es ja solche Nachrichten, bei denen einem (fast) nichts mehr einfällt. In meiner Twitter-Timeline fand ich das erst heute, aber bereits vorgestern verkündete der offizielle CSU-Account auf Facebook (Screenshot via @fbanaszak und weiteren):

Die Grünen wollen: Sanktionen für Hartz IV-Schmarotzer lockern!

Die Grünen wollen: Sanktionen für Hartz IV-Schmarotzer lockern!

heißt es in der plakativen Grafik, und darüber schreiben sie noch:

Mit ihren ideologisch-verbohrten Parteitagsbeschlüssen nehmen die Grünen klar Kurs auf Rot-Rot-Grün.

Für uns gilt: Linksrutsch verhindern – Damit Deutschland Deutschland bleibt!

Das in Kombination ist so hetzerisch und asozial, daß ich mich frage: Ist das noch ’ne Partei oder kann das weg?

Es geht ja nicht nur darum, daß das C im Namen dieser, äh, „Partei“ offensichtlich überhaupt keine Bedeutung hat, sondern vor allem darum, daß auch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland für diesen Laden keine Bedeutung hat. BTW, wo ist eigentlich der Verfassungsschutz, wenn man ihn man wirklich bräuchte?

Für Betrüger gibt es das Strafgesetzbuch. In einem Gesetzbuch, das was mit „Sozial“ zu tun haben soll, haben Strafen nichts zu suchen. Das Zugeständnis des Existenzminimums ist direkt aus Art. 1 Grundgesetz Menschenwürde abgeleitet. Allein deshalb schon sind Sanktionen im SGB ein Unding, abgesehen davon, daß darüber einfache Sachbearbeiter und keine Richter entscheiden.

Übrigens, die Herrschaften von der CSU wollen sicher auch nicht zur Kenntnis nehmen, daß Straftaten der Repressionsämter von Staatsanwaltschaften nicht verfolgt, ja daß nicht einmal mit Ermittlungen begonnen wird, wenn man sie anzeigt. Aber das ist ja sicher in Ordnung, es geht ja nur gegen „Sozialschmarotzer“.

Boah, ich könnt grad … 🙁

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Frosch - Systemupdate in Blau

SMS von Blau vom 8. November:

Wichtige Neuerungen bei Blau: Lieber Kunde, wir verbessern uns und unsere Services ständig. Deswegen führen wir in den nächsten Tagen eine Systemaktualisierung durch. Was bedeutet das für Sie? Danach steht Ihnen ein neuer, verbesserter Mein Blau Bereich und eine noch übersichtlicherere Mein Blau App zur Verfügung. Weitere Infos gibt’s kurz vor der Aktualisierung per SMS. Viele Grüße, Ihr Blau Team

SMS von Blau vom 14. November, 12:55 Uhr:

Lieber Kunde, die Systemaktualisierung hat begonnen. Morgen im Laufe des Tages wird diese beendet sein. Währenddessen kann es kurzzeitig zu technischen Störungen kommen. Nach der Systemaktualisierung erhalten Sie eine Bestätigungs-SMS. Bitte starten Sie dann Ihr Handy neu. Vielen Dank, Ihr Blau Team

Vom 8. an ist für mich „in den nächsten Tagen“ aber nicht erst eine Woche später, aber OK …

SMS von Blau, 15. November, 14:02 Uhr:

Lieber Kunde, die Systemaktualisierung dauert noch an. Sie brauchen nichts weiter zu tun, bis Sie eine Bestätigungs-SMS erhalten. Ihr Blau Team

Dafür, daß sowas mal länger dauern kann als geplant, habe ich ja durchaus Verständnis, auch wenn ich davon ausgehe, daß die neuen Implementationen vor dem Rollout getestet worden sind. Aber dann kam der Kommunikations-Fail:

16. November, ca. 10:20 Uhr: Mein Smartphone zeigt an, keinen Empfang zu haben (normalerweise 4G, wenn ich zu Hause bin). Ich führe einen Neustart durch, Netz ist wieder da.

SMS von Blau, 16. November, 12:08 Uhr:

Lieber Kunde, die Systemaktualisierung ist erfolgt. Bitte Handy einmal aus- und wieder einschalten. Und alles geht wieder wie gewohnt. Ihr Blau Team

Ohne den Neustart, zu dem ich hier aufgefordert wurde, hätte ich diese SMS nicht erhalten, da ich ja kein Netz hatte. Das war ja sehr, äh, geschickt …

BTW, warum ich den Neustart meines Gerätes überhaupt durchführen soll, wenn dort beim Provider was geändert wurde, muß ich ja eigentlich auch nicht verstehen, oder?

SMS von Blau, 16. November, 13:47 Uhr:

Lieber Kunde, herzlich willkommen in unserer neuen, noch besseren Welt von Blau. Sie können sich jetzt im neuen Mein Blau Bereich unter www.blau.de/neuer-glanz registrieren. Dort gibt’s attraktive Services rund um Ihren Tarif sowie alle Infos zu Ihren Daten und persönlichem Verbrauch. Sie laden per Überweisung auf? Hier hat es wichtige Änderungen gegeben. Informieren Sie sich hierzu bitte unbedingt im neuen Mein Blau Bereich. Viele Grüße, Ihr Blau Team

Schön, daß man hinterher dann endlich mal erfährt, welche Neuerungen es denn durch das Update tatsächlich gibt. Es wäre wirklich nett gewesen, das vorher zu erfahren. Oder wußte man bei Blau im Kundenservice selbst noch nicht, was die Entwicklungsabteilung ausrollen würde?

Das mit der Kommunikation üben wir mal noch …

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14.11.2016

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi. 16.11.2016

Am Mi. den 16. November trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Diesmal wird es mehrere kleinere Vorträge geben:

  • Builder Idiom in C++11
  • Google Micro-Performance Test-Framework
  • Numerische Probleme in C++

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

13.11.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #290

Autismus

Behinderung / Inklusion

Drohnen

Kinder & Jugendliche

Hartz IV & Co.

Krankenhaus

Post

Präsidentschaftswahl in den USA

Rape Culture

Steuerhinterziehung

Türkei

Und sonst so?

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06.11.2016

Frosch - Im Netz aufgefischt #289

Was uns besorgte Bürger so beschert haben in dieser Woche, steht in den Besorgten Nachrichten, KW 44/2016.

Autismus

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Qualitätsjournalismus

Rape Culture

Tierquälerei

Ganz zum Schluß

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05.11.2016

Frosch - Wo ist die Grenze?

Mein Fallmanager (also der, der dafür zuständig ist bzw. war, daß ich aus der Statistik falle) hatte mir im Januar 2015 erklärt: „Mit der Leistungsabteilung haben Sie einfach Pech gehabt. Die sind dafür da, Ihnen den Rücken freizuhalten.“

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Rechte sind nicht nur für diejenigen da, die „Glück haben“, und dürfen genauso wenig unter den Tisch fallen für diejenigen, die „Pech haben“. Glück und Pech haben bei Grund- und Menschenrechten nämlich mal einfach gar nichts zu suchen. Aber das ist gerade nicht der Punkt.

Der Punkt ist: Repressionsämter sind nicht dafür geschaffen worden, erwerbslosen und armen Menschen zu helfen. Wer das glaubt, macht sich was vor.

Repressionsämter sind dafür geschaffen worden, billige, gehorsame, willenlose Arbeitssklaven für die Wirtschaft – speziell für Zeitarbeitsfirmen – bereitzustellen und alle anderen möglichst unauffällig hinten runterfallen zu lassen. Repressionsämter sind dazu da, der gewollten Zwangsverarmung nach außen hin einen sozialen Anstrich zu geben, aber nach innen alles, was dafür nötig wäre, abzuwimmeln und zu ignorieren. Repressionsämter sind dazu da, den Gemeinden, dem Staat und der Bundesarbeitsagentur Geld zu ersparen.

Nun höre ich, die Leute dort hätten ja auch keine andere Wahl, die müßten halt ihre Vorgaben erfüllen.

Nein. Einfach nein.

Vor einem Jahr schrieb ich in Systematische Menschenverachtung:

Und ich sage es nochmal: Wer in einem Repressionsamt arbeitet, weiß, was er tut und wofür er sich hergibt: Für systematische Menschenverachtung, gewollt von asozialen, faschistoiden Bundesregierungen.

Sorry, es gibt Jobs, die macht man einfach nicht. Telefonspam („Kaltakquise“ bzw. „Cold Calls“), „Klinkenputzen“ und Sachbearbeiter in Repressionsämtern gehören für mich klar dazu. Wer ein Gewissen hat, macht es einfach nicht. Jedenfalls nicht, solange das Zwangsarbeits- und Zwangsverarmungsgesetz („Sozialgesetzbücher“) nicht mit dem Grundgesetz kompatibel, die Sanktionen nicht abgeschafft sind und die ARGEn den primären Auftrag, Menschen in Arbeit zu vermitteln oder sie dafür fit zu machen, nicht erfüllen können/wollen/dürfen.

Niemand muß da arbeiten. Niemand muß sich dafür kaufen lassen, andere zu schikanieren, zu belügen und Lügen über sie zu erzählen (gegenüber Gerichten und anderen Behörden bis hin zu Anwälten und Journalisten), ihre Unterlagen zu „verlieren“ (das StGB nennt das Unterschlagung), zu beleidigen, zu verhöhnen, zu Straftaten zu nötigen, Statistiken zu fälschen und sie alles in allem zu entmenschlichen. Am besten, bis sich die Delinquenten selbst aufgeben:

Und es hilft auch nicht, sich darauf zu berufen, daß es da doch auch nette Mitarbeiter gäbe. Nett ist hier mal wieder die kleine Schwester von Scheiße. Sie rechtfertigen den Rest: Schaut her, es sind doch nicht alle so. Daß die wirklich engagierten Mitarbeiter, die tatsächlich den Anspruch haben, Menschen unterstützen zu wollen, da schnell geschaßt werden, fällt dabei unter den Tisch.

Übrigens kann man jemandem auch sehr nett sagen, daß man ihm jetzt einfach mal die Existenzgrundlage entziehen wird. Das sind alles keine Argumente (und dann sind wir auch wieder beim „Glück“ oder „Pech“ haben, wie eingangs konstatiert).

Es wäre so einfach: Wenn alle Angestellten von Repressionsämtern sich endlich mal vor Augen führen würden, was sie anrichten, statt sich selbst zu belügen und mit kognitiver Dissonanz zu beruhigen, um den eigenen Arsch im Warmen zu haben, müßten sie alle schreiend aus den Ämtern rennen, entsetzt über sich selbst, und nie wieder zurückkehren. Dann hätte der Gesetzgeber so ein kleines Problem und müßte sich endlich mal Gedanken machen.

Es ist ganz offensichtlich, daß bei den ARGEn und anderen Repressionsämtern gezielt Menschen eingestellt werden, die kein Gewissen haben (oder es nicht benutzen), nichts hinterfragen und immer schön brav allen Anweisungen von oben gehorchen. Die Ausrede „ich habe nur meine Anweisungen befolgt“ zieht aber schon länger nicht mehr; es ist dieselbe Ausrede, die KZ-Wächter und Wehrnachtssoldaten brachten, als die Alliierten dem letzten Weltkrieg ein Ende machten.

An dieser Stelle wird mir immer mal wieder vorgeworfen, ich würde den Holocaust kleinreden. Nein, mache ich nicht. Denn der nicht hinterfragende Gehorsam ist es vor allem, den ich anprangere. Wenn wir sagen, wir wollen nie wieder Faschismus, dann müssen wir seine Grundlagen – Ausgrenzung, Stigmatisierung, Entzug von Grundrechten, aber auch gewissenlosen Gehorsam – erkennen und dagegen angehen. Und damit erinnere ich mal wieder an diesen Tweet von vor fast zwei Jahren:

Heute sind die Gehorsamen „nur“ damit beschäftigt, „überflüssigen“ Menschen die Existenzgrundlage zu entziehen und sie obdachlos und krank zu machen. Aber womit würde die Grenze gezogen, damit diese Menschen ihr Gewissen entdecken? Wenn Arbeitslager (die man heute sicher anders nennen würde) gebaut werden und sie die Erwerbslosen ihrer Wohnung berauben und sie dort hinschicken müssen? Oder erst dann, wenn die Erwerbslosen zu ihrer persönlichen Erschießung vorgeladen werden sollen?

Wo ist die Grenze, wenn es keinen harten Übergang von einem zum anderen gibt, sondern, wie bereits in den vielen kleinen Änderungen des SGB und dazugehöriger Gesetze erkennbar, immer schön klein-klein Stück für Stück die Menschenrechte auf den Müllhaufen geworfen werden, damit’s nicht so auffällt?

Ab wann haben zu viele „Pech gehabt“, damit sich was ändert?

Wo ist die Grenze?

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04.11.2016

OpenRheinRuhr - Verlosung auf der OpenRheinRuhr

Gewinne, Gewinne, Gewinne: Auch in diesem Jahr wollen wir unter allen Besuchern der OpenRheinRuhr wieder einige Geschenke unserer Sponsoren verlosen.

Die Verlosungsrunden finden am Samstag um 18:00 Uhr und am Sonntag um 12:20 Uhr jeweils im Foyer statt. Bringt bitte eure Eintrittskarten mit, denn anhand der Ticketnummern werden wir die glücklichen Gewinner ermitteln.

Ihr könnt euch zum Beispiel auf attraktive Preise von HostSharing e.G. und interessante Sachbücher von den Verlagen dpunkt und O'Reilly freuen. Außerdem verlosen wir weitere tolle Gewinn-Spenden unserer Sponsoren.

oreilly-2016    dpunkt-verlag

Hostsharing e.G.     gfu-cyrus-ag

Die Termine zur Verlosung also noch schnell in Eure Kalender eintragen!

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Frosch - Ressourcen

Der SackOhneSenf schrieb als Kommentar unter der vorletzten wöchentlichen Linksammlung:

Gerade weil die Idee nicht neu ist, habe ich mich stark gewundert. Das Zeit Argument kann ich auch nur sehr bedingt verstehen.

(Kurz: Es ging darum, warum ich eine schon länger existierende Idee für eine Software nicht umsetzen kann, obwohl ich durchaus über die dafür notwendigen Kenntnisse verfüge.)

Ja, das mit den Ressourcen. Der Zeit. Den Löffeln. Vielleicht sollte ich dazu doch mal ein paar Zeilen schreiben, warum ich immer mal wieder so ausgebrannt bin.

Mir ist die Löffeltheorie („Spoon Theory“) als Erklärungsmodell ja generell etwas zu grob. Oder auch: generell etwas zu generell. 😉 Trotzdem bietet sie einen guten Ansatzpunkt.

Zusammengefaßt geht sie davon aus, daß Menschen mit Krankheiten oder Behinderungen auch häufig eingeschränkte Ressourcen haben. Das gilt längst nicht nur für Menschen mit Lupus, wie die Autorin der Theorie. Diese eingeschränkten Ressourcen müssen also anders verteilt werden als bei nicht behinderten bzw. gesunden Menschen, damit man damit einigermaßen klarkommt, und manchmal – oder auch mal öfter – müssen Aktivitäten einfach wegfallen, auch wenn sie noch so sinnvoll und/oder notwendig erscheinen.

Das Problem dabei ist, daß wir nicht unbedingt selbst über die Einteilung unserer Ressourcen bestimmen können. Bei denjenigen, die eine bezahlte Arbeit haben, bestimmt einen wesentlichen Teil davon der Arbeitgeber. Bei denen, die keine haben, bestimmt einen wesentlichen Teil das ARGE. Bei denen, die Kinder haben, spielen deren Bedürfnisse eine wesentliche Rolle. Und so weiter. Und damit fangen die Probleme an – Probleme, die am Ende unausweichlich in eine Überforderung führen, die wiederum weitere Ressourcen frißt, bis zum Zusammenbruch. Unter Umständen immer und immer wieder.

Soviel zum allgemeinen Teil. Bei mir persönlich sieht das so aus: Meine Ressourcen für die Erledigung von Aufgaben schwanken stark und werden von mehreren Faktoren weiter eingeschränkt. Die Schwankungen beginnen bereits auf der Ebene der alltäglichen Aufgaben, die für die meisten Menschen nichts besonderes sind. Wenn es schon auf dieser Ebene hakt, ist natürlich für zusätzliche Aufgaben kaum noch Kapazität vorhanden.

Die einschränkenden bzw. Ressourcen raubenden Faktoren sind unter anderem:

  • der menschenverachtende Umgang der Düsseldorfer Repressionsämter und deren regelmäßige Versuche, mich um jeden Preis aus ihren Statistiken zu kicken, sprich, meine Existenz zu vernichten, und das seit 16 Jahren,
  • die damit verbundene ständige Unsicherheit und nicht planbare Zukunft,
  • die generelle Ansage von Repressionsämtern, daß ich gefälligst auf Grundrechte verzichten und Gesetze brechen soll, wenn ich weiterexistieren will (existieren, nicht leben im Sinne von teilhaben),
  • die damit zusammenhängende, aufgezwungene Armut bis hin zum gelegentlichen vollständigen Entzug der Existenzgrundlage,
  • dazu meine Reizfilterschwäche,
  • eine generell laute Umgebung, die ich auch nicht ohne weiteres verlassen kann,
  • und meine starke Empathie. Also die, die ich als Autist ja angeblich gar nicht haben kann.

Auch Ereignisse, mit denen ich gar nicht so direkt zu tun habe, haben durch Letzteres ihren Anteil. Zum Beispiel die Türkei, die gerade zu einer Diktatur umgebaut wird und auch schon Kriegsgeschrei anstimmt, als ob Erdoğan unbedingt zum türkischen Hitler werden möchte. Da stinkt es schon nach Bürgerkrieg und Krieg generell, wenn der Typ von früheren Grenzen der Türkei redet. Das kann uns hier letztlich auch treffen, direkt oder indirekt.

Oder die Menschen, die auf der Flucht im Mittelmeer ertrinken, weil wir ihnen keine sichere Passage ermöglichen, und die, die in Aleppo und anderswo zerbombt werden. Solche Ereignisse lassen mich nicht kalt und nehmen mir Kapazitäten allein dadurch, daß ich mich davon abgrenzen muß – mit dem Wissen, daß man es eigentlich nicht sollte. Aber wenn ich es zulasse, daß ich mir darüber tiefere Gedanken mache, würde mir das noch mehr Ressourcen nehmen.

Was ich nicht als direkten Faktor erwähne, obwohl sie natürlich zusätzliche, eigene Wirkung entfalten, sind die Depressionen. Denn die sind zwar wohl (zumindest zeitweise) eine zusätzliche Einschränkung, aber vor allem als Symptom zu werten, das zurückgehen bzw. sogar ganz aufhören würde, wenn meine bzw. die Gesamtsituation eine menschenfreundlichere wäre. So, wie die Schmerzen nachlassen und irgendwann ganz weggehen, wenn eine Wunde heilt.

Es gibt Zeiten, da komme ich einigermaßen klar (aber auch nur einigermaßen; fragt mal besser nicht nach meinem Haushalt). Da kann ich Ressourcen auch mal für Projekte freisetzen, für Ideen, für Kreatives. Und dann wieder genügt es, aus dem Bett aufstehen zu müssen, und die Ressourcen für den Tag sind weg.

Ich habe es wohl allein meinen starken Routinen zu verdanken, daß ich an solchen Tagen manchmal nicht einfach liegenbleibe. Den gleichen Routinen, die solche Tätigkeiten wie Duschen, Anziehen, Frühstücken, PC einschalten möglich machen, und die mir wiederum routinemäßige Tätigkeiten am PC erlauben. Aber auch die nagen dann wieder an den Rest-Ressourcen, und da passiert es schonmal, daß ich mich nach wenigen Stunden nochmal hinlegen muß.

Nach außen sage ich dann häufig nur: Ich habe keine Zeit oder Kapazität für $Aufgabe. Nur ist die genauere Erklärung dann meist schon wieder zu anstrengend (vor allem verbal) bzw. führt zu Diskussionen, in denen mit Abwertungen meiner Person meist nicht gespart wird. Und den wenigen Menschen, die meinen Hintergrund besser kennen, brauche ich nichts zu erklären, denn sie können diese Ansage schon richtig einordnen.

Was die Sache richtig kompliziert macht, ist, daß Aufgaben, die ich aus Kapazitätsgründen nicht angehen kann, ja nicht einfach verschwinden. Aussitzen funktioniert da eher selten. Dafür kommen immer neue dazu. Habe ich mal mehr Ressourcen, dann versuche ich oft, alle diese Rückstände auf einmal aufzuholen, oder so viele wie möglich davon – was früher oder später wieder zu Überforderung führt.

Die Entscheidung, was mir wann wichtig zu sein hat, treffen dann oft andere, meistens Repressionsämter. Damit bleibt für die Nutzung der bestehenden, eingeschränkten Ressourcen für eigene Dinge, die mich wirklich weiterbringen, kaum noch Raum. Schaffe ich dann wirklich mal was, kommt entweder die Überforderung hinterher oder das ARGE. Oder Alt-Gläubiger aus 2002, als mich das faschistische Repressionsamt in die Überschuldung und fast in die Obdachlosigkeit getrieben hatte. Oder Notwendigkeiten wie neue Brillengläser, Ersatz defekter Gebrauchsgegenstände usw. bei quasi ständigem, vom asozialen Gesetzgeber gewollten Geldmangel. Oder alles zusammen.

Was mich weiterbringt, was wirklich sinnvoll wäre, bleibt meistens liegen, weil’s nicht reicht.

Wie fühlt sich das nun an, wenn die Ressourcen fehlen?

Vor ein paar Tagen versuchte ich, eine Website mitsamt Blog auf einen anderen Server umzuziehen. Eigentlich eine normale Aufgabe für einen Sysadmin. Ein Detail dabei ist nur anders als bei bisherigen Umzügen dieser Art, wie ich sie schon mehrfach durchgeführt habe. Und der Umzug beinhaltet auch, die Konfigurationsdatei neu zu schreiben, weil der Zielserver Nginx als Webserver hat und der Herkunftsserver Apache; durch das eben erwähnte „kleine Detail“ kann ich auch nicht einfach die Konfiguration einer anderen, bereits dort befindlichen Website 1:1 kopieren. Aber selbst das wäre im Normalfall kein Problem gewesen, es hätte halt nur länger gedauert.

So saß ich vor dieser Konfigurationsdatei, während meine Konzentration völlig im Eimer war. Alle Versuche, das Problem einzukreisen und dafür eine Lösung zu finden, landeten buchstäblich an einer Mauer. Ich konnte die (relativ kurze) Konfigurationsdatei nicht im Zusammenhang erfassen. Es. Ging. Einfach. Nicht.

Schließlich aktivierte ich die Website mitsamt Blog wieder auf dem alten Server. Noch war ich ja nicht so weit gewesen, daß ein Zurück neue Probleme hätte aufwerfen können. Andererseits: Wenn ich einmal so weit bin, daß es kein Zurück mehr gibt, sind dann auftretende Probleme im allgemeinen relativ einfach zu lösen. Da kann dann nicht mehr viel passieren außer vielleicht, daß ich irgendwo Dateirechte falsch gesetzt hätte oder so.

Diese Situation zeigt dann auch sehr schön auf, warum Gutachten über die Arbeitsfähigkeit eines Menschen im allgemeinen für die Tonne sind. Da wird nämlich eben nicht sowas nachgesehen, sondern nur, ob die technischen Fähigkeiten vorhanden sind. Und erst recht interessiert man sich einen Dreck dafür, was nötig wäre, um die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Menschen zu ermöglichen bzw. zu eruieren, wovon diese Leistungsfähigkeit eingeschränkt wird. Denn sie wird ja nicht einmal gemessen.

Noch ein Punkt: Ja, ich hatte diese Probleme in früheren Jahren nicht oder nicht in diesem Maße. Das Alter spielt daher sicher auch noch eine Rolle. Auch wenn es sich für mich nicht so anfühlt: Ich gehe nunmal auf die 50 zu.

Das Zynischste daran ist ja, daß das ARGE mir die zum Großteil von ihnen selbst und dem faschistischen Repressionsamt verursachten Einschränkungen dann auch noch dazu mißbraucht, mich in die Rente drücken zu wollen, statt dabei zu helfen, meine Kapazitäten vollständig zu erschließen und sie sinnvoll zu nutzen. Das wäre zwar offiziell ihre Aufgabe, aber das mit dem Fördern bei „Fördern und Fordern“ war ja von vornherein nur Augenwischerei und sollte offensichtlich nie umgesetzt werden. Und Grundrechte sowie UN-Konventionen spielen bei Repressionsämtern sowieso keine Rolle. Was dann wiederum, kapazitätsmindernd, neue Depressionen verursacht, weil man sich nicht mehr als Mensch fühlen darf …

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OpenRheinRuhr - Vorbereitung auf die ORR 16

Die Vorbereitung und der Aufbau der OpenRheinRuhr 2016 laufen auf vollen Touren.

Die Netzwerker bereiten das Netzwerk vor und die Einkäufer für das Catering waren bereits unterwegs. Auch in diesem Jahr wird auf der OpenRheinRuhr  keiner verhungern oder verdursten.

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01.11.2016

OpenRheinRuhr - Aussteller der OpenRheinRuhr: metasfresh

metafresh Logometasfresh ist eine freie und quelloffene Standard ERP Cloud Plattform, die Dienstleistern und Endanwendern ermöglicht individuelle und angepasste Unternehmenslösungen zu erstellen. Die Plattform ist mit dem bereits enthaltenen Funktionsumfang in mittelständischen Unternehmen mit über 80 Mio Jahresumsatz im Einsatz. Seit der Veröffentlichung von metasfresh auf GitHub im September 2015, hat die Community Aktivität stetig zugenommen und ist gemessen an commits pro Monat mittlerweile eines der aktivsten Open Source ERP Projekte weltweit.

Am Stand von metasfresh zeigen wir ganz praktisch wie Du es für Dich einsetzen kannst, um z.B. Stunden oder Supportverträge abzurechnen oder andere ERP-typische Probleme zu lösen.

metasfresh wurde nach einem friendly-fork von ADempiere v3.54 durch zahlreiche branchenspezifische Projekte im
Mittelstand entwickelt und erstmalig im September 2015 auf GitHub veröffentlicht. In der bereits zehn
Jahre andauernden Entwicklung wurden 80% des ursprünglichen ADempiere Codes neu geschrieben und um eine Vielzahl von neuen Funktionen erweitert.

metasfresh ERP ist eine unter der GPLv2/ GPLv3 lizenzierte, kostenfreie Open Source ERP Plattform mit 3-tier Architektur bestehend aus Frontend, Anwendungsserver sowie einem DBMS. Ein Enterprise Service Bus und eine REST-API bieten zusätzlich viele Möglichkeiten zur Integration von externen Systemen.

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31.10.2016

OpenRheinRuhr - Rheinisches Industriemuseum mit Führung inklusive bei der OpenRheinRuhr 2016!

img_3715-meWie jedes Jahr berechtigt die Eintrittskarte zur OpenRheinRuhr auch 2016 wieder zum Eintritt in die Industrieausstellung des "LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg", also des Rheinischen Industriemuseums - RIM in Oberhausen.

Als Besonderheit dieses Jahr können wir euch zwei Führungen durch die Dauerausstellung bieten, eine am Samstag der ORR 2016 um 15:00 Uhr und eine am Sonntag um 10:00 Uhr. Die Führungen werden in ca. 1 1/2 Stunden über die Industrialisierung mit ihren Folgen, positiv wie negativ informieren. Wir haben jeweils 20 Plätze pro Führung. Bitte tragt euch entsprechend in das folgende Doodle ein:

Doodle Führungen durchs RIM OpenRheinRuhr 2016

Die (ehemalige) Zinkfabrik Altenberg ist ja nur ein Museum der LVR-Industriemuseen; wenn es euch interessiert, plant doch auch mal einen Besuch in den anderen. Sicherlich (nicht nur) eine Option an einem grauen Herbst- oder Wintertag. Mehr Infos auf der Homepage des LVR-Industriemuseum.

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dictvm - Signing PDFs in a world without printers and Macs

Signing PDFs in a world without printers and Macs

I always hated printing. Now that I've moved my office, I don't have the option of printing something right now, because there's no working printserver yet. I'd also rather not fall back to printing out stuff just to then scan it in order to add a signature to a document. That just feels wrong.

Recently I switched from using a Macbook Pro to a Chromebook Pixel and I am no longer able to use the wonderful feature of Preview.app where you hold your signature into the iSight and it transforms it into a vectorized signature that you can add to any PDF you desire. So, after trying a few online services, I found HelloSign to work quite well. They don't require a Chrome extension, offer 3 signatures for free per month and support logging in using a Google account: You select a PDF from your Google Drive and add a signature using either a pen or your fingers on either the touchpad or a touchscreen. You can modify the signature's size and put it wherever you need it to be.

Because Google still doesn't allow you to limit the scope of Google Drive-access to 3rd parties, I've removed their Google Drive-access after using their service, just to be sure. If you're not into using Google services, you can also just create a new account and upload a local file using your browser.

30.10.2016

OpenRheinRuhr - Last Orders im OpenRheinRuhr Shop

tasse-ausschnittNach den Erfahrungen aus den letzten Jahren machen wir den Shop der OpenRheinRuhr diesmal schon am 01.11.2016 um 23:59:59 Uhr zu.

Hintergrund ist, dass ansonsten die Überweisungen der Besteller nicht mehr rechtzeitig bei uns eingehen und wir am Veranstaltungswochenende dann keine Zuordnung machen können ob die Artikel bezahlt wurden.

Daher also

Last Orders

Wer sicherstellen will, dass er noch eine Flatrate - Tasse bekommt und vor Ort nicht leer ausgeht sollte sich beeilen und vor dem 02.11.2016 im Shop bestellt haben.

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Chaosdorf e.V. - 0h gamejam 2016: The Day After

Der 0hour GameJam ist vorbei und die 7 Teilnehmer haben in 0 Stunden 5 Spiele geschaffen.

Spiele

Alle Downloads auf einen Blick.

gglyptodon & frogsicle

not_pogo

  • Spielname: NotPogo
  • Technologie/Framework: Vanilla Python 3.X
  • Kategorie: text based, Quiz
  • Status: spielbar
  • Link: Download
  • Beschreibung: Entscheide auf Basis von 20 Wörtern ob die angezeigte Aussage von einem “Politiker” stammt oder mit Hilfe eines Markov-Modells erstellt wurde.

PlantAndPlay (PlantProgrammer)

time-shift

  • Spielname: Timeshift
  • Technologie/Framework: Unity3D
  • Kategorie: Geschicklichkeit, Wirtschaftssimulation
  • Status: spielbar
  • Link: https://plantandplay.itch.io/timeshift oder Download (Windows)
  • Beschreibung: Hilf Bob durch das Manipulieren der Zeit an seinem letzten Arbeitstag möglichst viel Geld zu verdienen ohne einen Burnout zu bekommen.

tao

candy-defender

  • Spielname: Candy Defender
  • Technologie/Framework: Unity3D
  • Kategorie: Geschicklichkeit, Wirtschaftssimulation
  • Status: spielbar
  • Link: Download (Windows)
  • Beschreibung: Verteidige deine Süßigkeiten gegen die gierigen Hände aus dem Norden (und Osten, Westen, Süden)!

bison

dont-blink

  • Spielname: Don’t Blink
  • Technologie/Framework: Unity3D
  • Kategorie: Geschicklichkeit, Survival Horror
  • Status: spielbar
  • Link: Downloads (Windows, Linux, Mac)
  • Beschreibung: Finde den Weg durch das Labyrinth und weiche den Engeln aus. Aber das wichtigste: Schau sie immer an, nicht einmal blinzeln!

Anonymous

  • Spielname: emojianalysis
  • Technologie/Framework: Vanilla Python 3.X, ncurses
  • Kategorie: text based, Quiz
  • Status: spielbar
  • Link: Download
  • Beschreibung: Entscheide anhand von Fragmenten, wer der richtige Author des Textes ist. Je länger du brauchst, desto weniger Punkte gibt es.

 

Danke

Durch die moralische und versorgungstechnische Unterstützung von unter anderem operative und fuchs, konnten sich die Hosts, als auch die Teilnehmer auf DIE Aufgabe konzentrieren: Ein Spiel in der unmöglichen Zeit von 0 Stunden zu schreiben.
Dieses mal wurde sich eher an klassischen und bekannten Technologien orientiert, was dem Spaß am Spiel nicht im Geringsten geschadet hat. Es wurde nur deutlich weniger geflucht ;)

Fazit

Den 0hour Gamejam wird es allem Anschein nach auch nächstes Jahr wieder geben, womit er sich zu einer festen Chaosdorf Veranstaltung etabliert hat.

Frosch - Im Netz aufgefischt #288

Der übliche Hinweis: Besorgte Bürger: Besorgte Nachrichten, KW 43/2016.

Autismus

Behinderung / Inklusion

Facepalm der Woche

Gesundheit

Hartz IV & Co.

IT-Sicherheit

LGBTIQ

Mobbing

Piratenpartei

Rape Culture

Tierquälerei

Twitter-Weisheiten

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28.10.2016

OpenRheinRuhr - Vortragsteaser #6: Die Maus, Mitmachen, IoT und IT in kleinen Unternehmen

WIllkommen zum sechsten Vortragsteaser der OpenRheinRuhr 2016! Unsere Veranstaltung lebt nicht nur von harten Fachthemen, sondern auch von weichen, breit gestreuten Beiträgen. Heute stellen wir Euch vier interessante Beiträge vor, die die Themen Publikum und Partizipation ansprechen. Wie sprechen wir fachfremdes Publikum an? Wie ist die Aussenwirkung von IT in kleinen Unternehmen? Wie verkleinern wir die Einstiegshürden für Anwender beim Mitmachen bei Open Source Projekten und wie vermitteln wir komplexe Themen wie IoT?

Das Gesamtprogramm kann auf der Vortragsseite eingesehen werden.

Organisatoren von Veranstaltungen kennen Ihr Programm, Ihre Zielgruppen und bemühen sich, diese optimal aufeinander abzustimmen. Was jedoch, wenn man sein Programm oder die Informationen, die man vermitteln möchte, einem völlig unbekanntem Publikum interessant vortragen möchte? Monochromec berichtet in seinem Vortrag "Linux Presentation Day mit der Maus" über seine Erfahrung in der Organisation dieses Events im Zuges des Maus-Türöffner-Tages des Westdeutschen Rundfunks und sucht mit Euch den aktiven Erfahrungsaustausch.

IT-Dienstleister und Administratoren haben es in kleinen Unternehmen häufig nicht einfach. Obwohl es das Buzzword "Digitale Transformation" mittlerweile sogar in die Bundespoiitik geschafft hat, wird dort häufig meist über Großunternehmen gesprochen; kleine und mittelständische Betriebe bekommen wenig Aufmerksamkeit und Dienstleister und Administratoren stehen in diesen Betrieben ständig unter Rechtfertigungszwang. In seinem Beitrag "Ich habs satt - Die Leiden eines Sysadmins im Umfeld kleiner Unternehmen" erzählt Stefan Schäfer von 20 Jahren Arbeit an der deutschen Wirtschaftsbasis.

Das Thema "Internet of Things" polarisiert die Gesellschaft. Haushaltsgeräte und Alltagsgegenstände werden vernetzt und durch Software plötzlich neuen Obsoleszenz-Zyklen ausgesetzt. Wo früher erst dann neu gekauft wurde, wenn es kaputt war, muss man sich nun überlegen, ob man einen neuen Toaster möchte, weil es für den alten keine Updates mehr gibt. Klingt seltsam? Wolgang Romey erzählt Euch in seinem Vortrag "Nachhaltige IT - eine Illusion?" von der aktuellen Entwicklung und was auf uns zu kommt.

Open Source Projekte leben von der Beteiligung Ihrer Anwender, jedoch empfinden Anwender die Hürden zum Mitmachen häufig als zu hoch: "Ich kann doch gar nicht programmieren" ist hier eines der häufigsten Stichworte. Jedoch muss man kein Programmierer sein um an der Entwicklung teil zu haben; es gibt in jedem Projekt genug Aufgaben, die mit mehr oder weniger hohen Aufwand auch von Laien übernommen werden können. Dirk Deimeke trägt in "Mitmachen bei und lernen von Open-Source-Projekten" vor, wie man helfen kann, wo man beginnt und wie man Leute animiert.

Über die OpenRheinRuhr: Die OpenRheinRuhr ist eine Messe mit Kongress rund um das Thema „Freie Software“. Die OpenRheinRuhr 2016 findet am 5. und 6. November 2016 im Rheinischen Industriemuseum in Oberhausen statt.

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27.10.2016

Frosch - Zusammenhänge

Beim Durchstöbern des Polizeitickers fällt auf, daß sich gefühlt etwa die Hälfte der Meldungen um Einbrüche, Aufbrüche, Diebstähle, Raub und Betrug drehen. Die Polizei führt derzeit bundesweit eine Kampagne „Riegel vor“ durch, um darüber zu informieren, wie Hausbesitzer, Wohnungs- und Ladenmieter ihre Räume besser schützen können. Außerdem fordern Innenpolitiker „natürlich“ mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum, auch gegen Diebstähle und Überfälle.

Über die Ursachen dieser Steigerungen macht sich dabei offenbar niemand Gedanken, zumindest nicht öffentlich wahrnehmbar. Denn Menschen kommen ja nicht von alleine auf die Idee, den Unterschied zwischen „mein“ und „Dein“ zu ignorieren und sich das Eigentum anderer oder deren Geld anzueignen. Oder das zumindest zu versuchen. Ich habe mir da so meine eigenen Gedanken gemacht.

Denn gleichzeitig wird seit Jahren bereits darüber informiert und davor gewarnt, daß größere Gruppen von Menschen immer ärmer werden, und zwar durch die Politik der asozialen Bundesregierung. Die primären Wirkungen sieht man bei den Pfandflaschensammlern, bei Kindern, die auf Teilhabe verzichten müssen usw.

Bereits auf die erste indirekte Auswirkung wird kaum noch geachtet, nämlich eine immer stärkere Belastung des Gesundheitssystems, weil zwangsverarmte Menschen krank gemacht werden und auf der anderen Seite die, die sich kaputt arbeiten, ebenfalls öfter krank werden.

Depression ist dabei offenbar eine der häufigsten Probleme bei Erwerbslosigkeit bzw. Arbeitslosigkeit erhöht die Depressionsgefahr. Was im verlinkten Artikel nicht erwähnt wird, ist der Umstand, daß die ARGEn ihren Teil dazu tun, um das Selbstwertgefühl der Zwangsverarmten zu drücken und ihnen jegliche Zukunftsperspektive zu nehmen. Man verliert dort seine Menschenwürde und wird zum „Fall“, den es loszuwerden gilt, egal wie.

Ich kann mir jetzt – völlig subjektiv – gut vorstellen, daß Menschen, die keine reguläre, legale Arbeit (ohne Aufstockerei) finden, sich dieser krankmachenden Schikane entziehen wollen. Oder daß Erwerbslose, die erkennen, daß mit Hartz IV keine Teilhabe vorgesehen und möglich ist, sich einen nicht legalen Zuverdienst suchen, der die Teilhabe dann eben trotzdem ermöglicht.

Das habe ich auch schon gemacht. Die Strafe war, über ein Jahr lang unterhalb des Existenzmininums zu „leben“. Wegen etwas, was ich seit 1. August dieses Jahres legal machen kann, zu jener Zeit aber noch kriminalisiert wurde. Ich habe damit immer noch kein Problem und empfinde keine Reue dafür, daß ich am Leben teilhaben wollte, auch wenn das Zwangsarbeits- und Zwangsverarmungsgesetz (SGB) mir das verbot. Für mich war und ist das eine Form von Notwehr.

Die Grenze, die Menschen dafür bereit sind zu überschreiten, unterscheidet sich natürlich. Ich habe auf eBay verkauft und für eine Online-Zeitung geschrieben. Damit habe ich erstmal niemandem geschadet. Die Richterin meinte zwar, ich hätte „den Staat“ geschädigt, aber war seltsamerweise nicht daran interessiert, zu hören, inwieweit dieser „Staat“ mich bereits geschädigt hatte.

Andere sind dann wohl nicht so zimperlich. Damit das klar ist: Ich will Einbrüche, Diebstähle etc. nicht beschönigen und schon gar nicht rechtfertigen. Da gehen ja nicht nur teils wertvolle Gegenstände und/oder Geld verloren, es kann auch psychische Folgen für die Opfer haben, insbesondere bei Wohnungseinbrüchen, wenn die Täter alles durchwühlen. Und wer mal auf der Straße überfallen wird, hat danach möglicherweise auch ein anderes Sicherheitsgefühl.

Für mich ist das eine andere Kategorie als ein (kleiner!) Zuverdienst, der so eigentlich niemandem schadet oder vielleicht sogar anderen nützt, ohne daß ich tatsächlich jemandem etwas wegnehme.

Worum es mir geht: Ich wünsche mir eine wissenschaftliche Untersuchung, die aufzeigt, ob und inwieweit die Steigerung der Einbrüche und Diebstähle mit der systematischen Zwangsverarmung einhergeht. Denn ich vermute stark, daß es da einen Zusammenhang gibt.

Natürlich kann man darüber aufklären, wie man seine Wohnung, sein Fahrrad, sein Auto etc. sichert. Dann nehmen Diebe und Einbrecher halt die bzw. das nächste. Damit wird das Problem aber nur von denen, die sich die Sicherung leisten können, verschoben zu denen, die sie sich nicht leisten können.

Die eigentlichen Ursachen werden damit nicht beseitigt. Wer eine legale Zukunftsperspektive hat, der muß nicht gegen Gesetze verstoßen. Aber genau das nimmt die asoziale Bundesregierung immer mehr Menschen weg – und wundert sich dann, daß es immer mehr Diebstähle und Einbrüche gibt. Und Innenpolitiker fühlen sich dazu aufgefordert, mal wieder mehr Überwachung zu fordern, was das Problem natürlich auch nicht löst.

Auch in der Diskussion um ein Bedingungsloses Grundeinkommen sollte dieser Aspekt mit einfließen. Bislang wurde eine nicht nur mögliche, sondern meines Erachtens nach sogar sehr wahrscheinliche Reduktion der Kriminalität als Wirkung eines BGE nämlich meines Wissens nach noch gar nicht mit einbezogen. Auch in diesem Bereich könnte viel an Geld, Aufwand und Folgeschäden gespart werden.

Ich habe mal gestern Abend meinen RSS-Feed vom Polizeiticker durchgegraben und aus ein paar Stunden alle Meldungen rausgezogen, die mit Diebstahl, Einbruch, Betrug, Raub usw. zu tun haben. Die Meldungen sind also alle vom 26.10.2016. Ich wüßte wirklich gern, wieviele wir davon ohne die staatlich gewollte Zwangsverarmung nicht lesen müßten.

Zeit Polizei Meldung
11:50 POL-BI Einbrecher flüchtet mit gestohlenem Fahrrad
11:51 POL-GS Pressemeldung des PK Oberharz vom 22.bis 26.10.201 (u. a. Diebstahl)
11:54 POL-DEL Landkreis Oldenburg: Einbrüche in Firmen in Hude
12:02 POL-MA Heidelberg: Taschendiebstahl in der Poststraße
12:03 POL-MA Ketsch: Einbruch in der Karl-Marx-Straße
12:05 POL-K 161026-3-K Einbrecher in Schule auf frischer Tat ertappt
12:06 POL-LB Ludwigsburg-Ost: Einbruch in Wohnhaus;
12:06 POL-MA Ladenburg: Wohnhauseinbruch am Dienstagmorgen – Zeugen gesucht
12:07 POL-MA Mannheim: Arbeitsmaschinen gestohlen
12:10 POL-MA Mannheim: Geschäftseinbruch am Kaiserring
12:12 POL-F 161026 – 1010 Frankfurt-Unterliederbach: Falscher Bankmitarbeiter
12:13 POL-F 161026 – 1011 Frankfurt-Stadtgebiet: Falsche Polizeibeamte unterwegs!!
12:20 POL-KR Oppum: Zeugin und gute Sicherung verhindern Einbruch in Doppelhaushälfte
12:21 POL-FR Weil am Rhein. Auto aufgebrochen und Werkzeugkoffer gestohlen
12:23 POL-FR Weil am Rhein. Einbruchsversuch in Shisha Lounge
12:29 POL-EL Lingen – Einbrecher am Imbissstand beim Rewe-Markt flüchten
12:32 POL-RT Einbrüche (unter anderem)
12:32 POL-EL Neuenhaus – Nach Aufbruch mehrerer Fahrzeuge sucht Polizei nach Zeugen
12:34 POL-COE Rosendahl Osterwick, Hauptstraße/ Einbruch
12:41 POL-FR Bonndorf. Dieb gibt sich als Polizeibeamter aus
12:45 POL-MFR (1927) Wohnhauseinbruch – Zeugenaufruf
12:50 POL-KR Stadtmitte: Polizei nimmt Einbrecher fest – Zeugin liefert entscheidenden Hinweis
12:52 POL-NOM Pkw aufgebrochen
12:52 POL-NE Einbrecher flüchtet ohne Beute – Polizei sucht Zeugen
12:55 POL-NE Kioskeinbruch – Täter erbeuten Zigaretten, Spirituosen und elektronisches Gerät
12:57 POL-HWI Vermehrt Gartenaufbrüche/Wie sicher ist Ihr Garten?
12:57 POL-MI Mehrere Einbrüche in der Innenstadt beschäftigen Polizei
13:00 POL-HS Diebstahl aus Pkw
13:00 POL-HS Einbrecher überrascht
13:00 POL-HS Baucontainer aufgebrochen
13:00 POL-HS Ladendieb von Zeugen festgehalten
13:00 POL-HS Einbrüche in Wohnhäuser
13:00 POL-HS Portemonnaie aus Pkw entwendet
13:03 BPOL-HB Schwarzfahrer mit Hehlerware festgenommen
13:04 POL-MG Zwei Einbrüche am gestrigen Abend
13:05 POL-PDLD Germersheim – Einbruch in Gemüseladen
13:06 POL-PDLD Germersheim – Getränkewagen aufgebrochen
13:07 POL-MG Einbruch in Kindergarten
13:08 POL-MG Raub in Rheydt: Polizei sucht Zeugen
13:10 POL-HX Motorroller entwendet
13:11 POL-GÖ (556/2016) Einbruch in Zweifamilienhaus in Wollbrandshausen – Wertschrank und Geld gestohlen
13:16 POL-PB Einbrecher in Altenbeken
13:16 POL-STD Warnhinweise der Polizei Stade (Trickbetrüger)
13:17 POL-HA Betrug mit gefälschtem Ausweis – Täter auf der Flucht festgenommen
13:20 POL-PPMZ Mainz, Tageswohnungseinbruch am Morgen und am Abend
13:21 POL-KS Kassel – Innenstadt: Fahndung nach gemeinschaftlichem Handtaschendiebstahl am Friedrichsplatz führte zu drei Festnahmen
13:21 POL-PPMZ Mainz, Abermals falsche Polizeibeamte in Weisenau unterwegs
13:21 POL-HA Mit Messer bedroht – Täter flüchten mit Beute
13:22 POL-PPMZ Mainz, Jacke geraubt
13:24 POL-HA Ladendiebstahl am Hauptbahnhof – Täter festgenommen
13:24 POL-GF Einbrüche in Steinhorst und Räderloh
13:27 POL-HA Einbruch in Lagerhalle in Haspe – Werkzeuge gestohlen
13:31 POL-WOB Polizei sucht Zeugen zu versuchtem Pkw-Diebstahl
13:31 POL-NE Autoaufbrecher stehlen festeingebaute Navis
13:40 POL-WAF Ahlen. Nahrungsmittel bei Einbruch in Lagerraum erbeutet
13:41 POL-LG Dieb verfolgt und gestellt
13:45 POL-RE Bottrop: Täter flüchtet nach Diebstahl in einer Imbissstube auf der Brauerstraße mit einer Handtasche
13:47 POL-S Zwei Transporter aufgebrochen
13:48 POL-K 161026-6-K Dieb auf frischer Tat festgenommen
13:48 POL-WI Pressemitteilungen der Polizei für Wiesbaden und den Rheingau-Taunus-Kreis (mehrere Einbrüche)
13:49 POL-HK Essel / A 7: Diebe stehlen Kaffee
13:50 POL-HSK Sonnenschirm-Diebstahl
13:51 POL-HSK Einbruch in Einfamilienhaus
13:53 POL-HSK Einbruch ins Vereinsheim
13:56 POL-NB Diebstahl von Solarmodulen in Boock
13:58 POL-HR Melsungen: Einbruch in Fahrschule
13:59 POL-HR Morschen-Binsförth: Einbruch in Vereinsheim
14:07 POL-LDK Pressemeldung vom 26.10.2016 – Betrugsmasche: Anruf durch „Falsche Polizeibeamte- Neuer Fall in Wetzlar
14:09 POL-GÖ (558/2016) Einbruch in Werkstatt
14:11 POL-KA (KA)Karlsruhe – Werkzeug und Fernseher aus Gartenhäusern gestohlen
14:21 POL-ST Greven-Reckenfeld, Einbruch in Firmengebäude
14:25 POL-VB Diebstahl aus Kellerraum, Kennzeichendiebstähle
14:26 POL-RBK Leichlingen – Einbrecher in einer Schule in Witzhelden
14:26 POL-OF Pressebericht des Polizeipräsidiums Südosthessen vom 26.10.2016 (Betrüger)
14:29 POL-BS Kioskeinbrecher knacken Geldautomaten
14:30 POL-FR Ihringen – Zeugen gesucht (Diebstahl aus Pkw)
14:34 POL-ESW Pressemeldung 26.10.2016-2 (Einbruch in Spielothek)
14:36 POL-AC Diesel abgezapft; Täter lag unter Plane versteckt
14:40 POL-MR Exhibitionist; Einbruch; Auseinandersetzung-Zeugen gesucht; Trickdiebstahl; Frauen bedrängt-Täter festgenommen; Unfallflucht nach Spiegelschaden; Fahrraddiebstähle, Kfz.-Delikte;
14:48 POL-PDNW Trickdiebstahl zum Nachteil älterer Menschen
14:49 POL-HG Pressemeldung der Polizeidirektion Hochtaunus (Trickdiebstahl)
14:50 POL-PDNW Wohnungseinbrüche – Verstärkte Polizeikontrollen
14:51 POL-VIE Viersen: Serieneinbrecher in Haft: Dem Mann werden etwa 40 Wohnungs-, Gaststätten- und Firmeneinbrüche zur Last gelegt
14:59 POL-LDK Pressemeldungen vom 26.10.2016 (Autodiebstahl)
15:00 POL-TUT (Blumberg) Einbruch in ein Spielcasino in der Espenstraße
15:00 POL-ME Einbrüche aus dem Kreisgebiet – Kreis Mettmann – 1610126
15:03 POL-MI Jugendliche Radfahrerin die Handtasche entrissen
15:04 POL-OG Rust – Dieb flüchtete mit Fahrrad
15:05 POL-H Zeugen gesucht! Burgdorf: Trickbetrüger erbeuten 6 000 Euro
15:07 POL-OS Osnabrück – Konzerttrompete entwendet
15:10 POL-AC Tageswohnungseinbrüche in zwei freistehende Einfamilienhäuser
15:10 POL-KLE Kleve – Einbruch in Bürogebäude / Bargeld entwendet
15:12 POL-DA Pfungstadt: Einbrecher suchen Imbiss und Schule heim
15:15 POL-MS In Gespräch verwickelt – Täter entwenden Portemonnaie
15:18 POL-AA Rems-Murr-Kreis: Pkw zerkratzt, Fahrraddiebstahl, Einbrüche
15:18 POL-BS Einbruch in Sattelkammer
15:24 POL-RE Kreis Recklinghausen/Bottrop: Wohnungs-, Geschäfts- und Büroeinbrüche
15:25 POL-DA Weiterstadt: Werkzeugkoffer aus Kleintransporter gestohlen
15:27 POL-CUX Einbruch in Vereinsheim + Einbrecher flüchten bei Heimkehr der Bewohner u.a.
15:29 POL-HH 161026-5. Zwei mutmaßliche Einbrecher vorläufig festgenommen
15:30 POL-ST Emsdetten, zwei Einbrüche in Geschäfte
15:30 POL-S In Gaststätte eingebrochen
15:31 POL-HRO Statt Süßem nur Saures – Junge Ladendiebe auf frischer Tat ertappt
15:33 POL-RE Herten: Junger Mann stiehlt Seniorin die Handtasche
15:34 POL-ST Neuenkirchen/Horstmar/Ochtrup, Einbrüche gemeldet
15:35 POL-KA (Enzkreis) Neuhausen- In Wohnhaus eingebrochen
15:37 POL-PPWP Kaiserslautern: Auto unverschlossen – Jacken geklaut
15:38 POL-E Essen: Jackendieb auf frischer Tat ertappt – Festnahme
15:41 POL-ST Greven, Diebe in einer Tankstelle
15:43 POL-HF Einbruch in Firma
15:43 POL-BOR Bocholt – Einbruch scheiterte
15:46 POL-S Staatsanwaltschaft und Polizei Stuttgart geben bekannt: Parfüm gestohlen und mit fremdem Personalausweis ausgewiesen
15:48 POL-WOB Polizei sucht Zeugen zu räuberischer Erpressung
15:50 POL-MS Illegale Fahrradwerkstatt – 33-jähriger Dieb in Untersuchungshaft
15:52 POL-KLE Goch – Versuchter Einbruch in Einfamilienhaus / Täter schlägt Scheibe an Haustür ein
15:53 POL-ST Lengerich, Täter in einer Schule
15:53 POL-MS Auto in Hiltrup geknackt – Zeugen gesucht
15:58 POL-KLE Emmerich – Zwei PKW Aufbrüche / Zeugen gesucht
16:06 POL-E Essen: Fahndung nach EC-Karten-Diebstahl – Foto – Wer kennt diese Frauen?
16:11 POL-MS Leergutdiebstahl – Täter durch aufmerksame Anwohner gestört
16:13 POL-FR Kenzingen / Herbolzheim: zwei Zigarettenautomaten aufgebrochen / Kenzingen: Einbruch in ein Wohnhaus / Herbolzheim: Auto aufgebrochen / Herbolzheim: Zeugen eines Verkehrsunfalles gesucht
16:15 POL-SE Norderstedt – Polizei erbittet Hinweise nach Raub
16:15 POL-GS Diebstahl von Fahrzeugteilen.
16:16 POL-LB Böblingen: Renitenter Ladendieb
16:16 POL-GS PI Goslar (Liebenburg): Einbruch in Zweifamilienwohnhaus.
16:19 POL-WHV Diebstahl aus Geräteschuppen – Polizei sucht Zeugen
16:21 POL-LB Hessigheim: Anhänger gestohlen
16:26 POL-MG Autoaufbrecher unterwegs
16:29 POL-WAF Ahlen. Zeugen nach Diebstahl aus Pkw gesucht
16:35 POL-IZ 161026.1 – Kellinghusen-Kennzeichendiebstahl
16:36 POL-WOB Audi Q7 in Mörse entwendet – Zeugen gesucht
17:00 POL-HM Erpressungsversuch auf offener Straße – Radfahrer zum Anhalten genötigt
17:04 POL-TUT Einbruch in Wohnhaus
17:15 POL-PPTR Versuchter PKW-Aufbruch in der Feldstraße
17:19 POL-DO Dortmund, Berghofer Straße Frau von unbekanntem Täter in Tiefgarage überfallen
17:27 POL-MA BMWs aufgebrochen und Navigationsgeräte und ein Airbag gestohlen
19:30 POL-REK Einbrecher kamen ins Haus- Rhein-Erft-Kreis

[Update 2016-10-27 17:05] Statista stützt die Vermutungen über die Menge und Steigerungen bei bestimmten Straftaten: Statistiken zur Kriminalität in Deutschland: Diebstahl und Raub. [/Update]

[Update 2016-10-28 14:55] Von Twitter:


[/Update]

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OpenRheinRuhr - Vortragsteaser #5: Wer installiert eigentlich noch von Hand?

Willkommen zum fünften Vortragsteaser der OpenRheinRuhr 2016! In diesem Beitrag nehmen wir uns dem Thema Automatisierung an. Die Zeiten, in dem man sich als Admin noch eine Stunde Zeit zum Aufsetzen einer Maschine genommen hat, sind ja schon seit Jahren vorbei; wir setzen heute immer mehr Maschinen in immer kürzerer Zeit auf und müssen eine konstante Qualität garantieren. Um diese Herausforderungen zu meistern wurden nicht nur Automatisierungstools, sondern auch völlig neue Arbeitskonzepte in der Zusammenarbeit zwischen Anforderer, Entwicklern und Admins entwickelt. Die Berufung und das Selbstverständnis des Admins ist im Wandel und unsere Redner beschreiben, wie man heute arbeitet.

Bitte beachtet auch unser Gesamtprogramm auf unserer Webseite für mehr interessante Vorträge.

Adminstratoren haben die Qual der Wahl; Chef, Puppet, Ansible - jeder hat sein Lieblingswerkzeug. Und dann noch die Entwickler! DevOps, darüber wird schon lange geredet - aber es ist kein Werkzeug, sondern eine Methode. Woher kommt das Ganze? Was ist das eigentlich? Muss ich mich damit beschäftigen und wird sich das durchsetzen? Oleg Fiksel erzählt in seinem Vortrag "Automatisierung und DevOps - Bist Du DevOps? Oder weisst Du es noch nicht?" über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Automatisierung.

IT Service Manager, Netzwerker und Administratoren haben verschiedene Blickwinkel auf Ihre Dienste, aber die darunterliegenden Platformen als Ganzes zu verwalten und einheitlich zu dokumentieren ist eine ganz eigene Herausforderung, IT Infrastrukturmanagement Lösungen existieren in Form von Configuration Management Databases (CMDB), diese Datenbanken zu pflegen ist jedoch eine undankbare Aufgabe. Felix Kronlage präsentiert in seinem Vortrag "IT Infrastruktur Management devops style" wie man mit IDB - einer Schnittstelle zu verschiedenen Platform APIs - die verschiedenen Datenquellen automatisiert abgreift und die Ergebnisse zentral dokumentiert.

Administratoren, die Ansible benutzen, können sich auf einen neuen Vortrag von Rüdiger Pretzlaff freuen; in seinem Beitrag "Automatisierte IT mit Ansible - KMV und Service Management" zeigt er Euch, wie man mit einem einfachen JSON-String pro Maschine einen kompletten Dienst in einer KVM-Umgebug hochzieht, konfiguriert und am Beispiel von MySQL mit DRBD und Nginx fertig in das Loadbalancing aufnimmt.

Die gesamte IT leistet heute eine großartige Arbeit, was das schnelle Deployment von vielen, gleichen Maschinen betrifft. Kürzere Release-Zyklen haben dazu geführt, dass man sich nicht mehr so sehr der individuellen Adminstration einzelner Maschinen widmet, sondern diese eher austauscht, als repariert. Dieses bekannte pet-and-cattle Konzept wird von Stefan Grote in seinem Beitrag "Von Katzen, Kühen und Vogelschwärmen" noch einmal erläutert; zugleich zeigt er die neuen Herausforderungen im IoT-Umfeld auf und wie man diese am Beispiel einer Open Source Software bewältigen kann.

Über die OpenRheinRuhr: Die OpenRheinRuhr ist eine Messe mit Kongress rund um das Thema „Freie Software“. Die OpenRheinRuhr 2016 findet am 5. und 6. November 2016 im Rheinischen Industriemuseum in Oberhausen statt.

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25.10.2016

OpenRheinRuhr - Vortragsteaser #4: Workshops – Nicht nur hören, selber machen!

Im vierten Vortragsteaser schauen wir in unseren Vortragsraum 1 hinein. Denn der wird in diesem Jahr am Samstag Nachmittag sowie am gesamten Sonntag zum Workshop-Raum. Also: Nicht nur zuhören, sondern Ärmel hoch gekrempelt und mitmachen ist die Devise! Wir freuen uns, dass wir viele Workshop-Angebote für unser Programm der OpenRheinRuhr 2016 annehmen konnten.

Mit der Veränderung von Multimediadaten auf der Kommandozeile beschäftigt sich Gereon Entrup. Er stellt das Tool ffmpeg und die dazugehörige Bibliothek libavfilter vor. Dabei geht es um den grundsätzlichen Aufbau von Multimediadaten, aber auch, was man alles mit ihnen anstellen kann. Um dem Workshop gut folgen zu können, sollte man ffmpeg bereits auf seinem Rechner installiert haben. Das ffmpeg-Projekt ist auch als Aussteller auf der OpenRheinRuhr vertreten, also kann man den Samstag Vormittag auch gut dazu nutzen, dort einmal vorbeizuschauen und eventuelle Fragen und Probleme zur Installation im Vorfeld zu klären.

Um Selbstorganisation und Aufgabenmanagement geht es bei der Einführung in Taskwarrior. Dirk Deimeke wird aber nicht nur eine Einführung in die Handhabung geben. Um immer die aktuelle Version einsetzen zu können, müssen Programme zum Teil aus den Quellen übersetzt und installiert werden. Auch hierauf wird er eingehen, und damit ist der Workshop sicher nicht nur für diejenigen interessant, die ihre ToDo-Listen gut verwalten möchten.

Texteditoren sind sicher mit die am häufigsten genutzten Programme. Wie mächtig solche "einfachen Programme" sein können, zeigt Sven Guckes anhand des Editors Vim, in dem man mit kleinen Kommandos vieles erreichen kann. Das besondere: Er möchte den Workshop von Anfang an an den Wünschen der Teilnehmer ausrichten und bittet daher darum, schon im Vorfeld Fragen und Anregungen an ihn zu richten.

Um Geodaten geht bei OSMAlchemy. Auf Grundlage der umfangreichen Daten der OpenStreetMap soll eine Webanwendung zur Bewertung von Restaurants entwickelt werden, die auch auf einem schwachen Server lauffähig ist. Dominik George setzt dabei auf schlanke Technologien und Frameworks. Achtung: Es sollten einige Programme bereits im Vorfeld auf dem eigenen Rechner installiert sein, um dem Workshop folgen zu können!

Für Test-Driven Development im JavaScript-Umfeld stehen eine Vielzahl von Tools und Testszenarien zur Verfügung. Daniel Maslowksi wird eine Vielzahl von diesen vorstellen, um zu zeigen, wie man koordiniert scheitern und daraus lernen kann. Ursprünglich als Vortrag geplant wird es für die Teilnehmer auch die Möglichkeit geben, selbst tätig zu werden. Denn nur wer selbst Hand anlegt, kann wirklich scheitern - und lernen!

Shell-Skripte können einem das Leben wirklich erleichtern. Mit ihrer Hilfe können wiederkehrende Aufgaben auch automatisiert gelöst werden, ohne immer wieder aufs Neue komplexe Befehle eingeben zu müssen. Harald König möchte in seinem Shell-Workshop den günstigsten Tankpreis berechnen, gelöschte Bilder von Speicherkarten wiederherstellen und auch Skripte entwickeln, die sich aus Fragen und Problemstellungen der Teilnehmer ergeben. Sozusagen ein königlicher Abschluss für unseren Workshop-Raum!

Über die OpenRheinRuhr: Die OpenRheinRuhr ist eine Messe mit Kongress rund um das Thema „Freie Software“. Die OpenRheinRuhr 2016 findet am 5. und 6. November 2016 im Rheinischen Industriemuseum in Oberhausen statt.

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24.10.2016

OpenRheinRuhr - Vortragsteaser #3: Software: Freiheit, Politik und Geschäftsmodelle, wie geht das?

In diesem dritten Vortragsteaser wenden wir uns an alle, die sich für die „Freiheit“ in freier Software interessieren und wie dieser Aspekt in der Politik und im Geschäftswesen berücksichtigt wird. Wir haben dieses Jahr einige interessante Redner zu diesem Thema und freuen uns, deren Vorträge in unserem Gesamtprogramm der OpenRheinRuhr 2016 aufnehmen zu können.

Entscheider in der IT werden beim Thema freier Software mit einer ganzen Reihe von Missverständnissen und Vorurteilen konfrontiert; Was bedeutet tatsächlich „frei“? Wie ist „kostenlos“ davon abzugrenzen? Ist freie Software wirklich unsicher, weil jeder in den Code schauen darf? Matthias Kirschner, Präsident der Free Software Foundation Europe, räumt in seinem Vortrag „Das Freie Software 1×1“, mit den gängigsten Problemen auf.

Verfechter freier Software haben es häufig schwer, Ihre Standpunkte gegenüber potentiellen Kunden und Anwendern überzeugend zu vertreten. Die Vorteile freier Software gegenüber geschlossener Software überzeugend zu vertreten, ist auch im Jahre 31 nach dem GNU Manifesto nicht einfach. Im Vortrag „Unfrei – aber bekannt ODER Frei – aber unbekannt“ befasst sich Wolf-Dieter Zimmermann mit seinen Erfahrungen der letzten Jahre aus dem Tagesgeschäft.

Politische Aktivisten sind bei großen Vorhaben immer auf gute Kommunikation, Vernetzung und Informationsbeschaffung angewiesen. Große Projekte beinhalten viel Arbeit und die richtige Herangehensweise ist fundamental, Entscheidungsträger zu überzeugen und den Erfolg herbeizuführen. Max Mehl, Referent bei der Free Software Foundation Europe, berichtet in seinem Vortrag „Routerzwang und Funkabschottung“ über seine Erfahrungen und Erfolge im Ungang mit hochkomplexen Regulierungsthemen auf EU-Ebene.

Über die OpenRheinRuhr: Die OpenRheinRuhr ist eine Messe mit Kongress rund um das Thema „Freie Software“. Die OpenRheinRuhr 2016 findet am 5. und 6. November 2016 im Rheinischen Industriemuseum in Oberhausen statt.

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23.10.2016

OpenRheinRuhr - Kurzentschlossene aufgepasst: Noch drei Ausstellerplätze zu vergeben!

Banner aufhängenFalls Ihr mit dem Gedanken spielt, noch Aussteller auf der diesjährigen OpenRheinRuhr zu werden: Wir haben noch drei Standplätze mit den Maßen 2,0 m x 1,5 m zu vergeben.

Gerne nehmen wir Last-Week-Anmeldungen für diese drei freien Stände entgegen und freuen uns auf zusätzliche Projekte oder Firmen als Aussteller.

Solltet Ihr Interesse an einem Stand haben, so sendet bitte eine E-Mail direkt an unser Aussteller-Team: aussteller@openrheinruhr.de

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