Willkommen auf Planet Chaosdorf! Wir sammeln hier alle Blogs, die für uns irgendwie interessant sind – meist von Personen oder Organisationen aus unserem Umfeld

01.03.2015

Michael Stehmann - “Dortmund braucht Freie Software”

propagiert Do-FOSS. Till hat uns diese Initiative beim Fellowshiptreffen in Düsseldorf am 25.02.2015 vorgestellt.

Der Referent war frühzeitig da; die Teilnehmer kamen aber leider nur spärlich. Erst durch zwei “Nachzügler” wurde die Zweistelligkeit der Teilnehmerzahl erreicht. Allerdings hatte sich ein regelmäßiger Teilnehmer krankheitsbedingt entschuldigt. Und Rainer war leider trotz unseres Treffens von der Führung der FSFE zu einem Mitarbeitertreffen nach Berlin beordert worden, obwohl er sich sehr für das Thema und die Menschen hinter Do-FOSS interessiert.

Der offizielle Teil des Treffens begann mit der “obligaten” Vorstellungsrunde.

Till berichtete von der Organisationstruktur, der Entstehung und der Geschichte dieser inzwischen städtisch anerkannten Bürgerinitiative, die sich den verstärkten Einsatz Freier Software in der Verwaltung der Stadt Dortmund zum Ziel gesetzt hat.

Der dargelegte “Weg zu Freier Software” und die “strategische Überlegungen” machten einen sehr ausgereiften Eindruck. Interessant war auch die Zusammenarbeit mit der einschlägigen Gewerkschaft, welche dem Ziel dieser Initiative wohlwollend gegenübersteht.

Die strategische Überlegungen nahmen auch einen breiten Raum in der Diskussion ein, die sicherlich sowohl für den Referenten als auch für die Teilnehmer lehrreich war.

Der Referent brachte auch zum Ausdruck, dass Do-FOSS gerade an einer Unterstützung durch die FSFE sehr gelegen ist. Diese wird u.a. als öffentlicher Unterstützer auf der Homepage von Do-FOSS erwünscht.

Der Ausblick mit aktuellen Fragestellungen schloss diesen interessanten Vortrag ab.

Till hat uns freundlicherweise die Folien seines Vortrages zur Verfügung gestellt. Bis auf das Logo und die Silhouette der Stadt Dortmund steht der Inhalt der Folien unter der Lizenz cc0.

Insgesamt war es wieder ein interessanter Abend, der mehr Teilnehmer verdient gehabt hätte.

Beieindruckend war, was Do-FOSS mit recht wenigen Leuten trotz “starken Gegenwindes” in relativ kurzer Zeit “auf die Beine gestellt hat”. Der Chronist konnte sich insoweit eines besonderen Lobes nicht enthalten.

Diese Initiative verdient – wenn notwendig – unsere Unterstützung.

Das nächste reguläre Fellowshiptreffen in Düsseldorf findet am 25.03.2015 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt. Um 20:00 Uhr beginnen wir mit dem „offiziellen“ Teil. Wer später kommt, verpasst also was.

Harald beschäftigt sich beruflich und in seiner Freizeit mit Freien Geoinformationssystemen und Offenen Geodaten. Hierüber wird er referieren. In diesem Bereich spielen Offene Standards eine Rolle bedeutsame Rolle, sodass dieses Treffen auch eine Veranstaltung im Rahmen des Document Freedom Day (DFD) ist.

Der Document Freedom Day wird am letzten Mittwoch im März begangen. Am letzten Mittwoch der Monate Januar bis November finden in Düsseldorf die Fellowshiptreffen statt. Daher wurde bereits in den vergangenen Jahren jeweils im März im Rahmen des regulären Fellowshiptreffens der Document Freedom Day begangen.

Gäste sind gerade bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Der offizielle Teil wird spätestens um 23:00 Uhr enden.

Frosch - Im Netz aufgefischt #202

Armut

Autismus

Bedingungsloses Grundeinkommen

BLÖD-Hetze

Bundeswehr & Schule

Citizenfour

Computersicherheit

Datenschutz / Privatsphäre

Depressionen

Fotografie

Geheimdienste

Gender Mainstreaming

Hartz IV & Co.

Netzneutralität

NSU

Qualitätsjournalismus

Scharlatanerie

Sexuelle Belästigung

Und sonst so?

flattr this!

22.02.2015

Frosch - Im Netz aufgefischt #201

Armut

Asyl

Atomkraftwerke

Autismus & Co.

Behinderung / Inklusion

Computersicherheit

Geheimdienste

Gesundheit

Hartz IV & Co.

Internet

Journalismus

Justiz

LGBTI

Polizei

Rüstung

Terrorismus

Vorratsdatenspeicherung

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

flattr this!

21.02.2015

OpenRheinRuhr - Die Chemnitzer Linux-Tage – und wir sind dabei!

Banner Chemnitzer Linuxtage
Die Chemnitzer Linux-Tage – und wir sind dabei!

Die Chemnitzer Linux-Tage finden auch dieses Jahr am 21. und 22. März statt. Warum wir darüber schreiben?

Ganz einfach. Wir möchten auch ausserhalb unserer bekannten Region Werbung für unsere Veranstaltung machen, Aussteller und Referenten aber auch Teilnehmer aus anderen Teilen unserer Republik für die ORR 2015 gewinnen. Deshalb wird der OpenRheinRuhr e.V. als Aussteller auf den Chemnitzer Linux-Tagen auftreten.

Im Rahmen der “OpenRheinRuhr on Tour” möchten wir eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen rund um das Thema OpenSource Veranstaltungen anbieten, die gerne auch andere Leute anregen darf es uns gleich zu tun und weitere Veranstaltungen ins Leben zu rufen. Wir möchten Anregungen geben was bedacht werden soll. Wir möchten ein Netzwerk erstellen zwischen den Veranstaltungen um eine breitere Masse für das Thema zu begeistern.

Immerhin stehen wir als Veranstalter immer wieder vor den selben Problemen wie Ihr, die Ihr  vielleicht eine Veranstaltung plant. Ganz im Sinne der Open Source Community wollen wir Erfahrungen teilen und auch Ideen von Euch mit in unsere Planung einbringen.

Angesprochen sind natürlich alle Besucher der OpenRheinRuhr die mal sehen wollen wer dahinter steckt – immerhin erlebt Ihr uns nur einmal im Jahr in einer absoluten Ausnahmesituation. Wir wenden uns aber ganz bewußt auch an alle Besucher der Chemnitzer Linux-Tage, die mal schauen wollen ob sich die weite Reise ins Ruhrgebiet lohnt. Wir sagen Ja! – und freuen uns darauf, Euch in Chemnitz kennen zu lernen.

Auch die Organisatoren anderer Open Source Veranstaltungen die sich gerne mit uns austauschen wollen um über die üblichen Probleme reden zu können, wie bespielsweise Helfermangel oder geänderte Brandschutzvorschriften, die erst kurz vor der Eröffnung  zum Problem werden.

flattr this!

16.02.2015

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi, 18.02.15

Am Mi. den 18. Februar trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: C++17 Library Aussichten.

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

15.02.2015

Frosch - Im Netz aufgefischt #200

Asyl

Autismus

  • 10.02.2015 Melas Asperger- und ADS-Blog: Heute … (via +Mela Eckenfels)

Behinderung / Inklusion

Computersicherheit

Datenschutz

Geheimdienste

Gesundheit

Hartz IV & Co.

HSBC

LGBTI

Linux

Pöhse Hacker™

Rüstungsexporte

Terroranschläge

TTIP & Co.

Überwachung

Verkehrspolitik

Verschlüsselung

Vorratsdatenspeicherung

Und sonst so?

Ganz zum Schluß

flattr this!

08.02.2015

Michael Stehmann - “Let’s talk about sex, baby!”

Ein paar Gedanken aus gegebenem Anlass.

Keine Sorge, dieses Blog wird sich an dieser Stelle nicht mit der menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Fortpflanzung befassen. Ich referiere an dieser Stelle nicht über Bienchen und Blümchen; es geht um etwas viel anstößigeres, unanständigeres – Ihr müsst jetzt recht tapfer sein oder die Lektüre hier beenden – ein moralisches Skandalthema ersten Ranges – mehr Ehen scheitern hieran, als an unterschiedlichen Vorstellungen über ein erfülltes Sexualleben: Es geht um Geld!

Folgt man einem oft kurzweilig zu lesenden, recht bekanntem Blogger, so kommt der moralisch integere Entwickler Freier Software, nachdem er Körper und Geist durch die Reinigung der Straßen seiner Heimatstadt erfrischt und so für seinen Unterhalt und den Unterhalt seiner Familie gesorgt hat, abends nach Hause, um sich dort in seiner Freizeit der Implementation der Algorithmen elliptischer Kurven zu widmen. In naiver Ignoranz ist dieser Idealist von den Bedürfnissen der Praxis gänzlich unbeeindruckt und befasst sich nur mit dem, was ihm Spass macht oder als geistige Herausforderung sein Interesse weckt.

Nichts darf zwischen dem Schöpfer und seinen Werke stehen! Nicht die Sorgen um das Aus- und Fortkommen oder gar die Gier nach Reichtum. Alles hat von Alltagssorgen unbefleckt, rein zu sein, programmieren l’art pour l’art, coding as a pastime.

Nun darf auch ein Blogger, der ansonsten eigentlich unverdächtig ist, ein Romantiker zu sein, gelegentlich recht kitschige Vorstellungen dem geneigten Publikum unterbreiten. Und überschreibt nicht auch der Verfasser dieses Textes eine seine Vortragsfolien mit: “Geld spielt keine Rolle!”?

Aber:

Unser Vizepräsident, der auch über “10 Missverständnisse über Freie Software” referiert, benennt eines dieser Missverständnisse wie folgt: “Mit Freier Software kann man kein Geld verdienen.” Und er fragt hinsichtlich dieser “Missverständnisse” mit guten Gründen: “Oder sind es Lügen?”

Der hier in Rede stehende Blogger macht daraus sogar, den Mantel des Moralisten umlegend: “Mit Freier Software darf man kein Geld verdienen (selbst wenn man es kann).”

Richard Matthew Stallman, dem mit einiger Berechtigung ein gewisser ethischer Fundamentalismus nachgesagt wird, ist insoweit ganz Pragmatiker:

“Viele Leute glauben, dass es im Sinne des GNU-Projektes wäre, dass man kein Geld für den Vertrieb von Kopien von Software verlangen dürfe, oder dass man so wenig wie möglich verlangen solle – gerade genug, um die Kosten zu decken.
Tatsächlich aber ermutigen wir Leute, die Freie Software weitervertreiben, sogar, so viel Geld zu verlangen wie sie wollen bzw. können.
Freie Programme werden manchmal kostenlos weitergegeben, und manchmal für einen beachtlichen Preis vertrieben. Oftmals steht das selbe Programm auf beide Arten von unterschiedlichen Anbietern zur Verfügung. Das Programm ist frei, unabhängig vom Preis, weil Anwender Freiheiten bei seiner Verwendung haben.“

Das “Geld spielt keine Rolle!” ist somit ganz anders gemeint: Software kann auch dann als frei zu charakterisieren zu sein, wenn man mit ihr Geld verdienen will.

Es ist also demnach keineswegs unmoralisch, sondern vernünftig und dem Fortschritt Freier Software förderlich, durch die Entwicklung Freier Software nicht nur Ruhm und Anerkennung, sondern auch sein Auskommen zu suchen. Moralisch angreifbar ist es vielmehr, unter Ausnutzung seiner Glaubwürdigkeit im Gewande romantischer Vorstellungen vom Programmieren ausschließlich des intellektuellen Vergnügens wegen den FUD der Gegner Freier Software vom Hobbyprogrammierer fortzuspinnen und so zum Kronzeugen derer zu werden, die bereit sind, die Freiheit anderer ihrem eigenen Profit zu opfern.

Manche werfen dem in Rede stehenden Entwickler Freier kryptografischer Software nun auch vor, er hätte sich von einem Unternehmen mit Sitz in Raleigh, North Carolina, anstellen lassen sollen. Dies ist in der Tat an sich kein abwegiger Gedanke.

Ja, hätte er dies doch getan! So hat er uns viel genommen! Spätestens beim ersten neuen Bug in “seiner” Software hätten wir kurzweilige Verschwörungstheorien munter diskutieren können. Um dieses Vergnügen hat uns der Schuft gebracht!

Und die Moral von der Geschichte? Eine derartiger Beitrag muss doch positiv enden!

Die Moral liefere ich gerne:
Wer hier und heute um die Freiheit kämpft, darf, kann und muss nicht warten, bis gesellschaftliche Utopien – und seien sie noch so gut gemeint – erst zur allgemeinen Auffassung und dann auch realisiert werden.

Frosch - Im Netz aufgefischt #199

Autismus

Behinderung / Inklusion

Computersicherheit

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

LGBTI

Nazis

Sexarbeit

Vergewaltigung

Ganz zum Schluß

flattr this!

07.02.2015

Michael Stehmann - FOSDEM 2015

Für Haecksen und Hacker endet das Jahr mit dem Congress, auf den sie sich das ganze Jahr über freuen und vorbereiten. Für die Freundinnen und Freunde, Entwickler und Entwicklerinnen Freier Software beginnt das Jahr mit einem Event in Brüssel. Das erste und europaweit größte Event in jedem Jahr ist nämlich das Free and Open Source Developers European Meeting (FOSDEM) in Brüssel. Dieses Event fand in diesem Jahr am 31.1. und 01.02. statt.

Begonnen hatte die FOSDEM für uns bereits am Donnerstagabend in der Düsseldorfer Geschäftsstelle der FSFE mit dem Auspacken, Zählen, Falten und Einpacken der T-Shirts und anderer Textilien.

Auch in diesem Jahr ging es dann zeitig bereits am Freitagmittag auf nach Brüssel, denn wir wollten den Apache-OpenOffice-Stand schon am Freitag aufbauen. Erfreulicherweise blieb der befürchtete Schneefall aus, sodass wir bei gutem Wetter reisten.

Das Rollupdisplay wurde auf der anderen Seite des Ganges gegenüber dem Stand platziert, das Material ausgeladen und die Banner angebracht. Letztere mussten wegen der untergrundschonenden Klebematerialien im Laufe des Events noch ein paar Mal neu fixiert werden.

Nach dem Aufbau ging es weiter zum Fellowshipkoordinatorentreffen der FSFE in die Wohnung des belgischen Koordinators Mauricio, wo für unser leibliches Wohl gesorgt war. Zunächst wurden die anderen Teilnehmer begrüßt. Groß war die Wiedersehensfreude. Anhand meines Spickzettels, den ich für das Fellowshiptreffen in Düsseldorf im Januar gefertigt hatte, konnte ich dann – nunmehr in Englisch – über die Aktivitäten der Düsseldorfer Fellowshipgruppe im vergangenen Jahr berichten und erfuhr, was die anderen Gruppen so gemacht hatten.

Am Samstagmorgen wurde dann der Standaufbau durch die Installation von Rechner und Bildschirm vollendet. Wir erhielten das Material, das für das Jubiläum “15 Jahre OpenOffice” angefertigt worden war.

Neben uns war wieder der Perl-Stand, der viel Publikum anzog; auf der anderen Seite dieses Mal LibreOffice. Zahlreiche Freunde aus diesem Projekt waren angereist.

Zum Standdienst waren neben mir Mechtilde und Michaela eingeteilt. Lediglich drei weitere, allerdings hochrangige Mitglieder des Projektes bildeten unser Eventteam, nämlich Andrea, der fungierende PMC-Chair, Jan, zu diesem Zeitpunkt Kandidat für die Nachfolge von Andrea, und ein weiterer Entwickler, der Mitglied des PMC ist. Ein kleines, aber feines Team. Unser Stand war auch wieder Anlaufpunkt für die Entwickler anderer Apache-Projekte, die vorbeischauten.

Die meisten Gespräche führten wir in Englisch, viele aber auch in Deutsch. Flyer waren in diesen beiden Sprachen und in Französisch vorhanden.

Den Samstagabend verbrachten wir im Kreise des Apache-OpenOffice-Projektes; Mechtilde fand einen Parkplatz in einer Parallelstraße des Boulevard Anspach, der Anspachlaan, direkt an der Börse, deren Vorplatz als Treffpunkt ausgemacht war. Da das urige, kleine Fish-and-Chips-Restaurant, wo wir aßen, großen Zulauf hatte, gingen wir anschließend für einen “Absacker” in einen irischen Pub, den wir schon von unseren bisherigen FOSDEM-Besuchen kannten. Wegen der notwendigen Rückfahrt ins Hotel mussten sich Mechtilde und ich leider des Genusses der dort ausgeschenkten, hervorragenden Biere enthalten.

Die FOSDEM ist wohl auch das größte Fellowshiptreffen, sodass vor dem FSFE-Stand meist reger Betrieb herrschte. Die Arbeit hinter dem FSFE-Stand lief dieses Jahr wieder “wie am Schnürchen”. Es hat sich ein bewährtes Team herausgebildet, das “Hand in Hand” arbeitet. Insbesondere die neuen Rucksäcke mit dem Motiv der Kampagne “There is NO CLOUD, …” fanden reißenden Absatz.

Routiniert verlief wieder der Abbau der Stände am Sonntagabend. Noch unter dem Eindruck der zahlreichen Gespräche, die wir mit dem interessierten Publikum, aber auch mit Freunden aus anderen Projekten geführt hatten, traten wir dann die Heimreise an. Wieder hatten wir ein gutes Reisewetter.

Michael Stehmann - Fellowshiptreffen am 28.01.2015

Im Januar ist traditionell das Rückblicks- und Planungstreffen. So auch in diesem Jahr.

Leider waren insgesamt nur acht Teilnehmer gekommen, darunter auch zwei Referenten für die Treffen im Februar und März. Ob die Aufforderung “Alle sind auch eingeladen, zu bedenken, ob sie, beispielsweise durch eine Vortrag, etwas zur Gestaltung unserer Aktivitäten im Jahre 2015 beitragen können.” die anderen Aktivisten abgeschreckt hatte? Immerhin fehlten einige entschuldigt. Aus dem rechtsrheinischen Süden von Köln war ein regelmäßiger Teilnehmer des Bonner Fellowshiptreffens gekommen, der sich auch bei uns wohl recht wohl fühlt.

Keineswegs nur ihm zuliebe konnte der Chronist in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr feststellen, dass im Jahre 2014 der “rheinische Referentenaustausch” zwischen der Bonner und der Düsseldorfer Fellowshipgruppe in Gang gekommen ist. Dieser wird, da ist sich der Chronist ziemlich gewiss, auch in diesem Jahre fortgesetzt werden.

Der offizielle Teil des Treffens begann mit der “obligaten” Vorstellungsrunde.

“Dortmund braucht Freie Software” propagiert Do-FOSS, eine Initiative für den Einsatz Freier Software bei der Stadt Dortmund. Till hat uns diese Initiative kurz vorgestellt, um uns einen Vorgeschmack auf unser Treffen im Februar zu geben, bei welchem Mitglieder dieser Initiative uns diesselbe und deren Aktivitäten nahebringen werden. Bei dieser Gelegenheit wird man sicherlich auch überlegen, was man eventuell gemeinsam unternehmen kann.

Wer Do-FOSS und ihr Anliegen bereits vorher unterstützen will, hat dazu am Nachmittage des 19.02.2015 ab 14:00 Uhr Gelegenheit. Dann sollen nämlich vor dem Rathaus von Dortmund anlässlich der ersten Ratssitzung in diesem Jahr, die um 15:00 Uhr beginnt, Flyer verteilt werden. Helfer sind willkommen!

Harald stellte das Thema für das Fellowshiptreffen im März vor. Er beschäftigt sich mit Freien Geoinformationssystemen und Offenen Geodaten. Hierüber wird er dann im März referieren.

Beim Rückblick auf das vergangene Jahr konnten zahlreiche Aktivitäten, an denen Düsseldorfer Fellows beteiligt waren, memoriert werden. Einzelheiten können diesem Blog entnommen werden.

Auch im Jahre 2015 fährt wieder unser Bus zu den Chemnitzer Linux-Tagen am 21. und 22.03.2015. Aufgrund der bisherigen Anmeldungen konnte bereits eine erste Senkung des Reisepreises vorgenommen werden. Birgit konnte diese bereits beim Treffen in Aussicht stellen; ihre Erwartung hat sich also betätigt. Es kann festgestellt werden, dass sich dieser Bus etabliert hat.

Jeder sollte einmal in Chemnitz zu den Linux-Tagen gewesen sein und der beste Weg dorthin ist der Freedom-Tours-Bus, der auch dieses Jahr wieder mit der freundlichen Empfehlung der Düsseldorfer Fellowship-Gruppe der FSFE auf die Reise geht.

Gewünscht wurden von den Teilnehmern des Treffens mehr technische Themen. Auch wenn wir im Februar eher mit einem politischen Thema starten, werden sich die Koordinatoren bemühen, diesem Wunsche Rechnung zu tragen.

Nach dem außerordentliches Fellowshiptreffen am 12.10.2014 waren sich die meisten ortansässigen Teilnehmer einig, dass eine solche sonntagvormittägliche Veranstaltung mit Familien kein einmaliges Ereignis bleiben darf. Leider musste das “Schwesterherz” schließen. Es soll daher geprüft werden, ob ein solches Treffen in den Räumen des c3s im Gerresheimer Bahnhof stattfinden kann. Dort werden wir auch im April 2015 unser ordentliches Fellowshiptreffen abhalten.

Am 14.02.2015 feiern wir den “I love Free Software Day 2015″. Eine gute Gelegenheit, einmal unsere Liebe zu Freier Software zu zeigen und eine Entwicklerin oder einen Entwickler zu umarmen (Bitte vorher um Erlaubnis fragen!).

Nächstes Treffen:

Das nächste reguläre Fellowshiptreffen in Düsseldorf findet am 25.02.2015 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt. Um 20:00 Uhr beginnen wir mit dem „offiziellen“ Teil. Wer später kommt, verpasst also was.

Thema ist, wie bereits erwähnt, die Initiative Do-FOSS.

Der offizielle Teil wird um 23:00 Uhr enden.

Gäste sind bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

02.02.2015

dictvm - 1 year on 2 wheels

I think I will never be able to forget about last year. 2014 was the year I fell in love with riding a bicycle - again. In fact, this already happened in 2012 and it was inspired by my father.

My father is a bicycle aficionado since, well, ever. He rode an old road bike back in the day. I still remember the down tube-shifters made out of plastic. His next bike however, was a beautiful Koga Miyata TerraLiner Oval. This was in 1999, when I was still a kid.

I didn't really care about bicycles and I was riding a new Scott mountain bike back then. However, whenever my father allowed me to ride his Koga for a while, I felt this incredible joy of being on a really fast bike.
The feeling faded though. Then came puberty, girls started to be far more interesting, booze had to be tried and Black Metal to be discovered. It was a fine time and I enjoyed it a lot. At that time the bike was reduced to a vehicle of transportation. This way it was possible for me to stay longer at a party because I did not have to take the last bus, which left earlier. When you are literally too drunk to walk a straight line, you can still ride a bike with one eye closed. Yes, I was a bit more stupid back then. Life happened. I left Münster to become an apprentice in IT which lead me to end up as the systems administrator I am now. I moved to Erkrath, finished the apprenticeship, got a full time job, moved to Düsseldorf. And here I am now, 3 years later, with 4 bikes stuffed into my 55 square meter flat.

In 2012, while I was visiting my father in Münster, he told me to take one of his bikes with me. He remembered that I always liked it and I was complaining a lot about the public transportation in Düsseldorf, so he thought I should just take the bike. He did not give me just a bike, but the Koga Miyata. It was collecting dust in the basement and he had not used it since he bought a modern Steppenwolf-hardtail mountainbike in 2007. Of course, I gladly accepted the present. It was still in a pretty good condition. It was just perfect.

koga #1 This was taken during a short ride with a friend of mine in 2012.

I rode it throughout the whole summer of 2012 and I had big plans for 2013 - which I totally forgot about afterwards. I was preoccupied with work. I stopped smoking and got depressed. I stayed away from Chaosdorf, my favorite Hackerspace. In 2013, I rarely touched the bike, so it collected dust inside of my flat. I wasn't feeling well at all.

Back on my feet

Things changed when I suddenly felt the urge to be on a bicycle again. It started right in the beginning of 2014. Suddenly, I noticed that the symptoms of my depression decline when I'm on a bike. The more time I spent on my bike, the more I started to feel like a person living a life worth living again. It made me feel like I was really alive again. It gave me freedom. Otherwise I would have spent my day at home or waiting for a tram; or ranting about delayed trams on Twitter.

koga #2 One of my many trips to Kaiserswerth. It's a decent, bike-friendly path along the rhine.

koga #3 This picture was taken at the other side of the rhine. A friend of mine showed me this side at the beginning of summer. I can definitely recommend riding there.

Not enough

The person to inspire me to get a road bike was FAZ blogger Don Alphonso who keeps on posting pictures of rare, beautiful classical road bikes in his blog. I liked how these things looked and that you could reach insane amounts of speeds on them. Thus, I came to the conclusion to just buy a used road bike from the Ebay equivalent of Craigslist.

While I was visiting my mother in Lingen, I told her about my plans and we visited a small bicycle store in Rhein where I was told to get a modern road bike instead, especially because of the increased stability of a modern aluminum-frame. I wasn’t sure yet, if I wanted to spend more than a thousand bucks on something that might just end up as another bike collecting dust.

At first I eyed a Cube-entry level bike and then my eyes caught a glimpse of a slightly more expensive one. However, as soon as I was ready to place an order for the Stevens bike, the dealer told me that the frame size I needed was no longer in stock and that he was unable to get another. I wasn’t quite sure about the Cube anymore and so I decided to order a Canyon RoadLite 7.0 instead. Ironically, just two days before it finally got delivered, I had a cycling accident that put me into the hospital for a few hours. The muscles in my left leg overstretched and I had to let it heal for a few weeks until I could finally ride the new bike.

The very first ride with the new bike after my injuries had time to heal

During a holiday where I spent about 3-4 hours per day on the bike.

Another picture from the same holiday in East Frisia

This is how you transport a bike in a Deutsche Bahn InterCity train.

During descends, I peaked roughly 65 km/h on this bike and according to Strava, I rode about 1500 km on the RoadLite from July to October. A few hundred kilometers might be missing because I sometimes forgot to enable the tracking function of the app. However, I am not riding the bike for mere statistics anyways.

But something was still missing. Now I had a super-modern road bike with a complete Shimano Ultegra setup and I still felt like my life wasn’t complete without yet another bike. I scoured Ebay for an old road bike so I had something to play with, which I didn’t depend on for transportation. Thanks to Don Alphonso, I found a nice old road bike with a beautiful steel frame in Cologne - for which I paid only 300 €.

There are also special bicycle-compartments in Deutsche Bahn Regional Express trains

At first, it looked kind of ugly, due to the Milka splattered handlebar tape. I quickly replaced it with a nice white tape. The tape seemed a bit off and I noticed a few mistakes I made while tightening it, so I got myself another replacement. I ended up with an old Vinyl tape that might just be a few years older than I am. The brake handles also didn't fit to the bike, so I replaced them with Shimano 600 levers completing the Shimano 600-group of the bike.

The beautiful Shimano 600 levers

There just had to be one of those Hipster-pictures

At night

Before:

After:

Winter is coming

Road bikes have one disadvantage: They don't perform all particularly well in winter. So there had to be yet another bike in my collection, more suitable for bad weather conditions. At first I considered getting a hardtail mountainbike, but I didn't like the straight handlebar and I was convinced that an MTB wasn't the right bike for riding in a city like Düsseldorf. One of the Youtube channels I’m subscribed to had a report about a Cyclocross mastership and after some digging, I knew I wanted a cyclocross bike. It's built like a road bike but comes with disc brakes out of the box and slightly wider tires featuring a treaded surface.

My budget was a bit tight and so I tried to find the right crosser for roughly 1000 €. But my local dealer told me right away that I won't find a crosser with disc brakes which are able to stop a person of my size and mass for a price below 1500 €. So he recommended hydraulic disc brakes instead of mechanical ones to serve this purpose. At first I considered to let him replace the standard issue mechanical ones with the semi-hydraulic HY/RD from TRP but that would still have cost me about 1600 € including working hours for the modification. Fuck it, I thought and just went with the Cannondale CAADX SRAM Rival group and hydraulic disc brakes, resulting in a 2000 € bill.

Well, that escalated quickly. Thanks to a great employer, I was able to order the bike for my daily commute to the office as my Jobrad (that's german for "bicycle for work") - it’s a process that comes with the same tax-benefits as a company car. It took a few weeks until it was all wrapped up. Of course there were lots of signatures involved and the process took a quite some time, with all of the parties involved being spread across four different cities. Mid-November, I was finally allowed to take the bike with me.

I’m not sure if my current collection satisfies me with having “enough bicycles”. I don’t think so. I’m looking forward to what the year 2015 will bring in regards to bicycles, though. I’m pretty sure I’ll spend a lot of time on my bikes.

01.02.2015

Chaosdorf e.V. - Erstes Ansible-Meetup am 21. Februar 2015

Am 21. Februar 2015 findet in unseren Räumen ein Ansible-Meetup statt. Dazu möchten wir euch einladen. Geplant ist, dass das Meetup ein Treffen von Ansible-interessier­­ten DevOps/Sysadmins sein wird, das abhängig vom ersten Meetup zu einer regelmäßigen Veranstaltung wird. Bei Interesse kannst du dich entweder bei uns im Wiki oder bei Meetup eintragen, damit wir ungefähr wissen, mit vielen Gästen wir rechnen müssen. Es soll um 16 Uhr losgehen!

In den kommenden Tagen werden wir im Wiki und auf der Meetup-Seite noch genauer beschreiben, was wir uns für die erste Veranstaltung für ein Programm ausgedacht haben. Fest steht jedenfalls, dass zwar auch Anfänger willkommen sind (zumal einer von uns sich selbst noch als solcher betrachtet), wir aber nicht die Kapazitäten für Hands-on-Schulungen haben. Vielleicht wird’s auch einen kurzen Bericht mit ein paar Slides von unserem Besuch beim AnsibleFest in London geben.

Veranstaltet wird das Meetup von dictvm und von @svbito als Gastveranstalter. Wir freuen uns!

 

Frosch - Im Netz aufgefischt #198

70 Jahre Auschwitz-Befreiung

Ian Dunt @IanDunt
When I visited Auschwitz, our guide said: ‘Extremism does not explain what happened here. Only conformity does.’

10:59 – 27. Jan. 2015

Autismus

Behinderung / Inklusion

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

Pegida & Co.

Qualitätsjournalismus

Vergewaltigung

Verschlüsselung / Anonymisierung

Ganz zum Schluß

flattr this!

30.01.2015

Chaosdorf e.V. - Bikeshed++: Nun auch mit Fahrradaufhängung

Das Bikeshed im Hackerspace platzt im Sommer aus allen Nähten und im Winter bessert sich die Situation auch nur minimal. Ein Plan musste her. Hans schlug dann kurzerhand vor, Fahrradaufhängungen im Eingangsbereich zu montieren. Es kam zum Konsens und die im Eingang im Regal stehenden Memberboxen wurden noch am selben Abend in den Transporterraum verfrachtet.

Nach ein paar Tagen kamen auch die Fahrradaufhängungen, lagen dann aber erstmal auf Halde, bis yrthy sich der Sache annahm und die Wand mit dem Bohrer bearbeitet hat. Hier und da ist die Wand nicht ganz so stabil wie erhofft, es reicht aber so gerade eben für Fahrräder unterhalb der 12kg. Primär sind die Aufhängungen ohnehin für die eher leichten Räder ohne eigenen Ständer gedacht.

Alle gerade im Dorf stehenden Räder am Haken

Alle gerade im Dorf stehenden Räder am Haken

 

Inzwischen ist uns einer der Haken wieder entgegen gekommen, nach dem ein etwas schwereres Rad daran gehängt wurde. Das sollte aber reparierbar sein. Im Zweifel helfen dickere Schrauben und stabilere Dübel. Für den Anfang sieht’s aber doch ganz gut aus. Jetzt hoffen wir, dass die Aufhängungen zu weniger Bikeshed-Rage führen.

25.01.2015

Frosch - Im Netz aufgefischt #197

Asyl

Autismus

Computersicherheit

Datenschutz

Geheimdienste

Gesundheit

Guantanamo

Haasenburg GmbH

Hartz IV & Co.

LGBTI

Pegida & Co.

Polizei

Raif Badawi

Urheberrecht

Verschlüsselung

Und sonst so?

flattr this!

24.01.2015

Michael Stehmann - Fellowshiptreffen am 26.11.2014

Beim Fellowshiptreffen am 26.11.2014, also dem letzten Treffen in diesem Jahr stand das Thema Gesundheitskarte auf der Agenda. Der Bonner Neurologe und Freund Freier Software Walther Koehler diskutierte mit uns seine kritischen Gedanken hierzu.

Bereits die Historie, die uns der Referent erläuterte, vermag kaum Anlass zum Optimismus hinsichtlich eines Gelingens dieses Projektes geben. Ankündigungen und Resultate stehen in einem Missverhältnis, welches aber für viele EDV-”Groß-”Projekte typisch ist.

Erläutert wurde auch die derzeitige Auslegung dieses Projektes, wie sie sich aus der Sicht eines zwangsläufigen Anwenders darstellt. Vieles erscheint derart unpraktikabel und fehlgeplant, dass ernste Sorgen um den Datenschutz in den Arztpraxen angezeigt erscheinen. Vom versprochenen Nutzen für den Patienten ist praktisch nichts übriggeblieben. Für den Arzt und die anderen Angehörigen der Heilberufe ist die Gesundheitskarte keine Hilfe, sondern nur eine zusätzliche Last, wofür die fehlende Begeisterung der Ärzteschaft für dieses Projekt deutlicher Ausdruck ist.

Beispielsweise wird das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient dadurch belastet, dass dem Arzt die Prüfung der Identität seines Patienten auferlegt wird.

Dass auch hinsichtlich Freier Software nichts Positives berichtet werden konnte, erschien daher kaum überraschend.

Mit den Vortrag von Walther hat der “rheinische Referentenaustausch” eine schöne Fortsetzung erfahren. Die Kontakte zwischen der Bonner und der Düsseldorfer Fellowshipgruppe erweisen sich als fruchtbringend und hoffnungsvoll für die Zukunft.

Nächste Treffen:

Im Januar, am 28.01.2015, ist ab 19:30 Uhr im Chaosdorf unser “traditionelles” Rückblicks- und Planungstreffen.

Referenten für Februar und März 2015 konnten bereits gewonnen werden.

Michael Stehmann - OpenRheinRuhr 2014

In diesem Jahr fand die OpenRheinRuhr am 08. und 09. November wieder an gewohnter Stelle in den Räumen des Rheinischen Industriemuseums in Oberhausen statt. Auf diesem Event sind die Fellows der FSFE mit Vorträgen und Workshops, in der Organisation, an vielen anderen Ständen als Standpersonal – also praktisch überall – aktiv.

Nur wenige Meter vom Trubel des Events entfernt hielt auch die FSFE ihre jährliche Mitgliederversammlung ab, sodass die Teilnehmer derselben Gelegenheit hatten, in den Pausen kurze Gespräche mit der Basis führten. Auch während des Social-Event am Samstagabend standen hierfür zahlreiche Fellows und andere Freie-Software-Aktivisten zur Verfügung.

Der Stand der FSFE war nicht nur gut platziert, sondern fiel auch dadurch auf, dass er vom neuen sechs mal drei Meter großen Pavillon überdacht war. Dies ermöglichte es Rainer, ihn sehr ansprechend zu gestalten, sodass er viele Besucher anzog.

Neben dem Apache-OpenOffice-Stande befand sich wieder der LibreOffice-Stand. Auf der anderen Seite war der Stand des sidux e.V., der bekanntlich die PrOOo-Box unterstützt. Wir waren somit von Freunden umgeben.

Wir, Mechtilde und ich, wurden wieder von Michaela und marudor unterstützt.

Erfreulich war, dass Thomas Krumbein, der langjährige Vorsitzende des OOoDeV und späteren FrODeV, auch unserem Stand einen Besuch abstattete.

Auf den Seiten des sidux e.V. befindet sich auch ein längere Bericht über diese Veranstaltung mit Lichtbildern. Auf zumindest einem ist auch unser Stand gut zu sehen.

Michael Stehmann - Fellowshiptreffen im Oktober 2014

Der Landtagsabgeordnete Matthi Bolte sprach mit uns am 29.10.2014 über das Thema Open.NRW.

Über das Projekt Open.NRW ist in diesem Blog schon mehrfach berichtet worden. Am 27.05.2014 hat die nordrhein-westfälische Landesregierung die Open.NRW-Strategie verabschiedet.

Es war daher sehr interessant, von einem Landtagsabgeordneten einer die Landesregierung tragenden Fraktion über den Stand dieses Projektes informiert zu werden und mit ihm die Zukunft von Offenheit, Transparenz und Bürgerbeteiligung zu diskutieren.

Schließlich sind die Verwendung Offener Standards und bewährter und allgemein bekannter Lizenzen uns ein Anliegen.

Es gab daher einen regen Gedankenaustausch. Danke an Matthi Bolte für diesen interessanten Abend.

Michael Stehmann - T-Dose 2014

Die T-DOSE ist ein kostenloses und jährliches Treffen in Eindhoven zur Förderung der Nutzung und Entwicklung Freier Software. Dieses Jahr fand sie am 25. und 26. Oktober wieder in Eindhoven statt. In diesem Jahr hatte auch Apache OpenOffice einen Stand angemeldet und erhalten.

Selbstverständlich war auf dem Standrechner die neuste Apache-OpenOffice-Version mit niederländischer Lokalisierung installiert. Nur niederländische Flyer hatten wir leider nicht. Aber die englischen oder die deutschen Flyer taten es in Regel auch.

Benachbart war der Stand der Free Software Foundation Europe, der sich wieder an seinem “angestammten” Platz befand. Der niederländische Fellowship-Koordinator Maurice hatte ein großes, fast zweistelliges Team von Fellows gewinnen können, diesen zu betreuen. Diese gestalteten den Stand sehr ansehnlich.

Die T-Dose war also auch in diesem Jahr wieder ein niederlänisch-rheinisches Fellowshiptreffen und Eindhoven auch dieses Jahr wieder eine Reise wert.

Michael Stehmann - Außerordentliches Fellowshiptreffen am 12.10.2014 und LINUXCON EUROPE in Düsseldorf

Vom 13. bis 15.10.2014 fand die LINUXCON EUROPE im Congress Centre in Düsseldorf statt. Hierzu fanden sich viele Freunde Freier Software im Rheinland ein.

Dies war der Anlass für ein außerordentliches Fellowshiptreffen am Vormittage des 12.10.2014 im Schwesterherz. Freunde Freier Software von Bilk bis Japan trafen sich dort zum Brunch und hatten teilweise ihre Familien mitgebracht. Es war ein lockeres und fröhliches Treffen, das sich bis in den Nachmittag hinzog.

Die meisten ortansässigen Teilnehmer waren sich einig, dass eine solche sonntagvormittägliche Veranstaltung mit Familien kein einmaliges Ereignis bleiben darf.

Den FSFE-Stand auf der LINUXCON EUROPE hatten Rainer und Reiner wieder sehr ansprechend gestaltet. Der Chronist hatte neben seinem Standdienst die Gelegenheit, Mitglieder des Legal Network (auch aus Nordamerika) und einige hochrangige “Apachen” zu treffen.

Am Stand ergaben sich interessante Gespräche. Denen, die die FSFE noch nicht kannten oder mit der FSF verwechselten, konnten wir unsere Ziele, Arbeitweisen, Kampagnen und Projekte erklären. Auch der Präsident der FSFE ließ es sich nicht nehmen, den Stand zu besuchen.

Eine bemerkenswerte Beobachtung ergab sich noch am Ende der Veranstaltung. Wir am FSFE-Stand hatten “tapfer durchgehalten”, weil wir aufgrund unserer Erfahrung erwarteten, dass sich Teilnehmer die Gelegenheit nicht entgehen lassen würden, sich für die Heimreise mit Textilien und anderen Dingen “einzudecken”. Doch diese Erwartung erwies sich als abgrundtief irrig; LINUXCON-Teilnehmer ticken offenbar ganz anders.

Achja – dass Deutschland nicht gänzlich und ausschließlich von Bayern besiedelt ist, gehört, wie das Logo auf den Event-T-Shirts belegte, in Nordamerika wohl nicht zum Allgemeinwissen, aber für manche hier sind ja auch alle Niederländer “Holländer”.

Nachtrag: Mir ist mein Teilnehmerausweis für die LINUXCON EUROPE wieder in die Hände gefallen. Dort wird meine Rolle als “Networking Attendee” charakterisiert. Mir gefällt diese Bezeichnung!

Michael Stehmann - Barcamp der Evangelischen Kirchen im Rheinland, Westfalen und Lippe

Von 26. bis 28. September 2014 fand im Haus der Kirche in Essen ein gemeinsames Barcamp der Landeskirchen in Rheinland, Westfalen und Lippe statt. Kooperationspartner waren der Kirchenkreis Essen und das (katholische) Bistum Essen.

Hieran nahmen auf Einladung auch der Chronist und seine Ehefrau teil.

Bereits am Freitagabend trafen wir uns zu einem ersten Kennenlernen und zur Ausgabe der Barcamp-T-Shirts.

Am Samstagmorgen ging es dann “richtig” los. Ein Barcamp ist das, was die Teilnehmer daraus machen. Auch der Chronist hatte zwei Sessionvorschläge mitgebracht.

Erstaunlich war die Aufgeschlossenheit der Teilnehmer gegenüber Freier Software, die viele selber (zumindest privat) nutzten. Wir trafen auch einige “alte Bekannte” aus der “Freien-Software-Szene”.

Nicht nur bei den Sessions war somit unser Anliegen gut vertreten; es konnten auch einige gute Gespräche “am Rande” mit Interessierten geführt werden.

Am Sonntagmorgen bot ich mich dann spontan an, eine Session zum Thema “SEO” zu leiten, die sehr gut besucht war.

Eigentlich konnte ich nur “Binsenwahrheiten” darbieten, die gleichwohl manchem noch etwas Neues boten. Bemerkenswert war die Erleichertung der Teilnehmer, als ich erklärte, dass die marktführende Suchmaschine für Menschen geschriebene Seiten “liebt”.

Die Nachlese befindet sich sowohl hier, als auch dort.

Im Jahre 2015 findet ein zweites Barcamp statt. Leider kann der Chronist wegen einer Terminkollision nicht daran teilnehmen, was er sehr schade findet, denn er kann sich der Meinung eines Teilnehmer nur anschließen, der erkärte, was Offenheit und Neugier aufeinander angehe, könne sich dieses Barcamp durchaus mit klassischen Nerdveranstaltungen messen.

Was der Chronist noch gelernt hat: Aktuelle Bibelübersetzungen sind leider proprietär – aber es gibt Menschen, die das ändern.

Michael Stehmann - Fellowshiptreffen im September 2014

“Omnis enim res, quae dando non deficit, dum habetur et non datur, nondum habetur, quomodo habenda est.”; (deutsch: “Denn jede Sache, die durch Mitteilung an andere nicht verliert, besitzt man nicht, wie man soll, solange man sie nur selber besitzt, ohne sie wieder an andere weiterzugeben”) ist ein Motto der FSFE aus ihrer frühen Zeit. Diese Erkenntnis ist jedoch etwa 1600 Jahre alt und stammte von einem in der ganzen Christenheit angesehenen Heiligen.

Ralf Peter Reimann, Diplom-Informatiker und Pastor, führte uns auf dem Fellowshiptreffen am 24.09.2014 durch die Kirchengeschichte unter dem Aspekt des Gedankens des Teilens.

Er diskutierte dann aber auch mit uns eine Herausforderung heutiger Zeit, nämlich die Einführung Freier Software im kirchlichen Bereich.

Ralf Peter konfrontierte uns mit häufigen Einwänden und Fragen, deren Widerlegung und Beantwortung uns nicht schwer fiel.

So wurde das Teilen von Wissen ein gegenseitiges.

18.01.2015

Chaosdorf e.V. - C++-User-Group Treffen im Chaosdorf am Mi, 21.01.15

Am Mi. den 21. Januar trifft sich (wie jeden 3. Mittwoch im Monat) die C++ User-Group NRW und Interessierte zu einem Themenabend zu C++.

Thema: C++ Quiz & Vortrag boost::any

Ab 19:30 Uhr beginnt das Treffen im Chaosdorf.

Chaosdorf e.V. - GameJam(0): The Day After

Der erste GameJam des Chaosdorf ist vorbei und nach erschöpfenden 40 Stunden Coding waren wir zwar sehr fertig, aber auch sehr stolz auf unsere Ergebnisse.
Es wurde viel geflucht und gefreut über $Dinge die klappten oder eben auch nicht. Egal ob langjähriger Programmierer oder Anfänger, wir haben alle geschafft was am Anfang nicht jeder glauben konnte, spielbare Spiele zu schreiben.
Aber das wichtigste, der Spaß am Spiele-Entwickeln kam definitiv nicht zu kurz.

Plantprogrammer hat uns während der Zeit nicht nur mit Nudeln, sondern auch mit awesome Keksen versorgt und trotzdem zusammen mit gglyptodon ein erstaunliches Spiel abgeliefert.

Teilnehmer(10)

Themen(6)

  • A new Dawn
  • Pizza
  • Balance
  • Blocks
  • Trains
  • Michael Bay

Spiele(6)

“Finale” Versionen der Spiele am ende der GameJam: FINAL VERSIONS

Titel: masspong
Autor: SkaveRat
Programmiersprache: golang
Plattform: Browser (PC)
Kategorie: block
GitHub: masspong-server masspong-client masspong-web
Beschreibung:
Ein Klon des klassischen Pong-Spiels implementiert als golang-Server. Der Server berechnet die Position des Balls und der Schläger. Um die Schläger zu bewegen können beliebig viele Spieler Bewegungsanweisungen “UP” oder “DOWN” an den Server schicken. Dadurch entsteht ein Massively Multiplayer Online Pong Erlebnis (MMOPE) á la Twitch plays Pokemon.

masspong

masspong

Titel: GridCity
Autor: bison, Shodan
Programmiersprache: C# (Unity Framework)
Plattform: Windows / Linux / Mac
Kategorie: blocks, trains, michael bay, a new dawn
Notizzettel: https://pads.ccc.de/8E7adio5X5
Beschreibung:
GridCity ist ein Grid-basiertes Singleplayer Simulationsspiel. Der Spieler kann Stadtzentren und verschiedene Ressourcen-generierende Gebäude bauen. Um den Bauradius zu erweitern, müssen neue Stadtzentren errichtet werden, die wiederum über Bahnstrecken mit den vorhandenen Stadtzentren verbunden sein müssen.

GridCity

GridCity

GridCity Building Destruction

GridCity Building Destruction

Titel: 8-bit pizza train demolition derby
Autor: haxdraht
Programmiersprache: C
Plattform: avr
Kategorie: blocks, trains, balance, michael bay, a new dawn
Youtube: TilTisback
Beschreibung:
Dieses Spiel war das erste fertiggestellte Spiel des GameJams. 16 im Kreis angeordnete LEDs auf einer Platine symbolisieren die Bahnstrecke. Ein 8-bit langer Zug (acht leuchtende LEDs) rotiert auf der Bahnstrecke. Durch Knopfdruck kann der Spieler versuchen ein Segment, in die Luft zu sprengen. Wenn er trifft, wird das getroffene Segment entfernt und der Zug fährt schneller (weil wegen Masse und so).

source code of 8-bit pizza train demolition derby

source code of 8-bit pizza train demolition derby

8-bit pizza train demolition derby

8-bit pizza train demolition derby

Titel: ObeTownGirl
Autor: gglyptodon, plantprogrammer
Programmiersprache: C# (Unity Framework)
Plattform: Windows / Linux / Mac / Android
Kategorie: pizza, balance
Beschreibung:
Die Welt ist eine Pizza, auf deren höchstem Berg die Stadt ObeTown ruht. Die Stadtbevölkerung hat Hunger und verliert nach und nach an Gewicht. Ziel des Spiels ist es, die Anwohner vorm Verhungern zu retten. Der Spieler tippt die Namen der Anwohner ein, die sodann mit Pizza beliefert werden. Durch Gewichtszunahme und Geburtenrate gerät die Stadt in ein Ungleichgewicht, das durch geschicktes Füttern auszugleichen gilt.

ObeTownGirl Title Screen

ObeTownGirl Title Screen

ObeTownGirl ingame

ObeTownGirl Ingame

ObeTownGirl HighScores

ObeTownGirl HighScores

ObeTownGirl Credits

ObeTownGirl Credits

Titel: Pizza Guy vs Mcbay
Autor: Lorcan, newt
Programmiersprache: Javascript (Phaser Framework)
Plattform: Browser (PC)
Kategorie: pizza, michael bay, balance
Beschreibung:
Pizza Guy vs McBay ist ein side-scrolling jump&run&pizza-Spiel. Mit Parallax-Scrolling und selbstgenerierten Sprites wird das Spieler-Auge verwöhnt. Pizza Guy kann durch eine urbane Landschaft laufen und mit Pizzen um sich werfen.

Pizza Guy vs Mcbay

Pizza Guy vs Mcbay

Titel: LokoPizza
Autor: YtvwlD, a1asd
Programmiersprache: Python (ncurses package)
Plattform: Linux / Mac without sound
Kategorie: pizza, michael bay, trains, blocks
GitHub: LokoPizza
Beschreibung:
LokoPizza ist ein Konsolenspiel, bei dem der Spieler für einen Zug die Weichen so stellen muss, dass er unversehrt zum Ziel gelangt. Zwischendurch werden Pizzabomben geworfen, die Gleisabschnitte beschädigen. Die beschädigten Gleise werden mit der Zeit repariert.
Berühmtes Zitat: “Wir brauchen keine Objekte, wir haben Framebuffer!”

LokoPizza Title Screen

LokoPizza Title Screen

LokoPizza Tutorial Level 1

LokoPizza Tutorial Level 1

LokoPizza Tutorial Level 2

LokoPizza Tutorial Level 2

LokoPizza Tutorial Level 2 exploding track

LokoPizza Tutorial Level 2 exploding track

Fazit

  • Alle hatten Spaß
  • Alle haben etwas gelernt
  • Das pseudo JavaScript von Unity 3D ist fürn Arsch (bison + Shodan testeten)
  • Das wollen wir bald[tm] wieder machen
  • Vorbereitung und Vorkenntnisse sind zwar hilfreich, aber total überbewertet ;)

Was wir hätten besser machen können:

  • Dedicated Support Person (DSP)
    (Eine $Person, die sich um das kümmert, was übernächtigte so verpeilen)
  • Definieren: Was ist ein “Spielbares” Spiel?
    Das Ziel etwas genauer beschreiben, was man mit “Spielbar” meint.
  • Mailing-Liste
    Eine Mailing-Liste zum Kommunizieren für davor+danach.

Frosch - Im Netz aufgefischt #196

Autismus

Behinderung / Inklusion

Charlie Hebdo

Computersicherheit

Elektronische Gesundheitskarte

Esoterik und Scharlatanerie

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

Islamismus

Jugendschutz

Pegida & Co.

Qualitätsjournalismus

Verschlüsselung

Vorratsdatenspeicherung

Und sonst so?

flattr this!

17.01.2015

Frosch - (No) Spirit of Health 2015

Es scheint, es hat sich bei Kongreßhallenbetreibern noch immer nicht so wirklich herumgesprochen, daß es eine ziemlich dumme Idee ist, sich für einen „Spirit of Health“-Kongreß herzugeben. Nachdem sich letztes Jahr die Betreiber des Hannoveraner Congress Centrum mit einigem Bla-Bla herausredeten, warum sie den „Spirit of Health“ 2014 nicht mehr loswerden konnten, fanden die Veranstalter das einen vollen Erfolg und laden erneut zu einem solchen Kongreß ein – diesmal in Kassel.

Davon erfahren habe ich auf sehr, ähm, eigenartigem Wege. Heute erhielt ich eine Spam-E-Mail mit einer britischen Absender-Adresse, die behauptete, ein „Newsletter“ des Jim-Humble-Verlags zu sein. Offenbar hat der saubere Jim-Humble-Verlag allerdings keinen seriösen Mailversender dafür gefunden:

Received: from multiple-run.simabok44.com (unknown [111.79.73.12])
  by seewind.atari-frosch.de (Postfix) with SMTP id 732FC25344
  for <frosch>; Sat, 17 Jan 2015 17:35:04 +0100 (CET)
From: "Matthew Meyers" <info>
To: frosch@atari-frosch.de
Subject: Jim Humble Newsletter

Ein whois auf die IP-Adresse des einliefernden Hosts ist eindeutig:

inetnum:        111.72.0.0 - 111.79.255.255
netname:        CHINANET-JX
descr:          CHINANET JIANGXI PROVINCE NETWORK
descr:          China Telecom
descr:          No.31,jingrong street
descr:          Beijing 100032
country:        CN

Der Header weist also aus, daß die Mail über einen chinesischen Host, also höchstwahrscheinlich über ein chinesisches Botnet, versandt worden ist. Das ist natürlich äußerst seriös. (Nicht.)

Genauso sieht dann auch die Liste der geladenen Redner aus: Unseriös. Bis auf einen war es nicht schwierig, den Leuten ein wenig hinterherzuspüren:

Dr. med. Joachim Mutter
ist offenbar ein Freund von Verschwörungstheorien:

Das Problem ist: Die „Hauptkrankmacher“ werden von allen Regierungen und der Medienwelt weltweit geheim gehalten und sogar finanziell unterstützt. Sie werden sogar vor berechtigten Schadensersatzansprüchen geschützt. Der Grund ist ganz einfach: Die Regierungsmitglieder und Medien sind praktisch immer nur Marionetten von großen Industrie-Konzernen oder Standesorganisationen.

Außerdem hält er Autismus offenbar für eine Erkrankung des Gehirns.

Quelle: Gesundheit ist ein politisches Problem – Interview mit Dr. med. Joachim Mutter vom 29.06.2014.

Ekkehard Sirian Scheller
praktiziert etwas, was er Infopathie oder auch Neue Dunkelfeldmikroskopie nennt und damit (auch erfundene) Krankheiten behandelt. Er propagiert Angst vor Elektrosmog und warnt vor „Parasiten“. Außerdem steht er auf „MMS“, die von Jim Humble beworbene Chlorbleiche, die ja bekanntermaßen so ziemlich alles heilen soll.
Dr. Andreas Kalcker
ist ebenfalls ein Fan von „MMS“, wie Psiram berichtet:

[…] engagierte sich als Medizinlaie insbesondere für das nicht zugelassene Arzneimittel MMS, vor dem zahlreiche Gesundheitsbehörden weltweit wegen der Nebenwirkungen und Wirkungslosigkeit warnen. Nach Kalcker heile MMS „95% aller Krankheiten“

Kein Wunder, daß er sich von Jim Humble gerne als „MMS-Bischof“ bezeichnen läßt.

Dr. med. Markus Peters
wirbt auf der Website seiner Praxis mit einer „biologischen Krebstherapie“, die auch Oncothermie genannt wird. Nunja.
Sepp Holzer
will mit der Natur kommunizieren. Nur seltsam, daß wohl jeder, der sich kritisch äußert, direkt von seinem Hof fliegt.
Adrian Jones
ist ein großer Anhänger der sogenannten Schwarzen Salbe, die die damit behandelten Patienten auch durchaus mal umbringen kann und auch ansonsten ziemlich häßliche Wirkungen hat. – Nein, ich meine nicht Nebenwirkungen, denn die versprochene Wirkung tritt natürlich nicht ein.
Andreas Bachmair
sucht nach und macht den Menschen Angst vor Impfschäden. Daher soll man sich und seine Kinder seiner Meinung nach besser nicht impfen lassen – Krankheiten dürfen sich wohl gerne beliebig ausbreiten, es gibt ja dann bestimmt irgend ein Heilmittelchen in der homöopathischen Apotheke.
Hanna Blahova
publizierte ein Buch zum Thema „Parasiten“ – natürlich über den Jim-Humble-Verlag. Ansonsten konnte ich über die Dame nicht viel in deutscher oder englischer Sprache finden, die meisten Suchergebnisse scheinen tschechisch zu sein.
Dr. med. Tullio Simoncini
… darf zumindest in seinem Heimatland Italien nicht mehr praktizieren, weil er eine obskure „Backpulver-Therapie“ bei Krebs anwendete und das zu so ein paar Todesfällen führte. Trotzdem darf er beim „Spirit of Health“ 2015 genau darüber referieren: Sein Vortrag heißt „Krebstherapie mit Natriumbicarbonat“ – er ist also offenbar beim Backpulver geblieben.
Dr. Leonard Coldwell
heißt eigentlich Bernd Klein und versucht sich offenbar immer wieder mit lustigen Pseudo-Medikamenten und -Therapien. Beim Rationalwiki kann man gar nicht verstehen, …

… Why a man with a stratospheric cure rate and tens of thousands of happily ex-cancerous punters would choose to leave the country where he performed his medical miracles, change his name, take up motivational speaking and get arsey about being known by his former name […]

Billy Best / Gaston Neassens
Ich unterstelle mal, daß damit dieselbe Person gemeint ist? Jedenfalls ist Herr Neassens Franzose, der auch ein wirkungsloses Allheilmittel vertreibt. Sein Goldesel heißt 714-X.
Dirk Schrader
ist Tierarzt in Hamburg und meint, auch Tiere solle man besser nicht impfen.
Dr. Josè Miguel Sempere Ortell
Über den Menschen selbst ist nicht viel zu finden, er macht wohl vor allem in Krebstherapie mit nur teilweise zugelassenen Medikamenten. Beim „Spirit of Health“ will er über die Meerwassertherapie nach Quinton referieren.
Dr. med. Dietrich Klinghardt
beruft sich auf Germanische Neue Medizin, befürwortet die Familienaufstellung nach Hellinger und behauptet, verschiedenste Krankheiten von Depressionen über Morbus Parkinson bis zu Alzheimer in fortgeschrittenem Stadium mit täglich ein paar Löffeln Galactose (einem Zucker) heilen zu können. Er meint, Autismus sei ein menschengemachtes Krankheitsbild, das umso stärker sei, je mehr das Kind mit „Giften“ belastet sei. Er ist natürlich Impfgegner und beruft sich auf die längst widerlegte Studie von Andrew Wakefield, der versuchte, nachzuweisen, daß Autismus durch Impfungen entstehe.
Dr. Stanislaw Burzynski
befaßt sich mit der als wirkungslos nachgewiesenen Eigenurintherapie – na dann Prost.
Michael Vogt
schließlich moderiert das Ganze, und auch dieser Herr ist nicht, sagen wir, unvorbelastet. Wegen Kontakten in die rechte Szene mußte er die Universität Leipzig verlassen. Ansonsten betätigt er sich offenbar zusätzlich bei obskuren verschwörungstheoretischen TV-Sendern.

Da kann das Kongress Palais Kassel ja sehr stolz auf das sein, was sie sich da eingefangen haben. Wie ich so höre, stellt man sich dort auf Nachfrage auf denselben Standpunkt wie letztes Jahr das HCC in Hannover:

Mela Eckenfels @Felicea
@AtariFrosch Der Spiegel (oder Stern?) hat ja schon mit denen geredet. Die reden sich genauso raus wie Hannover letztes Jahr.

20:11 – 17. Jan. 2015

Mir wäre dann danach, eine Demo anzumelden.

flattr this!

11.01.2015

Frosch - Im Netz aufgefischt #195

Autismus

Bedingungsloses Grundeinkommen

Charlie Hebdo

Computersicherheit

Edward Snowden

Elektronische Gesundheitskarte

Hartz IV & Co.

Justiz

LGBTI

Oury Jalloh

Pegida & Co.

Polizei

ÖPNV

Schule

Urheberrecht

Und sonst so?

flattr this!

09.01.2015

dictvm - Keine Angst

04.01.2015

Frosch - Im Netz aufgefischt #194

Autismus

Bedingungsloses Grundeinkommen

CCC

Computersicherheit

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

Kapitalismus

Pegida & Co.

flattr this!

01.01.2015

Chaosdorf e.V. - Digitale Schlüssel (iButtons / SmartButtons) klonen

Herkömmliche (“Analoge”) Schlüssel sind inzwischen ein gut erforschtes Thema: Die Lockpicker beschäftigen sich ausgiebig damit, Schlösser ganz ohne Schlüssel zu öffnen, und vorhandene Schlüssel können je nach Bauart anhand von Fotos rekonstruiert werden — teilweise kann das Duplikat sogar direkt ausgedruckt werden.

Ein iButton

Ein iButton (mit gesperrter ID)

Auch für unsere Vereinsräume haben wir Schlüssel und ein zugehöriges Schließsystem. Da es bei über 80 Mitgliedern aber nicht sinnvoll ist, einen einzigen Schlüssel für jedes Mitglied nachmachen zu lassen, verwenden wir digitale Schlüssel: Sogenannte iButtons bzw. SmartButtons. Jedes Mitglied erhält einen iButton, der eine eindeutige ID aus 48 bit Daten und 8 bit Prüfsumme enthält. Ist eine an der Tür eingelesene ID in der Liste der erlaubten IDs enthalten, wird die Tür aufgeschlossen. Da diese ID nicht verschlüsselt und in unserem Fall sogar auf dem Gehäuse aufgedruckt ist, besteht auch hier die theoretische Möglichkeit, iButtons zu klonen. Die Frage ist nur, wie viel Aufwand es ist.

Knapp drei Jahre nach Installation dieses Schließsystems wissen wir: Gar nicht so viel. Zum Klonen muss nur die ID vom Gehäuse ab- oder aus dem iButton ausgelesen und anschließend ein “Blanko-iButton” damit bespielt werden.

ID auslesen

USB zu OneWire-Adapter

USB zu OneWire-Adapter

Auch wenn die ID nicht aufgedruckt ist, kann sie einfach ausgelesen werden. Dazu werden lediglich ein an einen PC angeschlossener Onewire-Master und ein offen herumliegender iButton benötigt: Auf den READ ROM-Befehl vom Master antwortet der iButton (als einziges am Bus angeschlossenes Gerät) mit seiner ID.

Onewire in Software

Ein normaler iButton enthält keine Intelligenz: Seine ID ist in einem ROM fest eingestellt, die Buskommunikation läuft über eine minimale State Machine ab — Also komplett in Hardware. Zur Stromversorgung enthält er einen kleinen Kondensator, der während des High-Pegels der Datenleitung aufgeladen wird.

Geklonter iButton

Geklonter iButton

Um beliebige Schlüssel emulieren zu können, muss das von iButtons verwendete Onewire-Protokoll allerdings in Software implementiert werden. Als Hardware kann fast alles verwendet werden, in diesem Fall ist es ein mit 8MHz getakteter AVR-Chip (Atmel ATTiny 2313A). Die Herausforderung liegt dabei im Protokoll: Auf eine Aktion vom Bus-Master muss innerhalb weniger Mikrosekunden reagiert werden, was bei 8MHz Takt nur 20 bis 30 Instruktionen erlaubt, um die korrekte Reaktion herauszufinden. Ein erster Versuch in C scheiterte daran, eine Assembler-Implementierung funktioniert dafür einwandfrei.

Dieser Code tut nichts anderes, als auf den READ ROM-Befehl zu warten und darauf in acht Paketen á 1 Byte mit der einkompilierten ID zu antworten. Um eine andere ID zu verwenden, muss nur die Assemblerdatei neu erzeugt und auf den AVR übertragen werden. Wir haben sogar ein Beweisvideo, in dem unsere Tür von einem so geklonten iButton geöffnet wird. Dazu ist an den Klon-Button nur ein USB-Akku zur Stromversorgung angeschlossen.

Der Code enthält ebenfalls experimentelle Unterstützung für den SEARCH ROM-Befehl, der auch bei mehreren gleichzeitig angeschlossenen iButtons IDs auslesen kann. Dieser scheint in der Praxis aber nicht verwendet zu werden.

Und die Sicherheit?

Mit diesem Code können beliebige iButton-IDs mit einem Hardwareaufwand von ca. 5€ geklont werden. Verwendet werden sie zum Beispiel in Türen oder Kassensystemen.

Dennoch sind die Sicherheitsauswirkungen zumindest für uns erfreulich gering: Letztendlich ist eine iButton-ID als Authentifizierungsmerkmal genau so sicher wie ein klassischer Schlüssel. Beide können nur dann geklont werden, wenn sie offen herumliegen oder abfotografiert werden. Solange iButtons mit der einem Schlüssel gebürenden Vorsicht behandelt werden, besteht also keine signifikante Gefahr. Auch hat das Protokoll keine Möglichkeit, nach dem Vorhandensein einer spezifischen ID zu fragen, so dass “Ja-Sager”, die sich als beliebige Schlüssel-ID ausgeben, nicht möglich sind. Es bleibt nur das Ausprobieren aller 2⁴⁸ IDs, was viel zu lange dauert, um praktikabel zu sein.

Wir werden unsere Tür daher weiterhin mit iButtons öffnen, da die Vorteile (eine ID pro Mitglied und leichtes Sperren bei Verlust) den Nachteilen überwiegen. Ob wir auch längerfristig dabei bleiben, oder auf ein intelligenteres System nach Art von Public/Private Key Auth umstellen, wird sich zeigen.

31.12.2014

Frosch - Online-Einkauf bei Rewe

Der wöchentliche Einkauf wird für mich langsam zum Problem. Ich hatte es schon so organisiert, daß ich nur noch einmal die Woche in den Laden muß, und gehe dann auch immer erst nach 22:00 Uhr rein (Montag bis Freitag ist hier bis Mitternacht geöffnet). Denn die Kombination aus engen Gängen, herumstehenden Paletten, dem Gefühl, ständig selbst im Weg zu stehen, rumrennenden Kunden und Verkäufern und der meistens extrem nervenden Dudelmusik kann ich nicht mehr verarbeiten. Unter akuten Depressionen kommt der Overload dann noch viel leichter als sonst schon.

Also habe ich vor Weihnachten – trotz gewisser Bedenken – einen größeren Einkauf online bei Rewe bestellt.

Für mich war’s der erste Lebensmittel-Online-Einkauf überhaupt. Zwar hatte ich vorher schon vieles online bei unterschiedlichsten Anbietern online gekauft, aber eben keine alltäglichen Lebensmittel.

Das vorgegebene Lieferfenster wurde eingehalten (15:00 bis 17:00 Uhr, gekommen sind sie ca. 16:30 Uhr).

Der Rest klappte auch soweit. Der Lieferschein kam um ca. 14:30 Uhr per Mail. Dort wurde auch aufgelistet, was sie nicht liefern können – damit muß man halt rechnen.

Da ich nichts dazu angegeben hatte (und nicht wußte, daß man das explizit tun muß), haben sie allerdings für die meisten nicht lieferbaren Artikel „Ersatz-Artikel“ reingepackt. Die waren fast alle teurer als die gewünschten Artikel und auch nicht unbedingt immer ein echter Ersatz – wer kommt denn auf die Idee, eine Biskuitrolle als Ersatz für Honigkuchen zu liefern? Oder eine Joghurtsorte im 250-g-Becher einer teuren Marke anstelle eines 150-g-Bechers einer anderen Marke, die gerade im Sonderangebot war? – Nunja, ich lasse mir in Zukunft jedenfalls keinen „Ersatz“ mehr liefern, sondern habe dann eben Pech.

Etwas seltsam fand ich, daß ein Hausmarken-Artikel (Marke „Ja!“) nicht im Shop aufgelistet ist und es in der entsprechenden Sparte nur deutlich teurere Produkte anderer Marken zu Auswahl gibt (Instantkaffee).

Bezahlen kann man dann per Lastschrift, PayPal, Kreditkarte oder Rechnung. Letzteres heißt nicht in bar an der Wohnungstür, sondern binnen 14 Tagen per Überweisung.

Was geliefert wurde, kann man zurückweisen, was ich dann heute mit den meisten „Ersatz-Artikeln“ gemacht habe. Mitbekommen hatte ich noch von jemand anderem, daß man nur eine begrenzte Anzahl an Getränkekisten und -Kartons bestellen kann – was aber verständlich ist, weil die Fahrer das Zeug ja schleppen müssen.

Die beiden Herren kamen völlig klaglos zu mir in den 5. Stock (kein Aufzug!).

Noch ein Negativum: Die Artikel wurden teils in Papiertüten (das war ja OK) und teils in Plastiktüten geliefert. Das kommt mir sehr ungelegen, da ich eigentlich keine Plastiktüten mehr benutzen wollte. Aber da werde ich mal nett nachfragen, ob sie das anders regeln und nur noch Papiertüten nehmen könnten.

Mindestbestellwert ist 40 €, bis 100 € Bestellwert fallen außer bei der ersten Lieferung zu Neukunden 3,90 € zusätzlich an; ab 100 € Bestellwert fallen die weg.

Doch, insgesamt ist das gut gelaufen. Wenn ich bedenke, was mir das an Nerven erspart hat, lohnen sich die 3,90 € extra. So nebenbei habe ich da jetzt noch ein größeres Angebot, weil der nächste Rewe bei mir relativ klein ist und längst nicht die volle Produktpalette anbieten kann. Die Lieferung kommt wohl von einem zentralen Lager.

Wenn es andere Anbieter in Düsseldorf gibt, die auch liefern, ohne dabei Luxus-Preise zu verlangen, würde ich die aber auch gerne mal testen. Denn was bei Rewe nicht zu erfahren ist, auch nicht aus den Datenschutzbestimmungen, ist, ob die Daten aus den Einkäufen, die über die buchhalterische Notwendigkeit hinausgehen (zum Beispiel, welche Artikel ich in welcher Menge gekauft habe), gespeichert werden und wenn ja, wie lange und wer da alles reingucken darf.

flattr this!

28.12.2014

Frosch - Im Netz aufgefischt #193

Dies ist das letzte „Im Netz aufgefischt“ für dieses Jahr. Hoffen wir, daß wir im nächsten Jahr mehr positive Nachrichten sammeln können. Euch wünsche ich einen angenehmen Jahresausklang und alles, was Ihr Euch für’s neue Jahr so wünscht.

Ausländerfeindlichkeit, Pegida & Co.

Computersicherheit

Datenschutz

Folter

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

Telekommunikation

Wahlen

flattr this!

25.12.2014

Frosch - Liebeserklärung an die Vielfalt

Die Weihnachtsbotschaft der Hedonistischen Internationalen

In den letzten Wochen haben Menschen in Dresden und anderswo Angst, Kälte, Kleinmut, Rassimus, Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit auf die Straße getragen. Wir sind nicht nur verunsichert, sondern sehen das friedliche Zusammenleben in diesem Land erschüttert. Was wir in Dresden sehen, sind nicht die üblichen Nazis, aber Menschen, die letztlich die gleiche menschenverachtende Ideologie verbreiten.

Doch unser Land sieht anders aus.

Wir leben schon heute Vielfalt.

Wir finden es normal, daß der marokkanische Schwager mit uns Weihnachten feiert. Und es dann kein Schweinefleisch zu essen gibt. Wir haben Freundinnen und Freunde aus Rußland, Usbekistan, Mali, Österreich und Tunesien. Wir lernen von anderen und merken, daß andere von uns lernen. Das ist Zusammenleben, auch wenn wir manchmal Dinge nicht verstehen. Wir interessieren uns für andere Kulturen, Religionen und Ansichten und werden niemandem eine Kultur überstülpen.

Wir gehen mit muslimischen Bosniern und Iranern und ihren Kindern zusammen auf den Martinsumzug, weil uns allen das Teilen und das Ritual mit den Laternen so gut gefällt. Wir sind gerührt, wenn die 5jährige Nichte sagt, daß sie in weniger Ländern Ausländerin sei als eine Deutsche, weil sie nämlich zwei Pässe habe.

Wir trinken augenzwinkernd mit Moslems guten Wein und lachen zusammen. Wir trinken Tee beim Opferfest und erkennen, daß Nächstenliebe nicht nur beim christlichen Weihnachtsfest seinen Platz hat und Alkohol trinken nicht zwingend für Geselligkeit nötig ist.

Wir sind neugierig, was der russische Oberst, den wir kennenlernen, zu erzählen hat. Wir sehen Begegnung als Bereicherung des Lebens. Sie eröffnet Perspektiven, die wir davor noch gar nicht erahnen konnten. Wir lachen verschmitzt mit der häkelnden türkischen Oma in der U-Bahn über eine skurrile Situation. Und freuen uns über ihr Gesicht, das wir noch Jahre später vor Augen haben. Uns werden täglich die Augen geöffnet von der Vielfalt, die auf uns einprasselt.

Wir lernen Sprachen in der Schule und können uns damit auf der ganzen Welt verständigen. Wir haben keine Angst, wenn Kinder aus aller Herren und Frauen Länder mit unseren Kindern in den Kindergarten und die Schule gehen. Weil unsere Kinder so von klein auf interkulturell lernen. Weil für sie Vielfalt normaler sein wird als für uns.

Wir sehen, wie liebevoll eine Bulgarin unsere Großeltern pflegt, wie fair der pakistanische Junge in der E-Jugend Fußball spielt. Wir erinnern uns an den Geschmack von Kardamom, der in einem Tee war, der uns angeboten wurde.

Wir sind nicht stolz auf den Ausgang der Geburtslotterie, die den einen zum Deutschen und die andere zur Bolivianerin macht. Wir leben und lieben in binationalen Beziehungen und Ehen. Wir ziehen unsere Kinder zweisprachig auf, damit sie mit ihren Großeltern im Ausland reden können.

Wir sehen den Austausch der Kulturen als Bereicherung unseres Lebens, egal ob wir dabei portugiesischen Weichkäse oder iranische Heavy Metal Bands kennenlernen. Wir lachen über den serbischen Film, nordamerikanische Serien und Karnevalsbräuche in Ecuador.

Wir übernehmen Wörter aus anderen Ländern in unseren Sprachschatz, weil wir Dinge so besser ausdrücken können. Wir übernehmen Feste und Bräuche und stellen auf einmal ausgehöhlte Kürbisse ins Fenster. Wir sind überzeugt davon, daß Kulturen und Sprachen erst dadurch leben, daß sie sich vermengen, vermischen, bereichern und befruchten.

Wir wollen in einem Land leben, das Menschen auf der Flucht offensteht. Wir leben in einem Einwanderungsland, und wir wollen eine Willkommenskultur, anstatt die Mauern um Europa zu vergrößern. Wir sind entsetzt darüber, daß so viele Menschen an den Außengrenzen sterben. Wir verstehen, daß Menschen fliehen, egal aus welchem Grund. Wir wollen Flüchtenden ein neues Zuhause geben und die Möglichkeit, frei und in Würde zu leben. Ohne uns dabei auf die Schulter zu klopfen.

Wir sind davon überzeugt, daß wir zusammen den richtigen Weg finden können, der allen Teilen der Gesellschaft Rechnung trägt. Diese Auseinandersetzung wird nicht immer einfach sein, sondern manchmal auch von Konflikten geprägt. Diese Konflikte wollen wir konstruktiv, friedlich und mit Respekt austragen und verhandeln. Dabei ist Migrationshintergrund für uns ein Zeichen der Stärke und Lebendigkeit der Gesellschaft.

In unserem Land ist es egal, welches Geschlecht jemand hat oder sich selbst zuschreibt. Es ist egal, wer wen einvernehmlich liebt. In unserem Land sind alle Menschen gleich. In unserem Land wollen wir sozial gerecht zusammenleben und gemeinsam die richtigen Fragen für die Zukunft stellen. Wir werden diejenigen politisch herausfordern, die soziale Spaltung vorantreiben oder Umverteilung verhindern. Wir wollen gelebte Solidarität, Mitgefühl und Empathie statt sozialer Kälte, Egoismus und deutschen Volksgenossen.

Zusammenleben und Austausch von Kulturen heißt für uns nicht Aufgabe von Werten, Ethik und Idealen. Vielmehr sehen wir, daß es Werte gibt, die in jeder Kultur zu Hause sind. Auf ihnen bauen wir auf. Eine vielfältige Gesellschaft ist nicht einfach: Wir diskutieren hart in der Sache, wenn uns etwas nicht paßt, aber wir finden gemeinsam Grenzen und Leitplanken des Zusammenlebens.

Wir stehen an der Seite aller Menschen in diesem Land, die friedlich und respektvoll miteinander leben wollen. Egal wo sie herkommen oder welche Religion sie haben. Egal ob sie eine andere Sprache sprechen oder andere Sitten und Gebräuche haben.

Wir wollen einfach zusammenleben. Wir wissen auch, daß viele der Ideale noch nicht umgesetzt sind.

Das heißt für uns:

Wir werden haßerfüllten Angsthasen, Rassisten und Fremdenfeinden dieses Land nicht überlassen, sondern an einer offenen und vielfältigen Gesellschaft weiterarbeiten. Was wir in Dresden und anderswo sehen, ist nicht die Mitte der Gesellschaft, sondern Deckungsmasse von Nazis und Brandstiftern. Sie stellen nicht die richtigen Fragen, sondern treten nach unten. Sie sind diejenigen, die einer toleranten und freien Gesellschaft und Kultur im Wege stehen.

Wir danken deshalb all den Menschen, deren Ur-Großeltern, Großeltern, Eltern oder die selbst aus einem anderen Land hierher gekommen sind von ganzem Herzen, daß sie hier sind. Wir danken ihnen, daß wir Neues kennenlernen dürfen. Wir danken ihnen, daß wir immer wieder neu über uns nachdenken. Wir danken ihnen für eine ständige Neuausrichtung von dem, was wir unsere gewachsene Kultur nennen.

Zukunft geht nur zusammen.

––––––––––

Verbreitet die Liebeserklärung an die Vielfalt. Sie soll überall auftauchen, an ihr soll kein Weg vorbeiführen. Bloggt diese Weihnachtsbotschaft, postet sie auf Facebook, fotografiert sie für Instagram, verlinkt sie, twittert sie, leitet sie weiter, schickt sie per Mail, vertont sie, macht Videos, druckt sie aus, hängt sie auf, plakatiert. Macht eine Lawine daraus, eine frohe Botschaft der Menschlichkeit, eine Liebeserklärung an die Vielfalt, einen Appell für das friedliche Zusammenleben. Und dann geht auf die Straße und demonstriert. Wir sind viel mehr als wir denken.

(Quelle: Liebeserklärung an die Vielfalt – eine Weihnachtsbotschaft, Lizenz unbekannt)

flattr this!

Frosch - Zynische Weihnachtsgrüße von der Arbeitsagentur

Kurz vor Weihnachten erhielten unter anderem Bundestagsabgeordnete eine Weihnachtskarte von der Bundesarbeitsagentur. Das berichteten mehrere MdB, zum Beispiel Katja Kipping (Die LINKE) via Twitter.

In edlem Golddruck auf rotem Grund wurde da – im Inneren durch beeindruckende Zahlen unterlegt – aufgezählt, wie die Bundesarbeitsagentur Hartz IV sieht:

Probleme lösen · Menschen stärken · Existenzen sichern ·
Chancen bieten · Zukunft planen · Ziele setzen · Geduld haben · Wege finden · Mut machen · Hoffnung geben

Probleme lösen
Das gilt vor allem für die Probleme der Bundesregierung, die Erwerbslosigkeit im Land zu verstecken. Des weiteren wird mit Hartz IV das „Problem“ von Arbeitgebern gelöst, für möglichst viel und möglichst gute Arbeit möglichst wenig bezahlen zu müssen.
Menschen stärken
Damit sind wohl primär die wenigen Menschen gemeint, die so viel Geld haben, daß sie schon gar nicht mehr wissen, wohin damit.
Existenzen sichern
Ja, die der Angestellten in der BA und in den ARGEn, die sich tagtäglich damit abrackern, anderen das Leben zur Hölle zu machen, um die oben genannten Probleme zu lösen.
Chancen bieten
Besonders für die Gewinner der Hartz-Reform bieten sich natürlich eine Menge Chancen. Zum Beispiel für die Anbieter sinnloser „Kurse“, für die Zeitarbeit und für die „privaten Arbeitsvermittler“, die mit den Vermittlungsgutscheinen fett Kohle machen.
Zukunft planen
Ja, die Zukunft der Erwerbslosen, die wird geplant. Aber nicht mehr durch die Erwerbslosen, die sollen sich ja nicht einbilden, daß sie beim weiteren Verlauf ihres Lebens noch irgendwie mitzureden hätten. Ihre Zukunft wird geplant von Schreibtischtätern und ihren Vorgesetzten bis hoch zu Heinrich Alt und seinem Kollegen Frank Weise, dahingehend, daß sie gefälligst für jedes Geld oder auch ohne Lohn jede beliebige Arbeit zu verrichten hätten.
Ziele setzen
Die Ziele dafür werden in den Eingliederungsvereinbarungen gesetzt, die oft genug immer noch nicht vereinbart, sondern mit „hier unterschreiben, sonst gibt’s kein Geld“ den Erwerbslosen hingeklatscht werden. Darauf, ob die Erwerbslosen diese Ziele überhaupt erreichen können, kommt es ja nicht an, hauptsache, sie sind gesetzt.
Geduld haben
Man muß nur genug Unterlagen verlieren und lange genug warten oder generell einen Erwerbslosen lange genug drangsalieren, dann klappt das schon damit, daß er aus der Statistik verschwindet. Ob durch Obdachlosigkeit, Verhungern oder Suizid, ist ja egal. Warte, warte nur ein Weilchen – dann wird auch der hartnäckigste Kämpfer um die Grundrechte aufgeben.
Wege finden
Ja, die ARGEn finden immer wieder neue Wege, um Erwerbslose aus der Statistik zu kicken oder sie wenigstens sanktionieren zu können. Der Gesetzgeber unterstützt sie dabei nach Kräften, indem er Gesetze so schwammig formuliert, daß man daraus alles mögliche machen kann. Mitwirkungspflicht heißt zum Beispiel, daß das ARGE problemlos Unterlagen „verlieren“ kann, es kann den Erwerbslosen ja nochmal rennen lassen, um sie erneut zu beschaffen. Und nochmal, und nochmal, und noch ein viertes Mal.
Mut machen
Mut gemacht wird den Angestellten bei den ARGEn damit, daß sie, wenn sie nur genügend Erwerbslose schikaniert und genügend Geld durch Sanktionen eingespart haben, auch noch Prämien kassieren dürfen. Den Erwerbslosen wird dagegen dazu Mut gemacht, sich abzumelden und bitteschön zu verhungern.
Hoffnung geben
Ja, die Arbeitgeber hegen wirklich immer größere Hoffnungen darauf, daß sie vom Staat bald komplett mit kostenlosen Arbeitskräften beliefert werden, die sich nicht wehren dürfen, weil sie sonst direkt alles verlieren.

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß Hartz IV purer Zynismus, pure Menschenverachtung und purer Wirtschaftsfaschismus ist, dann ist dieser mit dieser Weihnachtskarte geliefert worden.

Die beste Reaktion aus den Reihen der Bundestagsabgeordneten war die des Linken Klaus Ernst:

Klaus Ernst @ernst_klaus
Und was kostet diese Hochglanz #HartzIV Werbebroschüre der #Arbeitsagentur? Wir fragen da mal die #Bundesregierung:

14:29 – 19. Dez. 2014

– auch wenn ich nicht glaube, daß er eine Antwort bekommen wird, denn die Bundesregierung verrät ja generell nicht, wieviel sie wem dafür bezahlt, ihre asoziale Politik schönzureden.

flattr this!

24.12.2014

forschungstorte - Gastbeitrag: Liebeserklärung an die Vielfalt: Eine Weihnachtsbotschaft

Weihnachtsbotschaft

CC-BY-NC-SA Ingrid Eulenfan
In den letzten Wochen haben Menschen in Dresden und anderswo Angst, Kälte, Kleinmut, Rassimus, Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit auf die Straße getragen. Wir sind nicht nur verunsichert, sondern sehen das friedliche Zusammenleben in diesem Land erschüttert. Was wir in Dresden sehen, sind nicht die üblichen Nazis, aber Menschen, die letztlich die gleiche menschenverachtende Ideologie verbreiten.
Doch unser Land sieht anders aus.
Wir leben schon heute Vielfalt.
Wir finden es normal, dass der marrokanische Schwager mit uns Weihnachten feiert. Und es dann kein Schweinefleisch zu Essen gibt. Wir haben Freundinnen und Freunde aus Russland, Usbekistan, Mali, Österreich und Tunesien. Wir lernen von anderen und merken, dass andere von uns lernen. Das ist Zusammenleben, auch wenn wir manchmal Dinge nicht verstehen. Wir interessieren uns für andere Kulturen, Religionen und Ansichten und werden niemanden eine Kultur überstülpen.
CC-BY-NC-SA Rafik Berlin
CC-BY-NC-SA Rafik Berlin
Wir gehen mit muslimischen Bosniern und Iranern und ihren Kindern zusammen auf den Martinsumzug, weil uns allen das Teilen und das Ritual mit den Laternen so gut gefällt. Wir sind gerührt, wenn die 5-jährige Nichte sagt, dass sie in weniger Ländern Ausländerin sei als eine Deutsche, weil sie nämlich zwei Pässe habe.
Wir trinken augenzwinkernd mit Moslems guten Wein und lachen zusammen. Wir trinken Tee beim Opferfest und erkennen, dass Nächstenliebe nicht nur beim christlichen Weihnachtsfest seinen Platz hat und Alkohol trinken nicht zwingend für Geselligkeit nötig ist.
Wir sind neugierig, was der russische Oberst, den wir kennenlernen, zu erzählen hat. Wir sehen Begegnung als Bereicherung des Lebens. Sie eröffnet Perspektiven, die wir davor noch gar nicht erahnen konnten. Wir lachen verschmitzt mit der häkelnden türkischen Oma in der U-Bahn über eine skurille Situation. Und freuen uns über ihr Gesicht, das wir noch Jahre später vor Augen haben. Uns werden täglich die Augen geöffnet von der Vielfalt, die auf uns einprasselt.
Wir lernen Sprachen in der Schule und können uns damit auf der ganzen Welt verständigen. Wir haben keine Angst, wenn Kinder aus aller Herren und Frauen Länder mit unseren Kindern in den Kindergarten und die Schule gehen. Weil unsere Kinder so von klein auf interkulturell lernen. Weil für sie Vielfalt normaler sein wird als für uns.
CC-BY-NC Inkyhack
CC-BY-NC Inkyhack
Wir sehen wie liebevoll eine Bulgarin unsere Großeltern pflegt, wie fair der pakistanische Junge in der E-Jugend Fußball spielt. Wir erinnern uns an den Geschmack von Kardamom, der in einem Tee war, der uns angeboten wurde.
Wir sind nicht stolz auf den Ausgang der Geburtslotterie, die den einen zum Deutschen und die andere zur Bolivianerin macht. Wir leben und lieben in binationalen Beziehungen und Ehen. Wir ziehen unsere Kinder zweisprachig auf, damit sie mit ihren Großeltern im Ausland reden können.
Wir sehen den Austausch der Kulturen als Bereicherung unseres Lebens, egal ob wir dabei portugiesischen Weichkäse oder iranische Heavy Metal Bands kennenlernen. Wir lachen über den serbischen Film, nordamerikanische Serien und Karnevalsbräuche in Ecuador.
Wir übernehmen Wörter aus anderen Ländern in unseren Sprachschatz, weil wir Dinge so besser ausdrücken können. Wir übernehmen Feste und Bräuche und stellen auf einmal ausgehöhlte Kürbisse ins Fenster. Wir sind überzeugt davon, dass Kulturen und Sprachen erst dadurch leben, dass sie sich vermengen, vermischen, bereichern und befruchten.
Wir wollen in einem Land leben, das Menschen auf der Flucht offen steht. Wir leben in einem Einwanderungsland und wir wollen eine Willkommenskultur anstatt die Mauern um Europa zu vergrößern. Wir sind entsetzt darüber, dass so viele Menschen an den Außengrenzen sterben. Wir verstehen, dass Menschen fliehen, egal aus welchem Grund. Wir wollen Flüchtenden ein neues Zuhause geben und die Möglichkeit, frei und in Würde zu leben. Ohne uns dabei auf die Schulter zu klopfen.
Wir sind überzeugt, dass wir zusammen den richtigen Weg finden können, der allen Teilen der Gesellschaft Rechnung trägt. Diese Auseinandersetzung wird nicht immer einfach sein, sondern manchmal auch von Konflikten geprägt. Diese Konflikte wollen wir konstruktiv, friedlich und mit Respekt austragen und verhandeln. Dabei ist Migrationshintergrund für uns ein Zeichen der Stärke und Lebendigkeit der Gesellschaft.
CC-BY-SA Libertinus
CC-BY-SA Libertinus
In unserem Land ist es egal, welches Geschlecht jemand hat oder sich selbst zuschreibt. Es ist egal, wer wen einvernehmlich liebt. In unserem Land sind alle Menschen gleich. In unserem Land wollen wir sozial gerecht zusammen leben und gemeinsam die richtigen Fragen für die Zukunft stellen. Wir werden diejenigen politisch herausfordern, die soziale Spaltung vorantreiben oder Umverteilung verhindern. Wir wollen gelebte Solidarität, Mitgefühl und Empathie statt sozialer Kälte, Egoismus und deutschen Volksgenossen.
Zusammenleben und Austausch von Kulturen heißt für uns nicht Aufgabe von Werten, Ethik und Idealen. Vielmehr sehen wir, dass es Werte gibt, die in jeder Kultur zuhause sind. Auf ihnen bauen wir auf. Eine vielfältige Gesellschaft ist nicht einfach: Wir diskutieren hart in der Sache, wenn uns etwas nicht passt, aber wir finden gemeinsam Grenzen und Leitplanken des Zusammenlebens.

CC-BY-SA Zeitfixierer
CC-BY-SA Zeitfixierer
Wir stehen an der Seite aller Menschen in diesem Land, die friedlich und respektvoll miteinander leben wollen. Egal wo sie herkommen oder welche Religion sie haben. Egal ob sie eine andere Sprache sprechen oder andere Sitten und Gebräuche haben.
Wir wollen einfach zusammen leben. Wir wissen auch, dass viele der Ideale noch nicht umgesetzt sind.
Das heißt für uns:
Wir werden hasserfüllten Angsthasen, Rassisten und Fremdenfeinden dieses Land nicht überlassen, sondern an einer offenen und vielfältigen Gesellschaft weiterarbeiten. Was wir in Dresden und anderswo sehen, ist nicht die Mitte der Gesellschaft, sondern Deckungsmasse von Nazis und Brandstiftern. Sie stellen nicht die richtigen Fragen, sondern treten nach unten. Sie sind diejenigen, die einer toleranten und freien Gesellschaft und Kultur im Wege stehen.
Wir danken deshalb all den Menschen, deren Ur-Großeltern, Großeltern, Eltern oder die selbst aus einem anderen Land hierher gekommen sind von ganzem Herzen, dass sie hier sind. Wir danken ihnen, dass wir Neues kennenlernen dürfen. Wir danken ihnen, dass wir immer wieder neu über uns nachdenken.
Wir danken ihnen für eine ständige Neuausrichtung von dem, was wir unsere gewachsene Kultur nennen.
Zukunft geht nur zusammen.
 -

Verbreitet die Liebeserklärung an die Vielfalt. Sie soll überall auftauchen, an ihr soll kein Weg vorbeiführen. Bloggt diese Weihnachtsbotschaft, postet sie auf Facebook, fotografiert sie für Instagram, verlinkt sie, twittert sie, leitet sie weiter, schickt sie per Mail, vertont sie, macht Videos, druckt sie aus, hängt sie auf, plakatiert. Macht eine Lawine daraus, eine frohe Botschaft der Menschlichkeit, eine Liebeserklärung an die Vielfalt, einen Appell für das friedliche Zusammenleben. Und dann geht auf die Straße und demonstriert. Wir sind viel mehr als wir denken.
Dieser Gastbeitrag stammt ursprünglich von einer Sektion “Frohe Botschaft” der Hedonistischen Internationale. 

OpenRheinRuhr - OpenRheinRuhr Weihnachtspost

2014-12-25 19.11.06Hallo liebe Helfer, Aussteller, Referenten und alle anderen Freunde der OpenRheinRuhr,

zur besinnlichen Zeit des Jahres wünscht auch das Team der ORR eine paar ruhige Tag im Kreis Eurer Liebsten, sowie einen guten Rutsch in das neue Jahr!

Auch möchten wir Euch für die Teilnahme an der diesjährigen ORR danken. Es war uns wieder eine große Freude die Messe mit und für Euch zu veranstalten.

Da zu Weihnachten auch Geschenke gehören, haben wir auch eins für euch parat:

Wir freuen uns Euch mitteilen zu dürfen, dass die OpenRheinRuhr am 07. und 08. November 2015 wieder im Rheinischen Industriemuseum in Oberhausen stattfinden wird.

Gegen Anfang des neuen Jahres werden wir über die bekannten Kanäle auch wieder um Eure Teilnahme bitten, aber alles zu seiner Zeit.

Zuerst im neuen Jahr möchten wir uns bei allen Helfern noch einmal ordentlich bedanken.
Das bekannte Helfergrillen wird am 21.02.2015 im Linuxhotel in Essen stattfinden.
Hierzu sind alle herzlich eingeladen, die als Helfer an der ORR 2014 teilgenommen haben, aber auch alle, die daran interessiert sind, vor und auch während der nächsten Veranstaltung unser Team zu unterstützen.

Um für ausreichend Verpflegung sorgen zu können, bitten wir Euch um eine Rückmeldung bis zum 14.02.2015 unter http://doodle.com/ywxmnaxby7e5ebb4.

Mit weihnachtlichen Grüßen
Das OpenRheinRuhr Orga Team

flattr this!

Chaosdorf e.V. - Congress Everywhere

Vom 27. bis 30. Dezember findet der 31. Chaos Commmunication Congress (31C3) in Hamburg statt. Zu der größten Jahresveranstaltung unseres Clubs fährt auch ein Team des Chaosdorfs (zusammen mit Chaos West), welches vor Ort eine Assembly organisiert.

Das diesjährige Congresslogo
Dort zeigen wir unsere Projekte – unter anderem Freifunk, OwnBeer, Matelade und was wir sonst noch mitbringen können.

Im Programm finden sich Vorträge zu einem breiten Themenspektrum, das uns brennend interessiert und das wir allen Menschen näher bringen möchten. Daher zeigen wir die Vorträge live per Video-Stream im Chaosdorf. In drei Räumen bauen wir Projektionen auf und tun alles, um ruckelfrei die Vorträge schauen zu können.

Dazu laden wir alle ein, ins Chaosdorf zu kommen und gemeinsam die Vorträge zu sehen, sich darüber auszutauschen und eine gute Zeit zu haben. Denn überall wo es Netzwerk, Mate und Spaß am Gerät gibt, kommt Congress Feeling auf. Dafür nehmen wir keinen Eintritt und kochen für eine kleine Spende sogar etwas zu Essen.

Wenn ihr es also nicht schafft, zum Congress zu fahren, ist das vielleicht eine nette Alternative. Auch wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, was der CCC eigentlich so tut, die perfekte Gelegenheit.

Und wenn ihr sogar selber etwas dafür tun wollt, aber nicht die Ressourcen für ein Congress Everywhere, dann schließt euch an und werdet Engel! Im Chaosdorf Wiki organisieren wir uns.

Am 27.12. (Samstag) um 10 Uhr öffnen wir das Chaosdorf. Die Keynote startet um 11 Uhr.
Bringt Brötchen mit!

Wenn ihr wollt, könnt ihr euch anmelden.

21.12.2014

Frosch - Im Netz aufgefischt #192

Ausländerfeindlichkeit / Pegida & Co.

Autismus

Computersicherheit / Phishing

Demokratie

Drohnen

Folter

Geheimdienste

Hartz IV & Co.

Netzpolitik

Stuttgart 21

Deutsche Telekom

flattr this!

20.12.2014

Frosch - Umgeroutet

… oder warum es keine so gute Idee ist, seinem Router Tee zu geben. ;-)

Ich hatte mir kurz nach 19:00 Uhr einen feinen Tee gekocht, und auf dem Weg von der Küche ins Zimmer mit der sehr vollen Tasse im Flur ein wenig davon, ähm, verloren. Kein Problem, kann man ja wieder aufwischen. Aufgefangen hatte den Tee-Schluck allerdings nicht der Fußboden, sondern mein Draytek Vigor 2600 (Router mit DSL-Modem). Und offenbar steht der nicht so auf Tee.

Jedenfalls fiel um 19:12 Uhr mein Internet-Zugang aus. Ich hatte erst das OpenVPN und damit meinen Server in Verdacht, aber auch nach dem Abschalten des OpenVPN-Clients war nichts mehr erreichbar. Also sah ich draußen im Flur nach und fand die Bescherung.

Es war nicht mal viel gewesen, was er abgekriegt hatte, aber offenbar genug, daß es ins Innere des Gehäuses gelaufen war. Als Router funktionierte er sogar überwiegend noch, aber das DSL-Modem wollte sich nicht mehr verbinden.

Obwohl ich schon von der Installation dieses Routers vor ein paar Jahren her wußte, daß der eigentlich nicht mit dem originalen DSL-Modem der Telekom, einem schon recht betagten Teledat 300 LAN, sprechen will, das ich noch habe, schaltete ich über die Konfiguration das interne Modem ab und klemmte das Telekom-Modem zwischen Router und Splitter. An der Abneigung des Draytek gegen das Teledat hatte sich aber offenbar nichts geändert: Am Modem gingen nur zwei Lichter an, das für die Verbindung zum LAN blieb aus.

Zum Glück lag hier aber noch ein Router herum, und zwar ein D-Link DI-524. Den hatte ich mal vor längerer Zeit bekommen, um WLAN zu testen, war nie dazu gekommen und hatte den auch schon fast vergessen. Nun war es Zeit, sich dran zu erinnern. Ich klemmte also den Draytek ab und schloß dafür den D-Link an. Nach kurzem Herumprobieren stellte ich fest, daß er auf die übliche IP 192.168.0.1 reagierte. Allerdings nicht ganz so, wie ich erhofft hatte: Er hatte nämlich noch ein gesetztes Paßwort.

Jetzt hätte ich Internet gebraucht, um nach dem Default-Paßwort bzw. danach zu suchen, wie man das Ding in den Auslieferungszustand (factory settings) zurücksetzt. Etwas ungünstig, wenn man genau dazu den Zugang zu diesem Router braucht. ;-)

Ich rief schließlich LadyLoria an, die mir nicht nur die Information heraussuchte, wie man den D-Link zurücksetzt, sondern auch, daß er dann gar kein Admin-Paßwort mehr hat. Dazu war es nötig, das, was sich an dem Gerät Reset-Schalter nennt, für 10 Sekunden einzudrücken und dann kurz zu warten, bis er sich rebootet hat. Der „Reset-Schalter“ am D-Link ist so ein Büroklammer-Reset, das heißt, man muß mit einer aufgebogenen Büroklammer in ein Loch reinpieken und darin einen winzigen Schalter eindrücken.

Die Prozedur war zweimal notwendig, dann endlich konnte ich mit dem Browser aufs Interface. Der Rest war einfach.

Der kleine, angenehme Nebeneffekt dabei: Ich habe jetzt auch noch mein eigenes WLAN. :-)

flattr this!

14.12.2014

Frosch - Netflix mit Linux

Diesen Abend wollte ich eigentlich damit verbringen, einen Film zu sehen. Und nachdem ich eine entsprechende Empfehlung bekommen hatte, meldete ich mich bei Netflix an. Der erste Monat ist ja kostenlos, und wenn ich nichts finden würde oder die Geschwindigkeit meiner Leitung nicht ausreichen sollte, kann ich mich ja wieder abmelden.

Nach der Anmeldung sollte ich dann aus einer recht geringen Auswahl drei Filme bzw. Serien markieren, um Netflix mal so grob meine Interessen anzuzeigen, damit man mir passende Vorschläge unterbreiten könne. Bei diesen Vorschlägen war der „Hobbit“ dabei, der mir nach einer Änderung der Spracheinstellung auch auf Englisch angeboten wurde. Dabei stellte ich schon den ersten Mangel fest: Die Spracheinstellung der Seite und der Filme wird nicht getrennt; will ich Filme/Serien in englischer Sprache haben, dann bekomme ich auch alle Menüs und Hilfen auf Englisch angezeigt. Aber es wäre ja viel zu einfach, wenn das das einzige Problem geblieben wäre.

Beim Versuch, den „Hobbit“ abzuspielen, landete ich auf einer Seite, die mir was von System-Voraussetzungen erzählte. Erst an dieser Stelle erfuhr ich, daß man hier von Linux eigentlich so gar nichts wissen wollte: Präsentiert wurden nur Voraussetzungen für Windows Vista, Windows 7 und Mac OS X. Ähm, ja. Das hättet Ihr ja eigentlich mal früher sagen können, zumal ich meine Browser- und Betriebssystemkennung nicht verberge.

OK, dachte ich, vielleicht gibt es da ja einen Trick, der nicht so offensichtlich ist. In der Hilfe fand ich dann viele, viele Hinweise auf die Extension „Silverlight“ von Microsoft. Erstmal davon ausgehend, daß ich das hier eher nicht ins System integriert bekomme, sah ich mich weiter um und entdeckte eine Chat-Funktion. Das sah doch mal interessant aus, also wollte ich mal wissen, was man mir da zum Thema Linux zu sagen hatte.

Nach kurzer Zeit meldete sich ein Mensch (doch, tatsächlich, kein Bot!) namens Izzy. Diesem legte ich das Problem dar, auf das ich gerade gestoßen war:

Izzy: Hi there, thanks for contacting Netflix. My name is Izzy. Who do I have the pleasure of chatting with?

Sabine: My name is Sabine.

Sabine: I just registered and now I find that it seems to be impossible to use Netflix with a Linux system. Is that true?

Izzy brauchte ein paar Minuten, um auf die Frage zu reagieren. Scheint also zumindest keine übliche Frage gewesen zu sein.

Izzy: :O! All right Sabine, no problem. I’m sure I can help you out clearing all your doubts. Right now Linux doesn’t support Netflix as Linux-based browsers do not have the premium video extensions required to allow our HTML5 player to stream movies and TV shows.

Mein erster Gedanke war: Ja, warum baut bzw. portiert Ihr die nicht bzw. warum benutzt Ihr überhaupt was Proprietäres? Aber ich wollte erstmal abwarten, ob Izzy vielleicht Alternativen kennt.

Sabine: Well, basically my browsers can handle HTML5.

Izzy: Yup, many Linux browsers handle HTML5 but not with all the necessary extensions and plugins. No worries though, there are many other device you can stream in and I can also send a recommendation to push to get Linux to support Netflix.

Sabine: There is no other device I have available.

Sabine: This PC, or not at all.

Schon lustig, daß alle Welt mittlerweile davon ausgeht, daß man mehrere unterschiedliche, internetfähige Geräte besitzt. Im Support sollte man wissen, daß man sowas nie voraussetzen darf. Der Vorschlag, die Linux-Unterstützung intern mal ein wenig anzuschubsen („to push“), wäre ja ein netter Anfang, hilft mir jetzt im Moment aber nicht so wirklich weiter. Ich wollte ja eigentlich jetzt einen Film gucken.

Die Antwort dauerte wieder ein wenig:

Izzy: Got it, well I can personally say that a friend of mine with Linux has been able to get Netflix (because of the customizable nature of Linux). As a Netflix rep, all I can say is that this is possible but might or might not work as it is not officially supported..

Also: Es könnte irgendwie gehen, weil man in Linux ja so viel selber machen kann, aber vorgesehen ist es von Netflix’ Seite aus nicht; es kann also funktionieren oder auch nicht. Das ist etwas unbefriedigend.

Sabine: So what can I do?

Sabine: If it helps: This is Debian GNU/Linux 7 (wheezy).

Izzy: I see, which browser did you tried to stream with?

Sabine: iceweasel (Firefox), Version … wait a moment

Sabine: Version 31.3.0. It’s the version from the Debian repo, not from the Mozilla website.

Er meinte dann, ich möge doch mal den aktuellen Chrome testen – und niemandem verraten, daß er mir das gesagt hätte. Chrome ist nun nicht unbedingt etwas, was ich im System haben wollte, und das sagte ich ihm auch.

Izzy: I understand, but Firefox is still using Silverlight as a streaming plug in instead of HTML5, hence the inability to stream.

Er behauptet also, Firefox könne kein HTML5? Das glaub ich ja nun nicht.

Silverlight hatte ich als reine Microsoft-Veranstaltung in Erinnerung. Die entsprechende Seite bei Microsoft klärte mich jedoch darüber auf, daß das Ding auch auf Linux laufen würde. Ich klickte mich entsprechend durch und landete auf der Website von Moonlight.

Ich korrigierte mich also Izzy gegenüber und teilte mit, daß es da wohl doch was für Linux gibt.

Izzy: Exactly, as I just said, Firefox uses Silverlight to stream. Linux doesn’t have Silverlight, so the only option is to use a browser that uses HTML5, in this case: Chrome.

Jetzt sind wir wieder bei HTML5 – das alleine aber offenbar gerade nicht genügt. Denn sowohl iceweasel als auch Chromium in Debian sprechen schon seit einer Weile HTML5; das allein löst das Problem aber gerade nicht. Also waren meine Schlußfolgerungen:

Sabine: Just learned that Microsoft says it can also be used on Linux. OK, that’s what I’ll do: At first I’ll try chromium (not Chrome). If it does not work, I’ll try to get Silverlight running with iceweasel (could be funny). And if all this does not work, I’ll try to get Chrome.

Sabine: I didn’t think that I have to do such a lot of work to get this thing running :-/

Izzy: Usually someone else would have just leave it at "Linux doesn’t support Netflix", but I really want you to stream :).

Sabine: Would be really nice of you guys to offer a out-of-the-box solution for Linux users, as there are not only a few dozens out here.

Sabine: OK, I don’t know whether I can do all that tonight, for actually I wanted to watch a movie … but I’ll call back when I’m stuck again. ;-)

Izzy: Totally, let me go ahead and write a feedback memo on this so we can push to get supported on Linux :D.

Nach ein paar Höflichkeitsfloskeln wurde ich noch gebeten, den Dialog zu bewerten, dann konnte ich mir das Ganze per Mail zuschicken lassen. Wenn ich allerdings gewußt hätte, daß das völlig verHTMLisiert kommt (eine durchgehende, unstrukturierte HTML-Suppe mitsamt Angaben zu Fonts und Fontgrößen), hätte ich lieber eine Copy-Paste-Version direkt aus dem Chatfenster gezogen, das geht nämlich. Na gut, nächstes Mal.

So nebenbei stellte ich dann noch fest, daß sie mir die vierstellige Kindersicherungs-PIN, die ich vorher einstellen mußte, im Klartext per Mail zugeschickt hatten. Hmja, kannste schon so machen.

Also ging ich an die Arbeit: Chromium (Version 37.0.2062.120 aus dem Debian-Repo) kam beim Versuch, den Film abzuspielen, ein winziges bißchen weiter: Er landete nicht mehr auf der Seite mit den System-Voraussetzungen. Stattdessen versuchte er offenbar tatsächlich, etwas abzuspielen; ich bekam ein Standbild und einen kurbelnden Kreis, das dann jedoch von einer Fehlerseite abgelöst wurde.

Der Hilfe nach besagte der Fehlercode („Playback Error M7083-2107“), daß ich alle Extensions ausschalten sollte. Das brachte jedoch keine Änderungen.

So würde ich also nicht weiterkommen.

Die Moonlight-Website verwies für Debian direkt ins Repository, also konnte ich genauso den direkten Weg gehen:

# apt-get install mono-complete

zog mir locker-flockige 45 MB an Zeugs auf die Platte, warf beim Installieren dann aber massenweise mit Zeilen, die mit dem häßlichen Wort „Problem:“ anfingen. Trotzdem wurde die Installation nicht abgebrochen, sondern lief durch.

Weder in iceweasel noch in Chromium konnte ich von der Moonlight-Extension danach irgendetwas entdecken. Das hatte dann wohl nicht geklappt. Auch weiterhin konnte ich in beiden Browsern nichts von Netflix abspielen.

Also nächster Schritt: Ich zog mir Chrome für Debian/Ubuntu 64bit von der Google-Website. Nochmal 45 MB. Beim Versuch, das .deb zu installieren, wurden allerdings gleich zwei angeblich fehlende libs angemeckert: Er hätte dann doch gern libappindicator1 und libcurl3 gehabt. OK, ich bin ja gar nicht so:

# apt-get install libappindicator1 libcurl3

Reading package lists… Done

Building dependency tree

Reading state information… Done

You might want to run ‘apt-get -f install’ to correct these:

The following packages have unmet dependencies:

libappindicator1 : Depends: libdbusmenu-glib4 (>= 0.4.2) but it is not going to be installed

Depends: libdbusmenu-gtk4 (>= 0.4.2) but it is not going to be installed

Depends: libindicator7 (>= 0.4.90) but it is not going to be installed

Recommends: indicator-application (>= 0.2.93) but it is not going to be installed

E: Unmet dependencies. Try ‘apt-get -f install’ with no packages (or specify a solution).

Leck mich doch in de Täsch. :-(

Ich wollte jetzt dann doch nicht so weit gehen, mir das komplette System zu verbiegen.

Allerdings erzählt mir Heise Open, daß es ohne Google Chrome wohl wirklich nicht laufen wird. Und nicht nur das: Im Artikel Netflix uneingeschränkt unter Linux findet sich auch die wahre Begründung dafür.

Voraussetzung für das Videostreaming ist noch immer Googles Chrome-Browser, der die Encrypted Media Extensions (EME) unterstützt. Firefox fehlt die Unterstützung für diesen umstrittenen DRM-Standard des W3C bislang.

Ah, daher weht also der Wind: Digital Rights Management (DRM). Mozilla hat ja möglicherweise gar kein Interesse daran, diesen Standard einzubauen, wenn der – vermutlich zu recht – umstritten ist.

Aber selbst, wenn ich dieses Problem ignoriere, will Chrome mir offenbar einen Abhängigkeits-Knoten ins System bauen. Oder gibt es da auch einen Trick, um Google Chrome ohne Gedöns auf einem aktuellen Debian Wheezy laufen zu lassen?

Wäre ja doof, wenn ich den „Kostenlos“-Monat ohne eine Lösung herumgehen lassen und dann kündigen müßte, ohne das eigentliche Angebot mal ausprobieren zu können. Danach kann ich nämlich natürlich keinen weiteren kostenlosen Test-Monat in Anspruch nehmen, wenn ich den Stream dann mal empfangen kann.

Hat das jemand schon am Laufen und kann mir vielleicht den einen oder anderen Tip hier abwerfen?

flattr this!